KI als Produzent der eigenen Songs - Legitim?

  • Ersteller Ersteller recordingfuzzie
  • Erstellt am Erstellt am
  • #21
Es sind schon fertige Songs, die ich mindestens auf dem Klavier performe und selbst einsinge für den Referenztrack, teilweise fertige Arrangements, an denen ich auch schon ein paar Tage gesessen habe.
Das ist natürlich etwas anderes an dieses 1-Knöpfche zum fertigen Song. Trotzdem bleibt der fade Beigeschmack einer automatisierten Massenware.
In der Popmusik ist es ja auch völlig Usus, dass Songwriter und Produzenten oft völlig getrennte Jobs sind. Ich kenne ein paar Leute, die Popsongs für einen Musikverlag als Ghostwriter schreiben. Deren Produktionen sind dann nicht technisch perfekt, aber der generelle Charakter, die Harmonisierung u.s.w. kommt dann auch von denen und die Produzenten der Künstler bringen es dann vom Production-Value her auf Weltklasse-Niveau.
Das ist Teamwork. Es steht und fällt mit der Entscheidung Entscheidungsprozesse an eine Maschine abzugeben, die neben dir noch 1.000 andere in der Minute abfertigt. Ob es jemals jemand schaffen wird, KI mit in den Prozeß einzubinden und sich trotzdem einen Ruf wie John William oder Irving Berlin zu erarbeiten wird sich zeigen. Ich glaube sogar, dass das geschehen wird. KI ist einfach so extrem effizient und irgendwann wird der Background egal sein. Ich komme halt aus einem Umfeld, in dem das wichtig ist.

KI-Kompositionen sind meistens ziemlich schlecht und belanglos. Ja, da bin ich ganz bei dir.
Das hab ich eigentlich gar nicht gesagt. Studien belegen sogar das Gegenteil, siehe die Deezer-Ipsos Studie.
Man macht sich da gerne etwas vor und denkt, mit meiner Hook und meinem Gespür für Harmonien schaffe ich etwas, dass reine KI-Songs nicht schaffen. Lediglich dass Arrangieren lasse ich machen und bin damit auf Weltklasse-Niveau. Wenn wir dann in die Realität gehen und Konsumenten deinen Song mit den einfachen 1-Klick-Lösungen vergleichen lassen, ist imho zumindest die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass dein Song wie die Songs in den Deezer Tests performt. Das heißt, ob Menschen deinen Song für Handgemacht oder KI-Produziert halten ist reiner Zufall. Und dann sind wie wieder bei der Frage, auch wenn du es schafft Wochenlange arbeit auf einen Tag zu reduzieren und so praktisch jeden Tag einen Song veröffentlichen kannst, bist du dann nicht trotzdem zu langsam? Andere werden dutzende Songs pro Tag generieren.
 

  • #22
Ich persönlich sehe es so, dass viele Künstler z.B. ja auch ihre Songs selbst schreiben aber die Produktion an einen Produzenten auslagern. Extrembeispiel DJ Bobo (der ja eigentlich nur Tänzer ist und die Songs nichtmal selbst geschrieben hat
Und meine Frage an dich:

Nimmst DJ Bobo als Produzent oder was auch immer denn ernst?
 
  • #23

"KI als Produzent der eigenen Songs - Legitim?"​

Ja, das ist heutzutage die beste Möglichkeit seine Musik zu produzieren
 
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  • #24

"KI als Produzent der eigenen Songs - Legitim?"​

Ja, das ist heutzutage die beste Möglichkeit seine Musik zu produzieren
Man kann die KI es dann direkt auf Spotify hochladen lassen. Bei Suno kriegt man 4 Songs a 4 Minuten in 10 Sekunden rausgeballert. Die Rate ist noch ausbaufähig.
 
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  • #25
Ich denke, eines der Probleme wenn man KI für sich arbeiten lässt, ist die nicht Verhandelbarkeit der Leistung.
Du hast keinen Ansprechpartner - nur einen sich selbst organisierenden Blob ohne Adresse.

Mit Wem kannst du Was regeln?
 
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  • #26
Wenn man in der kunst den prozess kastriert um schneller zum ergebnis zu kommen, hat man die essenz von kunst glaub ich nicht ganz verstanden.

Würde es dich wirklich glücklich machen, wenn leute sich an deinen releases erfreuen, wenn du genau weisst dass du diese mit KI fertiggestellt hast?

Deine kompositionen, vor der verwurstelung würde ich mir gerne anhören. Was eine llm daraus berechnet ist mir scheiss egal
 
  • #27
Findet ihr das legitim so zu arbeiten und sowas auch zu veröffentlichen?

