Mein Fazit ist, daß die echte symmetrische Schaltung u.a. den großen Vorteil hat, daß Mensch und Maschine entspannter arbeiten, heißt, daß der KHVertärker deutlich mehr Leistungsreserven hat, weil er quasi nicht auf zwei Zylindern sondern auf vier Zylindern läuft und viel Hubraum hat, dabei aber nicht träger ist, sondern die entsprechende Lebendigkeit beibehält, ohne zickig zu werden. Wenn man von einer Abbildbarkeit der Plastizität von Klang sprechen möchte, dann möchte ich das vergleichen mit der exzellenten Fotographie einer Skulptur vor scharzem Hintergrund, siehe Großformatdias aus dem Bildarchiv Photo Marburg oder Ende Mai eine Arte-Doku über einen Kunsthändler, der sich auf perfide Weise mit einem Oligarchen angelegt hat... Dort kann man in manchen Szenen sehen, wie Gemälde in großen, tiefen und dunklen Räumen präsentiert werden, perfekt ausgeleuchtet sind und den Betrachter in sich hineinziehen.
Wegen der großen Leistungsreserven der echten symmetrischen Schaltung - dazu muss ich sagen, da ich nur die von Fried Reim/Lake People/(...) kenne - habe ich den Eindruck, daß mein Kopfhörer entspannter arbeitet. Das wiederum führt bei mir dazu, daß ich prinzipiell leiser abhören kann und daburch auf lange Sicht auch weniger schnell ermüde und die Konzentration dauerhaft hoch bleibt. Das ist bei täglichen langen Hörbuchsessions und bei meinem Arbeitspensum ziemlich erheblich. (Wie auch ein Tablet ohne eigene Beleuchtung für die Augen besser ist, aber das führt jetzt hier definitiv zu weit). Doch auch etwas lauteres Hören ermüdet/belastet die Ohren weniger, vieles klingt weniger anstrengend.
Jedenfalls kommen alle Beteiligten deutlich weniger schnell an ihre Leistungsgrenzen. Und Musik macht einfach mehr Spaß, wenn sie gut ist und gut gemischt und gemastert wurde und man das so glasklar hören und entdecken kann. Sprachaufnahmen dito.