Kreativität in Zeiten der Musik-KI: Ein Dilemma

  • Ersteller Ersteller andy456
  • Erstellt am Erstellt am
  • #161
jetzt nehmen wir den Ötzi und holen uns ihn ins Jahr 2026, nackig, der geht sofort in den nächsten Wald, kloppt ein paar Steine zu Keilen und legt los, nachdem er sich Feuer gemacht hat legt er ein paar Wildschweine um oder was sonst so da ist, macht sich wat zu futtern und schläft besser im Wald, als ich es je könnte
...dann kommt jemand, der zeigt ihn wegen Wilderei an, Ötzi wird angeklagt, er weiß überhaupt nicht, was los ist, dann soll er 10.000 Euro Strafe zahlen, die hat er nicht, weil er nicht weiß, was Geld ist - also kommt er in Erzwingungshaft. Dort verreckt er binnen kurzer Zeit, weil er Unfreiheit nicht kennt und glaubt, dass das jetzt für immer so bleibt...
 
  • Haha
Reaktionen: Seratos

  • #162
...dann kommt jemand, der zeigt ihn wegen Wilderei an, Ötzi wird angeklagt, er weiß überhaupt nicht, was los ist, dann soll er 10.000 Euro Strafe zahlen, die hat er nicht, weil er nicht weiß, was Geld ist - also kommt er in Erzwingungshaft. Dort verreckt er binnen kurzer Zeit, weil er Unfreiheit nicht kennt und glaubt, dass das jetzt für immer so bleibt...
Es wird langsam Zeit für betreutes Fabulieren... ;-)
 
  • Haha
Reaktionen: holgi
  • #163
Wenn man es aus der Sicht der Industrie betrachtet, sind Künstler ja aber wirklich nur "Werkzeuge" bzw. wenn man es ein wenig humaner sagen möchte: Produktionsressourcen.
Das stimmt, ja. Aus Sicht der Industrie ist der Mensch nur eine wenig produktive und unzuverlässige Ressource. Nach 8 Stunden geht er wieder nach Hause, muss schlafen, will auch noch Urlaub und feiert dann noch 14,8 Tage krank.
Klar, aber es ist eben auch ein Unterschied, ob ich Geige spiele oder ein VSTi programmiere, indem ich Töne in ein Raster klicke, oder?
Definitiv. Wenn man es weniger isoliert betrachtet und mehr das Gesamtpaket anschaut, ändert es sich das Bild wieder etwas. Die meisten guten Komponisten klicken eben nicht Töne in ein Raster, sondern spielen es am Keyboard ein. Hantieren mit Midi-CC und erarbeiten ein ganzes Arrangement, was dann wiederum etwas anderes ist, als das Handwerkliche bedienen eines Instrumentes. Da sind wir wieder beim kreativen Grundgedanken.

Du bist Anwalt, oder?
Nein, ich bin kein Anwalt, musste mich aber als selbständiger in einem "künstlerischen" Beruf mit dem Thema auseinandersetzen (Künstlersozialkasse).

Mich würde mal interessieren, warum das Trainieren einer KI urheberrechtlich relevant ist. Ich kann das gar nicht bewerten, weil ich keine Ahnung von Urheberrecht habe. Wo beginnt das und wo endet es? Wenn ich als Künstler sage, Künstlerin XY hat mich beeinflusst, ist das ja auch nicht relevant. Ich vermute, dass die Gesetzeslage weltweit noch in keinster Weise auf generative KI vorbereitet ist, oder?
Es ist urheberrechtlich relevant, weil beim Training einer KI geschützte Werke verarbeitet werden und das Urheberrecht nicht nur die Veröffentlichung schützt, sondern bereits bestimmte Formen der Nutzung.
Allen voran die maschinelle Vervielfältigung und Speicherung.
Wir haben hier 2 Standpunkte:
1. Industrielle Sicht:
Man "lernt" ja die Maschinen an, wie der Mensch auch lernt. Ein Argument, dass man hier auch oft liest.
Und am Ende kommt keine Kopie heraus.
2. Sicht der Urheber:
Es werden in gigantischem Maßstab und ohne Erlaubnis Werke erfasst und analysiert, daraus Modelle entwickelt die so leistungsfähig sind, dass man als Mensch nicht mithalten kann.
Das ist im Grunde nichts anderes, als wie die Prozesse der Industrialisierung. Damals haben die Maschinen die Körperliche Arbeit übernommen, jetzt übernehmen sie zusätzlich die geistige. Soweit also im Grunde nichts neues und man hat ja immer gelernt damit umzugehen und hinterher ging es der Menschheit sogar besser. Ist so das typische Argument. Jetzt muss man das ganze aber mal historisch einordnen: Die Industrialisierung hat die Globalisierung ermöglichst. Das Plus an Leistungszuwachs hat es ermöglicht, von überall her Produkte überall hinzuliefern (Hallo Temu!) Und jetzt kommt das gruselige: Die Globalisierung ist ja soweit abgeschlossen. Bisschen geht noch, aber dann ist Ende und auf das letzte Fleckchen Erde wurde eine Fabrik gebaut. Die KI Revolution hat also nicht die großen Skalierungsoptionen wie es die Industrielle Revolution hatte. Um das auszugleichen müssen wir runter von er Erde und ab in den Weltraum.

