KI als Produzent der eigenen Songs - Legitim?

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recordingfuzzie

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Hallo zusammen, lange Zeit hier nicht mehr diskutiert.

Aber ich habe tatsächlich musikalisch aufgrund von Burnout auch seit mehreren Jahren nix mehr gemacht.
Jetzt habe ich aber doch wieder angefangen etwas EDM-Pop zu schrauben, aber erstmal vor allem zum Spaß, ohne jetzt direkt wieder eine Karriere draus machen zu wollen.
Dabei habe ich mir neulich mal einen Spaß draus gemacht, einen meiner Tracks durch das Suno-Remix-Tool zu jagen.
Das Ergebnis war leider geil…
Ich hab daraus jetzt einen Workflow entwickelt, bei dem ich nur noch grobe Skizzen der Songs mit dem Nexus und einem Gesangsdemo umsetze und Suno/ACE den Rest der Arbeit machen lasse. Denn die bittere Wahrheit ist, auch wenn ich mir einbilde, dass ich nach wie vor bessere Hooks als Suno schreibe:
Produktionstechnisch ist es mir weit voraus.
Findet ihr das legitim so zu arbeiten und sowas auch zu veröffentlichen?
Würdet ihr es ggf. sogar legitim finden, sowas als Demos zu Labels zu schicken (natürlich unter völliger Transparenz, dass AI involviert ist!), falls man denn eines findet, was die rechtlichen Risiken eingehen mag?

Ich persönlich sehe es so, dass viele Künstler z.B. ja auch ihre Songs selbst schreiben aber die Produktion an einen Produzenten auslagern. Extrembeispiel DJ Bobo (der ja eigentlich nur Tänzer ist und die Songs nichtmal selbst geschrieben hat)





Arbeit jemand hier evtl. auch schon so ähnlich und hat Sachen die unter Zuhilfenahme von AI produziert wurden released? Was sind Eure Gedanken dazu?
 
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Was sind Eure Gedanken dazu?
Wenn du Suno es erstellen läßt, dann ist es als AI getaggt, damit ist z.B. eine Monetarisierung bereits bei den ersten Distributoren ausgeschlossen.

Ferner, werden jeden Tag Millionen Songs KI generiert, da wartet kein Label drauf.

Wenn es für dich privat passt ist es doch gut, viel mehr wird in dieser Richtung eher nicht gehen.


Wie viele KI Songs haben es bisher irgendwie geschaft? Ich kenne nur 2.
 
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Ich denke, daß die meisten von uns hier "Einzelkämpfer" sind. Also warum nicht solche Tools nutzen ?
Hab jetzt noch keine Erfahrungen mit solchen Tools gemacht, würde sie aber in einem bestimmten Rahmen wohl auch nutzen.
Am Ende zählt das Ergebnis und wenn der Song sich von der Masse abhebt und man seinen Sound gefunden hat, ist das für mich völlig legitim.

Man sollte auch nicht alles verteufeln, was mit dem Begriff KI zu tun hat. Denn "KI" gab es schon vor über 20 jahren.
Man denke nur an mp3. Ist auch eine Form von KI. Selbstberechnender Codec um einen Song datentechnisch zu verkleinern und
in einer bestmöglichen Weise wiederzugeben.

Das alles hat sich weiterentwickelt und wird mit Sicherheit noch weiter ausgebaut werden. Wie gesagt, kommt immer darauf an wie man solche Tools nutzt.
 
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Wenn du Suno es erstellen läßt, dann ist es als AI getaggt, damit ist z.B. eine Monetarisierung bereits bei den ersten Distributoren ausgeschlossen.

Ferner, werden jeden Tag Millionen Songs KI generiert, da wartet kein Label drauf.

Wenn es für dich privat passt ist es doch gut, viel mehr wird in dieser Richtung eher nicht gehen.


Wie viele KI Songs haben es bisher irgendwie geschaft? Ich kenne nur 2.
Ob das wirklich so bleibt, bezweifle ich. Die Technologie ist nunmal da und was nun komplett generiert ist oder nur generierte Stems enthält, wird irgendwann ohnehin schwer auseinander zu dividieren sein, denke ich.

