Mono Mix - Wall of Sound Effekt - Ein Versuch

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Guten Abend!

Ich versuche mich in 60er Mono-Mixings und habe hier einen (eigenen) Song nach vielen Versuchen jetzt in Mono (bis auf 2 Sekunden im Intro Geräusch) gemischt. Die Stereo-Versionen des Songs und testweise ausprobierte KI-Mastering Versuche mochte ich nicht.
Mit dem Mono Mix möchte ich eine Tiefe im Raum, in der jedes Instrument seinen Platz, trotz des weitgehenden Verzichts auf Links/Rechts, behält.
Orientiert habe ich mich am Rezept „Wall of Sound“ nach der Idee des Produzenten Phill Spector (bitte, er ist ein verurteilter Verbrecher, ich trenne das von der Idee zur Soundgestaltung, obwohl es mir schwer fällt.)

Ist das halbwegs gelungen? Ich würde mich über Meinungen freuen.


Viele Grüße

Christian
 
  • Danke
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Ja, ganz gut. Nur der Schellenring ist viel zu laut. Finde ich.
 
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Danke fürs Bereitstellen. Hört sich gut an.

Wenn ich mir über die 3 Minuten des Liedes die Pegel des linken und rechten Kanals angucke, komme ich zur Erkenntnis, das es nicht mono ist.

Damit wir auch vom Gleichen reden:

.. Bild von mir entfernt

Edit:
Habe als Test etwas anderes abgespielt, das mono ist, da sind die Pegel auf beiden Seiten gleich.
 
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Cooler Mix. Klingt in meinen Ohren sehr authentisch. Mono-Signal habe ich nicht gecheckt, habe aber selbst kein Stereo gehört.
Da wäre die Datei spannender.

Schellenkranz finde ich auch minimal zu laut (gerade weil er sehr eintönig ist). Gleiches gilt für mich auch für die Snare. Klar, da bin ich aus aktuellen Metalproduktionen komplett versaut; hier ist mir aber zu viel Raum drin und es fehlt die direkte Abnahme an der Snare selbst (falls du es gemacht hast).
 
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Danke! Schelle ist ungewollt zu laut, Snare Drum aber direkt abgenommen und bewusst mehr „orchestral“ in den Raum gemischt.

LG
Christian
 
Guten Abend!

Ich versuche mich in 60er Mono-Mixings und habe hier einen (eigenen) Song nach vielen Versuchen jetzt in Mono (bis auf 2 Sekunden im Intro Geräusch) gemischt. Die Stereo-Versionen des Songs und testweise ausprobierte KI-Mastering Versuche mochte ich nicht.
Mit dem Mono Mix möchte ich eine Tiefe im Raum, in der jedes Instrument seinen Platz, trotz des weitgehenden Verzichts auf Links/Rechts, behält.
Orientiert habe ich mich am Rezept „Wall of Sound“ nach der Idee des Produzenten Phill Spector (bitte, er ist ein verurteilter Verbrecher, ich trenne das von der Idee zur Soundgestaltung, obwohl es mir schwer fällt.)

Ist das halbwegs gelungen? Ich würde mich über Meinungen freuen.


Viele Grüße

Christian
Wenn es ein Monomix sein soll, könnte man es auch als Mono ausliefern
 
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Habe ich soeben unter das erste Audio im Artikel zum Vergleich gestellt. Das ist jetzt ein „echtes“ Mono-Audio.

Dank für das Reinhören bisher und die Anmerkungen!
 
Beim Anhören hätte ich das nicht geglaubt, aber das Beispiel ist eindeutig in mono

2026-10-22 19_18_43-Acoustica Ultimate Edition.webp
 
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Vielen Dank! Zur Information: Ich habe nur vorne bei den Sound Effekten (Strandgeräusche) die Panoramaregler aus der 0-Stellung bewegt. Sonst alles auf 0 belassen in allen Spuren der Produktion.

Beim Mixdown dann die Stereo-Augabe gewählt und diese Datei dann komprimiert (auch mittels einer Bandmaschine) und ganz am Schluss nochmals etwas Hall auf den ganzen Senf gegeben.

Ich weiß nicht, ob das fachlich so richtig ist. Finde aber, dass es so interessanter klingt als die vielen vorherigen Versuche mit mehr Links und mehr Rechts Verteilungen.