Ja, das weiß ich natürlich. Und das Thema ist bis heute nicht geklärt. Trotzdem gibt es auch immer wieder Urteile, dass Samples aus urheberrechtlich geschützten Songs genutzt werden dürfen.
Das ist in der Tat ein Katz- und Mausspiel und je nach Land gelten oft andere Regelungen. Allen gemein ist, dass es meist ziemlich teuer für alle beteiligten wird.
Der Streit von Moses und Kraftwerk lief ja erst mal so ab, dass der Moses eins auf die Mütze bekommen hat. Er hat aber nicht locker gelassen und ist bis ganz nach oben. Irgendwann wurde von Seiten der Gerichte beschlossen, dass Sampling auch eine Kunstform sein kann und das man abwägen müsse, zwischen den Eigentumsrechten der Urheber und der Kunstfreiheit. Irgendwann sind die auf die Idee der Pastiche-Regel gekommen und jetzt muss ich mal die KI zur Hilfe nehmen:
Damit etwas als zulässiger Pastiche gelten kann, müssen laut EuGH im Wesentlichen drei Dinge vorliegen:
  1. Das neue Werk muss auf ein bestehendes Werk Bezug nehmen.
  2. Es muss gleichzeitig erkennbar anders sein.
  3. Es muss ein „künstlerischer oder kreativer Dialog“ mit dem Original entstehen.
Der EuGH nannte ausdrücklich:
  • stilistische Imitation,
  • Tribute/Hommagen,
  • kritische oder humorvolle Auseinandersetzung,
  • Sampling
als mögliche Formen.

Nicht geschützt sind etwa:
  • verstecktes Plagiat,
  • reine 1:1-Übernahme,
  • bloßes Kopieren ohne kreative Eigenleistung.

Ja, das stimmt. Natürlich kann ich das aus Profisicht nicht bewerten. Dafür bin ich nicht tief genug im Thema.
Profi bin ich da ja auch nicht. Bestenfalls Stammtisch-Jurist. :smil451c7211b9e19:
 
  • #165
Ja und nein, schneller sicher, aber sie neigen immer sehr zum verschlimmbessern, den code effizent halten, aber schmeissen dann einfach Funktionen wieder raus, zumindest bei Google Studio.
Man codet ja auch entweder mit Claude Code oder Codex, wenn man Qualität haben möchte.
 
  • #166
Man codet ja auch entweder mit Claude Code oder Codex, wenn man Qualität haben möchte.
Was hast Du denn so für tolle Projekte mit Claude Code oder Codex gemacht? Bist Du reich geworden? Oder bist du mit deinen Musikprojekten ehe schon reich gewesen? Suno? Frage letzteres nur, weil mich interessiert welche Skills Du besitzt die sich von den 7.000.000 Spotify-Uploadern jeden Tag unterscheiden O_o
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #167
Was hast Du denn so für tolle Projekte mit Claude Code oder Codex gemacht? Bist Du reich geworden? Oder bist du mit deinen Musikprojekten ehe schon reich gewesen? Suno? Frage letzteres nur, weil mich interessiert welche Skills Du besitzt die sich von den 7.000.000 Spotify-Uploadern jeden Tag unterscheiden O_o
Seit knapp 2 Monaten entwickle ich mithilfe von Codex (ChatGPT 5.5 auf xhigh) eine Software, die ein intelligentes Immunsystem mit integriertem KI-Agenten für Win11 PCs darstellen soll.


View: https://youtu.be/3Z7gM3D7sIs

Guardian – das lokale KI-Immunsystem für Windows 11

Guardian ist ein lokaler, KI-gestützter Sicherheitsassistent für Windows 11, der den Zustand eines PCs analysiert, sicherheitsrelevante Veränderungen sichtbar macht und kontrollierte Härtungs- und Diagnosemaßnahmen vorbereitet.