Klar ist es legitim wenn es entsprechend gekennzeichnet ist. Ich vermute Du meinst ob das moralisch legitim ist. Das kannst glaube ich nur Du für Dich entscheiden.
So wie ich Dich verstehe geht es lediglich um die Produktion/Mix. Den Song kommt von Dir. Wobei, man korrigiere mich, der überwiegende Teil bei EDM wohl schon die Produktion mit den Sounds, Effekten, etc. ist.

Wenn Du sagst Du möchtest das zu Labels schicken dann meinst Du damit Geld verdienen? Hmm, was sollte ein Label davon abhalten das selber durch Suno zu jagen?

Wo ist Dein schaffenswert dabei, für Dich ganz persönlich? Worum geht es Dir? Um schnellen Ruhm oder um sich kreativ auszutoben weil es Dein innerer Antrieb ist?
 
  • #28
Ich dreh überhaupt kein großes Rad, wer hier die ganz großen Geschütze mit "in den Spiegel schauen" auspackt, als sei die Nutzung von KI ein Kapitalverbrechen, bist Du.

Aber ja, ich kann ganz prima damit leben, wenn Du mich für einen schlechten Musiker hältst, allein aufgrund der Tatsache, dass ich erwäge Suno als Remixtool zu nutzen, das fällt nämlich eher auf Dich zurück...
Oh da hast du mich aber falsch verstanden. Dich habe ich mit dem Grossen Rad nicht gemeint. Ich halte dich persöhnlich auch nicht für einen Schlechten Musiker.
Ich meinte mit dem Spiegel, die Einstellung dir selbst gegenüber.

Aber ja, ich bin schon der Meinung, ein guter Musiker sollte in der Lage sein, seine Musik mit anderen Gewerken (Menschen) konstruktiv weiter zu entwickeln.
 
  • #29
Wenn ich das richtig verstehe, geht es eher um die Funktion, die es in Suno Studio gibt (also die teuerste Variante).

Da hast du die Möglichkeit, eine oder mehrere deiner Spuren hochzuladen, als Beispiel hast du deinen Gesang und Piano.

Jetzt kannst du hierfür Einzelspuren für einzelne Instrumente erstellen lassen. zum Beispiel "generiere eine Drumspur im typischen Europop-Stil". Oder "erstelle eine Electropop-Basslinie". Und Suno-Studio erzeugt deine diese Spuren gezielt auf der Basis deines Songs.

Das ist schlicht etwas anderes als stumpf einen Prompt-Song erstellen zu lassen. Da hast du eigene Schöpfungshöhe in dem Song. Dass das hier, in einem Musikerforum immer wieder durcheinandergebracht wird, ist schon haarig.
 
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  • #30
Wenn ich das richtig verstehe, geht es eher um die Funktion, die es in Suno Studio gibt (also die teuerste Variante).

Da hast du die Möglichkeit, eine oder mehrere deiner Spuren hochzuladen, als Beispiel hast du deinen Gesang und Piano.

Jetzt kannst du hierfür Einzelspuren für einzelne Instrumente erstellen lassen. zum Beispiel "generiere eine Drumspur im typischen Europop-Stil". Oder "erstelle eine Electropop-Basslinie". Und Suno-Studio erzeugt deine diese Spuren gezielt auf der Basis deines Songs.

Das ist schlicht etwas anderes als stumpf einen Prompt-Song erstellen zu lassen. Da hast du eigene Schöpfungshöhe in dem Song. Dass das hier, in einem Musikerforum immer wieder durcheinandergebracht wird, ist schon haarig.
Es ändert nichts daran daß er es nicht produziert hat.
Er hat ja nur eine simple Idee und lässt es dann vervollständigen.

Nichts wonach ein Label sucht.

Für die breite Masse wiederum egal. Die hinterfragt nicht.

Das was er macht kann im Prinzip jeder, was ihn wiederum zu nichts besonderen macht.

Klar, man kann alles selbst machen und klingt auch scheisse, dann ist man auch nichts besonderes.

Aber im Normalfall will man als Künstler besser werden.
Würde er die Suno Sache als Inspiration nehmen um zu sehen was alles möglich ist, dann wäre es legitim.
Sich selbst mit Hilfe von Suno zu verbessern.
 
