KI-Grundsatzdiskussion

  • Ersteller Ersteller muffy
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  • #3.221
Viele Suno User finden das total ungerecht und wollen den Laden verlassen.
Die armen Suno User können jetzt nicht mehr 500 Songs im Monat auf die Welt loslassen? Was für ein Skandal!
 
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  • #3.222
Viele Suno User finden das total ungerecht und wollen den Laden verlassen.
Recht hamse! Wenn ich mit Suno 50 absolut einmalige und hochkreative Songs pro Stunde mache, hab ich ja wohl auch das Recht meine Songs herunterzuladen. :altweise: Unverschämtheit.
 
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  • #3.223
Ja find ich auch. Macht voll Spaß.
Geld verdienen will ich damit natürlich nicht.
Youtube checkt vorm Upload, ob das mit dem Urheberrecht klar geht. Gibt viele Bands und Rechteinhaber, die das nicht erlauben. Meistens Amis.
Nine Inch Nails und Depeche Mode stellen/stellten z.B. Samples zum Remixen zur Verfügung. Macht aber nichts, dass du davon keinen Plan hast. Ich hab vom Gitarre spielen keinen.
 
  • #3.224
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  • #3.225
Die armen Suno User können jetzt nicht mehr 500 Songs im Monat auf die Welt loslassen? Was für ein Skandal!
Gerüchten zufolge hat das wohl mit dem Deal mit BMG zu tun. "Angeblich" sollen die Algos dann auch nur noch mit Songs gefüttert werden, wo die Artists ihre Erlaubnis gegeben haben. Auf der anderen Seite ist natürlich BMG auch nicht unbedingt dafür bekannt so sozial zu den Künstlern zu sein. Es wird etwas mit Gewinnmaximierung zu tun haben.
Und letztendlich wird es wahrscheinlich so sein, dass alle User die jetzt sagen, sie würden Suno verlassen, dann doch das teuerste Abo nehmen. :)
 
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  • #3.226
Zitat (unbekannt):
„KI ist eine Technologie von und für Idioten“
 
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  • #3.227
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  • #3.228
Da lässt sich auch bestimmt ein mechanischer Automat 3D-drucken, welcher durch die Schwerkraft und Vergrößerung/Verengung von 3 Schächten automatisch mehrere Mischverhältnisse aus der Entfernung zusammenmixt. Und dann experimentiert man einfach so lange bis das Mischverhältnis stimmt :-). Und das ganz ohne Verlust von Körperteilen.
Anhang anzeigen 168032
So was, nur dass die Mixknöpfe automatisiert sind :-P ...

View: https://www.youtube.com/watch?v=_R9RV0dO-nA
 
  • #3.229
Ja aber zu welchem Preis? Kann man als Programmierer bald noch leben? Ein großer Teil eben nicht.
Das ist der Lauf der Dinge, den man in Kauf nehmen muss, wenn neue Technologien herauskommen. Autos haben Pferde ersetzt, Streaming (bald) das lineare Fernsehen, "Roboter" den Fließbandarbeiter usw. usf. Dir fallen bestimmt auch paar Beispiele ein, wo das noch so war.

Ohne Grundlagen wird das auch hier nix. Storytelling, Dramaturgie und ein Gefühl für Kamerawinkel sollten vorhanden sein und das ist nix, was man einfach mal so hat.
Machen wir uns nichts vor, viele menschengemachte Filme haben das auch nicht. Bei Musik ist es noch viel schlimmer, weil sie einfacher/günstiger zu produzieren ist.

So wie du es beim Programmieren beschrieben hast. 99% der Leute, die KI benutzen haben keine Ahnung, was sie da machen und können es auch nicht beurteilen und setzen ihre Ideen ohne Punkt und Komma in die Welt. Das ist genau das, was wir als AI-Slop bezeichnen.
Darum werden weiterhin Programmierer gebraucht, aber eben nicht mehr so viele, weil die Fleißarbeit wegfällt.

AI-Slop ist natürlich ein Problem, aber er führt jetzt schon dazu, dass man Manches meidet. Als Musik- und Videoequipment bezahlbar wurden, hatten wir auch jede menge menschlichen Slop, der die Medien flutete. Das mit AI ist nur die logische Konsequenz.

Und wir sollten nicht vergessen, dass nicht die AI den Datenmüll erzeugt, sondern die Menschen mittels AI, was damit zusammenhängt, dass jeder mit jedem Mist Geld machen möchte.