Das Projekt verfolgt die Idee eines intelligenten Immunsystems für den Windows-PC: Guardian soll nicht nur einzelne Warnungen anzeigen, sondern den Zustand des gesamten Systems verstehen. Prozesse, Dienste, Autostarts, aktive Netzwerkverbindungen, Windows-Sicherheitsfunktionen und wichtige Härtungseinstellungen werden lokal erfasst, bewertet und in einer übersichtlichen Desktop-Oberfläche dargestellt.

Die aktuelle Demo-Version von Guardian ist bereits ein funktionierender Prototyp. Sie verbindet lokale Systemanalyse, Sicherheitsbewertung, Baseline-Vergleiche, Ereignisaufbereitung, Maßnahmenvorschau und einen lokalen KI-Analyse-Layer zu einem nachvollziehbaren Sicherheitsworkflow. Codex hat im aktuellen Repository unter anderem WPF-Desktop-App, lokale Snapshots, Collector für Prozesse/Dienste/Autostarts/Netzwerk/Defender/Firewall/Windows Update, Hardening-Audit, Snapshot-Diff-Logik, Event-Normalizer, Analyse-Pipeline, Maßnahmenpläne, Freigabeprozess, SQLite-Persistenz und eingeschränkte Reparaturfunktionen als vorhanden identifiziert.

Guardian erfasst unter anderem Prozesse, Dienste, Autostarts, Netzwerkadapter, aktive Verbindungen, Listener, Internet-Endpunkte, Bluetooth-Informationen, Defender-Status, Firewall-Status und Windows-Update-Informationen. Zusätzlich prüft Guardian verschiedene Windows-Härtungspunkte wie UAC, SmartScreen, RDP/NLA, BitLocker, Secure Boot, Memory Integrity, LSASS-Schutz, Defender Cloud Protection, PUA Protection, Network Protection, Tamper Protection, Defender-Ausnahmen, SMB-Einstellungen sowie auffällige Autostarts und Tasks.

Im Mittelpunkt steht ein erklärbarer Sicherheitsablauf: Guardian erstellt lokale System-Snapshots, erkennt Veränderungen gegenüber früheren Zuständen, normalisiert Auffälligkeiten zu Sicherheitsereignissen und zeigt dem Nutzer, warum ein Befund relevant sein kann. Statt kryptischer Warnmeldungen sollen verständliche Informationen entstehen: Was wurde gefunden? Welche Komponente ist betroffen? Warum könnte es riskant sein? Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

Das Herzstück von Guardian ist der lokale KI-gestützte Analyse-Layer. Guardian ist darauf ausgelegt, im normalen Betrieb mit einem aktiven lokalen KI-Modell zu arbeiten — zum Beispiel über Ollama oder einen Local-LLM-Adapter. Die KI unterstützt dabei, Sicherheitsereignisse einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen, Risiken verständlich zu erklären und konkrete Handlungsempfehlungen vorzuschlagen.

Der heuristische Sicherheitskern bleibt dabei als stabile Grundlage erhalten. Er sorgt dafür, dass Guardian auch dann noch nutzbar bleibt, wenn auf sehr schwacher Hardware kein lokales KI-Modell sinnvoll ausgeführt werden kann. Der Zielbetrieb von Guardian ist jedoch klar: lokale KI-Analyse direkt auf dem eigenen Windows-PC. Guardian benötigt dafür keine Cloud-KI und ist nicht auf externe KI-Dienste angewiesen.

Sicherheitsrelevante Maßnahmen werden nicht heimlich oder unkontrolliert ausgeführt. Guardian erstellt Maßnahmenpläne mit Vorschau, Voraussetzungen, Auswirkungen und Freigabeprozess. Der Nutzer sieht vor der Ausführung, was Guardian vorschlägt, warum die Maßnahme sinnvoll sein kann und welche Auswirkungen sie haben könnte. Erst nach ausdrücklicher Zustimmung können eng begrenzte Aktionen ausgeführt werden.

Bereits umgesetzt sind unter anderem read-only Windows-Diagnosen mit DISM und SFC, das Aktivieren von Defender Network Protection sowie das kontrollierte Deaktivieren ausgewählter auffälliger Autostart-Einträge. Viele weitere Empfehlungen werden bewusst als geführte Prüfung, manuelle Maßnahme oder Roadmap angezeigt, statt unkontrolliert automatisiert zu werden.

