Akustische Aufnahme einer Nylongitarre

  • Ersteller Ersteller James Blond
  • Erstellt am Erstellt am
  • #101
Ich reibe nach ausgiebigem Spielen die Saiten mit Isopropanol ab.

Hab ich auch 'ne ganze Weile so gemacht. Aber dann habe ich Ballistol entdeckt. Der dünne Film scheint für mich zumindest bisher auf allen Gitarren und Saiten von Vorteil zu sein. Allerdings wische ich auch immer mit einem Mikrofasertuch nach, viel bleibt da also wohl nicht hängen. Ich mag's übrigens auch sehr, wie sich danach die Halsrückseite anfühlt.
Scheint übrigens einen sehr guten konservierenden Effekt zu haben, was sich bei den stahlbesaiteten Gitarren recht deutlich zeigt, denn auch die, die ich länger nicht spiele, fühlen sich dann immer noch ganz neu an (da bildet sich ja schon gerne mal eine leichte Korrosionsschicht).
 

  • #102
Es ist schon eine Weile her, aber ich habe mal in der Vorbereitung für Aufnahmen alle gängigen polierten Saiten und Flatwounds aufgezogen und ausprobiert. Da waren drei Sätze von La Bella und zwei von Thomastik dabei (leider weiß ich die genauen Bezeichnungen nicht mehr). Allesamt waren sie für klassische Aufnahmen ungeeignet, weil sie zu obertonarm und unausgeglichen (zwischen Bass und Diskant) waren.

Kann ich mir gut vorstellen, dass das gerade eben auch für Mic-Aufnahmen nicht so geil ist, aber da per Piezo doch schon immer sehr viele "metallische" Anteile rüberkommen, könnte das dem günstig entgegenwirken. Ich spiele halt zu 99% per Pickup, werde ich wohl mal probieren müssen.
 
  • #103
aber da per Piezo doch schon immer sehr viele "metallische" Anteile rüberkommen, könnte das dem günstig entgegenwirken.
Genau, das kann sein, und am Ende muss es einem selbst gut gefallen. Jeder sucht doch viele Jahre oder Jahrzehnte nach „seinem“ Klang.
Ich gehe aber erst einmal davon aus, dass eine Nylongitarre natürlich und unverfälscht klingen soll. Solche Dinge, wie Piezo oder schlecht abbildende Mikros wirken dieser Idee entgegen.
 
  • #104
Solche Dinge, wie Piezo oder schlecht abbildende Mikros wirken dieser Idee entgegen.

Klar. Aber um die Piezo-Nummer komme ich halt nicht herum. Für das, was ich so spiele, ist das aber auch vollkommen ok.
 
  • #105
Genau, das kann sein, und am Ende muss es einem selbst gut gefallen. Jeder sucht doch viele Jahre oder Jahrzehnte nach „seinem“ Klang.
Ich gehe aber erst einmal davon aus, dass eine Nylongitarre natürlich und unverfälscht klingen soll. Solche Dinge, wie Piezo oder schlecht abbildende Mikros wirken dieser Idee entgegen.
Geschmäcker sind verschieden und es lässt sich darüber herzlich (und oft vergeblich) streiten. ;)

Ich denke aber, ein wesentlicher - bisher unerwähnter - Gesichtspunkt ist, in welchen Zusammenhang die Aufnahme gestellt wird. Der Musikstil und die Aufgabe, die das Instrument (möglicherweise neben einigen anderen) übernehmen soll, bestimmen ebenfalls den gewünschten Klang.

Ein klassisches Solokonzert erweckt Hörerwartungen eines natürlichen und unverfälschten Klanges. Im Solo (und auch im Duett) kann und soll die Gitarre ihr typisches Klangspektrum voll entfalten, sie hat da schließlich auch den gesamten akustischen Raum zur Verfügung.

Im Zusammenspiel und -klang mit anderen Instrumenten wird dies so nicht gelingen, entweder trägt eine akustisch aufgenommene Gitarre zuviel Sound in den Mix - oder sie wird dann so weit beschnitten, dass ihr charakteristischer Klang erheblich darunter leidet.

Ich denke, darin liegt die große Chance der Piezo-Abnehmer, dass deren Klangspektrum sich leichter in einen Mix integrieren lässt, ohne dass es dabei zu erheblichen Klangeinbußen kommen muss. Es macht also Sinn, die persönlichen Klangpräferenzen mit kurzen Aufnahmebeispielen zu verdeutlichen, damit man erkennt, vor welchem Hintergrund die Aussagen entstanden sind.

