Moni Blue 'April Blues' [mixing practice]

  • Ersteller Ersteller leary
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  • #21
Die Moni hat noch einen neueren Schlitten auf Cambridge, ma gucken ob der hier auch schon am Start ist đŸ„

 
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  • #23
@Joost Danke! Ja kann man so sagen. Ein variables Routing zwischen aufgesplitteter Vocals in mehrere Parts mit unterschiedlicher RĂ€umlichkeit/FX.
 
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  • #24
Hier mal meine Version. Keine Plugs in den KanÀlen. Nur LautstÀrke und Panning geregelt. Auch kein EQ.
Im Master nur Kompressor und Lautmacher.
 
  • #25
@Joost (erste Version) und @Chris41 haben, meiner Meinung nach, in Ihren Mixen das feeling des Songs noch am besten
getroffen. So ein Studio-Session-Feeling. Wo sich Musiker treffen und mit Ihren Instrumenten einfach Spaß haben
an Ihrer Mucke. Die anderen Mixe sind leider, meiner Meinung nach, weit entfernt davon. Und warum muß so ein Song
so eine Lautheit haben ?
 
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  • #26
Mein Mix dazu:
 
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  • #27
Und warum muß so ein Song
so eine Lautheit haben ?
GrundsÀtzlich mische ich derzeit zb so, dass der Limiter gar nichts mehr macht.

FrĂŒher las man hier oft im Forum: maximal bis zu 3db Spitzen
 aber das ist schon viel zu viel 😂
Auf diese Werte achte ich:

  • LUFS I:
    👉 -9 bis -11 LUFS → Sweet Spot
  • LUFS S:
    👉 -8 bis -10 LUFS → sollte stabil wirken
  • LUFS M:
    👉 -7 bis -9 LUFS → Peaks in Refrains ok
  • LRA:
    👉 2 – 4
 
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  • #28
@AudioPaw
Joh, danke fĂŒr deinen Hinweis. Ich kann aber leider nicht soviel mit diesen LUFS-Angaben etwas anfangen.
Wenn ich einen Mix auch lauter hören kann und dieser dabei in sich nicht zusammfĂ€llt. Dann ist das fĂŒr mich in Ordnung.
 
  • #29
Den Mix finde ich OK. Zum Thema LautstÀrke, hab ich mir das WAV gerade mal heruntergeladen und in RX reingeworfen.

Es gibt da leichtes Clipping und in LUFs ausgedrĂŒckt gibt es da den Wert -14.1, also Streaming LautstĂ€rke (YT, Spotify - Apple wĂ€re noch leiser). CD wĂ€re bei -9 bis -10. bzw. bei starken Dynamikunterschieden könnte man da auch noch auf -12 gehen. Diskotheken Abmischungen auf CD können da noch erheblich lauter gehen (z.B. -8). Die Loudness Range liegt bei Deiner Abmischung bei 6.3
Die rechte Seite ist leicht (ca. 1 dB TruePeak) lauter abgemischt, was ich aber nicht unbedingt als Fehler ansehe.

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  • #30
@AudioPaw
Joh, danke fĂŒr deinen Hinweis. Ich kann aber leider nicht soviel mit diesen LUFS-Angaben etwas anfangen.
Wenn ich einen Mix auch lauter hören kann und dieser dabei in sich nicht zusammfĂ€llt. Dann ist das fĂŒr mich in Ordnung.
Wenn ich in Reaper was rendere erhalte ich diese Angaben...

oder wenn Du den Youlean-Meter nimmst:

Ich glaube, viele unterschĂ€tzen völlig, was dieses ganze Thema LUFS im Mixing eigentlich bewirkt. Am Anfang wirkt das wie irgendein technischer Nebenkriegsschauplatz fĂŒr Nerds, aber in Wahrheit ist es oft genau der Punkt, an dem ein Mix plötzlich aufhört nach Demo zu klingen und anfĂ€ngt, wie eine richtige Produktion zu wirken.

Wenn du in Reaper renderst oder zum Beispiel den Youlean Loudness Meter benutzt, bekommst du ja verschiedene Werte angezeigt, etwa LUFS-M, LUFS-S, LUFS-I und LRA. Und genau diese Werte helfen dir dabei, nicht mehr nur nach GefĂŒhl herumzurĂŒcken, sondern zu verstehen, was dein Mix tatsĂ€chlich macht. Ich wette mal, dass wir das noch nie jemand gesagt hat :D FĂŒr mich ist das auch sehr neu, da ich das kĂŒrzlich erst alles rausgefunden habe.