Guardian ist aktuell kein fertiger Ersatz für etablierte Antivirus-, EDR- oder Enterprise-Security-Produkte. Die Demo zeigt jedoch bereits einen glaubwürdigen Prototyp für lokale Systemtransparenz, erklärbare Sicherheitsbefunde, KI-gestützte Analyse und kontrollierte Windows-Härtung.

Die langfristige Vision ist ein umfassendes intelligentes Immunsystem für Windows-PCs: ein lokaler Sicherheitsassistent, der verdächtige Veränderungen erkennt, mögliche Angriffsfolgen nachvollziehbar macht, Risiken verständlich erklärt und sichere Reparatur- oder Härtungsmaßnahmen vorbereitet — kontrolliert, lokal, nachvollziehbar und nur mit Zustimmung des Nutzers.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: Schludi
  • #168
Was hast Du denn so für tolle Projekte mit Claude Code oder Codex gemacht? Bist Du reich geworden? Oder bist du mit deinen Musikprojekten ehe schon reich gewesen? Suno? Frage letzteres nur, weil mich interessiert welche Skills Du besitzt die sich von den 7.000.000 Spotify-Uploadern jeden Tag unterscheiden O_o
Das andere Projekt ist geheim und wird mich wahrscheinlich bald reich machen. Ich habe mir mithilfe von ChatGPT was Geniales ausgedacht/ausdenken lassen. Die nächsten 4-8 Wochen werden zeigen, ob es funktioniert. Mehr sage ich nicht dazu.:smil451c7211b9e19:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #169
Ja dann wünsche ich dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Reich-werden :-) ... Viele Grüße
 
  • Danke
Reaktionen: Seratos
  • #170
Das andere Projekt ist geheim und wird mich wahrscheinlich bald reich machen. Ich habe mir mithilfe von ChatGPT was Geniales ausgedacht/ausdenken lassen. Die nächsten 4-8 Wochen werden zeigen, ob es funktioniert. Mehr sage ich nicht dazu.:smil451c7211b9e19:
Und ich bleib der KI treu und freue mich hier auf weitere Gespräche :) :) :) :) :) :) :)
 
  • #171
Seit knapp 2 Monaten entwickle ich mithilfe von Codex (ChatGPT 5.5 auf xhigh) eine Software, die ein intelligentes Immunsystem mit integriertem KI-Agenten für Win11 PCs darstellen soll.


View: https://youtu.be/3Z7gM3D7sIs

Guardian – das lokale KI-Immunsystem für Windows 11

Guardian ist ein lokaler, KI-gestützter Sicherheitsassistent für Windows 11, der den Zustand eines PCs analysiert, sicherheitsrelevante Veränderungen sichtbar macht und kontrollierte Härtungs- und Diagnosemaßnahmen vorbereitet.

Das Projekt verfolgt die Idee eines intelligenten Immunsystems für den Windows-PC: Guardian soll nicht nur einzelne Warnungen anzeigen, sondern den Zustand des gesamten Systems verstehen. Prozesse, Dienste, Autostarts, aktive Netzwerkverbindungen, Windows-Sicherheitsfunktionen und wichtige Härtungseinstellungen werden lokal erfasst, bewertet und in einer übersichtlichen Desktop-Oberfläche dargestellt.

Die aktuelle Demo-Version von Guardian ist bereits ein funktionierender Prototyp. Sie verbindet lokale Systemanalyse, Sicherheitsbewertung, Baseline-Vergleiche, Ereignisaufbereitung, Maßnahmenvorschau und einen lokalen KI-Analyse-Layer zu einem nachvollziehbaren Sicherheitsworkflow. Codex hat im aktuellen Repository unter anderem WPF-Desktop-App, lokale Snapshots, Collector für Prozesse/Dienste/Autostarts/Netzwerk/Defender/Firewall/Windows Update, Hardening-Audit, Snapshot-Diff-Logik, Event-Normalizer, Analyse-Pipeline, Maßnahmenpläne, Freigabeprozess, SQLite-Persistenz und eingeschränkte Reparaturfunktionen als vorhanden identifiziert.

Guardian erfasst unter anderem Prozesse, Dienste, Autostarts, Netzwerkadapter, aktive Verbindungen, Listener, Internet-Endpunkte, Bluetooth-Informationen, Defender-Status, Firewall-Status und Windows-Update-Informationen. Zusätzlich prüft Guardian verschiedene Windows-Härtungspunkte wie UAC, SmartScreen, RDP/NLA, BitLocker, Secure Boot, Memory Integrity, LSASS-Schutz, Defender Cloud Protection, PUA Protection, Network Protection, Tamper Protection, Defender-Ausnahmen, SMB-Einstellungen sowie auffällige Autostarts und Tasks.

