KI als Produzent der eigenen Songs - Legitim?

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Mal ein lustiges Experiment.
Die These vieler ist ja, mit KI kann jeder ohne Skills sofort den nächsten Chart Breaker generieren.
Lasst uns das nochmal überprüfen.

Prompt:
Hi Suno, please create a pop song with the potential of being a top ten hit. Only use your best training data of extremely successful and popular music that dominated the charts when it was released.


Ergebnis:


Ich weiß ja nicht, aber dass das nun der Sommerhit 2026 wird, bezweifle ich dann doch etwas...


Edit: Mit dem Zusatz "female Vocals" wird es auch nicht wirklich besser...
 
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  • #64
Nach Deiner Argumentation MUSS man also KI nehmen, wenn man seinen eigenen Stil behalten will...
Was haben die Menschen nur gemacht, bevor es KI gab? Musik kann es ja offenbar nicht gewesen sein. Ich frage mich, wieso man solche Threads eröffnet, um sich dann selbst in den Rechtfertigungszwang zu begeben. So easy und toll kann das auch aus Deiner Sicht nicht sein, sonst bräuchtest Du diese Diskussion nicht.
 
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Immer wieder lustig wie das ausartet. Diese Freds sind wie Dschungelcamp zum mitmachen für Musiker.

:popcorn:
 
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Was haben die Menschen nur gemacht, bevor es KI gab? Musik kann es ja offenbar nicht gewesen sein. Ich frage mich, wieso man solche Threads eröffnet, um sich dann selbst in den Rechtfertigungszwang zu begeben. So easy und toll kann das auch aus Deiner Sicht nicht sein, sonst bräuchtest Du diese Diskussion nicht.
Es wäre easy und toll, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen klar abgesteckt und etabliert wären.
Das unbequeme ist dieser Zwischenzustand.
Lohnt es noch, sich den A**** aufzureißen obwohl diese Technologie nun mal da ist? Oder geht das alles wieder weg, weil die GEMA und die EU-Regularien uns beschützen werden?
Oder ist das sowieso die falsche Fragestellung? Bin ich einfach als selbst betroffener Rechteinhaber zu engstirnig um das "big picture" zu sehen und diese Technologie ist in echt ein Segen, der uns ungeahnte Möglichkeiten verschafft unsere musikalischen Visionen umzusetzen? Mit all diesen Fragen hadere ich nun schon seit mehreren Jahren, wie viele andere hier sicher auch.
Mich lähmt das so sehr, dass ich garkeine Musik mehr gemacht habe. Aber jetzt habe ich mal was neues gewagt: Nicht wie das Kaninchen vor der Schlange auszuharren, sondern sich die Technologie wirklich mal anzuschauen.

Und nein, ich habe auf diese Fragen trotzdem bis heute keine Antwort.
Deshalb suche ich den Diskurs. Das Für und Wider. Aber bisher höre ich hier vor allem das Wider - was wohl in der Natur der Sache liegt, betrifft es uns als musikschaffende hier doch alle.
Deshalb drängt sich mir der Verdacht auf, dass hie evtl. ein gewisser Bias vorherrscht, was aber bei der Beantwortung dieser Sinnfragen imho extrem kontraproduktiv ist. Es bringt niemanden weiter, wenn diese Fragen weiterhin bleiernd und unbeantwortet im Raum schweben. Zumindest diejenigen nicht, die das Träumen noch nicht ganz aufgegeben haben. Die noch etwas schaffen wollten was bleibt.
 
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  • #67
Ich bin halt eher ergebnisorientiert...
Du eröffnest den Thread mit der Erwähnung von deinem Burnout, und dass du noch immer keine Kraft hast und machst auf mich den Anschein als ob du in der KI eine Lösung für deine ausgebrannte Situation siehst. Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist.
 
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Du eröffnest den Thread mit der Erwähnung von deinem Burnout, und dass du noch immer keine Kraft hast und machst auf mich den Anschein als ob du in der KI eine Lösung für deine ausgebrannte Situation siehst. Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist.
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber das was ich bisher gemacht habe (orchestrale Produktionsmusik) hat sich mit der KI denke ich wirklich erledigt.
Selbst wenn ich mich nochmals aufraffe und ganz ohne Briefing in meinem eigenen Zeitplan ein Initiativ-Album schreibe, dass ich auf eigene Kosten aufnehme, ist halt die Frage ob das jemals wieder reinkommt. Das sind immerhin 5 stelligen Beträge von denen wir hier reden. Ich hätte zwar das Kapital, will es aber auch nicht unnötig verbrennen.
Bis vor 2 Jahren sind meine Ausschüttungen noch gestiegen, jetzt stagnieren sie. Ob es daran liegt, dass ich seit 5 Jahren kein Album veröffentlicht habe, oder ob das schon die KI ist, weiß ich nicht..

