Kopfhörerverstärker - Entschiedenheit vs. Beliebigkeit

  • Ersteller Ersteller adt-paulchen
  • Erstellt am Erstellt am
  • #41
Meine Kollegin hat einen sündhaft teuren Audeze Kopfhörer und betreibt ihn an einem Babyface Pro. Uns hat das dann doch recht doch interessiert, was ein dedizierter Kopfhörer Amp macht. Wir hatten einen Lake People Amp und auch ein symmetrisches Kabel. Der Unterschied war da, er war aber nicht so groß wie erwartet. Dann haben wir den Kopfhörer an unserem Mastering-Wandler angesteckt ein Merging Technologies HAPI. Der Unterschied war gewaltig. Das war dann aber eine Kombination aus einer viel besseren Wandlung plus genug Saft im dortigen Amp. Wir haben dann den Lake People Amp zurückgeschickt und merken uns also Erkenntnis, dass der tolle Amp erst so richtig mit toller Wandlung sein Potential entfaltet. Hoffe diese Erfahrung hilft euch.
 
  • Danke
Reaktionen: occ shredder und adt-paulchen

  • #42
Ja. Der Wandler spielt natürlich eine Rolle. Guter Punkt. Daß das babyface pro das nicht leistet, ist klar. Selbst am KH-Ausgang vom Fireface 802 klingen meine Dan Clark Audio immer noch recht bescheiden. Ohne Luftigkeit, fett bedeckt mit einer Patina der Lustlosigkeit. Erst an meinem G118 von Lake People und am Headmaster (der schafft sie auch ohne symmetrische Schaltung und ohne symmetrischen Ausgang) von Funk geht klanglich so richtig die Sonne auf, wobei der Headmaster nüchterner klingt als der G118, was jedoch nicht zu anderen Mischungen führt.
Der Kopfhörerausgang meines Integratorsets und der vom TM250 von ADT kommt hinsichtlich Kraftreserven an seine Grenzen, klingt aber hervorragend.
Wenn ich es mal schaffe, werd' ich eine ganz analoge Kette mit einem Plattenspieler und einem Tapedeck nebenher aufbauen, um herauszufinden, ob und welche Unterschiede man ganz analog innerhalb eines Systems ohne adda-Wandlung hört.
 
  • #43
Ich finde die KH Ausgänge vom Fireface 802 und BF Pro schon gut für Interface interne. Damit kann man schon arbeiten. Mit meinem Schiit Magni hat mein HD650 eine grössere Bühne und etwas mehr headroom.
Das merkt man aber nur im Direktvergleich.
Bei meinen billigen Interfaces war der KH Ausgang bisher immer komisch. Auch ohne A/B Vergleich hörbar.
 
  • #44
Ja, für dynamische Kopfhörer sind die KH-Verstärker der RME-Interfaces absolut ausreichend. Aber schon zum ADI-2 Pro gibt es einen hörbaren Unterschied und dann legitimerweise nochmal zu anderen dezidierten KH-Verstärkern. Wie die KH-Verstärker der besseren Interfaces von RME, namentlich UFX II und III, sind, weiß ich nicht. Daß der Merging HAPI im Vergleich zum BF nochmal eine deutliche Schippe drauflegt, findet in meinem beschränkten Vorstellungshorizont einen gewissen Wiederklang.🤓 ... zumal ich von einem mir bekannten Toningenieur, der auch öfter Tontechnik auf Herz und Nierenprüft und in seiner Firma solche entwickelt und bauen lässt, weiß, daß er in seinem Studio Wandler aus dem Hause Merging verwendet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #45
Ich nutze den SPL Phonitor 3 DAC seit etwa 1,5 Jahren zusammen mit einem Sennheiser* HD650 und bin damit sehr zufrieden. Abgehört wird bei mir sowohl über den Kopfhörer als auch über meine Backes & Müller Aktivmonitore. Der Phonitor spielt für mich sehr neutral, präzise und ermüdungsfrei. Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen.
 