Das Problem ist also gesellschaftlicher und nicht technischer Natur.
 
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  • #3.230
Das Problem ist also gesellschaftlicher und nicht technischer Natur.
Absolut. Deswegen bekommen wir ja auch ein gesellschaftliches Problem. Und der Großteil der Gesellschaft versteht nicht, wie groß diese Probleme werden.
 
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  • #3.231
Ich bin für eine allumfassende Kennzeichnungspflicht.
1. Komplett mit KI erstellt [ ]
2. Teilweise mit KI erstellt:
a) Vocals [ ]
b) Beats [ ]
c) Lyrics [ ]
d) ... [ ]
3. Komplett ohne KI [ ]

Und zwar überall. Spotify, Soundcloud, Bandcamp usw.
Der Aufwand ist ein Witz.
Dann wird sich einerseits zeigen, wie beliebt KI-Musik ist und man wird nicht mehr verarscht.
Beim Ankreuzen kann man natürlich schummeln. Das kann man beim Autofahren ohne Lappen aber auch. Die Leute begehen halt wissentlich eine "Straftat" und haben wenigstens ein schlechtes Gewissen (sofern nicht nur Ödland in der Birne ist. (..damit ist diese Idee eigentlich Mist. Mist.))
 
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  • #3.232
er sieht einfach ein stressfreieres Arbeiten und muss sich nicht erst durch 1000 fummeiige Menüs klicken.
Typische Sichtweise von Leuten, denen selbst das Schneiden der Fingernägel schon zu viel ist.
 
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  • #3.233
Absolut. Deswegen bekommen wir ja auch ein gesellschaftliches Problem. Und der Großteil der Gesellschaft versteht nicht, wie groß diese Probleme werden.
Das hat die heutige Gesellschaft so an sich. Die KI ist dabei das kleinste Übel.
 
  • #3.234
Mich stört an der Diskussion vor allem diese Doppelmoral (allg. nicht auf dieses Forum bezogen). Ich glaube nicht einmal, dass die Leute das unbedingt bewusst machen. Wenn jemand ein Sprachmodell fragt, welche Akkorde zu seiner Songidee passen, sehe ich darin zunächst keinen großen Unterschied dazu, wenn man dieselbe Frage in einem Musikforum stellt. Beides sind schließlich Hilfestellungen von außen.

Die entscheidende Frage ist für mich vielmehr, wo man die Grenze zieht. Wenn die KI nur Wissen vermittelt oder bei einem konkreten Problem hilft, ist sie für mich nicht grundsätzlich etwas anderes als ein menschlicher Helfer. Wenn sie aber anfängt, die eigentliche kreative Arbeit zu übernehmen – etwa Melodien, Texte, Harmonien oder ganze Songteile zu generieren –, sieht die Sache für mich anders aus.

Und genau deshalb finde ich es etwas widersprüchlich, KI in der Musik grundsätzlich abzulehnen, gleichzeitig aber ein Sprachmodell für konkrete musikalische Entscheidungen zu nutzen. Wenn man konsequent sein möchte, müsste man zumindest darüber diskutieren, ab welchem Punkt ein Werk als teilweise KI-generiert gilt.
 
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  • #3.235
Ich kam mal auf diesen Gedanken:

Es ist leichter sich die Musik, die einem gefällt, zu prompten, als sie im Überangebot menschlicher und KI-gemachter Musik zu finden.
 
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  • #3.236
Es ist immer das Wort " Wie" geht ich damit um.
Ich habe ein Lösungsbuch für Mathe, mache meine Übungen und prüfe nur das Ergebnis, ob es in Ordnung ist.
oder lese die Aufgabe und schaue mir den Lösungsweg an ohne zu überlegen.

Ich kann aber KI auch anders einsetzen, ich mache die Grundarbeit selber und probiere selber.
wenn ich merke, ich komme nicht weiter, kann oder lasse ich mir eine Idee geben von der KI.
Oder ich prompte mein Wunsch / Idee und lasse den Track komplett erstellen.

Es gibt aber noch den Fall, ich habe ein Instrumental nur der Gesang fehlt,
wenn ich jetzt KI einsetze, habe ich die Hauptarbeit selber gemacht, aber KI wurde von Gesang ergänzt

Also es kommt auf das WIE an, was ich aus dem Produkt KI mache bzw. einsetze.
 