Es ist einfach so eine richtige Sch***-Situation. Die KI ist zwar schon da, aber die wirklichen Implikationen stehen noch nicht so richtig fest. Und auch, wenn ich keine finanzielle Not habe, merke ich, dass ich mich für den Ruhestand doch noch etwas zu jung fühle. Da ist auch so eine gewisse lange Weile. Aber ich will eigentlich auch nicht mehr in dieses Hamsterrad, dass durch KI wie mir die noch aktiven Kollegen berichten noch anstrengender geworden ist.
Ich will einfach nur ab und zu mal einen Song schreiben und bei Spotify hochladen und vielleicht durch etwas Playlist-Marketing und selbst-promotion bewerben. Damit ich irgendwie was zu tun habe.
Das ist eigentlich alles...
 
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  • #69
Ich will einfach nur ab und zu mal einen Song schreiben und bei Spotify hochladen und vielleicht durch etwas Playlist-Marketing und selbst-promotion bewerben. Damit ich irgendwie was zu tun habe.
Das ist eigentlich alles...
Das kannst Du doch weiterhin konventionell tun, wo ist das Problem?
Du bist scheinbar ´raus aus dem Hamsterrad. Also mach doch ganz entspannt das Ding ohne Zwang, das Du früher gemacht hast. Denn scheinbar möchtest Du letztendlich jetzt nur das "Hamsterrad" wechseln - nach dem Motto: Oh, da hat einer geilere Prompts als ich.
Damit gewinnst Du gar nichts.
 
  • #70
Das kannst Du doch weiterhin konventionell tun, wo ist das Problem?
Du bist scheinbar ´raus aus dem Hamsterrad. Also mach doch ganz entspannt das Ding ohne Zwang, das Du früher gemacht hast. Denn scheinbar möchtest Du letztendlich jetzt nur das "Hamsterrad" wechseln - nach dem Motto: Oh, da hat einer geilere Prompts als ich.
Damit gewinnst Du gar nichts.
Ich stell mir halt die Frage, ob das nicht eine Diskussion ist, über die wir in 10 Jahren alle lachen werden.
So wie damals, als der Magix* Music Maker erschien. Und als die ersten brauchbaren Sample-Libraries herauskamen.
Oder die ersten guten VSTIs. Oder Autotune. Oder gar Melodyne. (Wer das benutzt ist kein echter Künstler. Damit kann ja jeder singen! Wo kommen wir denn dahin?!).
Das waren alles immer genau solche Diskussionen. Und am Ende haben sich all diese Technologien durchgesetzt.

Und nein. Diesmal ist nicht alles anders. Siehe mein Beitrag weiter oben, wo ich extra unbedarft gepromptet habe, so wie es ein Nicht-Musiker tun würde und das Ergebnis auch entsprechend schlecht geworden ist.
 
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Wieso stellst Du Dir die Frage?
Mach' doch einfach, wie Du möchtest.
Absulotion gibt es für alles nicht.
 
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Wieso stellst Du Dir die Frage?
Mach' doch einfach, wie Du möchtest.
Absulotion gibt es für alles nicht.
Das ist vermutlich das vernünftigste was jemand in diesem Thread geschrieben hat. Weil es sich falsch anfühlt, weil für alle Musiker die KI der "Feind" ist. Zumindest gefühlt. Aber Du hast recht. Jeder muss das letztlich für sich selbst entscheiden und zu einem anderen Ergebnis werden wir hier wohl auch nicht kommen...
 
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Dann kann man diesen Thread auch schließen.
 