  • Danke
Reaktionen: adt-paulchen
  • #46
Gestern hatte ich ein sehr aufschlußreiches Gespräch mit Herrn Funk. DEM Herrn Funk. Genau. Anlass war die Inspektion meines "Headmasters" von ihm und durch ihn. Alle Ein- und Ausgänge, die ganze Kiste, die jetzt dreißig oder mehr Jahre alt ist, hat immer noch exakt die gleichen hervorragenden Mesergebnisse wie am Tag der Prüfung nach Herstellung. Ist doch irre. Das Gerät klingt so unverfälscht und hat so dermaßen viel Leistung, daß man da ein Orchester mit lauter mittelhoch bis hochohmigen KH anschließen könnte und er würde nicht in die Knie gehen. Denn genau dazu wurde er damals entwickelt und gebaut: u.a. Hansastudios in Berlin mit Orchesteraufnahmen und seinen bis dahin wöchentlichen Reparaturfahrten dorthin, weil die KH-Verstärker seiner Aufmerksamkeit als Servicetechniker bedurften. Stückzahl ca. 100 oder 110 Stück. Mein Exemplar ist eines von vielleicht fünf Stück, die im Laufe der Jahre mal wegen irgendwas zum Service oder einer marginalen Reparatur mal zurückgekommen sind, wie jetzt mein Gerät, bei dem sich die Netzsteckerbuchse aufgrund des Alters in ihre Einzelteile zerlegte und der Stecker nur noch locker drin hing. Alle anderen "Headmaster" sind über die Welt verstreut und versehen dort wahrscheinlich in ihrer Unverwüstlichkeit treu und zuverlässig ihren Dienst. Dieser KH-Verstärker treibt wirklich alles an, vom niederohmigen KH bis zum hochohmigen Exemplar. Den kriechste nich kaputt.
Ich habe ihn auch kurz zum Thema symmetrische Schaltung gefragt, worauf er antwortete, daß mit der symmetrrischen Schaltung u.a. ein wesentlicher Vorteil entsteht, den viele Hersteller von Konsumenten- UND Studiogeräten übersehen/wenig beachten, worauf er bei allen seinen Geräten und Entwicklungen penibelst achtet: die bessere Masseführung, weil die Kanäle sich keine Masseleitung teilen. Und das spiele vor allem bei höherohmigen Kopfhörern eine größere Rolle und sei ein hörbares Phänomen, weniger bei den vielen heute weitverbreiteten niederohmigen KHn (< ca. 80 Ohm). Er hat, sich meines elektrischen Unverstandes bewußt, das Thema technisch nicht tiefer ausgeführt. Aber er hat auch diese unvergleichliche Fähigkeit, die Herr Jüngling im Übermaß besaß, komplexe Sachverhalte technisch in unterschiedlichen Stadien gebildete Menschen eben genau so die Dinge zu erklären, daß man nachher wirklich schlauer war als vorher.
Jedenfalls freue ich mich auf die Rückkehr des ... Meisters Yoda unter den Kopfhörerverstärkern.
 
  • #47
Der "Headmaster" von Hern Funk ist zurück. Meister Yoda strikes back. Tja, was soll ich sagen? ... Er ist einfach spitzenmäßig. Ich glaube, einige Wesensmerkmale, die den "Headmaster" auszeichnen, sind seine Schnelligkeit, seine Neutralität und seine unfasslichen Leistungsreserven. Und dadurch haut er einfach um. Habe jetzt Funks eigene 12 dB Dämpfungskabel dazwischengesteckt, damit ich den Volumeregler etwas weiter als bis 8 oder 9 Uhr "uffdreh'n" kann. Selbst den sehr anspruchsvollen "E3" von Dan Clark Audio hustet er locker mit einem müden Lächeln weg. Welch ein Genuß.

Zum "I26" von ADT aus der INTEGRATOR-Serie kann ich, weil ich doch mal schrub, daß er für den "E3" vielleicht etwas zu schwach sei, noch ergänzen, daß ich völlig falsch lag. Es gibt einen zusätzlichen Verstärkungsregler mit exakten dB-Angaben, den ich bisher einfach übersehen habe. Mit dem kann ich nämlich noch für genau solche leistungshungrigen Kopfhörer nachregeln bzw eine höhere Grundverstärkung einstellen, um mit dem Hauptlautstärkeregler in den "normalen" Regelbereichen zu arbeiten. Man kann um den zentrierten und gerasterten "0 dB-Punkt" um 20 dB ab- oder aufregeln. Wieder ein Feature, das Spiegelbild von Jünglings Umsicht und Weitsicht ist.

Klanglich spielt der "I26" von ADT ebenso schnell und genau in der selben Liga wie der Headmaster oder der G118, allerdings tut er das einen ganz zarten Hauch wärmer und "mit einem Winz" (so sagte mein verehrter Lehrer Christian Rode* immer) mehr Luft/Raum.
 