Die Argumentation, dass "keiner darauf wartet" erschließt sich mir nicht. Worauf warten die Leute denn sonst? Musik, die nicht ins Ohr geht und mit begrenztem Budget produziert wurde?
Und wo ist denn der Unterschied, ob ich meinen Song jetzt von einem Produzenten aufblasen lasse oder durch AI, die teilweise höchstwahrscheinlich u.a. auch durch meine eigene Musik trainiert wurde? (À pro pros, man kann jetzt sogar eigene Modelle aus seinem persönlichem Katalog trainieren bei Suno, darf ich natürlich nur nicht, weil ich die Rechte meiner alten Produktionen an die Verlage die sie veröffentlich haben abgetreten habe)

Ob man am Ende nicht doch eine echte Sängerin bei Airgigs bucht, darüber kann man natürlich streiten.
Aber fürs Instrumental?

Und nochmal zur Differenzierung:
Ich rede nicht von komplett KI-generierten Songs, sondern von KI-Arragements eines eigenen Songs, bei dem man neben Text und Melodie aber auch die Harmonik mit einem Lead-Track vorgegeben hat (muss man eh, sonst kommt Grütze dabei heraus). Und dann wirklich sorgfältig kuratiert und über mehrere Tage iteriert. Dafür muss man musikalisch zumindest schon mal mehr auf dem Kasten haben als Leute, die Loops und Akkordspuren nutzen.
Und die Ergebnisse klingen nun mal ehrlicher Weise besser als mein Output (zumindest ohne Sessionmusiker für 5000 € zu buchen und Wochen Arbeit). Und ich bin gewiss kein Amateur, habe vor meinem Burnout viele Jahre bei einem großen Verlag und mehreren indies released...
 
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Die Argumentation, dass "keiner darauf wartet" erschließt sich mir nicht.
Die Label, nicht die Hörer.

Grundsätzlich sehe ich auch nichts verkehrtes daran, sich mit z.B. Moises einen Bassisten ins Projekt zu holen.

Ich hatte die Frage jetzt aber eher nach Suno als nach Moises verstanden.
 
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Die Label, nicht die Hörer.

Grundsätzlich sehe ich auch nichts verkehrtes daran, sich mit z.B. Moises einen Bassisten ins Projekt zu holen.

Ich hatte die Frage jetzt aber eher nach Suno als nach Moises verstanden.
Ja, das ist halt der Punkt, die rechtlichen Risiken will im Moment denke ich keiner eingehen.
Aber ich würde das sowieso wenn eh im Eigenverlag machen. Geht weniger ums Geld, als um eine persönliche Spielweise wo ich wieder Sachen ausprobieren kann und ohne Druck. Aber wär trotzdem schon schön, zumindest so ein paar Hörer zu haben, dass man weiß irgendwer hört zu. Sonst kann ich mich auch einfach abends zu Haus ans Klavier setzen, dafür muss man nichts aufnehmen/produzieren...

Und zu Sunos Output: Letztlich wird man da eh etwas nachbessern müssen. Zumindest die Drums austauschen und die Vocals, denn es klingt alles immer noch etwas rauschig Aber dann ist man halt auch schon wieder im Bastelmodus und kann die Nummer gleich von Grund auf nachbauen...
 
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Findet ihr das legitim so zu arbeiten und sowas auch zu veröffentlichen?
Nein. Es nervt nur ungemein.
Ich persönlich sehe es so, dass viele Künstler z.B. ja auch ihre Songs selbst schreiben aber die Produktion an einen Produzenten auslagern. Extrembeispiel DJ Bobo (der ja eigentlich nur Tänzer ist und die Songs nichtmal selbst geschrieben hat)
Es ist wohl die eigene Weltsicht. Teamwork mit dem Auslagern dessen, was die Musik ausmacht zu vergleichen ist ... Naja, da verweise ich an dieser Stelle an den zur Zeit 158 Seiten umfassenden Grundsatzthread. Meine persönliche Meinung dazu ist, das es armselig ist.

