Neuer Kopfhörer oder Sonarworks SoundID Reference for Headphones oder...?

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  • #81
Ich soll von einem Freund folgende Frage ausrichten: Wenn 1.000 – 1.500 Euro Kopfhörer besser sein können, als ein um ein vielfaches teureres Model, könnte es sich im darunterliegenden Segment nicht genauso verhalten?
Dann könnte man folgende Aussage wohl in Frage stellen::lalala:
Deshalb mischt der Schlumpf auf 25 Euro In-Ears. ;)
 
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  • #82
  • #83
mir ist bewusst, dass sich andere mehr mit dem thema beschäftigen und sicher auch mehr ahnung haben an sich, aber ich möchte dennoch einen kontrapunkt setzen, dass es eben auch ohne geht und nicht zwingend immer mehrere tausend € für das best mögliche equipment braucht. einfach, dass man sich als einsteiger nicht immer nur von den highend/gearjunkies einlullen lässt.

seit 16 jahren produziere/recorde/mische ich (teil)professionell, seit 3,5 jahren vollprofessionell/selbstständig und mir ist das theater um gear/abhören/akustik/etc. schon lange viel zu anstrengend, zu teuer und letztlich immer viel zuwenig ertragbringend. meine arbeit wurde besser durch erfahrung und routine – krass was die letzten 3,5 jahre gemacht haben mit mir, nur durch die tägliche tätigkeit – noch nie war equipment daran massgebend beteiligt.

ich mache einfach, ohne über das drumherum nachzudenken, meinen mixjob und zwar seit ca. 6 jahren zu 100% auf kopfhörer. alte, schon fast bröselige hd650 an einem popligen Focusrite* scarlett solo mit sonarworks und can opener. im prozess kein car check, keine alternative abhöre, keine simulation selbiger... im studio seit 15+ jahren dieselben ollen emes black tv mit krk subwoofer, raumkorrektur mit sonarworks. nur für tracking/produktion, mischen/mixchecken tu ich darauf nie. das ist alles fern von highend oder "professionell", aber es spielt keine rolle. ich struggle nicht, brauche keine hilfsmittel und tausendfaches gegenhörem wie hier manchmal behauptet wird und kann meine arbeit in konstanter, hoher qualität und sehr effzient machen.
 
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  • #84
Die Sache ist die:

Die ganzen Helden wie Clearmountain usw. haben das Mischen in Studios erlernt.
Sie hatten immer gute Voraussetzungen und immer einen Mentor.

Und auch du @SOS hast deine Mixingskills bestimmt über Monitore erlernt und über Feedback von Mastering Engineers dazu gelernt.

Dieses Privileg haben Einsteiger gar nicht.

Und je besser sie etwas hören umso eher werden sie auch besser.

Balaskas gab mir mal Feedback vor über 12 Jahren das mein Mix etwas zu viel 300hz hat verursacht durch die Bassgitarre.
Ich habe es einfach durch den Raum und beschissene DT Schlag mich tot Kopfhörer nicht hören können.

Es geht mir immer darum das Leute kein Geld aus dem Fenster werfen und von Anfang an ein richtiges Tool kaufen statt wie ich Odysseus Irrfahrten zu machen.

Cat Stevens schrieb Hard Headed Women, wird Zeit für Hard Headed Engineers.
 
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  • #85
Ich denke man muss unterscheiden, zwischen Fehlern die durch schlechte Akustik entstehen und Fehler, die durch mangelndes Knowhow und Ablenkung entstehen. Einer bei Nail the Mix hat mal über die Mixe geschrieben, die er so vorgelegt bekommt und meinte, dass die meisten schon am Leveling scheitern. Es hat es so beschrieben: Es gibt einen Sweetspot, mit einem gewissen Bereich, in dem alles funktioniert und reiner Geschmack ist. Darüber oder darunter wirkt der Mix unausgegoren.
 
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  • #86
mangelndes Knowhow
Das weißt du erst wenn du die Abhöre als Fehlerquelle ausschließen kannst.

Mit sagen wir DT1990 oder HD650 wirst du es nie 100% wissen, insbesondere wenn du Hip Hop, Trap, Techno mischen tust. Sub Bass ist da wichtig und von diesen Kandidaten wird es nicht richtig abgebildet.
 