  • #48
Gerade entdecke ich den Sony MDR 7506 wieder für die Aufnahmesituation; nicht, weil er so umwerfend klingt, sondern weil er mich hinsichtlich wirklich sauberer Artikulation und Zischlautbildung wirklich hart diszipliniert. Alle Zischlaute werden ziemlich betont und harsch wiedergegeben, so daß man sein eigenes Gezischel und Geschmatze wirklich deutlich hört und sich wieder mehr am Riemen reißt und die möglichewrweise leicht eingeschleifte Artikulationsschwäche wieder ausgetrieben kricht. Das führt nicht zu einer Überartikulation sondern zu einer Verbesserung bestimmter Phänomene, wofür ich echt dankbar bin. Das reduziert erheblich die Notwendigkeit von Deessern und DeClicking.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Interessant
Reaktionen: Lessismore
  • #49
Witzig... Genau darum nehme ich die Sonys immer nur bei erfahreneren Sängerinnen. Das sind einfach gnadenlose Monitoring KH. :D Gutes Tool, wenn man ihn versteht.
 
  • Danke
Reaktionen: adt-paulchen
  • #50
Witzig... Genau darum nehme ich die Sonys immer nur bei erfahreneren Sängerinnen. Das sind einfach gnadenlose Monitoring KH. :D Gutes Tool, wenn man ihn versteht.
... und das nicht bei netten kurzen Songs sondern über Stunden in Hörbüchern. Completely different animal. Womit ich nichts Wertendes damit gesagt haben will, sondern es ist einfach ein komplett anderer Aufwand. Ein Song ist ja schnell geputzt und seine mundwerkzeugtechnischen Unsauberkeiten bearbeitet. Aber ein Mehr- (2+) oder gar Vielender (7+)? Think again. Und dann trifft man Plugin-Entscheidungen für eine wirklich laaaange Strecke. Gerade hab ich zwei 10+Ender in der Mache und bin dankbar für die exzellente tontechnische Begleitung, die einfach weiß, was zu tun ist und auch immer wieder auf Wiederholungen beharrt, denn geschnitten ist es mindestens x-mal schneller als nachher geputzt. Deswegen bin ich ein so entschiedener Verfechter davon, daß man in der Aufnahme die Dinge richtig macht und auch mit dem Klang und dem Pegel so nah wie sinnvoll möglich an das fertige Endergebnis heranreicht. Dann ist das Spektrum an möglichen Fehlentscheidungen und lästigen Veränderungen am Klangbild auch durch Studios, mit denen man nicht so oft zu tun hat oder die einen hohen Personenwechsel haben, schlicht geringer. Und ich will ja MEINEN Sound nachher auf der fertigen Aufnahme im Hörbuch haben, nicht den Geschmack und die Vorstellung eines Tontechnikers, wenn es keine sehr hohe Kongruenz darin gibt. Klappt leider nicht immer, aber immer öfter.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #51
Dir scheinen folgende Punkte wichtig zu sein:
  • Neutralität und Präzision
  • Hohe Leistungsreserven (DCA E3)
Schau Dir mal die RME‑Referenzkonverter an.

Von der alten Serie würden diese hier für Dich gut passen, weil sie zwei D/A‑Wandler-Chips haben,
was den Anschluss von 2 Kopfhörern oder den Balanced-Anschluss eines Kopfhörers ermöglicht:
- ADI-2 Pro FS R BE
- ADI-2/4 Pro SE

Es kommen neue Modelle heraus, die Pendants dazu heißen:
- ADI-2 Pro EX und
- ADI-2/4 Pro EX
Ersterer wurde schon an Händler ausgeliefert, das Top-Modell muss noch offiziell angekündigt werden.

Das ist so ziemlich das Feinste, was man sich gegenwärtig für einen – angesichts der Vielzahl durchdachter Features – noch erschwinglichen Preis leisten kann.

