Ja, oder generell als der "Computer" Einzug in die Musik gehalten hat (303er) usw.
In den 70ern, 80ern hat man auf riesigen analogen Konsolen gemischt und auf 2 Zoll Bansmaschine
aufgenommen.
Ich denke, man wird bei diesem Thema der KI-(Musik) niemals zu einer "wahren" Schlußfolgerung kommen.
Da das Thema zu jung ist und auch zu komplex, wie die Musik selber und das Leben allgemein.
Dann müßte man auch in Frage stellen, warum es Metal gibt oder Jazz. Oder bestimmte
Mischformen von versch. Musik-Genren.
KI wird ein Bestandteil innerhalb der Musik, bzw. Musik-Produktion bleiben. Wieviel davon... keine Ahnung.
Entscheidet der Konsument, also Jeder für sich. Wäre jetzt meine Meinung dazu.
Meine persönliche Meining ist, dass es schon ein Unterschied ist.
Deine Beispiele mit der E-Gitarre oder den Genres sind "natürlicher" Natur, menschlich gemacht und beruhten auf dem Pioniergeist einzelner Musiker. Angefangen beim Blues, der Musik der Sklaven, dann die E-Gitarre, die auch eine Art von Rebellion inne hatte. Das ist für mich eine natürliche Entwicklung der Musik.
KI ist auch von Menschen erdacht, geht aber in eine völlig andere Richtung. Diese Technologie wächst zu schnell und ist nicht immer kontrollierbar.
KI kann nur nachahmen, bzw. wird dazu genutzt.
Dadurch kann nichts Neues entstehen.
Ich finde es z.B. nervig, wenn in einer Playlist der 80er Jahre auf einmal ein KI Song auftaucht.
Als Kind der 80er hört man das sofort.
Oder ich gebe ein Genre ein und es werden mir KI Songs angeboten wie "Neue Single von Rammstein feat. Amy Lee".
Das ist keine Neuerfindung eines Genres, denn so etwas gibt es zur Genüge von "echten" Bands.
Ich brauche auch keine KI-Band die wie Velvet Underground klingt und die Stimme von Jim Morrison entliehen ist.
Ausserdem ist es ganz interessant was bei Suno abgeht, seit Warner mit im Boot sitzt. Viele Nutzer beklagen sich wohl, dass V6 schlechter ist, als V5. Das hat wohl damit zu tun, dass die KI-Modelle jetzt wirklich nur noch auf Sachen von Warner zugreifen können um zu lernen, was wohl zu weniger "guten" Ergebnissen führt.
Diese Begrenzung begrüsse ich und sollte auch in anderen Bereichen von KI stattfinden.
Ich bin nicht generell gegen KI, beschäftige mich auch damit und merke selbst, dass man sehr schnell in diesen KI-Teufelskreis kommen kann. Ich merke aber auch an mir, dass es nicht gut ist, wenn man alles an die KI abgibt. Man verlernt sehr schnell, eigenständig zu denken, wenn man sich zu sehr auf KI verlässt. Klar, es geht schneller, aber wir Menschen sind für dieses Tempo nicht ausgelegt. In der heutigen Zeit muss eh schon immer alles schnell gehen. Das ist auf Dauer nicht gesund.
Um wieder auf die Musik zurückzukommen, hat sich das Hörverhalten auch schon vor KI geändert. Mit Aufkommen von Spotify und Co. Die Songs wurden kürzer, starteten sofort mit einer Hook um bloss nicht weggeklickt zu werden.
Musik wurde da schon entwertet. Heutzutage interessieren sich kaum noch Leute für Alben.
Das merke ich auch an mir. Ich höre einen Song und wenn mir die ersten paar Sekunden nicht gefallen, dann "spule" ich vielleicht noch weiter nach vorn und wenn das auch nichts ist, dann skippe ich weiter.
Anders ist das bei Musik oder Alben, die ich früher "wirklich" gekauft habe. Die höre ich mir schon noch durchgehend an, weil ich mich selbst damit früher auch anders auseinandergesetzt habe. Man kennt und hört die Details, die diese Aufnahmen ausmachen. Man weiß vielleicht sogar noch, wann man dieses Album zum ersten Mal gehört hat etc.
Ich denke so eine "Magie" kann keine KI erzeugen und die Schnelligkeit der heutigen Zeit tut ihr übriges dazu.