Ob das wirklich so bleibt, bezweifle ich. Die Technologie ist nunmal da und was nun komplett generiert ist oder nur generierte Stems enthält, wird irgendwann ohnehin schwer auseinander zu dividieren sein, denke ich.
Für dich selber bleibt es schwer zu erkennen aber Suno bettet ab Version v3 eine digitale Wasserzeichen ein.
Angeblich soll man die auch nicht entfernen können, damit würde man die Audioqualität zerstören.
Lädst du unmarkierte Songs hoch, drohen dir Abmahnung und wie es so schön heißt Existenzbedrohende Bußgelder.
Bei Spotify wird es eh nicht dazu kommen, weil die wohl AI-Zeugs angeblich automatisch erkennen.
Plattformen wie Tidal und Deezer zahlen an KI-Typen nichts mehr aus, Spotify wird da wohl folgen. YouTube geht auch rigoros gegen KI-Slop vor. Wenn du vorhast damit Geld zu verdienen, beeil dich. Es wird nicht leichter.
 
Naja, wenn es so kommt, dann könnte ich mit der Situation durchaus leben. Meine Erwägung war eher die: Nehm ich jetzt noch mal ein Produktionsbudget in die Hand, ohne zu wissen, ob das jemals wieder reinkommt, weil der Markt zunehmend verwässert, oder finde ich mich einfach mit der Realität ab und nutze die Technologie die ja nun einmal da ist, gezielt um meinen Output zu erhöhen.

Die Frage ist halt, ob das in Zukunft wirklich weiter so eng definiert werden wird. Eigentlich müsste man die Nutzung von Loops und Akkordspuren nach dieser Denkschule ebenfalls sanktionieren... (wobei Loops ja tatsächlich auch immer etwas kritisch sind, vor allem wenn ein Verlag/Label involviert ist). Und wer hält mich davon ab, die Suno-Versionen 1:1 mit echten Sessionmusiker nachzubauen?

Aber was, wenn eines Tages Diffusion-Tools kommen die wirklich in erster Linie 1:1 eine Piano-Spur in eine realistische Instrumentalperformance umwandeln? Also das was Sample-Libraries seit Jahrzehnten versprechen, aber nicht liefern?
Ist das dann auch AI, die verboten gehört?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist halt, ob das in Zukunft wirklich weiter so eng definiert werden wird. Eigentlich müsste man die Nutzung von Loops und Akkordspuren nach dieser Denkschule ebenfalls sanktionieren...
Ich denke, in naher Zukunft und gerade in Europa wird sich das nicht ändern. Die Amis machen Druck, ja. Aber die EU hat sich jetzt so viel Mühe gegeben, um ein Regelwerk zu schaffen, dass man erst mal durchblicken muss.
Der Vergleich mit Loops kommt an dieser Stelle eigentlich immer. ;) Dabei sind es 2 grundsätzlich verschiedene Dinge.
Loops machen keinen Song, da braucht es immer noch Kreativität und Knowhow um daraus einen Song zu machen. Wie viele reine Loopbasierte Hits, die aus der Masse herausstechen, hat man bis jetzt gehört?
KI ist kein Kreativwerkzeug mehr, sondern die automatisierte Produktion von Massenware. Klar wird es da immer auch Grenzfälle geben und mit fortschreiten der Technologie verschwimmen die Grenzen immer mehr.