LUFS-M steht fĂŒr Momentary und zeigt dir sehr kurze Lautheitsmomente, also vereinfacht gesagt, wie aggressiv einzelne Peaks oder kurze Passagen gerade wirken. LUFS-S steht fĂŒr Short Term und betrachtet ein etwas lĂ€ngeres Zeitfenster von ungefĂ€hr drei Sekunden. Das ist oft schon viel nĂ€her an dem, wie wir einen musikalischen Abschnitt tatsĂ€chlich wahrnehmen. LUFS-I ist der Integrated-Wert, also die durchschnittliche Lautheit des gesamten Songs. Und dann gibt es noch die LRA, die Loudness Range, also den Dynamikumfang. Wenn man diese Werte einmal verstanden hat, fĂ€ngt man plötzlich an, Mixing viel bewusster zu betreiben, weil man erkennt, warum manches zwar laut ist, aber trotzdem klein, platt oder anstrengend klingt, wĂ€hrend andere Produktionen laut, offen, druckvoll und trotzdem angenehm wirken.

Genau da liegt fĂŒr mich der eigentliche Aha-Moment. Viele versuchen anfangs einfach, ihren Song irgendwie lauter zu machen, und wundern sich dann, warum alles kleiner wird, der Punch verschwindet oder das Ohr schnell ermĂŒdet. Wenn du aber anfĂ€ngst, dich an sinnvollen Lautheitswerten zu orientieren (also einfach an diesen Zahlen!!!) und dann gezielt zu ĂŒberlegen, wie du da hinkommst, lernst du fast automatisch, wie man so mischt, dass es amtlich klingt. Das bedeutet eben nicht, dass der Song leise wird. Im Gegenteil: Er kann sehr wohl laut sein, aber eben auf eine gute Art — dynamisch, sauber, professionell und ohne diese Artefakte oder dieses stressige, ĂŒberfahrene GefĂŒhl, das man von kaputtkomprimierten Mixen kennt.

Was mir dabei extrem geholfen hat, ist sauberes Gain-Staging von Anfang an. Ich halte zum Beispiel alle Spuren ohne Summen-Plugins ungefĂ€hr bei minus 6 dB in der DAW. Und ich arbeite dabei nicht nur mit dem Fader, sondern mache das Audiomaterial selbst direkt in der Spur leiser, wenn es nötig ist. Das hat fĂŒr mich gewisse Vorteile, weil das gesamte System entspannter arbeitet und man mehr Kontrolle darĂŒber hat, wie die nachfolgenden Plugins reagieren. Viele Probleme entstehen ja schon lange vor dem Masterbus, einfach weil zu viele Spuren intern zu heiß unterwegs sind und dann jedes Plugin wieder nur Schadensbegrenzung betreibt.

Wichtig ist aus meiner Sicht auch, dass Lautheit eben nicht einfach dadurch entsteht, dass man am Ende brutal in einen Limiter fĂ€hrt. Ich nutze auf der Summe durchaus mehrere Tools, zum Beispiel zwei Limiter, bei mir etwa Weiss und FabFilter, dazu EQ, Tape Machine von UAD, Kompression, Stereo-Spreading und solche Dinge. Aber das Entscheidende ist: Diese Plugins machen teilweise nur sehr wenig, manchmal limitiert da ein Tool gerade mal 0,1 dB. Die eigentliche Lautheit erzeuge ich viel frĂŒher und viel musikalischer, nĂ€mlich ĂŒber die Spuren selbst. Ein bisschen Kompression hier, etwas Kontrolle dort, nie zu viel, gern auch mal parallel, Sidechaining, SĂ€ttigung, dazu ein vernĂŒnftiges Balancing und eine saubere Verteilung von Energie im Mix. Genau dadurch entsteht am Ende dieser Eindruck von GrĂ¶ĂŸe, Dichte und ProfessionalitĂ€t. Der Limiter ist dann eher der Lack auf dem Auto, aber nicht der Motor.

Und das ist letztlich der Punkt, den viele ĂŒbersehen: Wenn du deine Werte misst und dich grob an vernĂŒnftigen Zielbereichen orientierst, lernst du automatisch, anders zu mischen. Du hörst genauer hin, du merkst schneller, wann etwas zu dicht wird, wann der Song nicht mehr atmet, wann der Bassbereich zu viel Energie frisst oder wann die Transienten leiden. LUFS ist deshalb fĂŒr mich nicht irgendein abstrakter Zahlenkram, sondern eher ein extrem nĂŒtzliches Kontrollinstrument. Es zeigt dir, ob dein Mix wirklich schon professionell funktioniert oder ob er nur vordergrĂŒndig laut gemacht wurde.