Im Mittelpunkt steht ein erklärbarer Sicherheitsablauf: Guardian erstellt lokale System-Snapshots, erkennt Veränderungen gegenüber früheren Zuständen, normalisiert Auffälligkeiten zu Sicherheitsereignissen und zeigt dem Nutzer, warum ein Befund relevant sein kann. Statt kryptischer Warnmeldungen sollen verständliche Informationen entstehen: Was wurde gefunden? Welche Komponente ist betroffen? Warum könnte es riskant sein? Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

Das Herzstück von Guardian ist der lokale KI-gestützte Analyse-Layer. Guardian ist darauf ausgelegt, im normalen Betrieb mit einem aktiven lokalen KI-Modell zu arbeiten — zum Beispiel über Ollama oder einen Local-LLM-Adapter. Die KI unterstützt dabei, Sicherheitsereignisse einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen, Risiken verständlich zu erklären und konkrete Handlungsempfehlungen vorzuschlagen.

Der heuristische Sicherheitskern bleibt dabei als stabile Grundlage erhalten. Er sorgt dafür, dass Guardian auch dann noch nutzbar bleibt, wenn auf sehr schwacher Hardware kein lokales KI-Modell sinnvoll ausgeführt werden kann. Der Zielbetrieb von Guardian ist jedoch klar: lokale KI-Analyse direkt auf dem eigenen Windows-PC. Guardian benötigt dafür keine Cloud-KI und ist nicht auf externe KI-Dienste angewiesen.

Sicherheitsrelevante Maßnahmen werden nicht heimlich oder unkontrolliert ausgeführt. Guardian erstellt Maßnahmenpläne mit Vorschau, Voraussetzungen, Auswirkungen und Freigabeprozess. Der Nutzer sieht vor der Ausführung, was Guardian vorschlägt, warum die Maßnahme sinnvoll sein kann und welche Auswirkungen sie haben könnte. Erst nach ausdrücklicher Zustimmung können eng begrenzte Aktionen ausgeführt werden.

Bereits umgesetzt sind unter anderem read-only Windows-Diagnosen mit DISM und SFC, das Aktivieren von Defender Network Protection sowie das kontrollierte Deaktivieren ausgewählter auffälliger Autostart-Einträge. Viele weitere Empfehlungen werden bewusst als geführte Prüfung, manuelle Maßnahme oder Roadmap angezeigt, statt unkontrolliert automatisiert zu werden.

Guardian ist aktuell kein fertiger Ersatz für etablierte Antivirus-, EDR- oder Enterprise-Security-Produkte. Die Demo zeigt jedoch bereits einen glaubwürdigen Prototyp für lokale Systemtransparenz, erklärbare Sicherheitsbefunde, KI-gestützte Analyse und kontrollierte Windows-Härtung.

Die langfristige Vision ist ein umfassendes intelligentes Immunsystem für Windows-PCs: ein lokaler Sicherheitsassistent, der verdächtige Veränderungen erkennt, mögliche Angriffsfolgen nachvollziehbar macht, Risiken verständlich erklärt und sichere Reparatur- oder Härtungsmaßnahmen vorbereitet — kontrolliert, lokal, nachvollziehbar und nur mit Zustimmung des Nutzers.

Wo wir bei Sicherheitsrisiken sind: Verstehst du denn selber den Code im Detail, den du generieren lässt, um ihn zu reviewen und Sicherheitslücken darin zu schließen?
 
  • #172
Die beste Methode Windows 11 sicher zu machen ist Windows 11 zu löschen.... (;
 
  • Danke
Reaktionen: Strömling
  • #173
jetzt nehmen wir den Ötzi und holen uns ihn ins Jahr 2026, nackig, der geht sofort in den nächsten Wald, kloppt ein paar Steine zu Keilen und legt los, nachdem er sich Feuer gemacht hat legt er ein paar Wildschweine um oder was sonst so da ist, macht sich wat zu futtern und schläft besser im Wald, als ich es je könnte
Wenn er denn einen Wald findet - bzw. einen, in dem noch Tiere leben. Sonst ist er gef***t.

Diesen Punkt, den ich immer wieder höre, empfinde ich mittlerweile als abwertend. ;)
Ich habe nur geschrieben, es sei etwas "anderes". Ich will das gar nicht abwerten, nutze das selber (seeeehr rudimentär) ja auch und bin froh über die Möglichkeiten. Aber ich kann eben nicht Geige, Trompete oder Schlagzeug spielen.

