Stille

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Bin gleich in der Spätschicht und eigentlich zu hektisch für einen Songtext, aber ich war gerade extrem im Fluss.

Zeilenlängen sehr gewöhnungsbedürftig, in mein imaginäres Instrumental passt es rein.

Kann sein, dass ich im Laufe des Tages mal einen Edit ansetze, weil ich den Text nur einmal als Gesamtes durchgelesen habe.

Wollte diesmal ein etwas hoffnungsvolleres Ende setzen. Der Refrain verändert sich erst durch die letzte Strophe in positivere Reflexion.

Inspiriert von einer wahren Begebenheit.

Titel: Stille
Ennui, 01.02.2026

<str1>
Wenn alles um dich rum verstummt, wird es in dir laut
Ein Sturm an Worten weht im in deinem Mund und reißt ihn dir weit auf du lässt ihn einfach raus (merci an @jet2 )
Die Stille ist kein Nichts für dich, sie brennt dir in den Ohren
Und nur, wenn du sie durchbrichst, fühlst du dich nicht verloren

<str2>
Wenn alles um dich rum verstummt, klopft dein Herz zu laut
Es ist groß und stark und kerngesund, doch du glaubst, es hört gleich auf
Die Stille ist kein Nichts für dich, sie zeigt schmerzhaft, was dir fehlt
Aber fühlst nur, dass es dich wirklich gibt, wenn du von dir erzählst

<ref>
Die Stille erinnert dich
Wie leer es in dir ist
Wie sehr du es vermisst
Ruhig zu sein

<str3>
Wenn alles um dich rum verstummt, spürst du das auf der Haut
Sprachlos kratzt du sie dir wund, weil das unter den Nägeln rauscht
Die Stille ist kein Nichts für dich, findest du sie in der Natur
Kämpft deine Stimme zitternd gegen die Ruhe vor dem Sturm

<ref>
Die Stille erinnert dich
Wie leer es in dir ist
Wie sehr du es vermisst
Ruhig zu sein

<str4>
Dein Herz steht still
In deiner Brust
Liegst auf mir
Noch warm vor Lust
Die langsam ausklingt
Atmen synchron
Ohne den leisesten Ton

<ref>
Die Stille erinnert dich
Wie leer es in dir ist
Wie sehr du es vermisst
Ruhig zu sein
 
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Die Stille erinnert dich (daran?)
Wie leer es in dir ist
So wär's ja eigentlich korrekt.
Was sagen die Deutschlehrer, weil ich's weglass?
Bringt mich gerade echt ins Grübeln. 😂
 
hab den text überflogen und leider grad nicht so viel zeit für eine interpretation.
was mir aufgefallen ist, ist in zeile 2:
"Ein Sturm an Worten weht in deinem Mund und du lässt ihn einfach raus"
ich denke, du möchtest dich auf den sturm beziehen, aber der satzlogik nach bezieht sich das "ihn" auf den mund.

So wär's ja eigentlich korrekt.
Was sagen die Deutschlehrer, weil ich's weglass?
ich bin kein deutschlehrer, aber ich denke, das ist kein problem, wenn du das wort wegläßt...
 
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Wenn alles um dich rum verstummt, wird es in dir laut
Ein Sturm an Worten weht in deinem Mund und du lässt ihn einfach raus

tolles Bild

ich hätte es so gemacht:

ist alles still, denkst du laut
ein Sturm an Worten will hinaus


usw

ich mag kurze zackige Sätze, hab immerhin von 1973-1978 in Preussen gelebt :-D
 
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@jet2
Obszön gutes Auge, dafür, dass du nur überfliegst!

"Ein Sturm an Worten weht in deinem Mund und reißt ihn dir weit auf"
Ich denke, das rettet gut und bringt auch das doppelte Bild des "sein Maul weit aufreißen". Und es zeigt auch, wie fremdgesteuert das Lyrische Du ist.