  • #31
Nimmst DJ Bobo als Produzent oder was auch immer denn ernst?
Also als Produzent oder Musiker sicher nicht. Wenn ich richtig informiert bin, ist es Axel Breitung der als Produzent agiert.
Wenn man sich anschaut, dass er als Geschäftsmann oder Entertainer seit den 90er anhaltenden Erfolg hat, Hallen mit einem generationen umspannenden Publikum füllt und Millionen verdient hat, sollte man zumindest das ernst nehmen. Auch wenn er weder singen noch irgendein Instrument spielen kann. :p
 
  • #32
Also als Produzent oder Musiker sicher nicht. Wenn ich richtig informiert bin, ist es Axel Breitung der als Produzent agiert.
Wenn man sich anschaut, dass er als Geschäftsmann oder Entertainer seit den 90er anhaltenden Erfolg hat, Hallen mit einem generationen umspannenden Publikum füllt und Millionen verdient hat, sollte man zumindest das ernst nehmen. Auch wenn er weder singen noch irgendein Instrument spielen kann. :p
Die Frage war an ihn gerichtet weil er Bobo erwähnte.
 
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  • #34
Da muss ich dir widersprechen. Die zeiten wo hochglanzproduktionen noch irgendwen beeindrucken sind schon ein paar jährchen vorbei.
Eine weltklasseproduktion braucht heutzutage charakter. Alles perfekt machen können schon zu viele, zu lange. Da wartet keiner mehr drauf. Und eine ansprechende balance zwischen glanz und trash kann die ki halt nicht. Das ist ein künstlerischer prozess. Ständig im wandel. Da kann die ki nur lernen, was letztes jahr cool war.

Ich finds zu 100% armselig. Kunstschaffende sitzen alle im selben boot.
Eine Band oder Kündtlerin welche ihre songs von einer KI produzieren lässt, hat entweder den Sinn einer „produktion“ nicht verstanden oder hat eine geringe wertschätzung für das eigene material.

Du scheinst die idee aber eh mega zu finden und jegliche bedenken prallen ab. Wenn es dir spass macht, dann hau rein. Wie manche mitmusiker darauf reagieren weisst du ja. Das hat nix mit snobby zu tun, wenn man dagegen ist das faule leute die eigene kunstform entwerten, für den schnellen dopaminkick.
Achso, dann ist ja gut, dann brauch ich ja nur noch mit Stockplugins zu mischen und statt Studio-Musikern nehme ich einfach ein billiges Casio-Keyboard, wenn die Hochglanzzeiten vorbei sind. Gut zu wissen, Danke für die Info!

Aber mal im Ernst. Ich verstehe total, dass Dich das Thema antriggert.
Bei mir hat es dazu geführt, dass ich seit Jahren gar nix mehr gemacht habe, weil mir eh alles nur noch sinnlos erschien.
Aber jetzt bin ich für mich an einem Punkt, wo ich die Realität akzeptiert habe und mir eher die Frage stelle, wie wir die Tools die wir jetzt haben nutzen können, anstatt wie Don Quijote gegen Windmühlen zu kämpfen...
Denn etwas anderes wird uns nichts übrig bleiben. Solche Umbrüche gab es schon immer. Tonfilme wurden als "Dreck und Kitsch" von Stummfilm-Künstlern verschriehen. Die Beatles waren ein rotes Tuch für die Unterhaltungsorchester und Big Band Szene. Kraftwerk? Elektronik-Schrott. Techno/Trance? Der Untergang der handgemachten Musikkultur.
Aber das alles ändert nichts daran, dass sich die Welt immer weiter dreht und jeder der nicht mit der Zeit geht, mit der Zeit gehen wird. Ob Dir das nun gefällt oder nicht.

Und was ich mir bestimmt nicht vorwerfen lassen muss, ist Faulheit. Du hast keine Ahnung, wie hart ich viele Jahre lang im Studio gearbeitet habe. Nenn mich also nicht faul, wenn ich nach einem Burnout einfach nur so nebenbei wieder etwas Pop machen will und dafür die technologischen Möglichkeiten des KI-Zeitalters nutzen möchte, weil es mich entlastet.
 
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  • #36
Aber im Normalfall will man als Künstler besser werden.
Würde er die Suno Sache als Inspiration nehmen um zu sehen was alles möglich ist, dann wäre es legitim.
Sich selbst mit Hilfe von Suno zu verbessern.
Und wo genau ist der Gewinn, wenn ich das alles transkribiere und dann tausende Euro in die Hand nehme und von Studiomusikern einspielen lassen?
Ich kann transkribieren, sogar Big Band und Orchester. Auch war es jahrelang mein Brot und Buttergeschäft zu arrangieren, Parts selbst einzuspielen und mit Sessionmusikern aufzunehmen.
Also es ist nicht so, als ob das was Suno mir generiert alles böhmische Dörfer für mich wären.
Es ist halt nur eine massive Zeitersparnis, wenn ich es nicht selber tun muss, weil ich hunderte Varianten ausprobieren und iterieren kann.
Ich finde, das ist so ein bisschen eine Argumentation, als ob Du sagst, nur der Koch der auch in der Spülküche alle Teller der Gäste per Hand spült ist ein guter Koch. Und jeder der eine Spülmaschine benutzt ist faul und/oder ein Stümper..