Seit ich damit arbeite, sehe ich das Thema Lautheit komplett anders. Es geht eben nicht darum, möglichst viel zu zerdrĂŒcken, sondern darum, Lautheit, Dynamik und Sauberkeit in ein gutes VerhĂ€ltnis zu bringen. Und wenn man das einmal verstanden hat, kommt man ziemlich schnell dahinter, warum manche Mixe sofort teuer und souverĂ€n wirken, wĂ€hrend andere trotz viel LautstĂ€rke irgendwie billig bleiben. Genau deshalb wĂŒrde ich jedem raten, sich diese Werte in Reaper oder im Youlean Meter einmal in Ruhe anzuschauen und dann gezielt zu lernen, wie man dorthin mischt. Das ist einer der schnellsten Wege, um besser zu werden — nicht nur lauter, sondern wirklich besser.

Ich denke dies ist einer der wertvollsten Posts, die ich hier bislang geteilt habe :D

Woher weiß ich das alles: YouTube Videos & KI-GesprĂ€che. Ich stelle mir viele Fragen und frage vieles nach. Sehr gut sind zB die Videos von Streaky: Kurz und on the point. Der labert nicht rum sondern bringt es fundiert auf den Punkt.
 
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  • #31
Was mir dabei extrem geholfen hat, ist sauberes Gain-Staging von Anfang an. Ich halte zum Beispiel alle Spuren ohne Summen-Plugins ungefĂ€hr bei minus 6 dB in der DAW. Und ich arbeite dabei nicht nur mit dem Fader, sondern mache das Audiomaterial selbst direkt in der Spur leiser, wenn es nötig ist. Das hat fĂŒr mich gewisse Vorteile, weil das gesamte System entspannter arbeitet und man mehr Kontrolle darĂŒber hat, wie die nachfolgenden Plugins reagieren. Viele Probleme entstehen ja schon lange vor dem Masterbus, einfach weil zu viele Spuren intern zu heiß unterwegs sind und dann jedes Plugin wieder nur Schadensbegrenzung betreibt.
Joh !!! Sehr wichtiger Punkt. Ich bin sogar bei -18dB bei meinen KanÀlen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Denn nur dann kann man mit den Plugins korrekt arbeiten. Da diese in der digitalen Welt einen bestimmten Arbeitsbereich
haben, den man auch sorgfÀltig einhalten sollte. Wenn man das nÀmlich nicht macht und ich sage mal auf analogerweise
in der digtalen DAW mischt...ja dann hat man eben die schlechten Ergebnisse die Du angesprochen hast.

Aber abgesehen von dem was Du noch beschrieben hast, benötigt man schon eine gewisse Erfahrung und sollte seine
Abhöre kennen. Und Spuren lesen ist auch ganz wichtig. Wie gehe ich an einen Song heran. Was braucht der Song.
Eher etwas mehr trocken mit IntimitÀt oder doch etwas opulenter. Das sind, finde ich, auch ganz wichtige Faktoren
die zu berĂŒcksichtigen sind.

Aber super, das Du dieses Thema hier auch angesprochen hast. Besten Dank !!
 
  • #32
Hier noch eine weitere Version. Mit ein bissl mehr PS.
 
  • #33
Auch einer:

 
  • #34
Hier noch eine weitere Version. Mit ein bissl mehr PS.
Anhang anzeigen 165428

Ähnlich wie beim Kinsugi-Mix sind die mittigen Elemente links und rechts (Gitarren) ĂŒberreprĂ€sentiert und kĂ€mpfen gegen die Vocals. Ich wĂŒrde auch anregen sie in einen Raum mit weniger Predelay als die Vocals zu stellen, um sie akustisch hinter der Stimme zu platzieren.
 
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  • #35
Ähnlich wie beim Kinsugi-Mix sind die mittigen Elemente links und rechts (Gitarren) ĂŒberreprĂ€sentiert und kĂ€mpfen gegen die Vocals. Ich wĂŒrde auch anregen sie in einen Raum mit weniger Predelay als die Vocals zu stellen, um sie akustisch hinter der Stimme zu platzieren.
Jo, Danke fĂŒrs feedback. Hatte ich auch schon ĂŒberlegt, daß die Gitten wohl doch zu betont sind gegenĂŒber den Vocals.
Mit dem weniger predelay werde ich nochmal versuchen.
 