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  • #87
Es geht mir immer darum das Leute kein Geld aus dem Fenster werfen und von Anfang an ein richtiges Tool kaufen statt wie ich Odysseus Irrfahrten zu machen.
Ja, das hast du recht und es ist ja grundsätzlich auch richtig, von Anfang an schlaues zu kaufen... Dass man die Reise nicht mit Billigbillig beginnen soll, sollte man Anfängern immer versuchen klar zu machen! Nur beginnt das bei Kopfhöreren nicht erst bei 1500+. Ein HD650 und ähnliches in Kombination mit Sonarworks ist sicher kein herausgeschmissenes Geld für einen Anfänger, sondern ein sehr guter Einstieg mit unschlagbarem P/L-Verhältnis und ein verbreiteter Standard. Wem das nicht genügt bzw. sich sicher ist, dass das nicht nur ein spärlich betriebenes Hobby bleibt, kann später immer noch aufrüsten. Einem Beginner würde ich nicht ein U87 empfehlen. Genau das machst du hier, was sicher nicht grundfalsch ist, aber ich möchte einfach auch die etwas bescheidenere Seite aufzeigen.
 
  • #88
Ich bin mal gespannt, was @inception nach seinen Tests berichten wird. Der Sony war bei mir auch ein Kandidat, der mir sehr gefallen hat - ich mochte den 1990 dann aber doch lieber. War aber Kopf an Kopf. Allerdings mische ich auch fast nur Rock/Hard Rock oder 80s Disco Dance :cool:

Am Ende ist halt das wichtigste, dass du mit dem Klang und mit dem Geld, welches du investieren musst/kannst, klarkommst. Kauf dir das für dich Beste in deinem Budget.
 
  • #89
Ja, das hast du recht und es ist ja grundsätzlich auch richtig, von Anfang an schlaues zu kaufen... Dass man die Reise nicht mit Billigbillig beginnen soll, sollte man Anfängern immer versuchen klar zu machen! Nur beginnt das bei Kopfhöreren nicht erst bei 1500+. Ein HD650 und ähnliches in Kombination mit Sonarworks ist sicher kein herausgeschmissenes Geld für einen Anfänger, sondern ein sehr guter Einstieg mit unschlagbarem P/L-Verhältnis und ein verbreiteter Standard. Wem das nicht genügt bzw. sich sicher ist, dass das nicht nur ein spärlich betriebenes Hobby bleibt, kann später immer noch aufrüsten. Einem Beginner würde ich nicht ein U87 empfehlen. Genau das machst du hier, was sicher nicht grundfalsch ist, aber ich möchte einfach auch die etwas bescheidenere Seite aufzeigen.
Ich habe den Ananda Nano für 350€ erwähnt und @Schlumpfpeter die Truthhear.
Beides erschwinglich.

Und Projekt Akustik hatte ich auch verlinkt wo man testen kann und notfalls über PayPal Ratenzahlung bezahlen kann.
Wäre ja doof wenn ein KH 600€ statt 500€ kostet und dann wegen 100€ nicht gekauft wird.
PayPal Ratenzahlung kann man ohne weiteres ablösen.

Das sind doch gute Hinweise gewesen die auch für Hobby passen.

Man darf halt nicht vergessen das alle Kopfhörer gegen das Maß der Dinge Susvara antreten mussten.
Da hält auch kein LCD5 mit, aber richtig abstinken tun meine Empfehlungen auch nicht.

Man bekommt aber auch mit dem Ananda Nano kein Susvara, aber mehr Susvara als mit Beyerdynamik, Sennheiser*, AKG, Aiaiai, Neumann, Shure* oder Focal, soviel steht fest.
 
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  • #91
Wenn wir schon beim Mischen sind und auch wenn das nicht ganz zur ursprünglichen Frage passt:
Gibt's von euch Empfehlungen bezüglich strukturierter Tutorials, wie man beim Mischen/Produzieren an einen Song herangeht?

Also gar nicht so viel Detailwissen, sondern eher...räum mal Dein Projekt richtig auf, mach entsprechende Gruppenspuren, was geht bzw. was geht niemals in die Inserts/Sends, kauf Dir ne anständige Abhöre oder Kopfhörer, etc. ...und wenn Du das alles gemacht hast, aber nur dann....reden wir übers Mischen.

