Der große Sprecherraum-Mikrofonvergleich

  • #1.641
Ich gehe davon aus, dass es bei dieser Konstruktion keinerlei Körperschallprobleme geben wird, da sich tieffrequente Anteile nicht über die Ketten fortpflanzen können. Ich habe einen Schwinggummi Z 26, den könnte man oben noch dazwischensetzen, falls wider Erwarten nötig.

Was die Hänghöhe angeht: vermutlich muss man da gar nicht so sehr variieren, wenn wir grundsätzlich über Aufnahme im Sitzen reden und der Tisch nur mal ein paar Zentimeter in der Höhe verändert wird. Aber ja, ansonsten eben die Kette etwas länger lassen und zwei Häkchen nutzen, um die Glieder da reinzuhängen, wenn kleine Höhenveränderungen mal nötig sind.

Vielleicht ist das ja auch nur eine riesengroße Schnapsidee, aber irgendwie gefällt sie mir...

Matthias
 
  • Gute Antwort
Reaktionen: adt-paulchen

  • #1.642
Meinst Du, ernsthaft ein U 47 macht Dich glücklich?
 
  • #1.643
Keine Ahnung! :-)

Vielleicht auch ein CMV 563 mit M7s.

Oder es wird am Ende doch ein U 67, nach welchem ich mich hier vor sechs Jahren als damaliger Foren-Neuling erkundigt habe...

Im Prinzip wäre ein MT 71s vollkommen ausreichend.

Matthias
 
  • Haha
  • Danke
Reaktionen: adt-paulchen und Astronautenkost
  • #1.644
Oder das UM 70 mit Übertrager!
 
  • Danke
Reaktionen: adt-paulchen
  • #1.645
Ja, ich schließe mich @Astronautenkost an für ein ungefragtes Votum für das UM 70. Ein CMV 563 M7(s) kann ich mir allerdings auch gut vorstellen! Das bräuchte aber auf jeden Fall ein 800g Gegengewicht am Stativ. 🤓
 
  • #1.646
Es sind zwei Gegengewichte am Stativarm. Und an sich wäre ein zweites UM 70 mit MV 692 total super. Solo-Aufnahmen muss ich ohnehin mit Izotope* entrauschen.

Mal schauen. Ich kümmere mich jetzt erst mal um den Verkauf diverser Mikrofone. Am Ende reicht es ja, wenn ein einziges Mikrofon im Sprecherraum ist, welches hervorragend klingt, sich aber vernünftig (und ohne Körperschallprobleme) befestigen lässt, ohne dass man Augenkrebs bekommt.

Matthias
 
  • #1.647
Neben dem UM70 mit MV692 gäbe es ja auch noch das UM70s aus den 90er Jahren, wo beides samt Übertrager fest in einem Gehäuse vereinigt ist. Leider ist derzeit keins irgendwo gebraucht erhältlich. Es gibt sogar eine reine Niere mit Übertrager, hieß dann M71s und ist derzeit ebenfalls nirgendwo gebraucht zu bekommen.

Ich weiß einfach nicht, ob man sich trauen soll, einen CMV 563 mit M7s zu kaufen. Wenn da Neumann draufsteht, muss das Ding ja von vor 1972 sein. Auf der anderen Seite sagt Stenzel, dass man das alles problemlos reparieren kann...

Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #1.648
Mein CMV ist aus irgendwann in den fünfziger und die Kapsel aus den sechziger Jahren. Letztere wurde von Herrn Thiersch geserviced . Andreas hat den Verstärker und das Netzteil überholt und seitdem läuft das Ding ohne Mucken, mal ne neue Röhre aber das ist ja okay. Aber ich habe die Einzelteile auch günstig gekauft und dann eben ne Kleinigkeit investiert. Dafür klingt es nach Abenteuer pur und macht immer Freude und Spaß inne Backen.
 
  • #1.649
Mache Matthias doch nicht wuschig. Mangelnde Mikrofone sind nicht sein Problem. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Haha
Reaktionen: adt-paulchen
  • #1.650
Es reicht, wenn am Ende eins für den Sprecherraum übrig bleibt. Vermutlich wird es das M 92.1s sein. Außer wenn mir irgendwas Historisches zuläuft, was mich so vom Hocker haut wie das UM 70. Also falls jemand ein UM70s oder ein M71s loswerden möchte, bitte Meldung. Das M71s vorzugsweise in schwarz.

Matthias
 
  • #1.651
Heute hatte ich die spontane Idee, mein Sprüchlein mal in ein Voxorama C12, ein Voxorama U47 und ein Neumann U 67 RI zu hauchen, die bei meinem Mikrofondealer nebeneinander stehen. Kein akustisch ausgebauter Raum, aber für einen ungefähren Eindruck reicht es. Wie ich vermutet habe: der C12-Nachbau klingt etwas seidiger, erinnert mich an mein M 990. U 47 und U 67 sind recht nahe bei einander, wobei mir das U 47 dann sogar etwas besser gefällt.