Ich schiebe dazu auch gleich ein kurzes Beispiel nach. ;)
 
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  • #106
Hier spielen gleich drei Piezo-Nylongitarren zu einer Altquerflöte (2x Ovation, 1x Yamaha SilentGuitar): Ein cleaner, kristalliner Sound, der eher an Harfen erinnert.

Obwohl alle drei Gitarren im gleichen Register spielen, bleibt der Klang transparent und verträgt es auch noch, dass sich eine Flöte darauf breit macht. Das würde mit einem "klassischen Gitarrenton" problematisch.
 
  • #107
Das würde mit einem "klassischen Gitarrenton" problematisch.
Warum? Flöte und Gitarre sind ein übliches Ensemblepaar, für das es viel Originalliteratur gibt. Die beiden passen auch wunderbar zusammen und es muss auch nichts vom Gitarrenton „beschnitten“ werden.
 
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  • #108
Ich denke aber, ein wesentlicher - bisher unerwähnter - Gesichtspunkt ist, in welchen Zusammenhang die Aufnahme gestellt wird. Der Musikstil und die Aufgabe, die das Instrument (möglicherweise neben einigen anderen) übernehmen soll, bestimmen ebenfalls den gewünschten Klang.
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass du einen natürlichen Sound suchst und die Möglichkeiten deiner Jellinghaus beleuchten möchtest. Immerhin haben wir hier ja viel über Raumoptimierung und Mikropositionen geschrieben.
Wenn aber nicht, ist das auch in Ordnung. Dann kannst du eine Silent Guitar nehmen und hast keinerlei Raum- und Mikrofonprobleme mehr.
 
  • #109
Natürlich gibt es genügend Beispiele für Klassische Gitarren zusammen mit anderen Instrumenten. Aber es bleibt eben auch eine Stilfrage. Und bei meinem Soundbeispiel handelt es sich um eine "sensible" Altquerflöte, die zusammen mit 3 Gitarren und auch noch weiteren Instrumenten spielt. Üblicherweise wird sonst eine Sopranflöte ab dem mittleren Register dazu geholt, weil das tiefe Register nicht mehr durchkommt. Ich habe dazu leider keine Version mit der Jellinghaus (auf 3 Spuren), doch ich denke, die 4 Instrumente würden sich dabei mehr stören als ergänzen.

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass du einen natürlichen Sound suchst und die Möglichkeiten deiner Jellinghaus beleuchten möchtest.
Das ist nach wie vor richtig. Und ich habe beschrieben, vor welche neuen Schwierigkeiten mich dieses Unterfangen stellt. Dagegen fallen (mir) Aufnahmen mit PU-Gitarren leichter, sie lassen sich viel leichter in einen Gesamtsound integrieren und passen auch in viele Stile (Jazz, Bossa ...).

Aber das ersetzt ja nicht die Aufgaben, die ich speziell für die Jellinghaus bereit halte (siehe mein Beispiel aus #1). Das wäre vor allem der Einsatz als klangstarkes, romantikgetränktes Melodieinstrument.
 
  • #110
Zum Thema Höhenarmut der polierten Basssaiten möchte ich ebenfalls eine eigene kleine Klangprobe vorstellen:


Hier spielt die Jellinghaus ein Bass-Motiv auf polierten LaBella 413P, die Höhen sind auch nicht mit dem EQ gepusht.
 
  • #111
Wenn ich könnte, würde ich persönlich vermutlich immer mit Mikro arbeiten, da ist dann schon mehr "Leben" drin, da ich aber so gut wie nie kann, muss ich idR den praktischen Weg über Piezos beschreiten und versuche dann eben, das so gut es geht hinzubekommen.

Wenn ihr irgendwelche Tipps für Piezos (also nur den Pickup, beim Vorverstärker würde ich nochmal gucken, was es sein muss) habt, nur her damit. Mir wurde von einem Laden, bei dem ich angerufen habe, ein Shadow Nanoflex empfohlen, beim T finde ich aktuell aber nur auf Westerngitarre abgestimmte Teile oder Komplettsysteme, die ich aufgrund der doofen Knopfzellenbatterie nicht will.
Grund ist übrigens, dass der B-Band Tonabnehmer in meiner Yamaha (wusste ursprünglich gar nicht, dass so einer verbaut ist) seine besten Zeiten wohl hinter sich hat und extrem leise (und relativ spitz) geworden ist, was bei diesen Elektret-Teilen anscheinend nicht unüblich ist.
 