Liebe Grüße
Christian
 
  • #10
Beim Anhören hätte ich das nicht geglaubt, aber das Beispiel ist eindeutig in mono

Anhang anzeigen 171578

Die Correlation muss man über die ganze Zeit des Songs betrachten, sie ist nicht konstant 1.0

Wenn die Datei mono wäre, wäre der Pegel von links und rechts über die ganze Zeit exakt gleich. Ist er nicht
 
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  • #11
... und wenn auf einer erstellten 2xMono Spur dann noch ein Hall draufgelegt wird, dann ist auf der Summe auch ein Stereosignal aufgrund der Ausbreitung des Halls.

Ich hatte das Beispiel 2 betrachtet und das ist eine Monospur
 
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  • #12
... und wenn auf einer erstellten 2xMono Spur dann noch ein Hall draufgelegt wird, dann ist auf der Summe auch ein Stereosignal aufgrund der Ausbreitung des Halls.
Ah! So erklärt sich der Sound des 1. Beispiels. Interessant und was gelernt.
 
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  • #13
Ich habe die Datei "Mono-Ausgabe des Songs An der Bucht" runtergeladen und analysiert. Ergebnis:

Format: PCM, 1 Kanal, 44100 Hz, 24 Bit, 3:12,8 min. Die WAV-Header-Größen stimmen exakt mit der Dateigröße überein, und es gibt keine versteckten Zusatz-Chunks. Es steckt also kein zweiter Kanal in der Datei.
Pegel: RMS −14,5 dBFS, kein DC-Offset. Der Peak liegt bei 0 dBFS, und 69 Samples erreichen ihn. Das kann auf Clipping hindeuten, habe ich aber nicht weiter untersucht.
(KI Analyse Ergebnis)

Kein Stereoanteil zu finden.
 
  • #14
Ich habe die Datei "Mono-Ausgabe des Songs An der Bucht" runtergeladen und analysiert. Ergebnis:

Hallo adrachin,

damit wir nicht durcheinander kommen: ursprünglich ging es um das jetzt als Audio 1 im Artikel gekennzeichnete Audio. Da hatte ich behauptet, es sei Mono. Das hat sich als Fehlanzeige herausgestellt.

Das als Audio 2 gekennzeichnete Audio habe ich nachträglich hinzugefügt. Das ist das Audio, das Du geprüft hast. Es ist wirklich Mono. Habe bei der Ausgabe der Datei auf Mono geschaltet.

Beim Audio 1 habe ich weitgehend auf ein Links/Rechts Zuordnung von Signalen verzichtet. Dann den Mix-Down als Stereo ausgegeben. Im Master wieder Hall auf beide Spuren drauf gegeben. Das hat dann wiederum einen Stereo-Effekt unterstützt.

Also, ich hatte mich geirrt. Das Audio 1 ist kein Mono-Mix. Audio 2 jetzt ja. Weil in Mono ausgegeben und danach gemastert.

Was schöner ist? Das weiß ich noch nicht.

Danke für die Beschäftigung mit dem Thema!
 
  • #15
Gut zu wissen. Die Analyse betätigt das:

Format: PCM, 2 Kanäle, 44100 Hz, 24 Bit, 3:12 min. Der WAV-Container ist intakt, die Größenangaben stimmen mit der Dateigröße überein.
Stereobreite: Der Side-Anteil (L−R) liegt bei etwa −31 dBFS RMS, also rund 17 dB unter dem Mid-Anteil. L und R unterscheiden sich also deutlich.
Pegel: RMS links −14,1 dBFS, rechts −14,4 dBFS. Der Peak liegt links bei −0,9 dBFS, rechts bei 0 dBFS. Dort erreichen nur 2 Samples den Maximalwert, Clipping ist also vernachlässigbar.

Wie auch immer, ich habe mal nachgeforscht was genau denn "Wall of Sound" ist. Das Ergebnis:

Wall of Sound ist eine Produktionstechnik, die Phil Spector Anfang der 1960er Jahre entwickelte. Der Name steht für eine dichte, massive Klangwand, in der viele Instrumente zu einem einzigen Klangkörper verschmelzen.

