Akustische Aufnahme einer Nylongitarre

  • Ersteller Ersteller James Blond
  • Erstellt am Erstellt am
  • #61
Lass auf jeden Fall mal hören, was du hast.

Ich hab mal einfach den ersten Teil deiner Melodie gespielt, so wie es mein aktuelles Preset hergibt. Yamaha mit Piezo.
Klanglich will ich nochmal ein wenig an das Preset ran (funktioniert so aber live schon sehr gut, das ist ja mein Haupteinsatzgebiet), aber es klingt natürlich nicht so akustisch wie deine Aufnahme - ist aber eben deutlich direkter, was ich im Zusammenspiel mit mehreren Instrumenten schon ganz günstig finde.

Oh huch, ich hatte hier ja gar kein File gepostet, hier isses, am Anfang deine Melodie, danach die Yamaha:
 
Zuletzt bearbeitet:

  • #62
Hier nochmal derselbe Sound in einem Komplett-Backing. Zwar nicht (mehr) die Musik, die ich wirklich so spiele, aber das demonstriert ganz gut, weshalb ich persönlich einen Sound mit mehr "Impact" brauche.
Nicht wundern, das ist für so'ne FB-Gruppe, da wird einmal in der Woche 'n Backing gepostet, dann gniedelt man und hält die Kamera drauf. Und auch nicht über das Bett wundern, das ist mein Ausweichbett im Musikzimmer (meine Frau meint unverschämterweise, ich würde schnarchen). Über den Sohn, der natürlich, trotz Aufnahme, rumquatschen muss, auch nicht wundern.


View: https://www.youtube.com/watch?v=kqTqSaLklNA
 
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  • #63
ich wunderte mich nur über das Koala Outfit, dachte zuerst, wäre auf seinem Kanal gelandet

1779199878565.webp
 
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  • #65
Hatte in #61 gar kein File reingebappt. Ist jetzt nachgeholt.
 
  • #66
Hier nochmal derselbe Sound in einem Komplett-Backing.
"Nice shirt!" wollte ich zunächst schreiben und es passt ebenso wie der Gitarrenklang auch gut zu diesem Jazz und deiner Spielweise.

Ja, es klingt sehr gut und relaxed, passend zum Stil, allerdings ist das nichts für eine Jellinghaus, die würde sicher nicht in diesen Mix passen. Dazu würde ich auf meine Ovation zurückgreifen - oder notfalls auf die Yamaha Silent Guitar Nylon.

In Soundbsp. #61 klingt mir deine E-Saite zu spitz und dünn, der restliche Diskant dagegen besser, aber für meinen Geschmack generell etwas zu direkte Höhen.
Es kommt dabei aber nicht nur auf den eigenen Geschmack an, sondern auch auf den erwünschten Stil. Aber es stimmt auch, dass meine Gitarre schon etwas definierter klingen sollte, zwar mit romantischem Touch, der allerdings nicht verschmierern sollte.

Ich werde mit den frischen Saiten noch ein Beispiel wagen.
 
  • #67
ich würde meinen, zu weit weg und zu weit auseinander. Dadurch auch zu viel Raumklang.
Ich würde es wirklich mal mit nur einem Mikro, und bei Mono belassen, und max. ca. 30 cm versuchen.
Ich hatte bereits verschiedene Positionen, auch mono getestet - mit mäßigem Erfolg. Aber ich wiederhole den Versuch gerne nochmals.
Was den Raumklang anbelangt, so ist der wirklich recht trocken. Ich spiele zwar 80 cm vor einer Zimmerwand, allerdings ist die dort bis zur Decke mit Sitzkissen gepolstert, der restliche Raum enthält Teppich, Vorhang und einiges Mobiliar.

Trocken-Aufnahmen an derselben Position mit demselben Mic-Abstand - der akustische Charakter ist zwar da, aber der Raumhall ist m. E. akzeptabel.
Beispiel Handclap:


Beispiel Flöte:


So ***** und trocken klingt die Flöte echt besch...eiden, aber dadurch kollidiert der Klang später nicht mit dem VST-Hall.

Ich mache jetzt nochmals einen 30 cm - mono Versuch mit der Jellinghaus, dauert nur etwas ...
 
  • #68
In Soundbsp. #61 klingt mir deine E-Saite zu spitz und dünn, der restliche Diskant dagegen besser, aber für meinen Geschmack generell etwas zu direkte Höhen.

Das geht mir an sich nicht viel anders - ich wollte auch weniger auf den Gesamtsound hinweisen sondern eher auf die Direktheit/Definition.
 
  • #70
Here come the results of my living room! :)

Mono mit 30 cm Mic Abstand (mit dem Zollstock gemessen!), auf den 12. Bund gerichtet und möglichst sanft gezupft.

