Künstlicher Gesang ... wie pimpt ihr den auf natürlich?

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Ob jetzt Sonarworks Freemium SoundID VoiceAI oder Syntheziser V Pro, wie bearbeitet ihr den Gesang damit er natürlicher klingt?
Ich probiere gerade so einges aus. Reverb ist nicht unwichtig habe ich festgestellt, Presets wie in der Vocalchain von Cubase sind auch hilfreich vor allem wenn man bei "Sängerin" auf die female presets geht. Witzigerweise führt der Vocal Synth von Izotope* auch zu mehr Charakter mit dem Preset "By myself". Bisher aber alles mehr glücklicher Zufall und wenig Plan.
Aber ich finde das bringt etwas wenn man nicht die üblche Kette nutzt. daher meine Frage: Hat jemand mehr Plan (oder Erfahrung)? Oder Tipps?
 

Ich mache gerade einen Remix für Hofa und habe Synth V.
Aufpeppen: Mehr Höhe dazu und ein Lexicon Reverb.
Kommt echt gut!
Stimme: Liam
 
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Ich mache gerade einen Remix für Hofa und habe Synth V.
Aufpeppen: Mehr Höhe dazu und ein Lexicon Reverb.
Kommt echt gut!
Stimme: Liam
Und welchen Reverbtyp? ich finde die Unterschiede zwischen Plate, Room und Hall etc. in den Auswirkungen interessant.
Bei Fiona von SoundID VoiceAI unterstützt Valhalla Vintage Room 1970 Dark Vocal Room bisher am besten und Bei ihr sind es die eher unteren Mitten die was bringen beim Anheben.
Ich finde nicht alle Atemgeräusche wegschneiden bringt auch mehr "Authenzität" bei SoundID VoiceAI.
 
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Und welchen Reverbtyp? ich finde die Unterschiede zwischen Plate, Room und Hall etc. in den Auswirkungen interessant.
Bei Fiona von SoundID VoiceAI unterstützt Valhalla Vintage Room 1970 Dark Vocal Room bisher am besten und Bei ihr sind es die eher unteren Mitten die was bringen beim Anheben.
Ich finde nicht alle Atemgeräusche wegschneiden bringt auch mehr "Authenzität" bei SoundID VoiceAI.
Ich bin noch nicht am Abmischen.

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Später probiere ich noch den Relab 480 aus.
 
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Ob jetzt Sonarworks Freemium SoundID VoiceAI oder Syntheziser V Pro, wie bearbeitet ihr den Gesang damit er natürlicher klingt?
In Sachen SoundID Voice AI.
Die sind alle schon bearbeitet, das sollte man im Hinterkopf behalten.
Je nach Stimme ggf. leichte Korrekturen mit EQ.
Im Vergleich zu der eigenen Aufnahme, sind die Stimmen noch etwas grobkörnig aufgenommen, hane nicht die Klasse meiner eigenen Aufnahme.
Im Pulk der Backing Vocals oder als Double Tracking funktioniert das gut.
Aber aufpassen, einfach eine einzige Eigenperformance nehmen und die dann mehrfach via Voice AI kopieren, klingt nicht gut, da alles exakt von einer Performance genommen wird.
Wenn dann jede Voice AI Stimme mit einem anderen Take nehmen.
Das ist noch suboptimal.

Kompression, kommt auch darauf an, ob das sinnvoll ist.
 
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Mal keine "Trockenübungen", sondern ein Beispiel (Ausschnitt):



Ab 00:11 singt Maya im Doubletracking Modus (hart links/rechts) UND als Quinte (!!!) von Voice AI mit, die Double Trackingeinstellungen sind auch wichtig

1768208191046.png


Bei maya musste ich wenig machen:

1768208224430.png


Beim EQ untenrum breitbandig etwas hoch, das Fülle kommt, Sibliance wenig, Plate und Chamber wie der Rest der Vocals.
behält Lebendigkeit,

Ab 00:17 kommt noch Oscar dazu, der mich bei der hohen Harmonystimme links (ich rechts) begleitet.