Die wichtigsten Bausteine:

  • Verdopplung und Schichtung: Mehrere Gitarren, Klaviere, Schlagzeug und Streicher spielen dieselbe Linie, oft im Unisono oder in Oktaven. Das ergibt eine dichte, fast orchestrale Textur.
  • Raum statt Präzision: Spector nutzte ein starkes Hallsignal, meist aus einer Echokammer im Gold Star Studio in Los Angeles. Die Einzelspuren verschwimmen dadurch zu einem Gesamtklang.
  • Kompression und Lautheit: Der Mix ist dicht komprimiert und laut, damit er auch über kleine Radios und Jukeboxen wirkt.
  • Mono-Denken: Spector mischte seine Platten fast immer für Mono, weil die meisten Abspielgeräte damals Mono waren. Die Wirkung hängt also an der Mitte und nicht an räumlicher Stereobreite.
Bekannte Beispiele sind The Ronettes „Be My Baby“ (1963), The Crystals „He’s a Rebel“ und The Righteous Brothers „You’ve Lost That Lovin’ Feelin’“.


Dass Spector Mono gewählt hat ist also eher der Technik damals geschuldet. Wenn ich das so lese scheint das aber doch deutlich was anderes zu sein als einfach nur Mono.

Was zum hören:


View: https://youtu.be/jSPpbOGnFgk?si=An3jn0phoX3Gayyj

Und:


View: https://youtu.be/VlEOTKwoO0E?si=x6xT6TX5iwBHQ3NM

Die haben dann aber auch beide den typischen Frequenzgang von damals.

Falls Du das so haben wolltest, dann muss da schon noch was Patina drauf...... (;
 
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  • #16
Finde den Ansatz und Ausführung cool, aber die Kick braucht imho Bändigung.
 
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  • #17
Gut zu wissen. Die Analyse betätigt das:

Format: PCM, 2 Kanäle, 44100 Hz, 24 Bit, 3:12 min. Der WAV-Container ist intakt, die Größenangaben stimmen mit der Dateigröße überein.
Stereobreite: Der Side-Anteil (L−R) liegt bei etwa −31 dBFS RMS, also rund 17 dB unter dem Mid-Anteil. L und R unterscheiden sich also deutlich.
Pegel: RMS links −14,1 dBFS, rechts −14,4 dBFS. Der Peak liegt links bei −0,9 dBFS, rechts bei 0 dBFS. Dort erreichen nur 2 Samples den Maximalwert, Clipping ist also vernachlässigbar.

Wie auch immer, ich habe mal nachgeforscht was genau denn "Wall of Sound" ist. Das Ergebnis:

Wall of Sound ist eine Produktionstechnik, die Phil Spector Anfang der 1960er Jahre entwickelte. Der Name steht für eine dichte, massive Klangwand, in der viele Instrumente zu einem einzigen Klangkörper verschmelzen.

Die wichtigsten Bausteine:

  • Verdopplung und Schichtung: Mehrere Gitarren, Klaviere, Schlagzeug und Streicher spielen dieselbe Linie, oft im Unisono oder in Oktaven. Das ergibt eine dichte, fast orchestrale Textur.
  • Raum statt Präzision: Spector nutzte ein starkes Hallsignal, meist aus einer Echokammer im Gold Star Studio in Los Angeles. Die Einzelspuren verschwimmen dadurch zu einem Gesamtklang.
  • Kompression und Lautheit: Der Mix ist dicht komprimiert und laut, damit er auch über kleine Radios und Jukeboxen wirkt.
  • Mono-Denken: Spector mischte seine Platten fast immer für Mono, weil die meisten Abspielgeräte damals Mono waren. Die Wirkung hängt also an der Mitte und nicht an räumlicher Stereobreite.
Bekannte Beispiele sind The Ronettes „Be My Baby“ (1963), The Crystals „He’s a Rebel“ und The Righteous Brothers „You’ve Lost That Lovin’ Feelin’“.


Dass Spector Mono gewählt hat ist also eher der Technik damals geschuldet. Wenn ich das so lese scheint das aber doch deutlich was anderes zu sein als einfach nur Mono.

Was zum hören:


View: https://youtu.be/jSPpbOGnFgk?si=An3jn0phoX3Gayyj

Und:


View: https://youtu.be/VlEOTKwoO0E?si=x6xT6TX5iwBHQ3NM

Die haben dann aber auch beide den typischen Frequenzgang von damals.

Falls Du das so haben wolltest, dann muss da schon noch was Patina drauf...... (;

Danke für die Recherche. Ist mir schon klar, das „Wall of Sound“ wirklich sehr (!) viel mehr als Mono ist.

Tja, wie viel Patina ist gut für den Beispiel- Song?

