Buffer Size und Audio Mixdown Qualität

  • Ersteller Ersteller Traumwandler
  • Erstellt am Erstellt am
Traumwandler

Traumwandler

Registriert
25.01.11
Beiträge
2.251
Reaktionen
469
Punkte
3.786
habe vor einiger Zeit eine interessante Entdeckung gemacht:

Die Buffer Size bestimmt die Qualität des Mixdowns.

Wie vielleicht einige wissen hat die Buffer Size Einfluss auf die "Sauberkeit" von Automationen beim Playback.
Geringe Buffer-Sizes bewirken saubere und schnelle Reaktionen der Plug-Ins auf Automationen, große Buffer Sizes führen zu Kanten und Stotterern.
Auch manche Plug-Ins sind davon betroffen. So klingt ein Pitching in Omnisphere z.B. "grainy" wenn die Buffer Size zu groß ist.

Natürlich läuft bei mir wie bei den meisten jedes Projekt meistens unter solcher Volllast, dass ich die Buffersize recht hoch schrauben muss.
Nun stellte ich fest, dass das Ergebnis des Exports genauso wie das Playback von der Buffer Size abhängig ist. Hätte ich nicht gedacht, ist aber so.

Beim Export aber stelle ich deswegen seit dem die Buffersize meistens auf 512 Samples, was ein sauberes Ergebnis bringt. Offenbar spielt dies auch bei Render in Place eine Rolle wie ich anderswo gelesen aber noch nicht selbst probiert habe.

Wollte dieses Wissen hier eigentlich nur zur Verfügung stellen aber vielleicht hat ja jemand in diesem Zusammenhang noch wertvolle Informationen beizutragen.
 
  • Danke
Reaktionen: KoolKolle, FrauHolle, ach und 11 andere

Ist mir alles grad vollkommen neu und glaube ich momentan auch nicht so recht...
Ein Cubase Phänomen oder allgemein? Gibts aussagekräftige Quellen, technische Erklärungen oder ähnliches? Erster April ist ja heute nicht, werd auch mal testen mit Null Test zwecks Auslöschung usw.
 
Kannst du ein Hörbeispiel posten?
 
Spiel mal mit dem Assi Guard

ui ein freudscher Vertipper, ich lass es mal so... :)
 
Wenn das stimmt, dann erst mal danke für die Info.

Gibt es trotzdem irgendwas handfestes dazu? Ich kann es mir gar nicht vorstellen, will es aber nicht abstreiten.

Kann man das selber mit eindeutigen Ergebnissen testen? Vielleicht mit Onboard Plug Ins?
 
Ist schon so, sample-genaue Automation von plugins gibt's erst mit VST3.
Und dann auch nur wenn es host- und plugin-seitig implementiert ist.

http://www.steinberg.net/en/company/technologies/vst3.html

edit:
Ausnahme meines Wissens FL Studio, dass da einen workaround mit variabler Buffersize oder so hat.
 
  • Danke
Reaktionen: oati
Man kann allerdings auch den Fehler machen und nichts in den Automationseinstellungen ändern.
Dort kann man ja den Reduction Level und die Return Time verändern.

Was hast du dort eingestellt?

Ausserdem kann man beim Channel EQ auch noch die EQ Transition Time von Soft auf Quick stellen.
Damit wird die Automation des EQs auch noch etwas schneller.
 

Anhänge

  • CubaseAutomationSetting.webp
    CubaseAutomationSetting.webp
    17 KB · Aufrufe: 593
  • Danke
Reaktionen: Gast92251 und TheSarge
Hallo Leute, also es ist auf jeden Fall auf meinem System Fakt und soll auch kein Hilferuf oder eine Problembehebung werden. Es ist einfach so.

Hier mal ein Beispiel:
Sägezahn mit Omnisphere und Lautstärke Automationstrigger (16tel)
(256 Samples)

(2048 Samples)


Hier erkennt man, dass das Timing ungenau wird.