Ich überlege mit meinem neuen Song vielleicht in die Schraubfabrik nach Mannheim zu gehen, da die da auch mit Cubase arbeiten und mir dort ein oder zwei Tage anhand meines Songs, ein paar Skills bezüglich produzieren und mischen anzueignen.
Ist das eher ne blöde Idee?
 
  • #92
Wenn wir schon beim Mischen sind und auch wenn das nicht ganz zur ursprünglichen Frage passt:
Gibt's von euch Empfehlungen bezüglich strukturierter Tutorials, wie man beim Mischen/Produzieren an einen Song herangeht?

Also gar nicht so viel Detailwissen, sondern eher...räum mal Dein Projekt richtig auf, mach entsprechende Gruppenspuren, was geht bzw. was geht niemals in die Inserts/Sends, kauf Dir ne anständige Abhöre oder Kopfhörer, etc. ...und wenn Du das alles gemacht hast, aber nur dann....reden wir übers Mischen.

Ich überlege mit meinem neuen Song vielleicht in die Schraubfabrik nach Mannheim zu gehen, da die da auch mit Cubase arbeiten und mir dort ein oder zwei Tage anhand meines Songs, ein paar Skills bezüglich produzieren und mischen anzueignen.
Ist das eher ne blöde Idee?
Es ist immer gut jemanden über die Schulter schauen zu können.
Was auch wichtig ist:
Regelmäßig üben.

Was für Musik machst du eigentlich?
 
  • #93
Gut, die 1000-1500€ Kopfhörer sind planar und der Utopia eben nicht und hat somit seine Schwäche die auch ein übertriebener Preis nicht weg zaubern kann. Planare sind einfach bautechnisch besser.

Ich würde sogar sagen das der Hifiman Ananda Nano für 350€ besser klingt als der Utopia.

Wie gesagt, Referenz war Susvara und alle Kopfhörer wurden gegen Susvara hin und her gestestet.

Ich habe alles getestet was da war, auch HD800, HD650, DT1990, DT880 usw. habe diese nicht in meinem Test großartig erwähnt. Spielen einfach keine Rolle.

Ich habe halt ohne Budget getestet.
Sonst hätte ich ja nur 5 Kopfhörer derselben Preisklasse getestet, was mich nicht schlauer gemacht hätte.

Leider fehlt mir noch Dan Clark. Wäre ich noch auf der Suche dann hätte ich mir Dan Clark zum Test bestellt. Gerade der XO soll ziemlich gut sein und ist ebenfalls in der 1000-1500€ Preisklasse.

Aber unter 500€ sieht es nicht wirklich rosig aus.
Da wird es keine Over Ear Kopfhörer geben die mit den 1000er mithalten, da bin ich mir sicher.
Mir hingegen fehlt der Vergleich zu anderen planaren KHn. Aber gerade habe ich den G118 von LP und den V324 von Violectric zum Testen hier und vergleiche sie mit dem Headmaster von Funk und den Amps von ADT-AUDIO und darf sagen, daß die Dan Clark NoireX und der E 3 einfach hinreißend sind, auch mit nur Klinkensteckern am Kabel und beide geschlossen, wobei der E 3 ganz klar der "offenere" von beiden ist und am ehesten als eine Art LS-Ersatz fungieren könnte. Die Tage kommt endlich ein Kabel mit 4-Pin XLR, bei dem ich auf den Klangunterschied sehr gespannt bin.
Der E 3 braucht einen sehr ordentlichen Verstärker. Der G 118 ist sehr ordentlich im geforderten Sinne und macht alles richtig.
Aber, mit Verlaub, der V324 ist noch eine Spur umhüllender und zieht einen förmlich in die Musik rein. Vor allem werden bei allen nicht so ganz gelungene Mixe/Master eine Winzigkeit mehr verstörend abgebildet und gute Mischungen/Master glänzen und bringen einen sofort zum Tanzen/Abhotten (come vous voulets oder wie das sich schreibt). Und das sage ich, der seine Tanzbärzeiten sehr lange hinter sich gelassen hat, aber hier holen einen die Geister von einst ein. Die KH-Amps von ADT haben nur eine ganz minimal andere Mitten- und Tiefenabbildung, die ich nicht werten, nur bei manchen Songs benennen kann. Der G 118 ist allerdings für Sprache während der Aufnahme exzellent gut. Der V324 hat bei dieser Anwendung nicht ganz so cremige Mitten und präsente Bässe, ist da sozusagen etwas zurückhaltender und ist ein perfektes Beispiel für die berüchtigte Geschmacksfrage. Jetzt feht nur noch das symmetrische Kabel, um diesen Test abzurunden.
Wer sowas an Kopfhörern mal in Kombination mit krassen KH-Amps mal gehört hat, braucht schon ein irrsinniges Abstraktionsvermögen und wohlwollend-stoischen Pragmatismus, um wieder zufrieden auf dynamische KH und einen vielleicht beliebigen KH-Amp zurückzugehen.