Bereits der ADI-2 Pro FS ist vor Jahren nahezu auf Augenhöhe gegen HEDD und Lavry Gold angetreten:

View: https://www.youtube.com/watch?v=doHG32aXBDY

Modellübersicht der vergangenen 10 Jahre (ohne die neuen Modelle), siehe mein Sticky-Posting im RME-User-Forum:

1789233960646.webp


Ich habe die Vielzahl von Informationen in einem Blogartikel verdichtet, der einen guten Überblick über die Gerätefeatures gibt:

Seit einigen Jahren gibt es zu den Geräten nicht nur eine Fernbedienung (MRC, Multi Remote Control), sondern auch eine Fernsteuerung über die sogenannte ADI‑2-Remote-Software. Hier mal ein Beispiel, wie das aussieht:

1789234306626.webp


Der eingebaute 5+2=7 Band PEQ ermöglicht ein Fine-Tuning Deiner Kopfhörer.
Mit der Bass- undTreble-Regelung kann man einfach so "nachwürzen", falls ein Master mal zu bassarm oder zu höhenreich ist.

Du kannst damit auch Deine Kopfhörer anhand von oratory1990 Messungen (siehe AutoEQ-Projekt auf GitGub) auf die Harman "Präferenz-Kurve" optimieren, wobei Du nur die EQ-Optimierungen bis 2000 Hz berücksichtigen solltest.

Ich habe eine Software geschrieben, die die zurzeit 522 oratory1990 Messungen von "over ears" auf Deinen Rechner spiegelt, Frequenzdiagramme in übersichtlicher Form zeichnet, über eine Browser-Funktionalität vergleichbar macht und jetzt kommt der Clou, die auch die entsprechenden PEQ‑Files für die RME-Referenzkonverter schreibt.
Damit kannst Du ruckzuck die EQ‑Optimierungen für Deine Kopfhörer mittels der RME ADI‑2-Remote-Software auf Deinen ADI-2 Referenz Konverter überspielen und anwenden bzw A/B hören.

Ich habe mir mit dieser Lösung meine beiden Kopfhörer Audeze LCD-3 und DCA Aeon 2 Closed Back optimiert.
Der Bassbereich hört sich aufgeräumter an. Und bei LCD-3 bekommt man unter Verwendung der "richtigen" Dekoni Earpads auch eine tolle Tiefenstaffelung/Ambience in den Sound.

Weitere Informationen zu dem Diagramm und dem PEQ‑Preset-Generator findet man in diesem Sticky-Posting auf dem RME User Forum: https://forum.rme-audio.de/viewtopic.php?id=43518
Oder auch hier in meinem Blogbereich:

Das mit der Anpassung an die Harman Kurve würde ich erst einmal als eine optionale Möglichkeit betrachten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Interessant
Reaktionen: adt-paulchen
  • #52
Hier mal ein paar Diagramme zu Deinen Kopfhörern.

In Blau die Harman Target Kurve.
In der Tabelle unter den Graphen siehst Du die EQ‑Vorschläge von der oratory1990‑Messung, welche EQ‑Einstellungen für Deine Kopfhörer bis 2000 Hz empfohlen werden, um sie näher an die Harman-Kurve zu bringen.

Die schwarze Linie zeigt jeweils die RAW Messung, die sich das Programm aus einer Excel Datei herausholt.

Die rote Linie zeigt den optimierten Frequenzverlauf mit den oratory1990‑EQ‑Änderungen bis 2000 Hz und wie weit diese in den oberen Frequenzbereich hineinreichen.

Die gestrichelte Linie zeigt den Frequenzverlauf, wenn alle EQ-Änderungen (auch die über 2 kHz) verwendet würden.


1789235695610.webp


Du kannst auch die RAW‑Messungen Deiner drei Kopfhörer mit dem korrigierten Frequenzverlauf vergleichen.
1789236074063.webp


Das ist eine Übersicht der PEQ Einstellungen

1789236130998.webp



Man kann auch durch eine PEQ Preset Datei durchbrowsen.

1789236200079.webp


Für meine Kopfhörer habe ich auch mal die EQ Presets über 2000 Hz ausprobiert, hier mal LCD-3 als Beispiel

Wie man sieht, kann man noch zusätzliche EQ Einstellungen bis 2200, 4100, 4800 Hz mit reinnehmen.
Diese EQ Presets lasse ich alle generieren.

1789236290239.webp


Diese PEQ Presets kann ich dann mit Hilfe der ADI-2 Remote Software auf den Referenzwandler überspielen.

1789236456645.webp



Und dann stehen sie mir im Gerät für die Kopfhörerausgänge zur Auswahl und Ausprobieren zur Verfügung.
Noch nie war das Anpassen von PEQ bzw. Kopfhörern auf die Harman-Kurve so einfach.

1789236567968.webp


Durch das Hören im Vergleich mit diesem Diagramm kann man dann für sich selbst validieren,
dass die vorgeschlagenen EQ Anpassungen von oratory1990 über 2000 Hz einfach nicht passen.
Darunter räumt es bei meinen beiden Kopfhörern im Bass Bereich gut auf.