Ist das dann auch AI, die verboten gehört?
KI ist ja nicht verboten, nur reglementiert. Ich glaube, insgesamt hat man unterschätzt, wie viele durch die Möglichkeiten der KI nun "gezielt ihren Output erhöhen". Die Zeit wird zeigen, ob sich die "Empörung" die wir zur Zeit erleben in den nächsten Jahren oder Generationen legt und wir lernen, in einer Geselschaft zu leben, in der individuelle Fähigkeiten und Wissen nichts mehr Wert ist oder ob die Gesellschafft dann doch wieder wert darauf legt. Aktuell sehe ich da eine 2 Teilung. Die einen sind extrem genervt und die anderen reizen es bis zum exzess aus. Ich sehe es so, dass KI bis zu einem gewissen Grad sehr wertvoll sein kann. Hauptsächlich in Forschung, Medizin, etc. weniger im kulturellen Bereich. Wenn ich ein KI-Generiertes Vorschaubild bei Youtube sehe, blockiere ich den Kanal. Ich hab keinerlei Interesse daran. Aber die Kanäle schießen aus dem Boden, für jeden geblockten Kanal kommen auf der nächsten Seite 5 weitere hinzu. Im Bereich Musik sehe ich zur Zeit eigentlich nur bei Gesangs-VSTs einen Nutzen. Aber auch das geht vielen hier schon zu weit.
 
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  • #10
wobei Loops ja tatsächlich nicht gern gesehen sind, gerade im PM-Bereich, aus dem ich vor allem komme in Hinblick auf BMAT/Tunesat)
Ich denke Production Music wird eh über kurz oder lang verschwinden, da viele Kunden selber prompten.
Die kaufen dann nicht ihren "Happy Ukulele Song" bei einem Verlag, sondern erzeugen sich den selbst bei Suno.
Aber wie schon geschrieben wurde, enthalten auch jetzt schon die KI-generierten Songs ein Wasserzeichen, nur deshalb können Tidal und Co diese schiere Masse "aussortieren".
Man kann einzelne Stems und deren Wasserzeichen wohl mit Tricks schwieriger erkennbar machen, aber das ist dann ja derselbe Hack wie bei Loops und Production Music.
Tunesat oder deren Algo sperrt ja erstmal nur aufgrund dessen, weil ein Loop zu prominent ist und vielleicht schon von Jemanden anders genutzt und prominent ins Arrangement gesetzt wurde. Liegt ein Loop weiter im Hintergrund und ist vielleicht noch gefiltert, ist also nicht prominent und überlagert andere selbst eingespielte Sachen, dürfte es eigentlich auch zu keinem Strike kommen.
 
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  • #11
Der Vergleich mit Loops kommt an dieser Stelle eigentlich immer. ;) Dabei sind es 2 grundsätzlich verschiedene Dinge.
Loops machen keinen Song, da braucht es immer noch Kreativität und Knowhow um daraus einen Song zu machen.
Naja, aber da widersprichst Du Dir ja ein Stück weit. Ich rede ja die ganze Zeit nicht von einem generiertem Song, sondern von einem generiertem Arrangements eines Songs, den ich geschrieben habe. Und zwar so, dass ich auch die Harmonik weitergehend festlege. Das ist eher mit Band in a Box vergleichbar, halt nur in gut...

Die Zeit wird zeigen, ob sich die "Empörung" die wir zur Zeit erleben in den nächsten Jahren oder Generationen legt und wir lernen, in einer Geselschaft zu leben, in der individuelle Fähigkeiten und Wissen nichts mehr Wert ist oder ob die Gesellschafft dann doch wieder wert darauf legt.
Ich glaube das ist eine sehr eindimensionale Denkweise.
Nur weil ich eine Technologie nutze, die es mir ermöglicht an einem Tag ein Arrangement zu generieren, für das ich potentiell Wochen und hohe Produktionsbudgets bräuchte, heißt das nicht, dass mein Wissen und meine Skills nun wertlos sind. Ich behaupte einfach mal, ich werde eben aufgrund meiner Skills zu Ergebnissen mit der KI kommen, zu dem Menschen ohne echten Produktions-Background so nicht kommen werden...
Ich seh das eher ein bisschen wie CGI in Filmen. Nur weil in einem Katastrophen Film nicht mehrere hunderte Leute eine Miniatur-Stadt über viele Wochen gebaut haben, für eine Szene, die 30 Sekunden dauert und in der Stadt zerstört wird, ist der Film ja nicht per se wertlos. Genauso ist es ja auch mit Texten. Ich kann sagen: GPT, schreib mal einen Songext oder ich kann einen Songtext schreiben und sagen: GPT, verfeinern den mal, und dann editiere ich wiederum das Ergebnis und iteriere über Tage in einem ständigen Ping Pong Spiel bis ich etwas habe, was weder die KI von sich aus hinbekommen hätte, noch ich ohne die KI.
Ich sehe KI eher als Werkzeug, wenn auch als sehr mächtiges, mit dem die Gesellschaft erst noch den Umgang lernen muss..
 
