Songwriters little helper ChatGPT Beispiel-Song "Hold On"

  • Ersteller Ersteller mWermut
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  • #21
Ich wollte wissen was es zu den Texten sagt, ob es sie versteht und was auszusetzen hat.
..meine typische Anfrage lautet: "was ist zu folgendem Songtext anzumerken?
>>
...Songtext...
<<

..Nachfragen sind ebenso allgemein gehalten? Solang du die Fragen stellst, also den Fokus setzt, führst du das Gespräch!

..typische Nachfragen zielen auf konkrete Orte, Personen, Zeiten, Handlungen u.ä. später nach Absichten, Stimmungen, Atmosphäre, Metaphern, erst dann nach Bewertungen, Einschätzungen..
Egal ob verschachtelte Texte oder welche mit direkter Sprache, irgendwas hat es immer falsch gedeutet. Manchmal verstand es nicht mal einen Satz der, wie bei Lyrics üblich, in nächster Zeile weiter ging. Das hat es als zwei getrennte Aussagen gewertet.
..ChatGPT trifft halt Annahmen..man kann sie ignorieren, man kann auf alternative Deutungen hinweisen..man ist ja im Chat..ChatGPT geht sowieso immer den gesamten Chat durch..
Vorschläge, die weder Hand noch Fuß hatten und sprachlich sowie vom Wortklang überhaupt nicht hineinpassten.
..darauf würde ich auch nicht hoffen..aber es reicht ja, wenn du aus dem Wortschwall die (wenigen) Rosinen rauspickst..
Einmal habe ich sogar einen Text zur Analyse gegeben und gesagt es soll sich selbst einen Prompt schreiben, um einen ähnlichen Songtext zu schreiben.
...das ist ein witziger Gedanke..gemerkt:-)
 
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  • #23
Ich gebe Chatty und Gemi meine Songtexte mit der Bitte um Analyse, damit ich abchecken kann, ob man meine Referenzen, Metaphern und meine Message zwischen den Zeilen herauslesen kann.
Änderst du deine Texte falls etwas bemängelt wird oder nimmst du es nur zur Kenntnis?

..Nachfragen sind ebenso allgemein gehalten?
Suggestivfragen sind bei ChatGPT allgemein zu vermeiden, außer man sucht ne Bestätigung. Ich weiß nicht mehr wonach alles und wie genau ich fragte. Ging halt um die Analyse des Songtextes. Also Botschaft, Struktur, Reime...

ChatGPT geht sowieso immer den gesamten Chat durch..
Nein. ChatGPT geht nicht den gesamten Chat durch und schon gar nicht immer. Hatte viele Situationen in denen sich das bestätigte.
 
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  • #24
Zum Thema "Lyrics in LLMs hochladen" möchte ich kurz anmerken, dass bei Bezahlten Accounts (z.B. ChatGPT Pro) die eingegebenen Daten NICHT zu lernzwecken verwendet werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss, bei der kostenlosen Version wird genau diese gemacht.


Sollte man zumindest wissen, wie man damit umgeht ist jedem selbst überlassen.
 
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  • #25
Ja, mir ist das bekannt und egal.
 
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  • #26
Ich wollte wissen was es zu den Texten sagt, ob es sie versteht und was auszusetzen hat. Das Experiment habe ich mit mehreren unterschiedlichen Texten gemacht.

Wenn man verrät, dass es eigene Texte sind, bekommt man dermaßen viel Lob, dass einem übel wird. Bei der Analyse und dem Verständnis, hat GPT bei jedem Text versagt, weil es den Zusammenhang nicht verstand. Egal ob verschachtelte Texte oder welche mit direkter Sprache, irgendwas hat es immer falsch gedeutet. Manchmal verstand es nicht mal einen Satz der, wie bei Lyrics üblich, in nächster Zeile weiter ging. Das hat es als zwei getrennte Aussagen gewertet.

Als ich um schonungslose Kritik flehte, bekam ich Vorschläge, die weder Hand noch Fuß hatten und sprachlich sowie vom Wortklang überhaupt nicht hineinpassten. Manchmal "korrigierte" es sogar die Aussagen, sodass sie einen anderen Sinn ergaben. Ein absolutes No-Go.