  • #112
Ja, den hatte ich mal und der war gut. Aber es ist und bleibt eben ein Piezo. In einem größeren Klassikensemble habe ich mit einem Decken-Mikroabnehmer gespielt und sanft etwas Sound über einen AER dazu geregelt. Ich hatte damals den AER Compact Classic Combo. Ein kleines, sagenhaft gutes Teil. Sehr natürlich und unglaublich leistungsstark.

Zum Thema Höhenarmut der polierten Basssaiten möchte ich ebenfalls eine eigene kleine Klangprobe vorstellen
Ja, wie erwartet klingen diese Saiten flach und höhenarm. Das kann aber auch genau das sein, was man sucht.
 
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  • #113
Ja, den hatte ich mal und der war gut. Aber es ist und bleibt eben ein Piezo. In einem größeren Klassikensemble habe ich mit einem Decken-Mikroabnehmer gespielt und sanft etwas Sound über einen AER dazu geregelt. Ich hatte damals den AER Compact Classic Combo. Ein kleines, sagenhaft gutes Teil. Sehr natürlich und unglaublich leistungsstark.

Das Problem ist leider Gottes immer die Rückkopplungsempfindlichkeit. Hätte deshalb auch schon fast eine Godin Multiac gekauft, aber die klang mMn wirklich schlimm. Hätte man zwar per IR-Trick auch noch verbessern können, aber exakt gar keinen akustischen Sound wollte ich dann auch nicht.
Ich komme aber aktuell wirklich ganz gut klar, bis auf den Umstand, dass der B-Band Abnehmer anscheinend kurz vor der Aufgabe ist.
Werde vermutlich erst einmal ein Komplettsystem von Ortega kaufen (da ist der Preamp sehr einfach gehalten, das ist aber ok für mich, ich brauche das an sich nur zur Lautstärke-Feinabstimmung, die eigentliche Klangbearbeitung geschieht ja im Pedal) und wenn der enthaltene Piezo nix kann, den dann vielleicht gegen einen Nanoflex austauschen.
 
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  • #114
  • #115
Das Problem ist leider Gottes immer die Rückkopplungsempfindlichkeit.
Mit der Yamaha Silent Guitar Nylon (SLG200N) ist ein Feedback auf der Bühne so gut wie ausgeschlossen. Was bleibt, ist der recht strenge Piezo-Klang, der eigentlich nur zu jazzigen Sachen passt. Das dort eingebaute "Mic Modeling Preamp System (Neumann U67)" hat mich aber nicht überzeugt, es "verwischt" nur den Klang.

Von der B-Band Folie in deiner Yamaha und ihrem Pre-Amp solltest du dich möglichst rasch trennen.
Ich denke, du fährst am besten mit einem Untersteg-Piezo, wenn du ihn mit einem - getrennt regelbaren - Mic im Korpus kombinierst. Es gibt dazu fertige Kombis (Mic + Piezo), allerdings spielt auch die richtige Positionierung und die Zumischbarkeit des Mics (EQ und Volume vom Piezo getrennt) eine große Rolle. Das Mic kann auch ein (möglichst rauscharmes) Lavalier sein. Ob das dann klanglich eine Lösung ist, lässt sich vor dem festen Einbau "ambulant" testen, indem man das Mic dick mit Stopfwolle umwickelt im Gitarrenkorpus platziert, das Kabel aus dem Schallloch führt und mit Tesa fixiert.
Wenn dadurch das Feedback angeheizt wird: Mehr Wolle. Das lockere Ausstopfen des gesamten Korpus beeinflusst natürlich auch den Klang, aber nicht unbedingt zum Schlechteren. Also Ausprobieren.
 
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  • #116
Mit der Yamaha Silent Guitar Nylon (SLG200N) ist ein Feedback auf der Bühne so gut wie ausgeschlossen. Was bleibt, ist der recht strenge Piezo-Klang, der eigentlich nur zu jazzigen Sachen passt. Das dort eingebaute "Mic Modeling Preamp System (Neumann U67)" hat mich aber nicht überzeugt, es "verwischt" nur den Klang.