  • #12
Ich denke Production Music wird eh über kurz oder lang verschwinden, da viele Kunden selber prompten.
Die kaufen dann nicht ihren "Happy Ukulele Song" bei einem Verlag, sondern erzeugen sich den selbst bei Suno.
Aber wie schon geschrieben wurde, enthalten auch jetzt schon die KI-generierten Songs ein Wasserzeichen, nur deshalb können Tidal und Co diese schiere Masse "aussortieren".
Man kann einzelne Stems und deren Wasserzeichen wohl mit Tricks schwieriger erkennbar machen, aber das ist dann ja derselbe Hack wie bei Loops und Production Music.
Tunesat oder deren Algo sperrt ja erstmal nur aufgrund dessen, weil ein Loop zu prominent ist und vielleicht schon von Jemanden anders genutzt und prominent ins Arrangement gesetzt wurde. Liegt ein Loop weiter im Hintergrund und ist vielleicht noch gefiltert, ist also nicht prominent und überlagert andere selbst eingespielte Sachen, dürfte es eigentlich auch zu keinem Strike kommen.
Ja, PM ist denke ich ein Ausläufer, das ist einfach auch ein Zeitfaktor. Warum was aus einem Katalog heraussuchen, wenn man generieren kann. Wenn dies irgendwann auch noch sekundengenau geht, ist es Game Over...

Allerdings gibt es jenseits von "Happy Ukulele" auch noch so ein paar höhere Tiers im PM-Bereich. Ich war am Ende eher bei solchen Erwägungen wie Overdubs mit 13 Musikern in Deutschland vs. Tuttiaufname mit 60 Musikern auf einer Scoringstage in Osteuropa (bzw. Sectionweise für die Stems)... ;-)

Und Tunesat "sperrt" nix, sondern Du hast einfach double-detections, die bei der Abrechnung Probleme bereiten und dafür reicht wenn Du Pech hast schon ein ausklingendes Becken aus einer Sample-Library...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Warum hier immer das ganz grosse Rad gedreht wird…
Ist doch eigentlich einfach:
Ich will sowas nicht hören und Du musst in Deinen eigenen musikalischen Spiegel schauen.
Der sagt dir dann:
Schade, dass du so ein schlechter Musiker bist.

Wenn du damit leben kannst, ist doch alles prima
 
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  • #14
Warum hier immer das ganz grosse Rad gedreht wird…
Ist doch eigentlich einfach:
Ich will sowas nicht hören und Du musst in Deinen eigenen musikalischen Spiegel schauen.
Der sagt dir dann:
Schade, dass du so ein schlechter Musiker bist.

Wenn du damit leben kannst, ist doch alles prima
Ich dreh überhaupt kein großes Rad, wer hier die ganz großen Geschütze mit "in den Spiegel schauen" auspackt, als sei die Nutzung von KI ein Kapitalverbrechen, bist Du.

Aber ja, ich kann ganz prima damit leben, wenn Du mich für einen schlechten Musiker hältst, allein aufgrund der Tatsache, dass ich erwäge Suno als Remixtool zu nutzen, das fällt nämlich eher auf Dich zurück...
 