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Oscar hat in Voice AI nur etwas Pitch Variabilität bekommen:

Bei Oscar habe ich etwas mehr gemacht, einen dbx-170 Comp, keinen Plattmacher!, deutlich pultec Glanz bei 8khz und RS56 Glanz obenrum, etwas Sibliance, Plate und Chamber wie beim Rest.



1768208495591.png


Oscars Stimme ist meiner Stimme sehr ähnlich, hat aber natürlich einen etwas anderen Touch.

Wenn man die Stimme solo direkt vergleicht, merkt man die bessere Auflösung und mehr Klarheit der Aufnahme.
Im Kontext fällt das aber überhaupt nicht auf!

Wichtiger als Bearbeitung der bereits bearbeitenden AI-Stimmen, ist die Auswahl der richtigen Stimmen, die zum Song und zur Tonalität der anderen Stimmen passen (bedeutet ergänzen, aber nicht so konträr das es unrund klingt).

Nur für Lead Gesang wäre mir das (noch!) zu wenig detailliert von der Aufnahme her.
 
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Ich hab an sich keine Ahnung von Vocals, aber von MIDI-Programmierung akustischer Instrumente (Orchester). Und einen riesigen Erfahrungsschatz mit Synthesizer V von ca. 3 Tagen :cool:

Die "Programmierung" von SynthV Vocals ist mit MIDI-Programmierung von Sample Bibliotheken vergleichbar. Daher lohnt es sich, Arbeit in die Automation der einzelnen Vocal Parameter zu investieren: Tension, Airyness, Loudness etc. Das hat starken Einfluss auf die Natürlichkeit der Performance. Alles was dahinter kommt wie De-Esser, Komprimierung, Doubling L+R unterscheidet sich nicht groß von echtem Gesang.
 
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Mal keine "Trockenübungen", sondern ein Beispiel (Ausschnitt):

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Ab 00:11 singt Maya im Doubletracking Modus (hart links/rechts) UND als Quinte (!!!) von Voice AI mit, die Double Trackingeinstellungen sind auch wichtig

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Bei maya musste ich wenig machen:

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Beim EQ untenrum breitbandig etwas hoch, das Fülle kommt, Sibliance wenig, Plate und Chamber wie der Rest der Vocals.
behält Lebendigkeit,

Ab 00:17 kommt noch Oscar dazu, der mich bei der hohen Harmonystimme links (ich rechts) begleitet.

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Oscar hat in Voice AI nur etwas Pitch Variabilität bekommen:

Bei Oscar habe ich etwas mehr gemacht, einen dbx-170 Comp, keinen Plattmacher!, deutlich pultec Glanz bei 8khz und RS56 Glanz obenrum, etwas Sibliance, Plate und Chamber wie beim Rest.



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Oscars Stimme ist meiner Stimme sehr ähnlich, hat aber natürlich einen etwas anderen Touch.

Wenn man die Stimme solo direkt vergleicht, merkt man die bessere Auflösung und mehr Klarheit der Aufnahme.
Im Kontext fällt das aber überhaupt nicht auf!

Wichtiger als Bearbeitung der bereits bearbeitezmten AI-Stimmen, ist die Auswahl der richtigen Stimmen, die zum Song und zur Tonalität der anderen Stimmen passen (bedeutet ergänzen, aber nicht so konträr das es unrund klingt).

Nur für Lead Gesang wäre mir das (noch!) zu wenig detailliert von der Aufnahne her.
Danke für die tiefen Einblicke !!! Das hilft mir sehr, ich vergleiche gerade die Fx-Ketten.
Dein Schlusssatz trifft ja absolut des Pudels Kern. Reicht das schon für Lead Gesang? Ich finde Fiona auf meiner Stimme ziemlich gut und meine Liebste auch (Und wie derbe allergisch hat die auf das Yamaha Gewusel bei Cubase 15 reagiert).
Ich finde Sonarworks von der Intination und Dynamik her sehr nah an der Wahrheit und besser als meine eigene Stimme. Ich werde es noch einmal mit anderen Mikros und vor allem fehlerfreierem Gesang versuchen.
 
