KI-Grundsatzdiskussion

  • Ersteller Ersteller muffy
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  • #3.262
wenn Musiker verschleiern, das KI mitgemacht hat, oder es insgesamt aus KI gemacht wurde, und das mittels ner Software gelingt die man sich irgendwann mal auf den Rechner zieht, isses egal was Suno macht, weils dann kein Suno braucht dazu, Wasserzeichen hin oder her, das lässt sich sicher auch noch knacken

ist nur ne Frage der Zeit
es gibt, anders als von vielen angenommen, nahezu unkaputtbare methoden, wasserzeichen in einen audiostream zu packen. so unkaputtbar, dass alle üblichen methoden nicht funktionieren. kein pitching, kein channel reverse, tempo change, hoch und tieffpässe, nichtmal das vergraben tief in einem mix.

käme man an die source und würde es reverse engineeren, wäre man vielleicht noch in der theorie in der lage, das ganze (wohlgemerkt, nur jeweils einzeln file für file jedes mal anders) irgendwie nachzubauen und phasengedreht rauszulöschen. es würde aber einen level von intellekt und musikproduktionstechnischer expertise benötigen, bei der man dann echt getrost in derselben zeit, die man fürs reverse engineering eines einzigen wasserzeichens benötigte, auch gleich einfach ein ganzes album von hand produzieren könnte. hab selber schwer gestaunt, als mir das mal gezeigt wurde, war bis dahin auch immer davon ausgegangen, dass wasserzeichen innerhalb eines audiostreams doch irgendwie immer leicht erkennbar und entfernbar sein müssten, aber ist nicht so.

also, die mittel und wege gibt es da schon. eine ganz andere frage ist aber natürlich, ob diese sorte wasserzeichen dann auch eingesetzt würden. wohlgemerkt, die sind nicht teurer in der verwendung als andere, weil genau wie alle anderen algorithmisch generiert. trotzdem: das würde sicherlich nur auf druck des gesetzgebers passieren.
 
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  • #3.263
das problem wird vermutlich sein, dass du es irgendwann nicht mehr merkst, dass es ki-kram ist.
daran zweifle ich auch nicht. ändert aber nichts daran, dass "man muss dem konsumenten etwas, was er eigentlich ausdrücklich gar nicht hören will, irgendwie unterjubeln" ein schon echt bemerkenswert erbärmliches geschäftsmodell ist :-)

und spätestens im real life snifftest fliegts dann eben doch früher oder später auf. auch video KI generatoren sind sicherlich bald gut genug, nicht nur ältere generationen reinzulegen. aber zum popstar gehört dann halt doch noch etwas mehr als hinreichend realistische insta-clips. erscheint niemals nie nirgendwo zum interview? tritt niemals live auf? ich glaube da gibt es vorerst schon noch genügend hürden.

diese battle wird aber glaube ich gar nicht so sehr geschlagen werden. die eigentliche battle ist ja nicht reguläre musiker vs KI musiker auf der jagd nach maximalem realismus, sondern reguläre musiker vs leute, die mit massenuploads viel geld verdienen wollen mit minimalem aufwand.

und die kriegen jetzt verdient mit den kennzeichnungspflichten (und absehbar filterfunktionen) erstmal einen wohlverdienten dämpfer.
 
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  • #3.264
Das geht wohl jetzt schon und sicher ist eh nichts.
Ausserdem muss man sagen, dass es den "Grossen" wie YT eh noch am Allerwertesten vorbeigeht bzgl. der Kennzeichnung von KI. Solange der Rubel rollt, werden die dort auch nichts ändern und strikter dagegen vorgehen.
nicht dass es bisher irgendwas bedeuten würde, aber ich kann aus sicherer quelle zumindest sagen: so gaaaar keine angst vor der dead internet theory hat auch youtube nicht. die wissen schon, dass das gefährlich werden kann.

sie müssen halt genug angst bekommen, dass es das leidige quartalsdenken übertrifft. das ist der teil, wo man vorerst noch getrost schwarz sehen darf ;-)
 
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  • #3.265

Fehlt jetzt in der Klagelandschaft noch wer? Ach ja, die User, die am besten alle verklagen, weil keiner mehr Musik macht
:)
 
  • #3.266
Ich bin immer noch jeden Tag aufs Neue von dem begeistert, was man schon jetzt alles mit KI anstellen kann, bzw. wie sehr diese bereits im Alltag helfen kann. Behördenbriefe verfassen, Dinge verwalten und analysieren, Steuererklärungen ausfüllen, Mails beantworten, oder mal eben in kurzer Zeit ein komplexes, maßgeschneidertes Programm entwickeln, oder auch nur mal Ratschläge holen, egal was, es ist beeindruckend. Ich könnte mich sogar als Laie z.B. an der Krebsforschung beteiligen und Lösungen für komplexeste Probleme finden, KI macht so was realistisch möglich. Und die Möglichkeiten wachsen fast täglich immer weiter.
Ich denke man sollte KI nicht als Feind betrachten, sondern als Werkzeug und völlig offen dafür sein.
 