Das nur ergänzend zu @SilentWarrior aus meiner Sicht des professionellen Sprachaufnehmers und amateurhaften Musikgenießers.
 
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  • #94
Es ist immer gut jemanden über die Schulter schauen zu können.
Was auch wichtig ist:
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Was für Musik machst du eigentlich?
Danke...also ich mach so...äh, ja was eigentlich genau? Ich würde es mal so in die Kategorie Indie-Pop, Elektro-Pop packen:
 
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  • #95
Wer sowas an Kopfhörern mal in Kombination mit krassen KH-Amps mal gehört hat, braucht schon ein irrsinniges Abstraktionsvermögen und wohlwollend-stoischen Pragmatismus, um wieder zufrieden auf dynamische KH und einen vielleicht beliebigen KH-Amp zurückzugehen.
Es gibt eigentlich kein Weg zurück.

Aber danke für die Beschreibung der Dan Clark.
Deckt sich mit dem was der YouTuber Currawong sagt.
Für ihn sind der Stealth und Expanse das Maß der Dinge nach Hifiman Susvara gefolgt vom E3.
XO hat er auch gut bewertet, ist aber offen.

Die Kopfhörer von heute sind schon Wahnsinn.
Da kann ich wirklich auf Monitore komplett verzichten.
 
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  • #96
@inception

Habe mir sow fall oder so ähnlich angehört über Anker Souncore 2 BT Speaker.

Da sind die Vocals sehr präsent und das Instrumental eher unter einer Decke.

Bin gespannt wenn du die Truthhear hast, wie du deinen Mix selbst empfindest.
 
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  • #97
@inception

Habe mir sow fall oder so ähnlich angehört über Anker Souncore 2 BT Speaker.

Da sind die Vocals sehr präsent und das Instrumental eher unter einer Decke.

Bin gespannt wenn du die Truthhear hast, wie du deinen Mix selbst empfindest.
Ich hab die damals für 20 Euro gekauft. Jetzt kosten die 25. Schnell kaufen, bevor sie 26 kosten!
 
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  • #98
  • #99
Ich dachte du verwendest die Zero Red oder wie die heißen.
Jo, hab die red, hab die kz prx (oder wie auch immer die heissen...) und am Ende hat der realitycheck dann doch die Gate einfach am besten dastehen lassen. Die haben NS10 Qualitäten und überzeichnen Probleme dadurch. Wenn es auf denen gut klingt, klingt es woanders grandios. Es ist aber nicht so, das Gutes auf den Gate schlecht klingen würde, man muss allerdings härter dafür arbeiten, bis etwas auf den gates gut klingt. die KZ sind minimal zu spitz und haben ein schmalbandiges Ringing irgendwo um die 10-12 khz und die red sind etwas gutmütiger als die gate. Man kann aber wirklich mit allen dreien sehr gut arbeiten. Mit dem Lewitt plugin dann sogar noch besser.
 
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  • #100
@inception

Habe mir sow fall oder so ähnlich angehört über Anker Souncore 2 BT Speaker.

Da sind die Vocals sehr präsent und das Instrumental eher unter einer Decke.

Bin gespannt wenn du die Truthhear hast, wie du deinen Mix selbst empfindest.
The soundlab hat den Song nochmal neu gemixt und der klingt um Längen besser...allerdings kann ich das Video bei YT nicht einfach austauschen...wenn ich es hochlade, ist alles neu...mach ich dann wenn ich meinen eigenen Bereich dort eingerichtet habe.
 

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