Definitiv. Wenn man es weniger isoliert betrachtet und mehr das Gesamtpaket anschaut, ändert es sich das Bild wieder etwas. Die meisten guten Komponisten klicken eben nicht Töne in ein Raster, sondern spielen es am Keyboard ein. Hantieren mit Midi-CC und erarbeiten ein ganzes Arrangement, was dann wiederum etwas anderes ist, als das Handwerkliche bedienen eines Instrumentes. Da sind wir wieder beim kreativen Grundgedanken.
Natürlich. Ich habe nie bezweifelt, dass das eine Kunst ist. Es ist nur eben etwas anderes als Geige spielen. Menschen argumentieren auch schon, dass Prompten selbst auch eine Form von Kunst ist. Ich finde das schon fragwürdig, weil die Lernkurve (zumindest soweit ich das bislang checke) relativ flach ist und es manchmal mehr auf den Zufall ankommt als auf den Prompt. Aber dafür bin ich noch nicht tief genug drin.

Andersherum könnte man als Violinist auch behaupten, beim Töne in ein Raster klicken sei die Lernkurve im Vergleich zum Spielen auch ziemlich flach. Grundlagen der Harmonielehre reichen schonmal aus, um etwas zu spielen. Bis ich das in echt vergleichsweise auf einer Geige spielen kann, vergehen wahrscheinlich Jahre.

Nein, ich bin kein Anwalt, musste mich aber als selbständiger in einem "künstlerischen" Beruf mit dem Thema auseinandersetzen (Künstlersozialkasse).
Okay, aber irgendwer hier ist doch Anwalt, oder? @muffy? Ein bisschen habe ich mich als Unternehmer auch schon mit juristischen Dingen beschäftigt. Aber nicht mit Urheberrecht und schon gar nicht tief genug, um irgendeine Expertise zu haben.

Es ist urheberrechtlich relevant, weil beim Training einer KI geschützte Werke verarbeitet werden und das Urheberrecht nicht nur die Veröffentlichung schützt, sondern bereits bestimmte Formen der Nutzung.
Allen voran die maschinelle Vervielfältigung und Speicherung.
Wir haben hier 2 Standpunkte:
1. Industrielle Sicht:
Man "lernt" ja die Maschinen an, wie der Mensch auch lernt. Ein Argument, dass man hier auch oft liest.
Und am Ende kommt keine Kopie heraus.
2. Sicht der Urheber:
Es werden in gigantischem Maßstab und ohne Erlaubnis Werke erfasst und analysiert, daraus Modelle entwickelt die so leistungsfähig sind, dass man als Mensch nicht mithalten kann.
Das ist im Grunde nichts anderes, als wie die Prozesse der Industrialisierung. Damals haben die Maschinen die Körperliche Arbeit übernommen, jetzt übernehmen sie zusätzlich die geistige. Soweit also im Grunde nichts neues und man hat ja immer gelernt damit umzugehen und hinterher ging es der Menschheit sogar besser. Ist so das typische Argument. Jetzt muss man das ganze aber mal historisch einordnen: Die Industrialisierung hat die Globalisierung ermöglichst. Das Plus an Leistungszuwachs hat es ermöglicht, von überall her Produkte überall hinzuliefern (Hallo Temu!) Und jetzt kommt das gruselige: Die Globalisierung ist ja soweit abgeschlossen. Bisschen geht noch, aber dann ist Ende und auf das letzte Fleckchen Erde wurde eine Fabrik gebaut. Die KI Revolution hat also nicht die großen Skalierungsoptionen wie es die Industrielle Revolution hatte. Um das auszugleichen müssen wir runter von er Erde und ab in den Weltraum.
Jetzt geht's sehr weit weg von der juristischen Einordnung. Die Zukunftvisionen sind ganz sicher spannend - aber das ist wieder ein neues Thema (das aber natürlich auch in die Legislative mit einfließen muss).

Lass uns nochmal zurückgehen: Ich verstehe es so, dass der Kern der Problematik ist, dass unser Rechtssystem (und in diesem Fall das Urheberrecht) nicht auf KI ausgelegt ist. Dann muss man sich - bis es dafür Gesetze gibt - in der Rechtssprechung immer Hilfsmittel suchen, die das Problem bereits heute vergleichsweise beschreiben. Und da sehe ich derzeit das Problem nicht. Zumindest wenn die KI-Hersteller z.B. ein Spotify-Abo haben. Oder meinetwegen sogar die CDs gekauft haben.