Die Beispiele, die Du herausgesucht hast, kenne ich gut. „Be My Baby“ ist wahrscheinlich das beste Beispiel für immer noch funktionierende Soundgestaltung (eines nebenbei großartigen Songs; vielleicht ist die Tontechnik nebensächlich für den Erfolg?) nach Phil Spector.

Die tontechnisch besten und immer wieder auch heute überraschend frisch klingenden Aufnahmen in Mono (es gab ja auch nix anderes in der Mehrheit zu der Zeit) sind eigentlich Bill Haley gelungen, finde ich.
Ein ganz anderes Konzept als das von Phil Spector. Unglaubliche Transparenz der einzelnen Instrumente. Jedes deutlich abgegrenzt und dennoch homogen zusammen.

LG
Christian
 
  • #18
Vielen Dank an euch alle! Kostet ja manchmal Nerven und immer auch Zeit sich mit fremden Produkten zu befassen.

Der Austausch hat mir geholfen. Habe dadurch einen (tontechnischen) Weg gefunden.

Liebe Grüße
Christian
 
  • #19
Mal noch was grundsätzlich zu Mono. Wenn ich Multitracks mische bleibt da erst mal alles Mono was Mono Spuren sind. Und damit wird das Basic Leveling gemacht. Das ist auch nicht unüblich.
Gut zu hören hier:


View: https://youtu.be/sxK7lkbBKhg?si=If_aiSnl9BBK_sXA

Schaltet man das aus Mono ist immer noch alles zu hören. Die Balance ist immer noch da. Ebenfalls zu hören, das ist LCR-Panning. Da gibt es für Spuren nur Links, Mitte, Rechts.

Beim LCR-Panning handelt es sich um eine bewährte und extrem effektive Mischtechnik, bei der Monospuren ausschließlich an drei feste Positionen im Stereobild gesetzt werden: 100 % hart Links (Left), direkt in die Mitte (Center) oder 100 % hart Rechts (Right). Es werden keine Zwischenpositionen (wie z. B. 30 % Links) genutzt

Das ist dann natürlich auch immer 100% Mono kompatibel. Könnte man sagen, na und, es gibt ja gar keine Mono Abspielgeräte mehr. Tatsächlich gibt es aber viele Situationen in denen es gar nicht möglich ist in der Stereomitte zu hören. Auto zum Beispiel.
 
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  • #20
Mal noch was grundsätzlich zu Mono. Wenn ich Multitracks mische bleibt da erst mal alles Mono was Mono Spuren sind. Und damit wird das Basic Leveling gemacht. Das ist auch nicht unüblich.
Gut zu hören hier:


View: https://youtu.be/sxK7lkbBKhg?si=If_aiSnl9BBK_sXA

Schaltet man das aus Mono ist immer noch alles zu hören. Die Balance ist immer noch da. Ebenfalls zu hören, das ist LCR-Panning. Da gibt es für Spuren nur Links, Mitte, Rechts.

Beim LCR-Panning handelt es sich um eine bewährte und extrem effektive Mischtechnik, bei der Monospuren ausschließlich an drei feste Positionen im Stereobild gesetzt werden: 100 % hart Links (Left), direkt in die Mitte (Center) oder 100 % hart Rechts (Right). Es werden keine Zwischenpositionen (wie z. B. 30 % Links) genutzt

Das ist dann natürlich auch immer 100% Mono kompatibel. Könnte man sagen, na und, es gibt ja gar keine Mono Abspielgeräte mehr. Tatsächlich gibt es aber viele Situationen in denen es gar nicht möglich ist in der Stereomitte zu hören. Auto zum Beispiel.

Mono Wiedergabe ist doch heutzutage gar nicht so selten:
Quasi alle Boom Boxen sind in Mono, auch wenn sie meistens zwei Lautsprecher haben. Es gibt leider nur wenige Hersteller, die es erlauben, diese zu einem Stereo Pairchen zusammenzuschalten und in diesem Umfeld ist das meistens so proprietär, daß man Boom Boxen aus zwei Serien nicht zueinander koppeln kann. Das ist mit mir leider mit JBL passiert - teures Lehrgeld....
Ich hatte die Hoffnung für meinen Camping Bully eine Batteriebetriebene Abhöre für Audiobearbeitungen unterwegs zu haben. Mit der Latenz könnte ich leben, denn es geht ja nur um Wiedergabe und nicht um Monitoring bei der Aufnahme....
 
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