Einmal habe ich sogar einen Text zur Analyse gegeben und gesagt es soll sich selbst einen Prompt schreiben, um einen ähnlichen Songtext zu schreiben. Chat gelöscht, neuen gestartet, prompt eingefügt und irgendeinen Kauderwelsch ausgespuckt bekommen.
mache derzeit ähnliche Erfahrungen :D

Den vollkommenen Text auf Knopfdruck wird es vermutlich ebenso wenig geben wie die brillante Idee ohne gedankliche Vorarbeit. Künstliche Intelligenz kann uns aber inspirieren, überraschende Perspektiven eröffnen und dabei helfen, Gedanken zu strukturieren.

Gute Texterinnen und Texter haben ihre Ideen nie ausschließlich am Schreibtisch entwickelt. Sie sitzen in Berliner Cafés, beobachten Menschen, führen Gespräche und nehmen die Sprache ihrer Umgebung auf. Heute kann eine KI einen Teil dieses Austauschs simulieren und als jederzeit verfügbarer Sparringspartner dienen. Die stärkeren, eigenwilligeren Ideen entstehen aber wahrscheinlich weiterhin im Café: dort, wo reale Erfahrungen, Widersprüche, Milieus und kulturelle Reibung aufeinandertreffen.

Eine KI kann Slang analysieren, Emotionen sprachlich nachbilden und kulturelle Muster erkennen. Sie erlebt diese Dinge jedoch nicht. Ihr fehlt die biografische und körperliche Erfahrung, aus der menschliche Bedeutung entsteht.

Auch die Musik könnte deshalb ein Feld bleiben, auf dem der Mensch kulturell führend ist – selbst wenn Maschinen technisch immer überzeugendere Stücke produzieren. Allerdings lässt sich beobachten, dass sich Musik in Teilen von der aufwendigen Aufführung zum industriell reproduzierbaren Produkt entwickelt hat. Ein klassisches Konzert mit hundert Musikerinnen und Musikern verkörpert einen anderen materiellen, sozialen und handwerklichen Aufwand als ein minimalistischer Technobeat aus dem Computer.

Vielleicht liegt in der zunehmenden Automatisierung sogar eine unerwartete Chance. Wenn Maschinen einen wachsenden Teil unserer notwendigen Arbeit übernehmen, könnte ausgerechnet die Langeweile zu einer gegensätzlichen produktiven Kraft werden. Die Abkehr von der Machine. Der Mensch hätte wieder mehr Zeit für Philosophie, Musik, Gespräche und zweckfreie Kreativität – für all jene Tätigkeiten also, die sich wirtschaftlich nur schwer rechtfertigen lassen, dem Leben aber Bedeutung geben.

Die entscheidende Frage lautet deshalb womöglich nicht, ob künstliche Intelligenz den Menschen als kreativen Urheber ersetzt. Entscheidend ist, was der Mensch mit der Freiheit anfängt, die ihm diese Maschinen verschaffen könnten.
 
  • #27
Gute Texterinnen und Texter haben ihre Ideen nie ausschließlich am Schreibtisch entwickelt. Sie sitzen in Berliner Cafés, beobachten Menschen, führen Gespräche und nehmen die Sprache ihrer Umgebung auf.
👍👍👍
 
  • #28
Ich habe letztens zu Testzwecken auch mal einige meiner alten Texte aus den 80ern durch Chatty und hauptsächlich durch Gemini Korrektur lesen lassen. Freie Accounts aber halt angemeldet. Hilfreicch ist kurz zu umreissen um was es in dem Songtext geht. Die KI`s können aber schon sehr gut deuten ob der Songtext eher düster oder fröhlich ist. Sie können aber auch positive Tendenzen in eher düsteren Songs erkennen, wenn z.B. irgendwelche Metaphern auftauchen die etwas positives symbolisieren.
Bei einem Song hatte die KI ein Wort bemängelt und ich auch mittlerweile weiß, dass es von der Grammatik her falsch ist.
Es ging um das Wort "beautist" was es im englischen so nicht als Steigerung gibt. Eine Steigerung von beautiful hatte nicht gepasst. Die KI hat mir dann sofort als Ersatz "fragile" oder "Precious" vorgeschlagen, was eine logische Konsequenz ist, hat aber auch darauf hingewiesen, dass es so etwas wie künstlerische Freiheit gibt. :)
Das Lustige daran ist, dass wir in den späten 80ern so ca. 2 Wochen durch England getourt sind.
Wir haben dort während der Zeit auch bei jungen Musikern gelebt und haben natürlich auch viel über Songtexte geredet und fanden gerde den Text und Song besonders stark.
Keiner von denen hat sich an dem Wort "beautist" gestört. Vielleicht warden die aber einfach nur nett oder es war denen wirklich egal. :)
Bei Konzerten war das eh kein Thema und es war so krass, dass uns ein paar Engländer hinterher gereist sind und dann beim Abschlusskonzert in einem Theater unsere Songs schon mitgesungen haben. Seitdem mag ich die Engländer. :)