Alles vollkommen unbearbeitet und mit meinem kleinen MixPre 6 II aufgenommen.

Matthias
 

Anhänge

  • #1.652
Kein optimaler Raum für solch hochwertige Mikrofone. So sagt mir die C-12-Replika am ehesten zu. Ja, das M 990 ist nahe dran.
 
  • #1.653
Wobei ich dann das M 990 vorziehe, wenn ich generell diesen klanglichen Charakter (also mehr "seidig" als "kernig") haben möchte. Wenn ich mehr "kernig" haben will, müsste ich den U47-Nachbau nehmen, bin aber mit einem transistorisierten M7-Mikrofon mit Ausgangsübertrager aus den 90er Jahren genau so gut und deutlich kostengünstiger bedient.

Ich sehe weiterhin keinen echten Punkt für das U 67. Also wenn man sowas unbedingt haben will, kann man das ja machen, aber objektiv nötig ist es nicht.

Matthias
 
  • #1.654
Gerade höre ich in Aufnahmen und live in meine Mikrophone rein bzw. nur in eine kleine Auswahl: U67, UM70 und MK4v, KM84, MKH50 und CMV563M7s. Dabei höre ich über verschiedene KHV, wie gut die einzelnen Mikrophone sind. Das U67 ist für mich einfach allumfassend in Sachen klanglicher Balance, Ausdrucksstärke und nervlicher Langlebigkeit. Die anderen beiden sind auch super. Und hätte ich das U67 nie gehört, würde mir nix fehlen.
Auf alle anderen Mikrophone könnte ich wahrscheinlich schlicht verzichten. Ich lasse sie jetzt noch ein halbes oder ein ganzes Jahr liegen. Und wenn ich sie in diesem Zeitraum nicht verwendet haben sollte, werde ich sie verkaufen. Dann sind sie bloß da ohne Verwendung:
AKG C414 BULS, Neumann TLM 103, MTG M990.

Worauf ich hinaus will: es lohnt sich, die eigene Aufnahmekette immer wieder einer anderen Abhörkette im kritischen Test auszusetzen, um zu sehen, ob sie weiterhin Bestand hat oder ob es Möglichkeiten der Verbesserung und Veränderung gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #1.655
Das TLM 103 ist absolut verzichtbar, zum Glück wissen das die wenigsten, so dass man es sicher leicht verkauft bekommt.

Eigentlich müssten C414 B-ULS und M 990 klanglich recht ähnlich sein, oder? Ich habe mich nie mit AKG-Mikrofonen beschäftigt.

Aber neulich der C12-Nachbau ging ja durchaus in diese Richtung.

Mal was ganz anderes: von einem UM 900 sollte man die Finger lassen, weil man irgendwann Probleme haben wird, diese spezielle Röhre zu bekommen, oder?

Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #1.656
Ich kann in einer oder zwei Wochen mal beide Mikrophone miteinander vergleichen. Daß ich noch nicht selbst auf die Idee kam... wahrscheinlich hatte ich die Grundcharakteristik beider Mikrophone als so unterschiedlich abgespeichert.
 
  • #1.657
Mal was ganz anderes: von einem UM 900 sollte man die Finger lassen, weil man irgendwann Probleme haben wird, diese spezielle Röhre zu bekommen, oder?
Ich habe das UM 900 getestet und für sehr gut befunden. Wegen der Situation mit der Miniaturröhre würde ich mal mit Microtech Gefell sprechen.
 

Anhänge

  • #1.658
Bin eh gerade mit denen im Gespräch, weil derzeit ein M 71 S mit zerkratztem Schaft auf dem Markt ist, also ob man den ggf. austauschen oder neu beschichten und bedrucken kann.

Ein schwarzes M 71 S (in einer Rycote INV 7) wäre an sich für meinen Sprecherraum vollkommen ausreichend, dann kann alles andere weg. An das UM 900 hat sich offenbar sowieso kaum jemand herangetraut, davon wurden fast keine verkauft, warum auch immer. Sieht vielleicht zu sehr nach "Wanderpokal" aus. Die Produktion wurde wohl auch deshalb eingestellt, weil man die Versorgung mit Ersatzröhren nur für die wenigen im Umlauf befindlichen Exemplare garantieren kann.

Matthias
 
  • #1.659
Jetzt habe ich noch mal eine neue Aufnahme mit dem UM 70 direkt am Schnittplatz gemacht und etwas anders bearbeitet:



Damit bin ich ziemlich zufrieden, klingt freundlich, warm und überzeugend, und ich höre da nichts, was irgendwie nervig oder aufdringlich ist. Oder?

Matthias
 
  • Danke
Reaktionen: adt-paulchen
  • #1.660
Die Stimme könnte evtl. noch etwas mehr nach vorne kommen/etwas mehr Druck haben, aber da gibt es Leute, die mehr Erfahrung mit eingebetteten Stimmen haben und den Mix besser beurteilen können. Klanglich gefällt es mir. :jhappy:
 
×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben