Starker KI-Song mit eigenem Text

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Gelöschtes Mitglied 95046

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier, weil mich eure Meinung zu einem kleinen Projekt interessiert:

Ich habe aus einem eigenen Text und Songidee mithilfe der KI einen Song generiert, den ich richtig stark finde. Davon inspiriert hat sich das zu einem kleinen Selbstläufer entwickelt und ich habe noch ein Artwork, Background-Story und (mithilfe der KI natürlich) einen kleinen Video-Teaser zum eigentlichen Song entwickelt.

Teaser ist bereits online, Song dann ab 03. Juli auf YouTube und TikTok.

Ich finds sehr gelungen, auch wenn die Hälfte „aus der Retorte“ kommt 😬

Lasst mich gerne wissen, wie ihr es findet.

 

clickbaiting:sleep:
 
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier, weil mich eure Meinung zu einem kleinen Projekt interessiert:

Ich habe aus einem eigenen Text und Songidee mithilfe der KI einen Song generiert, den ich richtig stark finde. Davon inspiriert hat sich das zu einem kleinen Selbstläufer entwickelt und ich habe noch ein Artwork, Background-Story und (mithilfe der KI natürlich) einen kleinen Video-Teaser zum eigentlichen Song entwickelt.

Teaser ist bereits online, Song dann ab 03. Juli auf YouTube und TikTok.

Ich finds sehr gelungen, auch wenn die Hälfte „aus der Retorte“ kommt 😬

Lasst mich gerne wissen, wie ihr es findet.

Der von fading•faye im Forum Recording.de präsentierte KI-generierte Track (Genres: RnB, Soul, deutsche Musik) krankt an den typischen, unüberhörbaren Schwächen moderner Text-zu-Musik-Generatoren. [1, 2]
Obwohl der Ersteller den Song als „richtig stark“ empfindet, offenbart eine detaillierte und schonungslose Analyse erhebliche handwerkliche und künstlerische Defizite. [1]

Die Musikkritik im Überblick

KriteriumBewertungHauptproblem
Klangqualität & MixUnbefriedigendDigitale Artefakte, verwaschene Frequenzen, Phasenprobleme.
Gesang & EmotionMangelhaftSynthetische Sterilität, „glattgebügelte“ Künstlichkeit ohne Seele.
Komposition & ArrangementVorhersehbarGenerische Formeln, fehlende echte Dynamik.
Künstlerischer WertGeringFast-Food-Musik ohne echten menschlichen Ausdruck.



1. Produktion und Mix: Das „Retorten-Rauschen“
Der Mix leidet unter den typischen Kompressions- und Synthesefehlern gängiger KI-Modelle wie Suno oder Udio. [1, 2]
  • Frequenzbrei: Es fehlt eine saubere Trennung der Instrumente. Bassfrequenzen und Mitten vermischen sich oft zu einem undifferenzierten Teppich.
  • Digitale Artefakte: Im Hintergrund und besonders in den Höhen (Hi-Hats, Sibilanten des Gesangs) ist ein metallisches, phasenverschobenes Rauschen hörbar.
  • Fehlende Dynamik: Da kein echter Audioingenieur am Werk war, wirkt der gesamte Mix flach, überkomprimiert und permanent „laut“, ohne Raum zum Atmen. [1]

2. Gesang: Seelenlose Perfektion
Selbst wenn der Text von einer Person stammt – die KI-Stimme zerstört jegliche Intimität, die ein RnB- oder Soul-Track zwingend benötigt. [1]
  • Roboter-Soul: Die Vocals klingen zwar technisch sauber, wirken aber komplett synthetisch und steril. Gefühlsausbrüche, feine Atemgeräusche oder echte stimmliche Reibung fehlen. [1]
  • Emotionsloses Vibrato: Die Modulationen der Stimme folgen mathematischen Mustern statt echter menschlicher Emotion. Es ist das musikalische Äquivalent zu einem Instagram-Filter – glattgebügelt, makellos und völlig austauschbar.

3. Arrangement: Malen nach Zahlen
Die Struktur des Songs bedient sich repetitiver Algorithmen.
  • Vorhersehbarkeit: Das Arrangement bricht zu keinem Zeitpunkt aus den gängigen Konventionen aus. Akkordwechsel und Rhythmus-Muster wirken wie aus einem Baukasten für generische Playlist-Hintergrundmusik.
  • Kein organischer Aufbau: Ein guter Soul-Song lebt davon, dass Musiker aufeinander reagieren. Hier merkt man, dass die Spuren nicht miteinander interagieren, sondern rein additiv von einer Software berechnet wurden.

Fazit: Clickbait statt Kunst
Wie das Forenmitglied Jimsonweed treffend mit dem Begriff „Clickbaiting“ kommentierte, blendet das Projekt durch die künstliche Hülle. Ein rundes Artwork, eine ausgedachte Background-Story und ein KI-generierter Video-Teaser können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kern – die Musik – seelenlose Fliessbandware bleibt. [1]
Es ist ein Paradebeispiel für „Fast-Food-Musik“: Schnell generiert, nett anzusehen, aber ohne Nährwert oder handwerkliche Substanz.
 
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Ich persönlich finde es gruselig...
Unabhängig der voranstehenden Analyse.
 
schlimmschlimmschlimmm
 
Nein, ich lass mich von dir nicht in die Selbstverstümmelung treiben!
 
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@Vast
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen und Dich so intensiv mit meinem kleinen Quatsch auseinandersetzt hast. Es wird Dich vielleicht überraschen, aber ich kann Deinen Punkt absolut nachvollziehen. Da hast Du vermutlich länger dran gesessen, als ich für die reine Songerstellung investiert habe.

