Akustische Aufnahme einer Nylongitarre

  • Ersteller Ersteller James Blond
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  • #141
Nur mal kurz (ganz schnell reingegniedelt, weil ich eh am Pedalboard Sachen konfigurieren muss), das ist mein aktueller Live-Sound, exakt so wie es ebengerade aus dem Board kommt (minus Hall, der ist aus Logic). Ist mit Pick und Fingern (aka "Hybrid Picking") gespielt, weshalb ein paar Sachen einen etwas harten Attack haben, aber so spiele ich live eben meistens.



Den habe ich gerade am Samstag exakt so genutzt, und zwar bei wirklich verhältnismäßig sehr hoher Bühnenlautstärke mit einem Monitor, der mich direkt anstrahlte, null Rückkopplungsprobleme.
Ich finde das für "einstöpseln, hochziehen und fertig" ganz schön gut.

Wenn man das so solo hört, fallen besonders zwei Dinge auf:
1) Recht viel Rauschen. Das ist mit Sicherheit auch dem wirklich krass nachlassenden B-Band geschuldet, live aber zum Glück eher irrelevant.
2) Der Pickup fängt so selbst bei aufmerksamem Spiel jedes kleine Bisschen an Saiten- und Bundgeräuschen ein. Hab's ja schon im direkten Vergleich mit Mic-Aufnahmen angehört, per Mikro ist das fast schon extrem viel weniger.

Ich denke, dass beides sehr viel weniger wird, sobald ein neuer Piezo in die Gitarre kommt. Der B-Band komprimiert auch aus sich heraus recht merklich (da ist kein Compressor aktiv), was natürlich leisen Kram wie Saitenrutscher und Bundgeräusche ziemlich deutlich nach vorne holt.

Aber wie gesagt, ansonsten finde ich das schon ziemlich gut.
Ja, ist dezent off topic, da eben Live-Sound und nix für Aufnahmen, aber vielleicht ja dennoch interessant.

Abgesehen davon ist das aber vom Grundsound her schon 'ne Richtung, in die ich gerne möchte - also weniger an klassischen Idealen angelehnt.
Am liebsten hätte ich's so wie Robben Ford auf der "Pop Pop" von Rickie Lee Jones. Hier zwei Anspieltipps, wo man die Gitarre sehr gut hört:


View: https://youtu.be/YRCnsX_2nZk
(unbedingt bis zum Akkordeon-Solo hören, das ist einfach wunderschön)


View: https://youtu.be/Ff23dRHfKfQ
(hier unbedingt Gitarren- und Violinen-Solo mitnehmen, da schmelze ich dahin...)

Geht halt eher so in die Richtung, wie Nylongitarren auch bspw. häufiger im Gypsy Jazz zu hören sind (ich weiß, sind idR Stahlsaitengitarren, aber gerade für die Begleitiung gibt's auch gerne mal Nylon).
 
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  • #142
Sieht dann so aus ...
Ist das ’ne Gran Concierto von Hopf? :smil451c7211b9e19:

Ist mit Pick und Fingern (aka "Hybrid Picking") gespielt, weshalb ein paar Sachen einen etwas harten Attack haben, aber so spiele ich live eben meistens.
Beim Hybridpicking ziehst du beim Anschlag die Saite von der Decke weg. Das ergibt einen knalligen Ton, weil dann die Schwingung der Saite vom Griffbrett gestoppt wird.
Aber steckt da jetzt hinter deinem Beitrag eine Frage? Du bist doch mit dem Ton zufrieden. Es kann doch alles so bleiben.
 
  • #144
Beim Hybridpicking ziehst du beim Anschlag die Saite von der Decke weg. Das ergibt einen knalligen Ton, weil dann die Schwingung der Saite vom Griffbrett gestoppt wird.

Ich weiß. Ich versuche aber, möglichst nah am klassischen Anschlag zu bleiben und die Finger so weit es geht zu "öffnen".

Aber steckt da jetzt hinter deinem Beitrag eine Frage?

Nein, nicht wirklich. Ich wollte das nur nochmal kurz vorstellen, weil ja Piezos im Vergleich mit Transducern so'n bisschen schlecht wegkamen - was ich halt nicht ganz nachvollziehen kann. Also zumal dann nicht, wenn man um ein paar Tricks weiß.
 
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  • #145
Ist das ’ne Gran Concierto von Hopf? :smil451c7211b9e19:
nee, dass ist eine Pequeño Concierto von Topf. Deshalb der nasale Klang. :p

Ist eine Yamaha Grand Concert GD-10.
Massive Fichtendecke, Boden und Zargen ind. Palisander nicht massiv. Made in Taiwan.

Wurde so in den 80-90igern hergestellt. Soll damals wohl um die 1200-1300,- D-Mark gekostet haben. Habe die jetzt wohl auch schon bald 30 Jahre, aber damals günstig gebraucht gekauft.

Vorbesitzer hat die bei Viertmann gekauft gehabt. War damals ein bekannter und großer Laden für akustische Gitarren hier in Köln. War auch Anlaufpunkt für viele Studenten von der Kölner Musikhochschule. Nachfolge gibt es wohl noch am selben Ort. War lange nicht mehr dort.

Hatte mal irgendwo eine Seite mit Infos zur Gitarre. Habe gesucht, finde die aber nicht mehr. Ist auch ewig her.
Habe dann die KI befragt: (wo ist die Kennzeichnung hin, kommt nicht mehr)

Bei diesem Instrument handelt es sich um eine Yamaha Grand Concert GD-10, ein begehrtes Stück japanisch-taiwanischer Gitarrenbaukunst aus der Zeit zwischen 1986 und den frühen 1990er Jahren. Die Serie wurde in Yamahas Custom Shops von Hand gefertigt und basiert auf den Spezifikationen der legendären japanischen GC-Serie.

Die Seriennummer verrät dir das genaue Baujahr: Die Ziffer nach dem Buchstaben „L“ (also die Null bei L - 0206) deutet bei diesem Yamaha-System auf das Jahr 1990 hin.
 
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