@holgi
Da würd ich voll mitgehen. Aber der Text darf nicht zu wenig Worte benutzen, sonst ist es zu nah an der gefährlichen Stille und das Lyrische Du redet mir sofort rein. 😁
 
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aber der satzlogik nach bezieht sich das "ihn" auf den mund.
Grammatikalisch könnte sich das Pronomen auf beide männlichen Substantive beziehen - es gibt keine Regel, dass es sich auf das ihm näherstehende beziehen muss.

Von der Satzlogik her würde ich es gerade anders sehen - dass es sich auf Sturm bezieht.
 
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Grammatikalisch könnte sich das Pronomen auf beide männlichen Substantive beziehen - es gibt keine Regel, dass es sich auf das ihm näherstehende beziehen muss.

Von der Satzlogik her würde ich es gerade anders sehen - dass es sich auf Sturm bezieht.

ich hab mal die regel gelernt, dass sich das pronomen immer auf das zuletzt genannte substantiv mit dem gleichen geschlecht bezieht.
 
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Ihr habt da durchaus beide recht.

"der Mund" ist näher an dem "ihn" als "der Sturm". Da ist mir in diesem einen Fall zu unsicher, Doppeldeutigkeit zu provozieren, weil "den Mund rauslassen" zu lustig ist. ^^
 
ich hab mal die regel gelernt, dass sich das pronomen immer auf das zuletzt genannte substantiv bezieht.
Gesprochen: "Der Hund wütet in deinem Zimmer und du lässt ihn einfach raus." Da folgt es natürlich dem Geschlecht der Substantive, aber Satzbau ist der gleiche.
 
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  • #10
ich hab mal die regel gelernt, dass sich das pronomen immer auf das zuletzt genannte substantiv bezieht.
Dass es so eine Regel gibt, ist mir unbekannt.

Es wäre auch unlogisch, weil sich Pronomen oft auf weiter zurückliegende Substantive beziehen müssen, wenn das Wortgeschlecht nur diese Möglichkeit zulässt.
 
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  • #11
Gesprochen: "Der Hund wütet in deinem Zimmer und du lässt ihn einfach raus." Da folgt es natürlich dem Geschlecht der Substantive, aber Satzbau ist der gleiche.
da hast du natürlich recht, ich hatte das auf das gleiche geschlecht bezogen.
 
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  • #12
Dass es so eine Regel gibt, ist mir unbekannt.

Es wäre auch unlogisch, weil sich Pronomen oft auf weiter zurückliegende Substantive beziehen müssen, wenn das Wortgeschlecht nur diese Möglichkeit zulässt.
ich müsste mal recherchieren. vielleicht finde ich das ja irgendwo schriftlich niedergelegt.
 
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  • #14
ich mag kurze zackige Sätze
..ich denke, das sollte man nicht einfach beiseite schieben..
der Text darf nicht zu wenig Worte benutzen, sonst ist es zu nah an der gefährlichen Stille
..das muss zu Holgis Vorliebe kein Widerspruch sein..statt der Satzkonstruktion, die mit einem Nebensatz beginnt, kannst du auch zwei Hauptsätze nehmen..
Wenn alles um dich rum verstummt, wird es in dir laut
Ein Sturm an Worten weht in deinem Mund und du lässt ihn einfach raus
..wird zu..
>>
Alles um dich rum verstummt, in dir wird es laut
Ein Sturm an Worten weht in deinem Mund. Du lässt ihn einfach raus
<<

..dass man ‚rum‘ und ‚einfach‘ wirklich braucht, glaub ich auch nicht..
 
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  • #15
Alles um dich rum verstummt, in dir wird es laut
Das entkoppelt mir zu sehr von der Kausalität.

Hier unterwerf ichs einfach mal dem Rhythmus der Melodie.

Aber: Habe mal "kannst du nicht reden" gegen "sprachlos" ersetzt. Werde nochmal durchlesen, ob es mehr gibt, das ich ein bisschen runterschleifen kann.
 
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  • #19
Jut, hab's nochmal durchgelesen und nur die zuletzt editierte Zeile nochmal geändert:

"Ein Sturm an Worten weht im in deinem Mund und reißt ihn dir weit auf"
Denn sonst hätte ich das "Ein Sturm an Worten" zu schnell singen müssen, was es schwer verständlich macht.
 
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