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  • #3.267
Wenn die Menschen das nur nicht für kreative Prozesse nutzen würden...Hat was von Selbstaufgabe.
 
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  • #3.268
Ich könnte mich sogar als Laie z.B. an der Krebsforschung beteiligen und Lösungen für komplexeste Probleme finden
Ran an den Speck! Ich hätte gerne so ein Hoverboard wie in zurück in die Zukunft. Das wäre wirklich töfte!
 
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  • #3.270
Wenn die Menschen das nur nicht für kreative Prozesse nutzen würden...Hat was von Selbstaufgabe.
Stimmt, KI sollte Menschen eher in ihrer eigenen Kreativität unterstützen und nicht anstatt des Menschen kreativ sein.
Ich glaub vieles wie SUNO ist momentan nur eine Phase, eine Spielerei, die ganz von allein wieder abflauten wird.
Kann eine zeitlang Spaß machen, einem irgendein positive Gefühl vermitteln, aber nicht auf Dauer.
 
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  • #3.271
Ran an den Speck! Ich hätte gerne so ein Hoverboard wie in zurück in die Zukunft. Das wäre wirklich töfte!
Wenn du solche Ideen hast, ob jetzt ernst gemeint, oder nicht, warum verfolgst du diese nicht tatsächlich?
Du hast die Idee, die Vorstellung davon und die KI liefert dir dafür die notwendigen Berechnungen, sagt dir was realistisch machbar ist usw. und am Ende kann etwas ganz Großartiges daraus entstehen. Hast du ja teilweise bereits im kleineren Rahmen mit deinen sehenswerten KI generierten Videos usw. bewiesen. KI unterstützt dich in deiner Kreativität und du darfst ruhig viel größer denken, auch abstrakt und die Grenzen ausloten.
 
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  • #3.272
Ich hab überlegt, dass ich jetzt Arzt bin 🤔
 
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  • #3.273
Ich bin immer noch jeden Tag aufs Neue von dem begeistert, was man schon jetzt alles mit KI anstellen kann, bzw. wie sehr diese bereits im Alltag helfen kann. Behördenbriefe verfassen, Dinge verwalten und analysieren, Steuererklärungen ausfüllen, Mails beantworten, oder mal eben in kurzer Zeit ein komplexes, maßgeschneidertes Programm entwickeln, oder auch nur mal Ratschläge holen, egal was, es ist beeindruckend. Ich könnte mich sogar als Laie z.B. an der Krebsforschung beteiligen und Lösungen für komplexeste Probleme finden, KI macht so was realistisch möglich. Und die Möglichkeiten wachsen fast täglich immer weiter.
Ich denke man sollte KI nicht als Feind betrachten, sondern als Werkzeug und völlig offen dafür sein.
Als Geheimwaffe mit Selbstzerstörungspotential
 
  • #3.275
Ich bin immer noch jeden Tag aufs Neue von dem begeistert, was man schon jetzt alles mit KI anstellen kann, bzw. wie sehr diese bereits im Alltag helfen kann. Behördenbriefe verfassen, Dinge verwalten und analysieren, Steuererklärungen ausfüllen, Mails beantworten, oder mal eben in kurzer Zeit ein komplexes, maßgeschneidertes Programm entwickeln, oder auch nur mal Ratschläge holen, egal was, es ist beeindruckend. Ich könnte mich sogar als Laie z.B. an der Krebsforschung beteiligen und Lösungen für komplexeste Probleme finden, KI macht so was realistisch möglich. Und die Möglichkeiten wachsen fast täglich immer weiter.
Ich denke man sollte KI nicht als Feind betrachten, sondern als Werkzeug und völlig offen dafür sein.
Bei mir auf der Arbeit hab ich auch noch einen sehr hilfreichen Zweck für die KI gefunden. Und zwar arbeiten wir mit einem E-Commerce-ERP-System, das aber alle Funktionen hat und komplett überladen ist. Darin zu arbeiten ist kompletter Müll und anstrengend.

Jetzt habe ich für bestimmte Tasks von der KI einen Prototyp für Benutzeroberfläche für unsere Workflows mit der KI entworfen und wir haben das an die API angebunden. Das hat keinen Tag gedauert. Wobei die meiste Arbeit darin bestand mir zu überlegen, wie unsere Abläufe sind und ich das am sinnvollsten gestalten kann.

Individuelle Benutzeroberflächen sind die Zukunft für interne Zwecke. Und es werden nur noch performante und rechtlich konforme Schnittstellen mit der Expertise von echten Programmieren gebraucht.

Das würde ich niemals einer KI anvertrauen. Aber es gibt schon dumme Leute, die ohne Erfahrung einfach ein ERP System mit KI bauen und damit arbeiten. Mag zwar im ersten Moment funktionieren, aber irgendwann zerbröselt dieses komplette Gerüst und niemand blickt mehr durch, weil der Code nie verstanden wurde. Und das Finanzamt und der Datenschutz reiben sich auch schon die Hände.
 