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Edit: Mit dem Zusatz "female Vocals" wird es auch nicht wirklich besser...
Naja. Klingt wie K-Pop von 2005. Ich fänds halt immer ganz geil, wenn die Leute nicht nur theoretisch sprechen würden, sondern auch ne Vorschau ihres eigenen Songs mitgeben. Absolut no front, aber das ist in KI-Threads leider so üblich.
Oder die ersten guten VSTIs. Oder Autotune. Oder gar Melodyne. (Wer das benutzt ist kein echter Künstler. Damit kann ja jeder singen! Wo kommen wir denn dahin?!).
Das waren alles immer genau solche Diskussionen. Und am Ende haben sich all diese Technologien durchgesetzt.
Nee. Eben nicht. Aber das hatten ja schon andere mehrmals im Thread erörtert. Die Diskussion dreht sich in jedem dieser Themen im Kreis. Immer.

View: https://www.youtube.com/watch?v=b8jCm0gU6ZI
Was ich bisher aber noch gar nicht mitbekommen habe: Sind die Vocals denn noch deine eigenen geblieben oder wurden die auch von der KI interpretiert?
Nimm halt für den Moment mit, was geht und wenn KI-Produktionen irgendwann nicht mehr gefragt sind, dann wars das eben. Ein bisschen wird es bis dahin sicher noch dauern. Vielleicht kannst du ja noch was Abcashen.

Und da du schreibst, dass du schon einige Sachen professionell verkauft hast: Heute brauchst du für gute Songs und gute Produktionen keine 25k mehr. Das ist wohl eher an andere Bedingungen (Social Media Push) geknüpft. Die normale Technik zu Hause und deine Erfahrung damit regelt?
 
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Naja. Klingt wie K-Pop von 2005. Ich fänds halt immer ganz geil, wenn die Leute nicht nur theoretisch sprechen würden, sondern auch ne Vorschau ihres eigenen Songs mitgeben. Absolut no front, aber das ist in KI-Threads leider so üblich.

Nee. Eben nicht. Aber das hatten ja schon andere mehrmals im Thread erörtert. Die Diskussion dreht sich in jedem dieser Themen im Kreis. Immer.

View: https://www.youtube.com/watch?v=b8jCm0gU6ZI
Was ich bisher aber noch gar nicht mitbekommen habe: Sind die Vocals denn noch deine eigenen geblieben oder wurden die auch von der KI interpretiert?
Nimm halt für den Moment mit, was geht und wenn KI-Produktionen irgendwann nicht mehr gefragt sind, dann wars das eben. Ein bisschen wird es bis dahin sicher noch dauern. Vielleicht kannst du ja noch was Abcashen.

Und da du schreibst, dass du schon einige Sachen professionell verkauft hast: Heute brauchst du für gute Songs und gute Produktionen keine 25k mehr. Das ist wohl eher an andere Bedingungen (Social Media Push) geknüpft. Die normale Technik zu Hause und deine Erfahrung damit regelt?

???

Das war ein Beispiel für einen komplett KI generierten Song, das extra mist klingen sollte..

Beispiel für eine mit KI aufgepimpte Nummer wär das hier.

Original (ja, ist nicht dolle geworden, weiß ich, war auch eher ne Skizze):

View: https://youtu.be/ct1r0NEeGOo?si=KsaLYQC5U6kqwGfV

KI-Remix:

Ist aber eh kein guter Song und auch nicht woran ich aktuell arbeite. Sondern ne persönliche Nummer für meine Exfreundin und der erste Versuch nach 20 Jahren wieder EDM zu produzieren (der gescheitert ist wie man hört).
 
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Dass das ein Beispiel war hab ich schon gecheckt.;)

Ein echtes Beispiel deiner Songs hattest du zuvor aber noch nicht eingestellt, oder?
Ja mei. Ich finde dein Original geht schon gut ins Ohr. Hab nen Sweetspot für die End 90er/ frühen 2000er. Die überarbeitete Version ist natürlich "fetter" und ein bisschen ausgeschmückter. Inklusive ATB-Vibes incoming ab 2.09.
Der Song ist in dem Fall ja wirklich noch ziemlich nah am Original. Wenns dir Spaß macht und das für dein aktuelles Projekt auch zutrifft, mach doch. Wobei ich aber denke, dass du die "dickere" Version im Beispiel auch so geschafft hättest - ohne die 25k €. Dass du es nicht gemacht hast, finde ich widerum ein bisschen schade.
Du siehst also - ich kann durchaus differenzieren.
 
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Man sollte auch nicht alles verteufeln, was mit dem Begriff KI zu tun hat. Denn "KI" gab es schon vor über 20 jahren.
Man denke nur an mp3. Ist auch eine Form von KI. Selbstberechnender Codec um einen Song datentechnisch zu verkleinern und
in einer bestmöglichen Weise wiederzugeben.

Diese erwähnten Technologien haben mit KI nichts zu tun.

MP3 ist ein reines Verfahren zur Datenreduktion, das auf der Psychoakustik basiert. Der Codec nutzt feste, unveränderliche mathematische Formeln (wie die Fourier-Transformation), um Frequenzen wegzuschneiden, die das menschliche Ohr ohnehin nicht wahrnimmt.

Das Entscheidende: MP3 lernt nicht. Eine KI zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit Daten trainiert wird, Muster erkennt, sich anpasst und Wahrscheinlichkeiten berechnet. MP3 hingegen ist ein starrer Algorithmus. Er wendet auf jeden Song exakt dieselbe Logik an – ohne jede Eigenständigkeit oder Lernfähigkeit.

Nur weil ein Codec selbstberechnend und hochkomplex ist, ist er noch lange keine KI.

Da der MP3 Code bekannt ist können die erzeugten Daten durch einen Decoder der ebenfalls fest codiert ist wieder abgespielt werden.

Zur Geschichte:

1956 – Die offizielle Geburtsstunde und übrigens 3 Monate nach meinem eigenen Geburtstag: Der Begriff „Artificial Intelligence“ wurde offiziell im Sommer 1956 auf der Dartmouth-Konferenz in den USA von dem Informatiker John McCarthy geprägt. Dort wurde auch das erste funktionierende KI-Programm vorgestellt.
 
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Ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber das was ich bisher gemacht habe (orchestrale Produktionsmusik) hat sich mit der KI denke ich wirklich erledigt.
Selbst wenn ich mich nochmals aufraffe und ganz ohne Briefing in meinem eigenen Zeitplan ein Initiativ-Album schreibe, dass ich auf eigene Kosten aufnehme, ist halt die Frage ob das jemals wieder reinkommt. Das sind immerhin 5 stelligen Beträge von denen wir hier reden. Ich hätte zwar das Kapital, will es aber auch nicht unnötig verbrennen.
Bis vor 2 Jahren sind meine Ausschüttungen noch gestiegen, jetzt stagnieren sie. Ob es daran liegt, dass ich seit 5 Jahren kein Album veröffentlicht habe, oder ob das schon die KI ist, weiß ich nicht..

Es ist einfach so eine richtige Sch***-Situation. Die KI ist zwar schon da, aber die wirklichen Implikationen stehen noch nicht so richtig fest. Und auch, wenn ich keine finanzielle Not habe, merke ich, dass ich mich für den Ruhestand doch noch etwas zu jung fühle. Da ist auch so eine gewisse lange Weile. Aber ich will eigentlich auch nicht mehr in dieses Hamsterrad, dass durch KI wie mir die noch aktiven Kollegen berichten noch anstrengender geworden ist.
Ich will einfach nur ab und zu mal einen Song schreiben und bei Spotify hochladen und vielleicht durch etwas Playlist-Marketing und selbst-promotion bewerben. Damit ich irgendwie was zu tun habe.
Das ist eigentlich alles...
Mein Rat an dich. Setz dich nicht unter Druck. Wenn Du Kapital hast musst Du dir finanziell doch erstmal keine Sorgen machen.
Was in Zukunft mit KI-Musik passieren wird kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keiner sagen.
Vielleicht wird es irgendwann noch mehr Regularien geben oder irgendetwas anderes wird sich grundlegend ändern.
Man weiß es nicht.
Ich verfolge diese Dinge auch mit Interesse, bin aber eher bei den Kritikern unterwegs, weil ich auch gewisse Gefahren sehe.
Als Musiker/Keyboarder/Gitarre war ich auch immer schon an neuen Technologien interessiert und habe diese zumindest mal getestet.
Z.B. Vocalsynthese oder andere Syntheseformen.
Synth V finde ich auch witzig zum Rumspielen, obwohl ich dagen würde, dass das keine KI ist. Da streiten sich aber auch die Geister.
Auf der anderen Seite hat KI auch eine Umkehr bei mir bedeutet. Ich baue gerade wieder ein Setup mit analogen Synths auf, setze wieder alte Effekte ein- Möchte wieder mehr live jammen. Auch dafür setze ich ab und an KI ein, da diese viel schneller Dinge abgrasen und zusammensuchen kann, als ich es jemals könnte. Man muss natürlich immer wieder nachrecherchieren, weil die KI auch manchmal Grütze schreibt und sie berichtigen, aber im Grossen und Ganzen ist sie als Suchmaschine schon sehr schnell.