Einmal solo nur mit EQ:


Einmal mit etwas Hall u. Begleitung:


Result: I'm amused - but not convinced
 
  • #71
Ich denke,
man kann den Mic-Abstand durchaus vergrößern, solange der dadurch anwachsende Raumklang dadurch nicht alles verdirbt.
Ein größerer Abstand erfasst mehr von einem akustischen Instrument, das in einem breiten Winkel abstrahlt und "glättet" zugleich den Klang. Das klingt dann natürlich auch indirekter, ist aber z. B. in der Klassik auch so gewollt.

Wer könnte auch sonst ohne Verstärkung in einem Konzertsaal spielen? Zuhause ersetzt bei Aufnahmen ein künstlicher Hall die Raumakustik, die hier möglichst weit reduziert ist.
 
  • #72
Ich hatte bereits verschiedene Positionen, auch mono getestet - mit mäßigem Erfolg. Aber ich wiederhole den Versuch gerne nochmals.
Was den Raumklang anbelangt, so ist der wirklich recht trocken. Ich spiele zwar 80 cm vor einer Zimmerwand, allerdings ist die dort bis zur Decke mit Sitzkissen gepolstert, der restliche Raum enthält Teppich, Vorhang und einiges Mobiliar.

Trocken-Aufnahmen an derselben Position mit demselben Mic-Abstand - der akustische Charakter ist zwar da, aber der Raumhall ist m. E. akzeptabel.
Beispiel Handclap:
Anhang anzeigen 167168

Beispiel Flöte:
Anhang anzeigen 167170

So ***** und trocken klingt die Flöte echt besch...eiden, aber dadurch kollidiert der Klang später nicht mit dem VST-Hall.

Ich mache jetzt nochmals einen 30 cm - mono Versuch mit der Jellinghaus, dauert nur etwas ...
sorry, wenn das missverständlich war.
Die Aufnahmen sollten nur für dich zur Überprüfung sein. Nicht für mich oder andere.

Ich kenne deinen Raum ja nicht, kann also auch nicht den Unterschied Raum und Aufnahme hören.
Von daher kann ich auch nicht beurteilen, wie dein Raum im Vergleich zu den Aufnahmen klingt.

Darum ging es. Du solltest dir ein Bild von den akustischen Möglichkeiten bei dir, in deinem Raum machen. Wie kann was wo klingen.

Weiß nicht mehr wo, habe aber mal gelesen, und bin nicht sicher, ob ich das nicht sogar mal gemacht habe, dass man mit Kopfhörer und Mikro durch seinen (anvisierten) Aufnahmemraum geht und prüft, wie es wo klingt. Kabel müssen dazu evtl. länger sein.

Ähnlich, wie wenn man vor dem Amp hockt, einer spielt, oder per Reamping, und das Mikro hin und her schiebt, den KH auf hat, damit man den besten Spot findet.
 
  • #73
Here come the results of my living room! :)
Ich blicke hier nicht mehr durch. Soll das mit #52 verglichen werden?

Der Anschlag ist ein wesentlicher Faktor. Das hast du schon wesentlich verbessert! Soweit ich höre, schlägst du frei an. Ein angelegter Anschlag wird den Ton kräftiger und voluminöser machen.
 
  • #74
Kurz zur Veranschaulichung. Deine Melodie:

Anschlag frei:


Anschlag mit Anlegen:
 
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  • #75
Soweit ich höre, schlägst du frei an. Ein angelegter Anschlag wird den Ton kräftiger und voluminöser machen.
Ja, freier Anschlag (Tirando) ist richtig. Das macht die Sache leider etwas anfälliger für Nebengeräusche.
Dank dir für den Klangvergleich.
 
  • #76
Ich kenne deinen Raum ja nicht, kann also auch nicht den Unterschied Raum und Aufnahme hören.
Von daher kann ich auch nicht beurteilen, wie dein Raum im Vergleich zu den Aufnahmen klingt.
Der Raum, so schalltrocken wie er ist, gibt eigentlich nur wenig Anhaltspunkte für einen besonderen Sweetspot. Hinzu kommt, dass ich hier auch nur wenig Möglichkeiten habe, die Mics und mich dauerhaft so zu platzierern, dass ich zugleich auch die Kontrolle über die Aufnahme mit Kopfhörern habe und das Zimmer auch nicht blockiere. Ich brauche daher einen festen Platz, an dem ich auch die DAW steuern kann. So ist mein "Sweetspot" innerhalb enger Grenzen praktisch schon vorgegeben. Ganz falsch kann er auch nicht sein, da ich dort mit den akustischen Aufnahmen von anderen Instrumenten ganz zufrieden bin.

Was sich allerdings leicht ändern lässt, ist die Sitzrichtung. Die werde ich noch mal prüfen. Leider fehlt mir ein geschlossener KH, damit ließe sich der aufgenommene Klang schon direkt beim Spiel kontrollieren.
 
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