Vergleich: Ich bin ein hochbegabter Künstler. Ich lasse 18 Stunden am Tag Spotify mit den erfolgreichsten Songs aller Zeiten laufen, schneide das in meiner DAW mit, höre mir die Songs an, schreibe (vielleicht sogar mit Tools wie Melodyne o.ä. und cleveren Scripts ganz automatisiert) Harmonien, Arrangement, Texte usw. raus, analysiere das und nach fünf Jahren Arbeit komponiere ich daraus den "perfekten Song". Selbst wenn ich diesen ganzen Prozess transparent mache, würde doch niemand auf die Idee kommen, mich wegen Urheberrechtsverletzungen anzuklagen, oder? Klar, das Mitschneiden ist schon fragwürdig, aber auch nicht schlimmer als damals mit Napster und co.

Vielleicht verstehe ich das aber auch einfach nicht. Ich bin halt kein Jurist. Ich denke aber trotzdem, dass wir das Problem haben, dass unser gesamtes Rechtssystem nicht auf diesen Kram ausgelegt ist. Das ist ähnlich, wie beim Aufkommen des Internets. Diese ganzen Probleme, die sich mit der plötzlichen Globalisierung, Cybercrime, Datenschutz usw. ergeben haben - da gab es einfach (und z.T. bis heute nicht) keine echten Lösungen für.

Der Streit von Moses und Kraftwerk lief ja erst mal so ab, dass der Moses eins auf die Mütze bekommen hat. Er hat aber nicht locker gelassen und ist bis ganz nach oben. Irgendwann wurde von Seiten der Gerichte beschlossen, dass Sampling auch eine Kunstform sein kann und das man abwägen müsse, zwischen den Eigentumsrechten der Urheber und der Kunstfreiheit. Irgendwann sind die auf die Idee der Pastiche-Regel gekommen
Ja, ganz grob weiß und verstehe ich das auch. Das Ding dabei ist ja genau, was ich gerade geschrieben habe: Unser Rechtssystem ist nicht bereit für den Sh*t. Da ist ein prinzipiell relativ simpler Sachverhalt. Weil es aber juristisch keine klaren Regeln gibt, zieht das Verfahren sich seit fast 30 Jahren hin. Das ist doch Mist. Und jetzt kommt KI und das Ganze wird noch ungleich komplexer. Wie soll denn ein Richter bewerten, ob Suno Urheberrechte verletzt? Der versteht doch in 9 von 10 Fällen nicht einmal die Funktionsweise.
 
  • Danke
Reaktionen: Realist
  • #174
Natürlich. Ich habe nie bezweifelt, dass das eine Kunst ist. Es ist nur eben etwas anderes als Geige spielen. Menschen argumentieren auch schon, dass Prompten selbst auch eine Form von Kunst ist. Ich finde das schon fragwürdig, weil die Lernkurve (zumindest soweit ich das bislang checke) relativ flach ist und es manchmal mehr auf den Zufall ankommt als auf den Prompt. Aber dafür bin ich noch nicht tief genug drin.

Andersherum könnte man als Violinist auch behaupten, beim Töne in ein Raster klicken sei die Lernkurve im Vergleich zum Spielen auch ziemlich flach. Grundlagen der Harmonielehre reichen schonmal aus, um etwas zu spielen. Bis ich das in echt vergleichsweise auf einer Geige spielen kann, vergehen wahrscheinlich Jahre.
Das stimmt und Geige ist auch ein besonders schweres Instrument – wie ich immer wieder feststellen muss. Hab selber eine. :smil451c7211b9e19: Das prompten eine Kunst ist, ja das höre ich auch immer wieder. Besonders von denen, die falsch prompten, indem sie da einen ausschweifenden Text eingeben und dabei sogar wichtige fundamentale Dinge weglassen. Beim prompten gilt: So umfangreich wie nötig aber so kurz wie möglich. Denn letztendlich ist es eben keine Kurzgeschichte sondern eine Jobbeschreibung.
Ich verstehe es so, dass der Kern der Problematik ist, dass unser Rechtssystem (und in diesem Fall das Urheberrecht) nicht auf KI ausgelegt ist.
Das sehe ich auch so. Und dein Beispiel trifft es ja recht genau. Da braucht es nicht mal eine Hochbegabung. Wir lernen durch Analyse und durch nachahmen. Im Grunde genau das, was die KI auch macht. Mit dem Unterschied, dass unser Gehirn kein Massenspeicher ist und wir das gelernte auch nicht in ein paar Sekunden wieder inflationär in neues umsetzten können.