Was KI immer noch nicht kann und auch selber "zugibt". Songtexte selbst zu generieren. Also z.B.: Schreibe mir einen Song im Stile von Martin Gore wo es um eine zerbrochene Beziehung geht.
Da kommt in der Tat nur Grütze raus und es hat Null mit dem jeweiligen Songwriter zu tun.
Das sind dann diese klassischen Binsenreime nach AB Schema mit viel "Neon" oder anderen technologischen Begriffen, die rein gar nichts mit dem Thema zu tun haben oder total unlogisch sind. Beispiel: "The room in neon light and i walk through lonely streets" Really? Was interessiert mich der neon light room wenn ich durch einsame Strassen laufe. "Oh sorry, Du hast recht, das ist total unlogisch", aber irgendwie lustig. :)
KA warum das so ist, aber da schlägt Chatty und Gemini in die gleiche Kerbe.
Und ganz ehrlich, klar kann man das steuern indem man sagt, nutze ein anderes Reimschema, hier möchte ich einen unreinen Reim etc. und Chatty und Gemini wird immer lobhudeln: Ganz genau das macht einen richtigen Songwriter aus, Du hast absolut recht blabla. Aber das ist mir wirklich zu blöd und dauert viel zu lange.
Aber als Test um zu sehen ob die Grammatik einigermassen passt ist das schon schneller, als wenn ich selbst im Internet recherchiere, weil ich mir unsicher bin. Mein Englisch ist leider a little bit rusty, so über die Jahre des Nichttextens und vieles ist bei mir auch eher Gefühl von Wortfindung beim Songwriting als korrekte Grammatik. Meist passt es aber schon, da ich kein "kompliziertes" Englisch nutze. Es muss vertändlich für die meisten Leute bleiben.
 
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  • #29
Vielleicht liegt in der zunehmenden Automatisierung sogar eine unerwartete Chance. Wenn Maschinen einen wachsenden Teil unserer notwendigen Arbeit übernehmen, könnte ausgerechnet die Langeweile zu einer gegensätzlichen produktiven Kraft werden. Die Abkehr von der Machine. Der Mensch hätte wieder mehr Zeit für Philosophie, Musik, Gespräche und zweckfreie Kreativität – für all jene Tätigkeiten also, die sich wirtschaftlich nur schwer rechtfertigen lassen, dem Leben aber Bedeutung geben.
Dass das ein Traum bleiben wird, sieht man ja an der aktuellen Wirtschaft. Alle grossen Konzerne die schon längere Zeit in KI investiert haben, merken ja allmählich, dass KI auf Dauer zu teuer wird und holen teilweise ihre alten Mitarbeiter zurück.
Dann noch, wer von der jüngeren Generation hat denn heute noch wirklich Lust auf intensive Gespräche über den Sinn des Lebens. Die sind in TicToc und anderen sozialen Netzwerken gefangen. Wenn das Internet ausfällt, sind die total aufgeschmissen. :)
Das betrifft uns aber jetzt schon genauso. Letztens war bei meiner Frau wieder Stromausfall im Geschäft. Es ging keine Zahlung mehr. Der Laden stand quasi eine Stunde still. Was die sich von den Kunden anhören musste möcht ich hier gar nicht wiedergeben.
Im Juni waren wir im Urlaub. Ich muss immer schauen, dass WLAN vorhanden ist. WLAN ging nicht richtig, kaum Empfang. Vermieter sagte, wir haben gerade umgebaut, bekommen das so schnell nicht hin. Laut Vertrag war das okay. Wer liest schon das Kleingedruckte. Ich habe für 10 Tage mein Smartphone nicht genutzt, nur mit meinen Eltern telefoniert, Laptop konnte ich auch wieder einpacken und mir mal wieder Bücher gekauft, eine aktuelle Tageszeitung. Ich fand das befreiend. Meine Frau eher so semi befreiend. :)
 