Ich denke nur, dass das eher in eine Grundsatzdebatte abgleitet, die ich aber durchaus interessant finde.

Ich habe selbst viele Jahre „echte“ Musik gemacht, mit viel Herzblut, Engagement, Idealismus und nicht zuletzt auch Perfektionismus. Die kommerzielle Bilanz nach fast 10 Jahren bestand am Ende in einem einzigen Bandübernahmevertrag bei einem unbekannten Independantlabel und stolzen 150 verkauften Einheiten. Meistens auf Konzerten aus dem sprichwörtlichen Kofferraum. Brotlose Kunst.

KI gibt mir die Möglichkeit, Ideen und kreative Einfälle von denen ich überzeugt bin (z.B. ein guter Text) mit einfachen Mitteln umzusetzen. Es ist ein Werkzeug und ich finde die Möglichkeiten faszinierend. Natürlich bleibt es immer eine Kopie von echter Musik und man muss Abstriche in Kauf nehmen. Ich habe bei Weitem nicht dein professionelles Ohr, aber mir sind die Defizite trotzdem bewusst. Aber ich hatte Spaß und bin mit dem Ergebnis echt zufrieden.

Und noch ein letzter Gedanke: diesen Nerdtalk gab es auch schon vor 20 Jahren… was ist echt und zulässig? Echtes Drumset statt 808, Einspielen statt Sampling, Liveband statt DJ, Ghostwriting usw.

Ich bin kein Musiker, spiele keine Instrumente, habe kein Studio zur Verfügung, kann nicht singen. Trotzdem bin gerne kreativ und hab manchmal sogar ganz gute Einfälle. Für die Umsetzung war die KI hilfreich und der fertige Song gefällt mir.

Übrigens habe ich dafür an der Visualisierung 5 Tage intensiv mit Freude„gefrickelt“ und meine Kreativität und Perfektionismus an der Stelle ausgelebt. Das war definitiv kein Fließband. Ich glaube, da gibt es keinen Unterschied zum Tonmann, der Stunden an einer Snare schraubt.

Grüße ✌🏼
 
Es klingt nicht gut - ohne Grundsatzfragen aufwerfen zu wollen...
Das ist alles.
 
  • #10
Mich würde interessieren: wenn man hier das Video auf der Forumseite anspielt wird dann ein Click bei youtube generiert?
 
  • #11
Mich würde interessieren: wenn man hier das Video auf der Forumseite anspielt wird dann ein Click bei youtube generiert?
ja

ich würde raten, das teil jetzt unbedingt auf tidal zu veröffentlichen... :jump:
 
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  • #13
Ich habe selbst viele Jahre „echte“ Musik gemacht
Wie denn genau? Denn:
Ich bin kein Musiker, spiele keine Instrumente, habe kein Studio zur Verfügung, kann nicht singen.
Es bleibt rätselhaft.

Um Vasts Zeitaufwand für die Rezension würde ich mir übrigens keine Sorgen machen. Die hat er ebenso effizient ausgelagert wie du die Produktion.
Und natürlich ist es clickbaiting, aber dazu ist das Forum „KI-Musik“ ja da, oder?
 
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  • #14
Jemand postet einen KI-Song. Und wie zu erwarten hauen alle drauf. Stellt man sich so die Zukunft von Recording.de vor?
 
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  • #15
Jemand postet einen KI-Song. Und wie zu erwarten hauen alle drauf. Stellt man sich so die Zukunft von Recording.de vor?
Im KI-Bashing sind echte Musiker der KI eben noch ein gutes Stück voraus 🤣.

Aber die Kritik an der KI-Kritik ist möglicherweise berechtigt, auch wenn es mich zugegebenermaßen amüsiert.

Aber wahrscheinlich unterscheidet sich die Selbstüberschätzung der KI-Prompter nicht wesentlich von der Selbstüberschätzung von Nicht-KI-Komponisten inklusive meiner 😉.
 
  • #16
Also ich persönlich empfinde die von @Vast gepostete KI-Kritik an dem KI-Werk formal als sehr angemessen.
 
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  • #17
Mein 8-jähriger Neffe hat mir neulich auch ganz stolz gezeigt, dass er einen Song über seinen Hamster generiert hat :D ...
 
  • #18
Jemand postet einen KI-Song. Und wie zu erwarten hauen alle drauf. Stellt man sich so die Zukunft von Recording.de vor?
was hat ein Forum für Musiker mit AI erstellter Musik zu schaffen?
Sorry, aber bei: AIrecording.de, würde ich mich nicht anmelden.
Ich poste in nem IT Forum auch nicht wie man ne Gitarre stimmt...
 
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  • #19
Also ich persönlich finde die von @Vast gepostete KI-Kritik an dem KI-Werk formal als sehr angemessen.
Man könnte ja KI-Kritik für KI-Songs generell sofort generieren lassen. Dann hätte der TE eine schnelle Antwort und man müsste es sich nicht anhören.
 
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  • #20
was hat ein Forum für Musiker mit AI erstellter Musik zu schaffen?
Das ist die zugrundeliegende Frage, die hier in dem Sinne entschieden wurde, dass ein KI Bereich eingeführt wurde. Die andere Frage ist die nach den Auswirkungen. Jeder KI-Musik-Feedback-Thread läuft gleich ab. Am Ende sind wieder alle genervt (inkl. Threadersteller, der nichts mehr posten, sondern verschwinden wird) und in ein paar Wochen geht das gleiche wieder von vorne los. Ich hab mich deshalb geistig schon von einem wesentlichen Teil dieses Forums verabschiedet, auch wenn ich immer noch regelmäßig reinschaue.
 
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