Mono Mix - Wall of Sound Effekt - Ein Versuch

  • Ersteller Ersteller stompology
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  • #21
Mono Wiedergabe ist doch heutzutage gar nicht so selten

Stimmt. Um so wichtiger ist es das auch zu berücksichtigen. Gilt übrigens auch für Clubs. Echte Stereo Abhörfelder gibt es da nicht.

Wenn es um Mobile Sound geht, SoundMatters baut echt geiles Zeug. Ich habe schon seit Jahren einen foxL und seit einigen Wochen einen Dash7 mit einem SubWoofer dazu. Kommt einfach gut.

Die haben auch immer sehr günstige Angebote, genau hier. Die verschicken auch nach Europa. Für das Dash7 und den Subwoofer hatte ich um die 120 Dollar inklusive Versandt gezahlt.
 
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  • #22
Ich mag richtiges Mono. Also, nicht das, was ich mit meinem Mix versucht hatte. Da war in einer Variante des Mix eine Mono-Mixdown Spur einfach gedoppelt. Und dann habe ich beide Kanäle mit dem selben Raum-Effekten versehen. Hat alles ruiniert. Ein einziges Gewummer. Im Kopfhörer großartig. Mit Boxen abgehört wirklich grauenvoll.

Jetzt sitze ich an der Schadensbehebung.


„Be My Baby“ von Phil Spector habe ich mir übrigens nochmals öfter angehört (Jetzt habe ich einen Ohrwurm). Oh Ha! Ich stelle mir vor jemand ohne berühmten ( berüchtigten) Namen hätte das gemixt und eingestellt und Zuhörer, die den Song nicht kennen hören das zum ersten mal …; was würden die wohl an Ober-Mecker auslösen.

Nur mit den begrenzten Möglichkeiten der frühen 60er Jahre Technik ist diese Soundgestaltung nicht zu erklären, meine ich. Parallel gab es ja fantastische Mixings in Mono im Motown Bereich. Oder bei den Big Bands. Oder eben auch von Bill Haley. Alles über Zweifel erhaben.

Wie auch immer: „Be My Baby“ ist schon genau so wie es produziert wurde sehr aufregend. Gibt noch mehr Beispiele, in denen eigentlich gegen das „Handwerk“ verstoßen wurde. Etwa „Surfin Bird“. Ein großer Hit und eigentlich selbst nach Garagen-Sound Maßstäben der Surf-Music ziemlich zerdröhnt. Macht Spaß diese Anarchie zu hören.
 
  • #23
Stimmt. Um so wichtiger ist es das auch zu berücksichtigen. Gilt übrigens auch für Clubs. Echte Stereo Abhörfelder gibt es da nicht.

Wenn es um Mobile Sound geht, SoundMatters baut echt geiles Zeug. Ich habe schon seit Jahren einen foxL und seit einigen Wochen einen Dash7 mit einem SubWoofer dazu. Kommt einfach gut.

Die haben auch immer sehr günstige Angebote, genau hier. Die verschicken auch nach Europa. Für das Dash7 und den Subwoofer hatte ich um die 120 Dollar inklusive Versandt gezahlt.
Danke für den Hinweis. Das kannte ich noch nicht. Ziemlich Interessante Sachen, die da angeboten werden...insbesondere das neue 360 Teil, welches auch koppelbar ist....
Schade nur, daß da nicht zwei Dash7 mit dem Subwoofer zusammen als Bundle angeboten wird.
 
  • #26
Bringt einem auch die damalige Arbeitsweise nahe, streben nach Perfektion und Disziplin.
 
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  • #27
Ich habe mir noch über die Pantina Gedanken gemacht. Bei den Hörbeispielen ist mir dann die gute, alte Echokammer eingefallen. Und das habe ich dann als Frage für die KI formuliert. Antwort:

Dein Höreindruck stimmt: Das ist Echokammer, keine Platte und kein Federhall. Die Quelle ist gut dokumentiert, weil Spectors Toningenieur Larry Levine und die Gold-Star-Gründer Dave Gold und Stan Ross darüber ausführlich gesprochen haben.

Spector arbeitete ab 1962 fast ausschliesslich in Gold Star Studios, Hollywood. Dave Gold hatte dort zwei Echokammern selbst gebaut: betonierte Räume mit unparallelen, hart verputzten Wänden, Lautsprecher an einem Ende, Mikrofon am anderen. Sie galten in Los Angeles als die besten überhaupt – mit einer Nachhallzeit, die nach Angaben der Beteiligten im Bereich von einigen Sekunden lag, und einem sehr dichten, mittenbetonten Charakter. Diese Kammern sind der eigentliche Sound der Ronettes-, Crystals- und Righteous-Brothers-Aufnahmen.

Die Methode dahinter war ungewöhnlich: Spector liess in Studio A, einem kleinen Raum, bis zu drei Gitarren, zwei bis drei Pianos, mehrere Bässe und Bläser gleichzeitig spielen. Durch die Enge gab es massives Übersprechen zwischen den Mikrofonen. Levine mischte das live auf eine Mono-Summe, schickte diese in die Kammer und mischte den Rückweg wieder dazu – wobei die Kammer so viel Signal bekam, dass der Hall nicht als Effekt, sondern als Teil des Instrumentenklangs wahrgenommen wird. Einzelsignale wurden praktisch nie trocken belassen. Dazu kam Tape-Slapback vom Ampex-Bandgerät, teils auf die Kammer gelegt.

Entscheidend: Es gab keine Möglichkeit, den Hall nachträglich zu korrigieren, weil alles schon beim Aufnehmen auf drei Spuren zusammengefasst wurde. Die Balance zwischen Kammer und Direktsignal wurde im Raum entschieden.

Später, bei den Beatles- und Harrison-Produktionen um 1970, nutzte er die Kammern von A&M Studios und Abbey Road, die ähnlich gebaut waren. Die Gold-Star-Kammern selbst gingen 1984 bei einem Brand verloren.



Waves Abbey Road Chambers und UAD Capitol Chambers währen sicher geeignete Kandidaten als Hall Plugins.
 
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  • #28
Sehr aufschlussreiche Zusammenfassung. Was für ein höllischer Aufwand. Und Verspielen war nicht mal eben mit einigen Mausklicks behoben. -)

Der Name des Toningenieurs ist mir bekannt aus „Beach Boys“ Produktionen. Der so sichere Drummer Hal Blaine bei „Be My Baby“ und weitere Musiker auch.
 
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