  • #3.276
ich zahle ca 10.000 € im Jahr für den Steuerberater, warum gibt es keine KI die den ersetzt?

Antwort: die ganze Bürokratie lebt recht einträglich von dem, was sie selber vorschreibt, es werden derer immer mehr, und so lange die existieren wird KI vor allem jene ersetzen, die darauf angewiesen sind in Ruhe gelassen zu werden
 
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  • #3.277
Man kann sich als Laie ja freuen, dass man komplexe Aufgaben mit KI machen kann. Die KI hingegen freut sich nicht darüber, dass sie eine komplexe Aufgabe vom Laien bekommen hat, die sie lösen darf. Sie braucht den Laien eigentlich nicht. Die KI braucht keine Laien - vor allem nicht im Agentenmodus :D . Man muss nur aufpassen, dass sie nicht auf dem selbst gewählten Lösungsweg das Sicherheitssystem von Fort Knox hackt. Das würde der Laie nicht merken - wozu auch? Sie kann und muss ja keine Verantwortung für das, was sie tut, übernehmen ... und der Laie wusste es nicht. Schützt den Laien in dem Fall Unwissenheit vor Strafe?
 
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  • #3.278
Ich will mal erläutern wie ich die KI zum erstellen meiner Software nutze.

Am Anfang steht meine Idee und über diese plaudere ich mit der KI.
Danach folgt ein umfangreicher Check, was es bereits auf dem Markt gibt usw. und bei positiver Freigabe folgen dann die Details. Was genau brauchen wir für Module, wie müssen diese funktionieren, was passiert wenn dies und das und jenes ist. Dabei fliessen weitere Ideen ein und es entsteht das Konzept. Da ich seit Atari Zeiten musikalisch aktiv bin, bringe ich natürlich einiges an Erfahrungen mit.

Dann bekommt die KI den Auftrag in meinen "Organisationsordner" mitsamt Arbeitsanweisung und Wissensdatenbank usw. zu schauen und mit "verstanden" zu agieren.
Nun wird alles in github angelegt, was man zum programmieren von z.B. VST3`s braucht, also die eigentlich Umgebung mitsamt Steinberg* SDK usw. und das Gleiche befindet sich nochmal offline auf meinem Rechner.
Dann kann es losgehen, wir brauchen einen primitiven Prototypen, für welchen die KI den Code schreibt und sich dabei exakt an Standards, bzw. Vorgaben hält. Github prüft dann diesen Code auf Funktionstüchtigkeit und es folgt ein "Failure" oder eben "Pass".
Ist dieser Prototyp fertig, teste ich ihn das erste Mal in der DAW und stelle fest was funktioniert und was noch nicht.

Dann erfolgt die Überarbeitung durch die KI, insgesamt kann man so locker auf 200 Versionen kommen, wovon ich einen ganzen Teil immer wieder erneut in der DAW teste.
Um den Code zusätzlich abzusichern, haben wir einen speziellen Tester (Offline Programm) entwickelt, der immer wieder zum Einsatz kommt. Wenn der Großteil des Codes steht, bekommt das Plugin eine erste VSTGUI, alles noch simpel, nur auf Bedienung ausgelegt.
Erst wenn das VST3 nach meinen Vorstellungen funktioniert, es keinerlei Fehler mehr gibt, kommt noch das eigentliche GUI.
Auch da haben wir mittlerweile eine Art "Baukasten" entwickelt, womit die KI, oder ich selbst Knöpfe, Schalter, Regler, LEDs usw. erstellen können.

Ist das Plugin fertig, bekommen es meine Beta-Tester, ich selbst teste es nochmal in der DAW, die KI geht nochmal akribisch genau über den Code usw. und auch der VST3-Tester kommt nochmals zum Einsatz. Passt alles, kommt meine Freigabe und es werden die Produktbilder, Handbücher, Readme, Installanleitungen, Lizens usw. erstellt und geschrieben und alles in einer fertigen zip verpackt.
Dann gehts (neuerdings) an die Demo-Versionen und ebenso an die Mac-Versionen.

Der Code ist also zigfach abgesichert und entscheidend ist, dass das Plugin funktioniert, das macht was es soll, sämtliche Belastungstests besteht usw., also auch nicht anders als ein Plugin von Fabfilter, Waves, Sonible usw.

Ja, so etwas funktioniert eben tatsächlich. Und nach einer 1.0.0 kann auch eine 1.0.1 kommen, wenn sich eben doch noch im Laufe der Zeit Optimierungsbedarf zeigt, so wie bei jedem Plugin auf dem Markt. Das Gute ist, eine KI hat keine eigenen Interessen, sie kann sich selbst überprüfen, ohne dir etwas vorzugaukeln.
 
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  • #3.279
KI ist wie ein Exoskelet, es hilft dem Kadaver ein wenig Zeit rauzuschlagen bis zum endgültigen Untergang
 
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