Ich hatte die mal als ernsthaften Kandidaten in Erwägung gezogen. Aber da bei zumindest einigen Gigs die Gitarre auch optisch so aussehen muss wie eine akustische, war das schon mal nicht so geil. Und dann kann man mit der auch keine perkussiven Loops in den Looper einklopfen, was ich in meinem Duo auch manchmal mache, das ist halt auch nicht gut.
Und ich spiele halt gerne auch mal nur akustisch.

Ansonsten natürlich an sich ein geiles Teil mit der eingebauten KH- und Aux-Funktion, die Packgröße ist dann für Urlaube und Flugreisen einfach super.
Wenn ich das Geld mal über hab, gibt's die zusätzlich.

Von der B-Band Folie in deiner Yamaha und ihrem Pre-Amp solltest du dich möglichst rasch trennen.

Den Preamp würde ich am liebsten behalten, der macht das an sich gut (interessanterweise habe ich ja exakt dasselbe System in meiner Westerngitarre (eben auch von Yamaha), da klingt's super), aber der ist impedanzseitig vermutlich nicht für Piezos ausgelegt, von daher würde es wahrscheinlich nicht lohnen, den Eingang (ist so ein Steckschuh) umzubauen.

Ich denke, du fährst am besten mit einem Untersteg-Piezo, wenn du ihn mit einem - getrennt regelbaren - Mic im Korpus kombinierst. Es gibt dazu fertige Kombis (Mic + Piezo), allerdings spielt auch die richtige Positionierung und die Zumischbarkeit des Mics (EQ und Volume vom Piezo getrennt) eine große Rolle. Das Mic kann auch ein (möglichst rauscharmes) Lavalier sein. Ob das dann klanglich eine Lösung ist, lässt sich vor dem festen Einbau "ambulant" testen, indem man das Mic dick mit Stopfwolle umwickelt im Gitarrenkorpus platziert, das Kabel aus dem Schallloch führt und mit Tesa fixiert.

Nee, von dem Mic werde ich mich verabschieden. Der Sound, den ich aktuell nur per B-Band bekomme, ist für meinen Live-Bedarf super, mit einem halbwegs gescheiten Piezo wird das vermutlich sogar deutlich besser werden, denn der B-Band ohne Klangregelung und Trickserei klingt wirklich räudig. Mit meiner uralten Yamaha inkl. ebenso uraltem Piezo (die leider von der Gitarre her durch ist) bekomme ich per IR-Trickserei echt netten Klang.
Und mit Wolle will ich auch nix ausstopfen (habe ich früher mal bei einer Westerngitarre gemacht), darunter leidet der ohnehin nicht so kräftige Akustiksound.

Das größte anstehende Problem ist wahrscheinlich, dass die ganzen Standard-Piezos womöglich nicht in den Stegschlitz passen können, der hat vielleicht nicht ganz die erforderlichen 3mm Breite. Da müsste ich dann auf 'nen Nanoflex zurückgreifen, die gibt's auch in schmaler (leider schwer zu bekommen, aber irgendwas ist ja immer...).
 
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  • #117
Und mit Wolle will ich auch nix ausstopfen (habe ich früher mal bei einer Westerngitarre gemacht), darunter leidet der ohnehin nicht so kräftige Akustiksound.
Ganz sicher leidet der. Doch ein kräftiger (unverstärkter) Akustiksound ist ohne erhöhte Feedback-Anfälligkeit nicht zu haben, das gilt auch bei reinem Piezo-Einsatz. Es hängt eben davon ab, bis zu welcher Lautstärke man verstärkt. In der "ausgestopften" Gitarre kann ein Lavalier-Mic bei Bedarf auch höher gefahren werden. Ohne ein "Ausstopfen" kann man es - entsprechend heruntergeregelt - aber immer noch verwenden. Es ist keine Alternative, sondern eine zusätzliche Option.
Das größte anstehende Problem ist wahrscheinlich, dass die ganzen Standard-Piezos womöglich nicht in den Stegschlitz passen können

Die passende Piezo-Stegbreite ist eigentlich kein Problem. Es gibt von anderen Herstellern auch günstigere UST-Piezos unter 3 mm Breite, deren Klang sich nicht wesentlich unterscheidet. Aber ob er dir gefällt, ist die Frage, denn besser als eine frische B-Band Folie wird er nicht sein, eher härter und auch zirpender.