Hier ein Pitching:
(256 Samples)

(2048 Samples)


Hier erkennt man deutlich, dass die Körnigkeit zunimmt

Mich nervt eigentlich nur, dass das man nicht einstellen kann, dass man beim offline Exportieren automatisch eine geringere Buffersize benutzen kann. So muss man immer umständlich umschalten.
 
  • Danke
Reaktionen: KoolKolle, FrauHolle, TheTick und 2 andere
Hätte ich nicht gedacht, kann ich aber problemlos nachvollziehen. Betrifft auch nicht nur Omnisphere.
Buffersize jeweils verändert und ganz normale Lautstärkeautomation. Alles über 512 ist quasi schon unbrauchbar.




 
  • Danke
Reaktionen: KoolKolle und Beatback
  • #10
@ devil

Lautstärkeautomation von Omnisphere selbst oder dem Trackfader ?
 
  • #11
Trackfader :)
 
  • Danke
Reaktionen: suboptional
  • #12
Ich weiß von meiner DAW dass Volume und Pan Automation sample-genau sind, nur halt nicht VST-Automation.

Wollte mal wissen wie das bei anderen DAW's ist, deswegen hatte ich gefragt.
(soll kein DAW-Dissversuch sein...)
 
  • #13
Hab jetzt mal noch "Part Level" vom Omnisphere2 (VST2) direkt automatisiert und je höher die Buffersize, umso größer die Fehler. Also am besten nie über 512 Samples gehen und beim Export auf kleinstmöglichen Wert schalten. Hätte ich so nicht erwartet...
Buffersize 128

Buffersize 1024
 
  • #14
Boar eh ihr habt recht, da ich immer unter 512 Samples bin ist mir das noch nie aufgefallen....
 
  • #15
Ist ne super Erkenntnis. Ich hab zwar selten Automationen in meinen Projekten, aber beim finalen Export spätestens werde ich es beherzigen...
 
  • #16
Bei VST2 Plugin werden die Automationswerte nur "jeden ASIO-Puffer durchgang angewendet".
Wie Suboptional geschrieben hat, können VST3 Plugins den Automationswert abfragen wann sie wollen.
Dazu gibt es auch einen knowledgebase Artikel auf der Steinbergseite, welchen ich gerade aber leider nicht finden kann.

LG

Edit: hab dafür einen Anderen Artikel auf Englisch gefunden:
"VST 2 plug-ins calculate one automation value per parameter for each ASIO block (which equals buffer size in samples), whereas VST 3 plug-ins decide independently if automation data is being rendered blockwise, sample-accurately or at a self-defined resolution."
https://www.steinberg.net/en/support/knowledgebase_new/show_details/kb_show/details-on-asio-guard-in-cubase-and-nuendo
(gibts aber auch wo einen deutschsprachigen)
 
  • Danke
Reaktionen: M73, Gast92251 und Beatback
  • #17
Kurze Verständnisfrage:
Tritt das Phänomen auch beim Offline-Mixdown auf oder nur beim Echtzeit-Mixdown?
 
  • #18
Bei VST2 plugins auch beim offline-export...
 
  • Danke
Reaktionen: M73
  • #19
Hallo, freut mich, dass hier so eine rege Diskussion entstanden ist.

Also meine Beispiele habe ich offline exportiert und automatisiert habe ich den Pegel des Kanals.

Ja, es sollte alles samplegenau sein, ist es aber leider nicht. Selbst bei 256 sind noch leichte Timingschwankungen zu bemerken, die aber m.E. tolerierbar sind.

Auf das Problem gestoßen bin ich bei EDM, wo ich bei Breaks und Fills gerne mal alles abschalte, also alle übrigen Spuren auf eine Trigger Spur route, die ich dann per Lautstärke-Automation abschalte. Besonders beim wieder einschalten wenn der Refrain los geht fiel mir dann auf, dass der Einstieg unsauber ist.
 
  • Danke
Reaktionen: M73 und musicdevil
  • #20
Das ist ja bescheiden, wenn's auch offline auftritt!
 

Ähnliche Themen

×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben