Es gibt ein Tool, womit man seinen Mac trotzdem auf ein neues MacOS bringen kann. Also theoretisch geht es, aber praktisch wird es verhindert? Merkwürdig. Und wie viele OS Versionen haut Apple innerhalb von 10 Jahre raus? Vielleicht einfach mal den Fuß vom Gas nehmen und nachhaltiger (da haben wir es wieder) denken.
Das Problem ist, wie immer, der Kapitalismus - und im Falle Apple reden wir ja auch von einer sehr ausgeprägten Form dessen (aka "Turbo-Kapitalismus"). Nein, ich will hier definitiv keine politische Diskussion vom Zaun brechen, aber das muss man eben immer im Hinterkopf behalten.
Vor diesem Hintergrund operieren ja quasi alle Hersteller, die elektronischen Kram herstellen (und wenn nicht die Firmen selber, dann eben ihre Zulieferer, idR aber alle Beteiligten).
Und darauf basierend muss man eben das Geschäftsgebaren Apples sehen. Um es dann mit den eigenen Anforderungen in Einklang zu bringen - bzw. das eben auch nicht zu tun und folglich kein Zeugs von denen kaufen.
Meine diversen Geschichten sollten den Meisten hier im Forum hinlänglich bekannt sein, deshalb will ich die jetzt nicht nochmal detailliert aufwärmen. Aber es sei so viel gesagt:
Ich finde Apple in vielerlei Hinsicht tatsächlich unfassbar *******.
Dass ich mich als eher "linksgrünversifft" (mit Abstrichen) sozialisiert bezeichnen würde, hilft dabei natürlich nicht (erneut: bitte keine Diskussion darüber).
Dass ich als an sich sehr eingefleischter und wirklich langjähriger (über 20 Jahre) Logic-User da einen, durchaus auch faktisch nachweisbaren Niedergang bzgl. der Entwicklung beobachten muss, hilft auch nicht wirklich. Zumal Logic definitiv der mit Abstand entscheidenste Punkt für mich war, es mal mit Macs zu probieren. Ich fand übrigens OSX anfangs vom Handling her auch richtig fürchterlich.
Wie dem auch sei, nach 19 Jahren Vollzeit-Mac-Userei muss ich aber dann eben doch feststellen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt.
Ich muss etwa nebenher den Windows-Rechner meiner Frau mehr oder minder in Schuss halten. Und auch wenn das jetzt kein Hexenwerk ist, da gibt's immer wieder Sachen, angesichts derer ich froh bin, damit für mich selber einfach nix mehr zu tun zu haben.
Und dann ist es so, dass mich meine Macs. namentlich ein Plastik-Macbook von 2007 bzw. 2008 (Wasserschaden des 07ers, Versicherung...), ein Mac Pro von 2010 (2013 oder 14 gebraucht erworben) und aktuell seit 2024 ein Macbook Air M3 immer ziemlich geflasht haben. Und das hielt auch immer recht lange an, ich bin etwa immer noch erstaunt, was das kleine lüfterlose Dingens so zu stemmen in der Lage ist, ich komme da quasi nie an irgendwelche Leistungsgrenzen.
Auch habe ich wirklich gelernt, das macOS zu schätzen (obwohl Apple einiges getan hat, mich da so richtig anzu****en - und von Tahoe will ich gar nicht reden, hab's deshalb noch immer nicht installiert...), die generelle Performance und Laufsicherheit ist wirklich ganz erstaunlich.
Als Musikmachender hat man dann noch ein paar weitere Annehmlichkeiten, Core Audio ist einfach immer deutlich geiler gewesen als die Kombination aus irgendwelchen Multimedia- und ASIO-Treibern unter Windows.
Dem gegenüber stehen dann halt Apples vollkommen überkandidelte Preispolitik und etliche andere Sachen. Auf letztere will ich, um die politische Ausschweifung zu vermeiden, nicht eigehen, aber die Preispolitik ist streckenweise fast schon pervers. Gar nicht so sehr für die Basisrechner, aber dann eben für alles, was man sich an RAM und SSD Platz so wünscht. Wenn man ein aktuelles Macbook Air so ausstattet, dass man als DAW-Arbeiter auch unterwegs gescheit Musik machen kann (32GB RAM, 2TB SSD), dann machen RAM und SSD Updates im Gesamtpreis deutlich mehr als 50% aus (und man kann dann eben auch nicht mehr das kleinste Modell wählen). Und das ist nicht erst seit der Preisexplosion so. Trotzdem als Anmerkung nebenbei: Kostet trotzdem nicht mehr als mein MBA vor 2 Jahren (und ich habe nur 24GB RAM). Da muss man fast schon annehmen, Apple hätte eine soziale Ader entdeckt.
Von den iGeräten müssen wir auch nicht reden. Sind zwar streckenweise gut, aber eben auch unfassbar teuer, vor allem dann, wenn man sich bspw. bei einem iPad eine angemessene Ausstattung wünscht, um etwa mal den Laptop auch für längere Reisen nicht mitnehmen zu müssen.
Weia, viel zu lang das alles - deshalb am Ende nur so viel: Man muss eben für sich selber ausmachen, inwiefern man da eine Balance finden kann, mit der man idealerweise nicht nur gut arbeiten kann, sondern die auch den Seelenfrieden nicht allzusehr ins Wanken bringt. Da letzteres bei mir ab und an so halbwegs der Fall ist, verschaffe ich mir halt ab und an mal Luft, dann isses aber auch wieder gut. Und ich kann mittlerweile sehr gut damit leben, nicht mehr Windows zu nutzen, würde auch im Falle eines DAW-Umstiegs nicht mehr wechseln (denn so wie andere Väter womöglich ebenfalls schöne Töchter haben, gibt's ja auch immer die hässlichen Söhne auf beiden Seiten).