  • #3.237
Man muss sich einfach daran gewöhnen, dass KI an sich kein Makel sein muss.
Die werden wir eh nie mehr los.
Ein Makel ist Transparenzlosigkeit in Songbeschreibungen.
 
  • #3.238
Mich stört an der Diskussion vor allem diese Doppelmoral (allg. nicht auf dieses Forum bezogen). Ich glaube nicht einmal, dass die Leute das unbedingt bewusst machen. Wenn jemand ein Sprachmodell fragt, welche Akkorde zu seiner Songidee passen, sehe ich darin zunächst keinen großen Unterschied dazu, wenn man dieselbe Frage in einem Musikforum stellt. Beides sind schließlich Hilfestellungen von außen.

Die entscheidende Frage ist für mich vielmehr, wo man die Grenze zieht. Wenn die KI nur Wissen vermittelt oder bei einem konkreten Problem hilft, ist sie für mich nicht grundsätzlich etwas anderes als ein menschlicher Helfer. Wenn sie aber anfängt, die eigentliche kreative Arbeit zu übernehmen – etwa Melodien, Texte, Harmonien oder ganze Songteile zu generieren –, sieht die Sache für mich anders aus.

Und genau deshalb finde ich es etwas widersprüchlich, KI in der Musik grundsätzlich abzulehnen, gleichzeitig aber ein Sprachmodell für konkrete musikalische Entscheidungen zu nutzen. Wenn man konsequent sein möchte, müsste man zumindest darüber diskutieren, ab welchem Punkt ein Werk als teilweise KI-generiert gilt.
Ich sehe da schon ein Unterschied. Und zwar ob ich „die Ki“ Frage, oder ein Mensch. Für mich war/ist Musik immer etwas gewesen was mich auf so vielen und unterschiedlichsten Ebenen mit anderen Menschen in Kontakt gebracht hat und das fällt bei ersterem weg.
 
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  • #3.239
Hatte kürzlich einen Termin bei einem echt coolen und kundigen Notar/Anwalt, der mir etwas vorgejammert hat davon, daß er ja so wenig Zeit hätte und sich jetzt die Zeit nähme, weil Freund der Familie etc., was ich damit beantwortet habe, daß es nur um die Beglaubigung einer Unterschrift ginge und ich innerhalb von zwei Minuten wieder raus sein könnte. Naja, er so, das sei jetzt schon okay, die Zeit säße ihm halt sehr im Nacken und er sei ja froh, daß sie in der Kanzlei schon breit angelegt KI einsetzten, weil es nicht mehr anders ginge. Meine Frage nach einem Beispiel wurde so beantwortet: er hatte die Woche zuvor erst einen Termin mit einem Gründer, der sich mit KI "schlau" gemacht hat, was bei einer GmbH-Gründung alles wichtig und worauf zu achten sei. Mit einem KI-generierten dreißigseitigen Fragenkatalog kam er auf den Notar/Anwalt zu, der hat jede dieser Fragen beantwortet mit dem Ergebnis, daß anderthalb Fragen aus dem Fragenkatalog relevant waren, der Rest war KI-Grütze. Den Zeitaufwand hat sein Mandant bezahlt. Er, der Anwalt/Notar sah dem Mandanten an, er sei sich etwas veräppelt vorgekommen, weil das eine nicht weiterführende, absolut nicht hilfreiche Sache gewesen sei. Zahlen musste der Mandant natürlich trotzdem. Als nächstes Beispiel führte er an, daß in manchen Prozessakten oder Stellungnahmen viele hunderte bis tausende Seiten zu lesen seien und man das gar nicht mehr ohne KI bewältigt bekäme, weil einem keiner den Echtzeitaufwand bezahlt. Das verstünde ich, aber wie man das denn in Zeiten VOR KI gemacht hätte, wollte ich wissen. Ich darf anmerken, daß dieser Anwalt/Notar sehr erfahren und schon lange im Business ist. Seine Antwort: Vor KI gab's diesen irrsinnigen Aufwand in dieser enormen Dichte gar nicht. Da habe man sich mit weniger Falschem und mit erheblich weniger Halbwissen herumärgern müssen. Na, wie ich denn KI im Alltag oder beruflich nutzen würde, wollte er wissen. Ich: gar nicht. Mein Nachsatz: Meine Antwort: Dann ist die KI ja ein echter Gewinn. Ja, meinte er, nur nicht für die Arbeit und nicht für die Menschen, mit denen er zu tun hätte.
#merksteselberne #kiistdreck
 
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