  • #30
Im Juni waren wir im Urlaub. Ich muss immer schauen, dass WLAN vorhanden ist. WLAN ging nicht richtig, kaum Empfang. Vermieter sagte, wir haben gerade umgebaut, bekommen das so schnell nicht hin. Laut Vertrag war das okay. Wer liest schon das Kleingedruckte. Ich habe für 10 Tage mein Smartphone nicht genutzt, nur mit meinen Eltern telefoniert, Laptop konnte ich auch wieder einpacken und mir mal wieder Bücher gekauft, eine aktuelle Tageszeitung. Ich fand das befreiend. Meine Frau eher so semi befreiend.
Es wird eine Zeit kommen, in dem kabelbasiertes Internet durch Meere verlegt, nicht mehr funktioniert. Von daher wird Starlink diese Lücke besetzen.
 
  • #31
Änderst du deine Texte falls etwas bemängelt wird oder nimmst du es nur zur Kenntnis?
Gab bislang keinen Grund etwas zu ändern.

Wenn eine von mir gewollte Interpretation für KI njcht verständlich ist, selbst wenn ich auf die Zeile hinweise, würde ich von Fall zu Fall entscheiden.
 
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  • #32
Meine Meinung zum Thema:


Beim kreativen Schreiben ist es wenig sinnvoll, KI als eigenständigen Autor zu betrachten.
Die Stärke von KI liegt woanders, nämlich darin, den kreativen Prozess des menschlichen Autors zu unterstützen, zu beschleunigen und zu erweitern.
KI ist in diesem Sinne weniger ein Ersatz für kreative Entscheidungen als ein sprachliches Denk-, Such- und Experimentierwerkzeug.

KI ist nicht gut darin, von sich aus zu entscheiden, was für einen bestimmten Menschen wirklich die richtige kreative Entscheidung ist. Sie kennt nicht die persönliche Erfahrung, den individuellen Geschmack oder die künstlerische Absicht des Autors. Sie kann nicht zuverlässig beurteilen, welche Formulierung sich für den Autor „richtig“ anfühlt und neigt ohne klare Vorgaben zu allgemeinen, gefälligen oder klischeehaften Lösungen.

Gut ist KI dagegen darin, anhand bestimmter Vorgaben schnell Möglichkeiten zu erzeugen.
Man kann ihr beispielsweise eine bestimmte Aussage, ein Reimwort, eine Silbenzahl oder eine gewünschte Stimmung vorgeben, Texte vergleichen, kürzen, umformulieren, strukturieren, Ideen ausloten, sprachliche Möglichkeiten aufzeigen, Alternativen ausprobieren, Widersprüche sichtbar machen oder eine vorhandene Idee in verschiedene Richtungen weiterentwickeln.

Deshalb ist die entscheidende Frage nicht:
„Kann KI einen guten Songtext schreiben?“

sondern eher:
„Kann KI mir helfen, meinen Songtext besser zu schreiben?“

Und darauf lautet die Antwort durchaus: Ja.

Wer lediglich sagt „Schreib mir einen Song über Thema X“ testet nicht das Potenzial der Zusammenarbeit, sondern zeigt nur auf, wo die Fähigkeiten der KI tatsächlich beschränkt sind.

Zielführender wird es, wenn der Mensch die kreativen Entscheidungen trifft und die KI bei den daraus entstehenden Aufgaben unterstützt.

Ich habe den Text jetzt als "AIContent" gekennzeichnet, auch wenn hier das Entsprechende gilt:
*Ich* habe Gedanken vorgegeben und Entscheidungen über Inhalt, Gewicht und Formulierungen getroffen, mich bei der Ausformulierung dann aber von KI unterstützen lassen.
 
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  • #33
Ich habe den Text jetzt als "AIContent" gekennzeichnet, auch wenn hier das Entsprechende gilt:
*Ich* habe Gedanken vorgegeben und Entscheidungen über Inhalt, Gewicht und Formulierungen getroffen, mich bei der Ausformulierung dann aber von KI unterstützen lassen.
Man kann sogar erkennen welche KI das geschrieben hat. Es war ChatGPT, richtig?
 
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  • #34
Man kann sogar erkennen welche KI das geschrieben hat. Es war ChatGPT, richtig?
Du meinst, die unterhält sich mit jedem gleich!? Ich hätt gedacht, ich wär was Besonderes für sie 😭
 
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