  • #15
Naja, aber da widersprichst Du Dir ja ein Stück weit. Ich rede ja die ganze Zeit nicht von einem generiertem Song, sondern von einem generiertem Arrangements eines Songs, den ich geschrieben habe. Und zwar so, dass ich auch die Harmonik weitergehend festlege. Das ist eher mit Band in a Box vergleichbar, halt nur in gut...
Ich glaube, an der Stelle haben wir tatsächlich etwas aneinander vorbei geredet. Ja, ich habe da tatsächlich an vollständig generierte Songs gedacht. Wenn ich deinen nächsten Satz lese, aber da mag ich mich irren, so befürchte ich jedenfalls, dass die tatsächliche Arbeit, die in sowas fließt doch eher gering sein wird. Schließlich verkürzt du Wochenlange arbeit auf einen Tag.
Nur weil ich eine Technologie nutze, die es mir ermöglicht an einem Tag ein Arrangement zu generieren, für das ich potentiell Wochen und hohe Produktionsbudgets bräuchte,

Ich behaupte einfach mal, ich werde eben aufgrund meiner Skills zu Ergebnissen mit der KI kommen, zu dem Menschen ohne echten Produktions-Background so nicht kommen werden...
Nehmen wir mal den Song "Verknallt in einen Talahon". Der wurde aus Spaß von einem Social Media Manager gepromptet. Die Beispiele häufen sich. Der einzige Skill den man braucht, ist die richtige Idee zur richtigen Zeit. Den Rest macht die KI.
Du kannst im Grunde ins Mikro lallen und bekommst einen fertigen Song raus. Den gleichen Input kannst du verwenden um 1.000 weitere Varianten zu erstellen. Der Zug, dass die eigenen Skills da irgendeine Rolle spielen ist definitiv abgefahren.
 
  • #16
Nehmen wir mal den Song "Verknallt in einen Talahon". Der wurde aus Spaß von einem Social Media Manager gepromptet. Die Beispiele häufen sich. Der einzige Skill den man braucht, ist die richtige Idee zur richtigen Zeit. Den Rest macht die KI.
Du kannst im Grunde ins Mikro lallen und bekommst einen fertigen Song raus. Den gleichen Input kannst du verwenden um 1.000 weitere Varianten zu erstellen. Der Zug, dass die eigenen Skills da irgendeine Rolle spielen ist definitiv abgefahren.
Ja, kann man machen.
Ich mach's halt etwas anders.
Es sind schon fertige Songs, die ich mindestens auf dem Klavier performe und selbst einsinge für den Referenztrack, teilweise fertige Arrangements, an denen ich auch schon ein paar Tage gesessen habe. Allein weil die KI die Sachen sonst so harmonisiert, dass es billig klingt oder z.B. teilweise Sachen, die in Moll gedacht waren in Dur denkt. Es ist im Prinzip so ein bisschen der Workflow wie bei einem Filmmusik-Komponisten. John Williams hat ja (wegen Zeitdruck) ET, Indiana Jones und Star Wars auch nicht selbst orchestriert, das war alles Herb Spencer.
Was Williams aber sehr wohl geschrieben hat, waren Klavierauszüge. Also die harmonischen Entscheidungen waren seine. Nur ob das nun die Flöten spielen oder die Streicher und ob diese Divisi gehen etc., das hat dann Herb Spencer entschieden. Aber das kreative Mastermind dahinter war immer noch Williams.

In der Popmusik ist es ja auch völlig Usus, dass Songwriter und Produzenten oft völlig getrennte Jobs sind. Ich kenne ein paar Leute, die Popsongs für einen Musikverlag als Ghostwriter schreiben. Deren Produktionen sind dann nicht technisch perfekt, aber der generelle Charakter, die Harmonisierung u.s.w. kommt dann auch von denen und die Produzenten der Künstler bringen es dann vom Production-Value her auf Weltklasse-Niveau.
Klar, es gibt auch Genies, die beides können, aber ich gehöre nun einmal nicht dazu.

Aber selbst wenn der Talahon-Song chartet:
Dann nutz doch auch KI, um was besseres zu machen, was einen höheren künstlerischen Anspruch hat.
Zu sagen, das darf nicht sein, dass dürfen die Leute nicht hören, ist imho Kultur-Snobismus.
Nach dieser Denke ist z.B. auch das Werk von Irving Berlin komplett wertlos. Denn er konnte nur in einer Tonart spielen, hat sich ein spezielles Klavier mit verschiebbarer Mechanik bauen lassen (so ne art analogen transpose-button) und die Noten/Orchestrierungen haben andere für ihn geschrieben. Das bedeutet aber keineswegs im Umkehrschluss, dass jeder dem ein Orchestrator zur Seite gestellt wird zeitlose Klassiker wie „White Christmas“, „God Bless America“, „Cheek to Cheek“, „Puttin' On The Ritz“, „Alexander's Ragtime Band“ und „Blue Skies“ erschaffen kann...