Inwieweit du das mit einem neuen Pre-Amp und deinen Tricksereien auszubügeln verstehst, wäre hier eine spannende Frage. Und auch, ob das Ergebnis deinen Vorstellungen eines halbwegs "akustischen" Gitarrenklangs entspricht. Am besten mit einer kleinen Kostprobe ... ;)
 
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  • #118
Es gibt von anderen Herstellern auch günstigere UST-Piezos unter 3 mm Breite, deren Klang sich nicht wesentlich unterscheidet.

Hast du da 'ne gute Anlaufstelle, wo man diese Daten auch einsehen kann? Thomann* ist da leider doch eher dünn ausgestattet und die Piezo-Details sieht man oft gar nicht.

denn besser als eine frische B-Band Folie wird er nicht sein, eher härter und auch zirpender.

Mag sein - aber da ich mit dem aktuellen Sound an sich zufrieden bin und der auf jeden Fall schlechter als der in meiner alten Yamaha verbaute Piezo ist (weil der B-Band eben durch ist), mache ich mir da nicht ganz so große Sorgen.
Kann ich aber auch so oder nicht in Erwägung ziehen, da B-Band pleite ist und man kaum noch Ersatzteile bekommt.

Inwieweit du das mit einem neuen Pre-Amp und deinen Tricksereien auszubügeln verstehst, wäre hier eine spannende Frage. Und auch, ob das Ergebnis deinen Vorstellungen eines halbwegs "akustischen" Gitarrenklangs entspricht. Am besten mit einer kleinen Kostprobe ...

Also so gut, wie es aktuell ist, wird es auf jeden Fall.
 
  • #119
In der "ausgestopften" Gitarre kann ein Lavalier-Mic bei Bedarf auch höher gefahren werden.
also nee, schon im Korpus klingt so ein Mini Mikro nicht so toll, wenn man den Korpus auch noch ausstopft, wird es nicht besser, sondern eher schlimmer, weil gar kein Raum mehr da ist.
Mikro im Korpus ist auch max. nur Unterstützung, aber nicht wirklich gut, vor allem wenn alleine oder sehr viel mehr zugemischt wird.

Ich stehe auf diese Transducer Sachen. Sehr natürlicher Sound, am ehesten nahe einer Mikroabnahme.
Muss mal schauen, evtl. habe ich da Aufnahmen zu.

Allerdings nie live gespielt, müsste man schauen, ob problematsich wegen Rückkoppelung. Aber das Problem hat man mit Akustischen eh meistens.

Und auf den Korpus klopfen, da gibt es nix besseres. K&K habe ich für Steelstring, toll.

Aber es gibt wohl auch gute und günstigere Alternativen mittlerweile. Auch welche für Nylon, die ich mal probieren wollte/werde.


Manche behaupten, die wären sogar besser als K&K. Mal bei YT schauen.
 
  • #120
Mikro im Korpus ist auch max. nur Unterstützung, aber nicht wirklich gut, vor allem wenn alleine oder sehr viel mehr zugemischt wird.

Interessanterweise klappt das bei meiner Steelstring richtig gut (exakt dasselbe System wie in der Nylon), bei der Nylon ist das Mikro fast vollkommen sinnlos, da unfassbar rückkopplungsanfällig. Ist wirklich so, als ob es zwei ganz verschiedene Systeme wären.

Ich stehe auf diese Transducer Sachen. Sehr natürlicher Sound, am ehesten nahe einer Mikroabnahme.
Muss mal schauen, evtl. habe ich da Aufnahmen zu.

Allerdings nie live gespielt, müsste man schauen, ob problematsich wegen Rückkoppelung. Aber das Problem hat man mit Akustischen eh meistens.

Hatte ich vor ein paar Jahren mal live getestet. Damit kann man schon ganz geile Resultate erzielen, aber wenn die Gitarre einigermaßen resonant ist (*check*), dann ist Rückkopplung ein echtes Thema. Und zwar so sehr, dass ich mich von dem Gedanken verabschiedet habe, das nochmal zu probieren. In kleineren akustischen Line Ups haut das sicher gut hin, aber da ich den Kram auch im größeren Bandkontext nutzen muss, ist das nix.

Ist aber auch wirklich kein großes Problem mehr, mit IRs kann ich mir da ja super was zurechtfummeln, von daher brauche ich nur eine saubere, gleichmäßige Saitenabnahme.
 
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