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  • #10
Gerne!
Omnivocal kann man vergessen in Sachen Natürlichkeit, die Japaner stehen wohl auf so künstl. Stimmen, für mich furchtbar.

Sonarworks SoundID Voice AI ist schon erschreckend nah an natürliche Stimmen, ich kann ja singen, und das auch gut.
Wenn ich meine Aufnahme mit der von Voice ID vergleiche, fehlt neben der klanglichen Auflösung noch etwas Emotion.
Um absolute Topsänger zu erreichen, glaube ich persönlich nicht, das dies je erreicht wird.

Aber wie gesagt, für Hobby oder Doubletracking wie als zusätzl.Backing Vox ist das eine gute Sache.
 
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  • #11
Sonarworks SoundID Voice AI ist schon erschreckend nah an natürliche Stimmen, ich kann ha singen, und das auch gut.
Wenn ich meine Aufnahme mit der von Voice ID vergleiche, fehlt neben der klanglichen Auflösung noch etwas Emotion.
Für mich ist das erstaunlicherweise mit der Emotion ausreichend gut bzw. bei der stimmlichen Umwandlung in ein anderes Geschlecht geschehen dezent sogar neue Betonungen die ich spanned finde.
Aber ich hab mir nach deiner Anmerkung die Auflösung im klaren ohne fx angehört und da ist wirklich noch Luft nach oben.
Daher geht mein Weg nun bewusst in Richtung Klangfärbung um zu sehen ob da nicht etwas eigenständiges geht, etwa für einen ganten Song der mit Vocoder Gesang läuft.
Erstaunlicherweise ist da nun nach Jahren des faulen Rumliegens auf der Platte der Izotope* Vocal Synth 2 hilfreich.
 
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  • #12
Und kaum gewöhnt man sich an eine Lösung schieben andere Firmen etwas free nach:
 
  • #13
In Sachen Emotion, ich habe einem befreundeten Musiker/Produzent und Mischer einen Songausschnitt von mir geschickt, mit dem Hinweis anderer Sänger, es war KI, wusste er aber nicht.
Prompt kam zurück, der Sänger klingt verhalten, ist noch nicht richtig drin im Song, macht den noch nicht zu seinem Song.
Im Vergleich zu meiner Stimme viel ihm dann auf, da passt es.


ReSing Free kann ich empfehlen, hat deutlich mehr Ausdrucksmöglichkeiten bei jedem Sänger.
For free passen zwei Stimmen und zwei Instrumente...
 
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  • #14
@whitealbum, es gab jetzt ein neuerliches Update für ReSing, Stabil bislang. Du kannst ja mal in meinen letzten Mix von Manschys Song "In your Arms" reinhören. Da habe ich den Liam mit Aaron ReSing ersetzt und ihm ein paar Mädels an die Seite gestellt. Finde das jetzt
sooo schlecht nicht.
 
  • #15
@Jimsonweed
Liam halte ich eh für total ausgedudelt, klingt auch von der Stimme zwar gut, aber vollkommen austauschbar.

Aaron von ReSing gefällt mir hier in diesem Song deutlich besser, allerdings klingts schlecht aufgelöst, verwaschen, ich vermute falsch bearbeitet.
Und nicht vergessen, eine KI Stimme mit einer anderen KI Stimme zu ersetzen, hat Artefakte zur Folge, schlechte Frikative, verwaschen etc.
Aaron auf eine echte Stimme klingt ganz anders.
 
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  • #16
In weiten Teilen macht man das so, wie auch bei nicht künstlichem Gesang. Unbearbeitetes Material fügt sich wohl in kaum ein Projekt sauber ein - künstlich oder nicht.
 
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