Weil es aber juristisch keine klaren Regeln gibt, zieht das Verfahren sich seit fast 30 Jahren hin.
Das stimmt nur zum Teil. Im Grunde darf man den Prozess nicht als einen einzelnen Prozess betrachten, der sich so lange hinzieht sondern als mehrere, die immer wieder neu aufgelegt wurden. Der erste Prozess endete mit einer Klatsche für Moses P. Der wollte das aber nicht akzeptieren und so klagte er sich durch mehrere Instanzen. Vom Bundesgerichtshof über das Bundesverfassungsgericht bis zum europäischen Gerichtshofs. Es gab wohl auch Gerichtsurteile, die zu seinen Gunsten entschieden haben. Das wollte dann wiederum Kraftwerk nicht akzeptieren und sie klagten dann ihrerseits. In der ganzen Zeit änderten sich wohl Gesetzesgrundlagen und Gerichtsurteile, die in den 90er entstanden sind, sind heute nicht mehr unbedingt aktuell. Soweit ich informiert bin und das auch richtig verstanden habe, hat der europäische Gerichtshof nun entschieden und die Pastiche Regelung als Grundlage verabschiedet. Jetzt ist es aber wohl so, und da müsste @muffy mal helfen, entscheidet der EuGH nicht konkret für Deutschland, sondern gibt nur die Rahmenbedingungen vor. Jetzt muss der BGH für Deutschland unter Einflussnahme der Entscheidung des EuGH das Urteil fällen.
 
  • Danke
Reaktionen: FredTadge
  • #175
Wie wäre es mit sowas:

Staccato.

Turn your ideas into original MIDI
Start with a prompt or your music. Ask for changes, accompaniments, or what comes next. 100% royalty-free.

Ideal für Menschen die keine Geige spielen. AI an Bord....... (;
 
  • #176
Menschen argumentieren auch schon, dass Prompten selbst auch eine Form von Kunst ist. Ich finde das schon fragwürdig, weil die Lernkurve (zumindest soweit ich das bislang checke) relativ flach ist und es manchmal mehr auf den Zufall ankommt als auf den Prompt.
:hammer: Wenn ich Piano spiele dann kommt es auch nicht auf mein können an, manchmal ist es einfach Zufall das ich gerade immer die richtigen Tasten treffe.:green:

Mein KI Pormpt dazu ist auch

rein zufälig entstanden
 
  • #177
Also ich bin immer noch im Team: Aufhören mit dem Musizieren aber mit Würde.
Kennt ihr das? Könnt ihr euch wieder nicht aufraffen, um ein Projekt zu beenden? Stattdessen schaut ihr nach den neusten Plugins oder meckert über unvollkommene DAW Funktionalitäten? Hat mit Musizieren nichts mehr zu tun. Herumklimpern auf Plugins eigentlich auch nicht mehr. Prompts in einen KI Generator eingeben, das ist Unmusikalität im Endstadium. Ich persönlich befinde mich auf dem Level "Herumklimpern auf Plugins". Naja und ein wenig Sound Design. Ich dreh hier und da mal am Synthesizer.
Ansonsten befinde ich mich im vorletzten Stadium.
Wenn man irgendwann Suno Geld in den Rachen schmeißt und zusätzlich diese Krake mit eigenen Audios füttert, damit sie noch mehr KI Songs ausscheißt, spätestens dann ist es Zeit mit diesem Musik Ding aufzuhören (meine Meinung; ich berufe mich auf die Meinungsfreiheit Artikel 5 Absatz 1 GG).
 
  • #178
Also ich bin immer noch im Team: Aufhören mit dem Musizieren aber mit Würde.
Kennt ihr das? Könnt ihr euch wieder nicht aufraffen, um ein Projekt zu beenden? Stattdessen schaut ihr nach den neusten Plugins oder meckert über unvollkommene DAW Funktionalitäten? Hat mit Musizieren nichts mehr zu tun. Herumklimpern auf Plugins eigentlich auch nicht mehr. Prompts in einen KI Generator eingeben, das ist Unmusikalität im Endstadium. Ich persönlich befinde mich auf dem Level "Herumklimpern auf Plugins". Naja und ein wenig Sound Design. Ich dreh hier und da mal am Synthesizer.
Ansonsten befinde ich mich im vorletzten Stadium.
Dafür ist nicht die KI verantwortlich.
 
  • Danke
Reaktionen: Seratos und Vast
×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben