Frage zur Symmetrie (Raumakustik)

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JustPat

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Hallo alle zusammen,

ich hätte mal eine Frage zur Symmetrie bei der Raumakustik und würde mich sehr über eure Erfahrungen bzw. Einschätzungen freuen. :)

Mein Homestudio ist aktuell noch komplett unbehandelt und ich plane gerade die Akustikelemente. Das Problem: Auf der rechten Seite ragen Kaminwände in den Raum (ca. 43cm in den Raum hinein), wodurch dort eine kleine Nische in der Nähe der vorderen Ecke entsteht (siehe Skizze).

Die andere Raumseite entsprechend zu nutzen bzw. den gesamten Aufbau zu spiegeln, ist für mich leider keine Option – unter anderem wegen Fenster, Heizkörper, Optik, meckernde Frau mit Nudelholz in der Hand, usw.

Geplant sind aktuell:
-raumhohe Bassfallen (ca. 50 × 50 cm, Sonorock oder Thermohanf) in den vorderen Ecken
-pro Seite jeweils zwei 10 cm dicke Basotect-Breitbandabsorber als Stellwände (2m hoch): ein schmalerer (30cm breit, Absorber 1) und ein breiterer (53cm breit, Absorber 2)
- ein Deckensegel aus Basotect
- an der Rückwand Diffusoren

Die Erstreflektionspunkte würden nach der Spiegelmethode auf Absorber 1 (L+R) fallen.

Meine eigentliche Frage ist nun:

Sollte ich versuchen, die Kaminwände (rechts) auf der linken Seite irgendwie zu simulieren, um die akustische Symmetrie möglichst gut zu erhalten?

Meine Idee wäre, den linken Absorber 2 etwas weiter in den Raum zu stellen und auf der Rückseite mit 5cm Abstand zum Basotect eine MDF-Konstruktion in L-Form anzubringen (orange in der Skizze). Damit würde ich die vorderen Kaminwände von der rechten Seite quasi links nachbilden - die Abstände von der Hörposition aus bis zum Absorber wären dann links und rechts gleich.

Denn ohne diese Konstruktion hätte ich hinter dem linken Absorber 2 einen relativ großen, leeren Bereich, während der rechte Absorber direkt vor der Kaminwand steht. Ich frage mich daher, ob dadurch die akustischen Verhältnisse deutlich unterschiedlich wären. Wäre eine solche „Simulation“ der Kaminwand grundsätzlich sinnvoll oder würdet ihr das anders lösen?

Mir ist natürlich klar, dass letztendlich Messungen zeigen müssen, wie groß die tatsächlichen Unterschiede sind. Mich würde erstmal interessieren, ob dieser Ansatz grundsätzlich Sinn ergibt bzw. ob jemand schon einmal eine ähnliche Situation hatte.

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe! Liebe Grüße

Patrick

raum skizze studio.webp
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich push hier nochmal kurz, da der Thread leider untergegangen ist. Ich würde mich über eure Hilfe sehr freuen. Liebe Grüße Pat :)
 
Hey. Ich bin kein großer Experte für Raumakustik und spreche hier mal aus meiner Erfahrung mit meinen Räumen:
Symmetrie ist schon wichtig, aber da die Frequenz-Antwort vom Kamin und deiner MDF-Lösung Frequenzabhängig sind, ist es nicht so trivial da das gleiche Verhalten nachzubauen. Hohe Frequenzen wirst du mit den Absorbern schlucken können. => Vielleicht ist gar keine Konstruktion nötig? Tiefe Frequenzen wirst du damit nicht behandeln können, aber da wird der gemauerte Kamin sicher ein anderes Verhalten zeigen als die MDF-Konstruktion.

Ich persönlich würde mir die Arbeit sparen und eher auf speaker-Tuning (SoundID, Arc, Genelec GLM, whatever) zurückgreifen um die Asymmetrie zu behandeln.

Bei dir könnte wichtiger werden, dass du garkeine Dämmung vorne und hinten im Zimmer hast. Das fehlt bei mir im Raum aktuell auch (Außenwand ist Schimmelanfällig und Rückwand des Raumes schon anders verplant) und es bleibt ein deutlich wahrnehmbares Flatterecho übrig. Solche Effekte könnten wichtiger sein als die kleine Asymmetrie.

Wäre zumindest mein Ansatz, und ohne Messungen würde ich nicht zu viel Arbeit in Konstruktionen dieser Art stecken.
 
Blöde Frage: warum stellst du deinen Platz nicht einfach auf die gegenüberliegende Seite?
 
Danke euch schonmal für die Rückmeldung.

@Jorchime Danke dir. Genau, Arc Studio am Ende noch zu integrieren hatte ich auch soweit geplant.
Ich bin mir nur unsicher, inwiefern sich im Abhörbereich die Erstreflektionen rechts und links unterscheiden wegen dem Kamin.
Von den Abständen her (Hörposition bis Absorber L und R) wäre der Abstand zwar identisch, aber hinter dem rechten Absorber ist
halt die harte Kaminwand und links wäre viel "Luft" ohne die MDF-Konstruktion, wodurch die Absorbtion vermutlich anders ausfällt.
Weitere Dämmung an der Vorderwand und im Raum hinten würde ich ggf. ergänzen, wenn ich Messungen gemacht habe. Aber nur falls nötig.

@Angela Petra Das hatte ich mir zwar mal überlegt, aber es gab mehrere Gründe wieso ich das gecancelt habe. Zugang zu Heizkörpern, Fenster, und vorallem am wichtigsten die "Athmosphäre". Zudem soll der Raum im hinteren Teil noch anderweitig genutzt werden. Von der Symmetrie wäre die andere Seite natürlich von Vorteil.


​

 
Wenn Du nach Perfektion suchst müsste man einen Fachmann fragen.
Andere Seite - und in diese Ecken auch Bassfallen aufstellen, dann Abhörposition dort bzgl. Der Reflektionen/ Nachhallzeit ausmessen könnte eine Lösung sein. Seitliche Absorber für die Abhörposition könnte man (wegen der Türen) falls notwendig ggf. auch als “Aufsteller” realisieren.
 
Die Angabe der Raummaße wäre nicht schlecht!
Ich würde auf alle Fälle mit dem Tisch weg von der Wand rücken! Und dort auch Absorber montieren.
 
Die MDF-Konstruktion kann man erstmal weglassen. Wie schon erwähnt wurde, verhält sich MDF akustisch anders als die massive Kaminwand. Sinnvoller wäre zuerst eine getrennte Messung von links und rechts am Hörplatz. So sieht man schnell, ob der Kamin überhaupt einen relevanten Unterschied verursacht. Auch die unbehandelte Vorder- und Rückwand sollte man im Blick behalten. Dort steckt wahrscheinlich mehr Potenzial als in einer zusätzlichen MDF-Konstruktion.
 
  • Danke
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