Der Punkt ist denke ich der:
KI-Kompositionen sind meistens ziemlich schlecht und belanglos. Ja, da bin ich ganz bei dir.
Aber arrangieren kann die Kiste leider nun mal auf Weltklasse-Niveau. Das kann man entweder nutzen oder es sein lassen. Ich will es nutzen, denn ich hab zur Zeit keine 25K übrig, um einen Weltklasse-Produzente zu bezahlen, um meine Songs auf gut Glück aufzupeppen, ohne dass ich einen etablierten Künstler und einen Major-Deal im Popbereich an der Hand habe. Und wieder in den Verlagszirkus einzusteigen, nur diesmal in der Popsparte, dafür fehlt mir im Moment die Kraft. Denn auch da muss man zumindest einigermaßen amtliche Demos ausproduzieren, die schon einiges hermachen. Und das ist wirklich ein Knochenjob auf Dauer. Das machst Du 10-15 Jahre mit, dann ist bei den meisten Ende. Ich habe dafür ja auch mit meiner Gesundheit bezahlt, obwohl ich sogar "nur" im PM-Bereich unterwegs war, wenn auch im orchestralen Bereich und im "upper tier".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #18
Der Punkt ist denke ich der:
KI-Kompositionen sind meistens ziemlich schlecht und belanglos. Ja, da bin ich ganz bei dir.
Aber arrangieren kann die Kiste leider nun mal auf Weltklasse-Niveau.
Da muss ich dir widersprechen. Die zeiten wo hochglanzproduktionen noch irgendwen beeindrucken sind schon ein paar jährchen vorbei.
Eine weltklasseproduktion braucht heutzutage charakter. Alles perfekt machen können schon zu viele, zu lange. Da wartet keiner mehr drauf. Und eine ansprechende balance zwischen glanz und trash kann die ki halt nicht. Das ist ein künstlerischer prozess. Ständig im wandel. Da kann die ki nur lernen, was letztes jahr cool war.

Ich finds zu 100% armselig. Kunstschaffende sitzen alle im selben boot.
Eine Band oder Kündtlerin welche ihre songs von einer KI produzieren lässt, hat entweder den Sinn einer „produktion“ nicht verstanden oder hat eine geringe wertschätzung für das eigene material.

Du scheinst die idee aber eh mega zu finden und jegliche bedenken prallen ab. Wenn es dir spass macht, dann hau rein. Wie manche mitmusiker darauf reagieren weisst du ja. Das hat nix mit snobby zu tun, wenn man dagegen ist das faule leute die eigene kunstform entwerten, für den schnellen dopaminkick.
 
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  • #19
Die ethisch/moralische Frage wäre für mich neben auch noch relevant… Die meisten der Musiker/in deinem Fall Menschen die Arrangment gemacht haben (sogenannt Trainingsdaten) wurden nicht gefragt ob ihr Lebenswerk für sowas verwendet wird.
 
  • #20
Ich will es nutzen, denn ich hab zur Zeit keine 25K übrig, um einen Weltklasse-Produzente zu bezahlen, um meine Songs auf gut Glück aufzupeppen, ohne dass ich einen etablierten Künstler und einen Major-Deal im Popbereich an der Hand habe. Und wieder in den Verlagszirkus einzusteigen, nur diesmal in der Popsparte, dafür fehlt mir im Moment die Kraft.

Du kommst aus einem Burnout und setzt dich jetzt schon mit dieser Einstellung unter Druck, dass deine Werke irgendein albernes Weltklasse-Niveau erreichen müssen.

Entspann dich Bruder.
 
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