Zum Thema orchestrale PM hast Du eh schon in einem hart umkämpften Bereich gearbeitet.
Vor Jahren mit Audiojungle, Ponds 5 usw ging das ja schon den Bach runter.
Dass das an die Nerven geht kann ich voll nachvollziehen.
In dem Bereich würde ich jetzt persönlich auch keine Kapital mehr versenken wollen.
Was wohl noch so einigermassen laufen soll ist der Trailer-Bereich aber da müsst man heutzutage auch schon Kontakte zu den Verlagen haben. Vielleicht hast Du die ja und fragst da mal nach, wie der Stand der Dinge ist.
Gerade aber mit der Vorgeschichte Burnout sind diese ganzen Bereiche eher nicht empfehlenswert. (Ich habe selbst mal in neudeutsch einen Burnout gehabt. Bei mir war es halt die klassische Depression)

Bzgl. Kapital versenken in Orchesteraufnahmen.
Auch da wird die Zukunft zeigen was noch kommt.
East West hat z.B. vor einger Zeit mit ACE fusioniert.
Für Komponisten/Musiker die Libraries nutzen ist das ein spannendes Thema.
Auf der anderen Seite muss man immer bedenken, dass das zu einem gewissen Teil das Aus für Studio-Musiker ist.
Man sieht ja zur Zeit auch was Netflix mit den deutschen Syncronsprechern abzieht bugl Fütterung der Datenbanken ihrer Stimmen für KI.
Das sind die moralischen Effekte und Gefahren die mich halt negativ triggern.
 
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Es ist im Prinzip so ein bisschen der Workflow wie bei einem Filmmusik-Komponisten. John Williams hat ja (wegen Zeitdruck) ET, Indiana Jones und Star Wars auch nicht selbst orchestriert, das war alles Herb Spencer.
Was Williams aber sehr wohl geschrieben hat, waren Klavierauszüge. Also die harmonischen Entscheidungen waren seine. Nur ob das nun die Flöten spielen oder die Streicher und ob diese Divisi gehen etc., das hat dann Herb Spencer entschieden. Aber das kreative Mastermind dahinter war immer noch Williams.
Ganz wilde Argumentation.
Ist es im Prinzip gar nicht, weil hier Menschen unter-/miteinander agieren, es menschlichen Austausch gibt, und weil jeder, der da involviert ist, seine Werkzeuge und sein Können von Grund auf erlernt hat.

Es ist halt nur eine massive Zeitersparnis, wenn ich es nicht selber tun muss, weil ich hunderte Varianten ausprobieren und iterieren kann.
Ich finde, das ist so ein bisschen eine Argumentation, als ob Du sagst, nur der Koch der auch in der Spülküche alle Teller der Gäste per Hand spült ist ein guter Koch.
Manipulative Analogie. Was es vielmehr ist: Der Koch drückt aufs Mikrowellen-Knöpfchen und macht dir ein Fertiggericht warm, auf das er vielleicht noch ein paar Gewürze und eine andere Fertigsoße kippt. Das ist kein Koch.

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Wer sagt das?
Hauptproblem ist, dass Menschen, die sich über Jahrzehnte selbst Skills angeeignet haben, es nun noch schwieriger haben, sich Gehör zu verschaffen. Habe schon Songs herumgezeigt, wo ich unironisch gefragt wurde, ob das KI ist, und ich mich sogar noch rechtfertigen musste. Ich empfinde das beleidigend für all die Arbeit, die ich reingesteckt habe.

Selbst wenn ich mich nochmals aufraffe und ganz ohne Briefing in meinem eigenen Zeitplan ein Initiativ-Album schreibe, dass ich auf eigene Kosten aufnehme, ist halt die Frage ob das jemals wieder reinkommt. Das sind immerhin 5 stelligen Beträge von denen wir hier reden. Ich hätte zwar das Kapital, will es aber auch nicht unnötig verbrennen.
War das vor 10, 20, 30 Jahren anders? Nö.

Wenn du solchen Zeitdruck hast und Sachen schnell fertigbekommen willst, viel Spaß. Wenn du es nicht hier postest, werde ich es im wilden freien Internet sowieso nie zu hören bekommen, weil es in der Masse untergeht.
 

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