  • #36
Höre hier am Morgen mal mit ganz frischen Ohren. FĂŒr mich ist der Mix schon stimmig. Effekte auf den
Gitten ist natĂŒrlich GS. Was mir persönlich nicht gefĂ€llt, daß auf den Main-Vocals zuviel Raum/Hall ist.
Und die Vocals mir zu In Your Face sind. Nimmt dem ganzen so die intime Atmo. Deswegen dann die Gitten bei Dir mehr im Hintergrund. Also dann entweder Gitten leiser oder Vocals lauter. Kann man dann machen wie man will.
Gesamtsound fĂŒr mich auch zu Mittenbetont. Damit meine ich die höheren Mitten, wenn man daß so ĂŒberhaupt beschreiben kann. Aber wie schon gesagt, bei diesem Feedback hier viel GS im Spiel.
 
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  • #37
@livingsounds
Mich wĂŒrde noch bei Dir interessieren, weil wir ja das Thema mit @AudioPaw hier auch angesprochen hatten, mit wieviel
-dB du deine KanÀle (Gain-Staging) einstellst ? Falls es kein Geheimnis ist.
 
  • #38
@livingsounds
Mich wĂŒrde noch bei Dir interessieren, weil wir ja das Thema mit @AudioPaw hier auch angesprochen hatten, mit wieviel
-dB du deine KanÀle (Gain-Staging) einstellst ? Falls es kein Geheimnis ist.
Überhaupt nicht. Ich mische oldschool auf einer analogen Konsole, da liegen solche Informationen nicht vor.
 
  • #39
Höre hier am Morgen mal mit ganz frischen Ohren. FĂŒr mich ist der Mix schon stimmig. Effekte auf den
Gitten ist natĂŒrlich GS. Was mir persönlich nicht gefĂ€llt, daß auf den Main-Vocals zuviel Raum/Hall ist.
Und die Vocals mir zu In Your Face sind. Nimmt dem ganzen so die intime Atmo. Deswegen dann die Gitten bei Dir mehr im Hintergrund. Also dann entweder Gitten leiser oder Vocals lauter. Kann man dann machen wie man will.
Gesamtsound fĂŒr mich auch zu Mittenbetont. Damit meine ich die höheren Mitten, wenn man daß so ĂŒberhaupt beschreiben kann. Aber wie schon gesagt, bei diesem Feedback hier viel GS im Spiel.
Na ja, das ist Radio-Pop, da mĂŒssen die Vocals vorn sein. Bei den Höhen gebe ich Dir Recht. Auf dem Mixbus hat der Pultec noch mal Höhen angehoben, das ist zu krass. Und beim Mix habe ich geschummelt, indem ich am Ende (im Rechner) den Limiter ĂŒberstrapaziert habe, damit es koherĂ€nt klingt. Dadurch entstehen Verzerrungen und es klingt alles etwas hart oben rum.

EDIT: Das bezog sich auf den anderen Mix/Thread.
 
  • #40
Ich meine zu hören, daß die meisten Mixer hier nicht auf ein korrektes eingestelltes Gain-Staging geachtet haben
auf Ihren KanÀlen ? Dementsprechend arbeiten die Plugs auch nicht im optimalen Arbeitsbereich (Pegelbereich).
Das Ă€ußert sich in digitalen Verzerrungen, die man auf einem Smartphone oder diesen kleinen
Ohrstöpsel-Hörer nicht wahrnimmt. Aber je lauter man dann den Mix macht, umso deutlicher werden diese Fehler
hörbar. Jedenfalls auf einigermaßen guten Abhören. Ich beziehe mich hier auf rein digitales Mixen.

Wie schon gesagt, bin hier noch nicht lange unterwegs und will auch nicht behaupten, daß ich Mixing-technisch
alles verstehe. Und mit meinen 60 jahren haben meine Ohren (bin Basser) auch bestimmt gelitten.
Aber das wÀre jetzt so meine Vermutung dazu. Gibt ja genug interessante Videos auf YT zu diesem Thema.


Das Multiband-Plug im Master tut noch sein ĂŒbriges dazu, um alles gut zusammenzufĂŒgen.
Aber mit Multiband zu arbeiten ist fĂŒr mich noch immer nicht so leicht. Kann man sich auch vieles
kaputtmachen dann im Master. Ich selber mische immer in den Master hinein. Kontrolltechnisch
ist das der beste Weg fĂŒr mich geworden.

Hier mein finaler Mix, mit einem doch, wie ich finde, korrekt eingestellten Gain-Staging fĂŒr diesen Song.

 
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