Bis 2000 oder noch 2200 Hz ists noch ok.
Aber die +5.4 dB Gain mehr bei 4007 Hz passt halt nur auf den oratory1990 Versuchsaufbau.
Auf die gehörspezifischen Unterschiede bei uns passen die Korrekturen über 2 kHz einfach nicht.
Und das hört man sehr deutlich.

1789236855178.webp


Die Features der Referenzkonverter (optional auch zusammen mit dieser kostenlosen Software Lösung) bieten einmalige Einstellmöglichkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Interessant
Reaktionen: adt-paulchen
  • #53
Ach, Du liebes Lieschen! Lieber @akl diese enorme Mühe rechne ich Dir hoch an! Viele, vielen Dank dafür 🐝😊

Tatsächlich habe ich den ADI2-Pro als AD-Wandler in meiner Aufnahmekette direkt nach den ADT-Geräten. Vom adi2 pro geht's per AES direkt in's FF802 und von das aus wird das Signal verteilt.
Daß es die Remotesoftware für die adi-Reihe gibt, ist mir bekannt und auf dem rme-forum hab ich kürzlich angemeldet und versuchsweise getummelt und konnte einige Vergleichstabellen finden. Ich müsste nur meinen adi2-pro mit dem Rechner verbinden, um die Remotesoftware nutzen zu können, aber erst stünde mal ein Firmwareupdate an. Da aber seit dem Einzug meiner RME-Kombi alles tadellos läuft, hab ich daran nichts mehr verändert. Reine Bequemlichkeit.
Die Kopfhörerausgänge des adi-2pro finde ich ziemlich gut. Da der aber zwischen den Geräten hängt, konnte ich das Signal noch nicht vom FF802 wieder zurück auf den adi2-pro zurückrouten. Da diese ganze RME-Kette jedoch in der Regie steht, komme ich während der Aufnahme nicht dazu, deren Kopfhörerausgänge zu verwenden. Und für die tatsächliche Abhörarbeit und Postproduktion kann ich auf eine Vielzahl an KH-Amps zurückgreifen:
ADT-Integrator-Monitorcontroller mit zwei KH-Ausgängen, einer besser als der andere. Die zweite/dritte Möglichkeit ist vorhanden in Form des dreifachen KH-Verstärkers von Herrn Funk, namens Headmaster, der eine Klasse für sich darstellt. Und dann bleiben noch die Ausgänge am FF802.
Das erstmal als erster Teil einer Antwort; die anderen erstklassigen Infos muss ich erstmal im Detail lesen und verdauen. Danke erstmal bis hierhin!
 
  • #54
Was ich noch in aller Kürze hinzufügen möchte, ist, daß ich meine RME-Geräte absolut schätze und nicht wieder hergebe. Die Qualität der Wandlung ist jedenfalls für meine Zwecke und darüber hinaus, wie in dem mittlerweile berühmten Vergleich mit dem Lavry Gold erkennbar, über jeden Zweifel erhaben.
Der adi2pro ex steht auf meiner Anschaffungsliste ganz oben und soll meinen jetzigen adi2pro entweder ergänzen oder ersetzen. Da ich ja als Interface auch noch ein Digiface USB habe, wäre damit ein mobiles Setup mit MacBook schon am Start. Gestern hatte ich zu einem kleinen Studio- und Hörbuchverlagstreffen in Darmstadt für Freund und Kollegen ein ADT-Lunchpaket zum Anhören zusammengestellt. Dieses wäre dann tatsächlich ein Gesamtpaket für mobile Einsätze, das man "in einem Wäschekorb" transportieren kann.

Mir wird gerade wieder klar, daß ich wirklich mal die Verbindung zwischen Rechner und Wandler herstellen muss, um den KH-Klang am adi2pro wieder in's Ohr zu bekommen ☺️
 
  • #55
Die USB‑Verbindung kann man gesteckt lassen, auch wenn das Gerät in der Signalkette quasi "Stand-Alone" läuft.
Dann kann man
- das Gerät per "ADI-2 Remote" fernsteuern
- Firmware Updates aufspielen
- DSD hören (wenn man meint, das zu brauchen ...)