Das hab ich eigentlich gar nicht gesagt. Studien belegen sogar das Gegenteil, siehe die Deezer-Ipsos Studie.
Man macht sich da gerne etwas vor und denkt, mit meiner Hook und meinem Gespür für Harmonien schaffe ich etwas, dass reine KI-Songs nicht schaffen. Lediglich dass Arrangieren lasse ich machen und bin damit auf Weltklasse-Niveau. Wenn wir dann in die Realität gehen und Konsumenten deinen Song mit den einfachen 1-Klick-Lösungen vergleichen lassen, ist imho zumindest die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass dein Song wie die Songs in den Deezer Tests performt.
Ja, das ist auch meine Befürchtung. Dann ist es aber letztlich immer noch eine Management-Leistung. Ich wähle ja aus zig, teilweise hunderten Varianten aus, iteriere immer wieder. Das ist quasi fast wie so eine Art selektiver Evolutions-Prozess. Ich hatte bisher noch nie den Fall, dass die ersten Outputs schon das gewisse Etwas haben. Die Suche danach macht eben auch Arbeit...


Das ist Teamwork. Es steht und fällt mit der Entscheidung Entscheidungsprozesse an eine Maschine abzugeben, die neben dir noch 1.000 andere in der Minute abfertigt.
Naja, ich gebe den Entscheidungsprozess im großen und ganzen ja garnicht ab, sondern welche der vielen Versionen ich dann nehme, das entscheide ja immer noch ich. Ich lagere nur das Handwerk (was ich auch selbst beherrsche aber was eben Zeit und nerven kostet) aus. Auch steuere ich ja den Prozess und iteriere von guten Versionen weiter. Das ist doch im Prinzip der ganz klassische Job. Ob ich nun wie damals im Studio dem Drummer sage, gib mir noch mal einen Take wo Du es etwas funkiger spielst, oder ob ich das der AI prompte, wo ist der Unterschied?

Wenn man in der kunst den prozess kastriert um schneller zum ergebnis zu kommen, hat man die essenz von kunst glaub ich nicht ganz verstanden.
Kennst Du den Film Männerherzen? An den muss ich gerade denken.
Mein Lieblingszitat aus dem Film (bei einer Studio-Session sagt der Produzent zum Künstler):
Bruce, wer glaubst Du eigentlich, wer Du bist? Wir machen hier Unterhaltung, das ist ein einfacher Job...

Will sagen:
Popmusik als Kunst zu bezeichnen finde ich schon ziemlich gewagt.
Handwerk? Ja. Vielleicht sogar Kunsthandwerk. So wie Notenstich.
Aber so wie es nun Sibelius, Finale, Encore und Dorico gibt, gibt es jetzt nun einmal auch Suno.
Finde dich damit ab. Es ist die Realität in der wir jetzt leben. Ob Du nun magst oder nicht.

Ich jedenfalls sehe mich nicht als "Künstler" und habe dies auch nie getan. Ich mache gern schöne Musik, die sich schön anhört und die Leute gern hören mögen. Und wenn ein paar Leute reinhören und etwas GEMA reinkommt, dann ist das Leben schön und ich freue mich darüber.
Kunst, das ist mir viel zu groß, zu schwer und dafür braucht man auch ein gewisses Ego.
An Kunst sollen sich gern andere aufreiben...
 
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  • #37
@recordingfuzzie ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich kämpfe gegen gar nichts an, und habe auch keine angst vor ki. Im gegenteil. Dadurch dass der status quo von jedem der einen prompt schreiben kann erreicht werden kann, wird ehrlich gemachte musik und auch andere kunst umso wertvoller.

Wenn es dir nicht wichtig ist wie diese produziert wird, dann mach es doch genau so. Mit suno. Aber wie schon andere erwähnt haben… um einen prompt einzutippen braucht dich kein label
 
  • #38
Ja, das ist auch meine Befürchtung. Dann ist es aber letztlich immer noch eine Management-Leistung. Ich wähle ja aus zig, teilweise hunderten Varianten aus, iteriere immer wieder. Das ist quasi fast wie so eine Art selektiver Evolutions-Prozess. Ich hatte bisher noch nie den Fall, dass die ersten Outputs schon das gewisse Etwas haben. Die Suche danach macht eben auch Arbeit...
Ja, dem stimme ich zu. Man sitzt da, hört sich was an und wenn es einem gefällt, winkt man es durch oder probiert anhand dessen noch ein paar andere Varianten durch. Ich finde diese Aussage sehr Aussagekräftig:
Popmusik als Kunst zu bezeichnen finde ich schon ziemlich gewagt.
Die meisten hier, inklusive mir, argumentieren ja aus der Position eines Amateuers, bei dem vielleicht mal der ein oder andere Euro rollt aber in der Regel steckt man viel Zeit und Geld in sein Hobby. Du willst damit Geld verdienen. Ob du das jetzt mit Musik machst, mit Katzenspielzeug oder Windeln scheint mir da egal zu sein. Ich finde die allgemeine Entwicklung eben sehr Bedenklich. Wir als Gesellschaft schauen zu und werden sogar noch aktiv dabei uns selber abzuschaffen, immer im glauben, es braucht uns noch, um Entscheidungen zu treffen. Und das Knowhow, das wir uns in der Vergangenheit erarbeitet haben einen ein Stück weit unverzichtbar macht. Irgendwann stellt man dann fest, dass die Entscheidungen automatisiert wurden und dann sitzt man da und wundert sich. So geschehen z. B. bei Social Media Managern unserer Lieblingsplattform Tik Tok.

Offtopic:
Ich habe vor kurzem ein Interview mit Roland Emmerich gesehen, in dem er gefragt wurde, ob er Angst hat irgendwann von einer KI ersetzt zu werden. Darauf sagte auch er: Nein, es wird immer jemand brauchen, der die Entscheidung trifft. Dann hört man ein Interview mit einer Person aus der KI-Branche, die die gleiche Frage gestellt bekommt. Antwort: Nein, es braucht keine Regisseure oder Schauspieler mehr. Im Fernsehen der Zukunft prompet man sein Genre, die Schauspieler (oder eben lookalikes) und bekommt einen Film ganz auf sich persönlich zugeschnitten. Wer das für Absurd hält kann sich gerne mal die rudimentären Vorläufer ansehen.

StoryHero: Auf der Plattform StoryHero lassen sich personalisierte Kindergeschichten erstellen. Das Besondere hier: Sie können sogar ein Foto hochladen, und die KI baut das Gesicht des Kindes direkt als illustrierten Charakter in das Buch ein.
ReadKidz: Tools wie ReadKidz ermöglichen es, komplette, zehnseitige, illustrierte Storybooks inklusive einer gut betonten, deutschen Vorlesefunktion per simplem Textbefehl zu generieren.
 
  • Danke
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  • #39
@recordingfuzzie ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich kämpfe gegen gar nichts an, und habe auch keine angst vor ki. Im gegenteil. Dadurch dass der status quo von jedem der einen prompt schreiben kann erreicht werden kann, wird ehrlich gemachte musik und auch andere kunst umso wertvoller.

Wenn es dir nicht wichtig ist wie diese produziert wird, dann mach es doch genau so. Mit suno. Aber wie schon andere erwähnt haben… um einen prompt einzutippen braucht dich kein label
Vielleicht nicht.
Aber menschengemachte Musik braucht ein Label/Verlag dann auch nicht mehr, denn ein Label ist nicht das Sozialamt, sondern erstmal ein Unternehmen mit Gewinnabsichten.
Und es ist ja nicht so, dass jeder Song den Suno ausspuckt ein Chartbreaker ist. Mehrfache Generierung, Iteration, Vorauswahl, das alles lohnt sich immens und macht eben auch Arbeit.
Denk doch mal nach:
Was ist wohl effizienter? Selbst stundenlang zu iterieren, bis man endlich einen Treffer hat, oder einfach 100 Demos von Leuten, die bereits viele Stunden Arbeit investiert haben was gutes zu generieren abzuhören und unter dieser Vorauswahl zu entscheiden was es in die Release-Pipeline schafft?

Das was Labels wollen ist Musik die sich gut verkauft. Sonst nichts.
Wie die entstanden ist, wird deshalb auf lange Sicht auch keine Rolle mehr spielen.
Ob das nun gut so ist oder schlecht, das sei dahin gestellt.
Aber das ist eine andere Diskussion...
 
  • Gute Antwort
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  • #40
um einen prompt einzutippen braucht dich kein label
Aber was, wenn du ein wirklich Top Eingeber von Prompts her bist ?
Vielleicht gibt es zukünftig ja auch den Beruf Eingeber. Natürlich etwas moderner ausgetalkt. In giver zb.
 

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