Über verschiedene Presets kannst Du dann steuern, ob das Gerät im ADDA oder USB‑Mode laufen soll.
Das Firmware-Update solltest Du unbedingt durchführen, da sind immer sehr nützliche Dinge nachgerüstet worden.
Die Firmware Versionen waren immer sehr stabil und gut ausgetestet.

Ich setze übrigens zwei ADI-2 Pro FS R BE ein, einen in meiner Recording-Ecke und einen in meiner HiFi Ecke, um dort alles digital/analog zu wandeln. Mit TOSLINK‑Switcher davor, um die Quelle umschalten zu können: PC, TV, BluRay Player (1 Reserve).

Mein Setup: https://www.tonstudio-forum.de/blog/entry/117-rme-hdspe-madi-fx-new-enhanced-setup-en-de/
Als Diagramm: https://www.tonstudio-forum.de/file-download/2091/
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Interessant
Reaktionen: adt-paulchen
  • #56
Wie würdest Du denn Unterschiede der Wandlerqualitäten in beide Richtungen im Vergleich zwischen 802 und UCXii beschreiben, falls es nennenswerte gibt und Du beide Geräte kennst?
 
  • #57
Wie würdest Du denn Unterschiede der Wandlerqualitäten in beide Richtungen im Vergleich zwischen 802 und UCXii beschreiben, falls es nennenswerte gibt und Du beide Geräte kennst?

Die beiden Geräte kenne ich nicht, was die "real-life"-Performance in Bezug auf Klang anbelangt.

Der 802 FS, das Nachfolgemodell des 802, hätte die analoge Sektion vom UFX II/III (außer Mic-Preamps) mit den AK4490 Wandlern, die schon im ADI-2 Pro FS ihren Dienst verrichteten.

Wie kommst Du gerade auf die beiden Geräte? Also ich würde fürs Monitoring die Referenzkonverter empfehlen. Die Wandlerunterschiede werden vermutlich gering sein. Bei RME wird transparent in bester Qualität gewandelt, ohne "Mojo-Faktor".
Da käme es mir mehr auf die Features an.

Ein weiterer Vorteil der Referenzkonverter fürs Monitoring ist, dass man hier auch noch zwischen verschiedenen D/A‑Filtern auswählen kann. KaiS aus dem RME‑User-Forum hat hier viele Vergleichstests angestellt und herausgefunden, dass bei AKM‑Convertern bei single-speed der Slow-Filter die beste Lokalisierung perkussiver Instrumente bietet. Bei den ESS‑Chips war es, glaube ich, SD‑LD.

Recording-Interfaces haben dagegen keine umschaltbaren AD‑ und DA‑Filter. Dort wird dann der D/A‑Filter verwendet, der am linearsten arbeitet, um eine optimale Aufnahmequalität zu liefern. Der Slow-Filter hat halt bei single-speed eine leichte Treble Absenkung im hörbaren Bereich, die aber beim Monitoring egal ist und die man auch bei Bedarf durch PEQ ausgleichen kann. Bei Aufnahmen würde es aber stören.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: adt-paulchen
  • #59
Das ist alles Wasser auf meine Mühlen als überzeugter RME-Anwender. Besten Dank! Habe heute gleich als erstes sowohl das Fireface 802 als auch das ADI 2-Pro bei Soft- und Firmware auf den neuesten Stand gebracht. Danach hat sich Protools erstmal ein anders Interface als Playbackengine ausgesucht und erstmal fehlten einige Ein- und Ausgänge, aber das war schnell wieder korrigiert. Fühlt sich gut an! Und die ADI2-Remote scheint mir ein echter Bringer zu sein. Jedenfalls habe ich im ADI 2-Pro die KH-Ausgänge wiederentdeckt. I like!

Und im Hi-Power-Modus kommt im PH 3/4 auch genug Stoff an für den DCA E3. Und es klingt sehr gut!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #60
Bis das EX endlich lieferbar ist, fange ich mal mit dem "802 FS" als Upgrade an. Bestellt, bezahlt, wird sehnlichst erwartet.
Habe heute wieder mein altes MacBook mit dem UCX ii verbunden, damit mein eines Olchikind darüber ein Hörbuch anhören konnte. Selbst an dem UCX ii ist der KH-Verstärker in Kombination mit dem DCA E3 gar nicht übel. Hat sogar mehr Leistungsreserven am KH-Verstärker als das 802 und klingt detailreicher und weniger angestrengt als beim 802, deutlich leichter.
 
×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Neue Antworten


Oft gelesene Themen

Zurück
Oben