Hilfe beim Erstellen einer korrekten BPM-Map

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Flötenkönig

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Hallo Forumsmitglieder,

ich könnte eure Hilfe gebrauchen. Vermutlich ist das nicht die wirklich richtige Unterkategorie, aber da es um einen KI-generierten Teil geht, wusste ich keine bessere.

Meistens arbeite ich mit konstanten Tempoeinstellungen. Nun ist es jedoch passiert, dass ich bei den Erarbeitungen ein Arrangement entwarf, das Temposchwankungen unterliegt, die musikalisch und dramaturgisch, was den Stil des Stückes angeht, jedoch unangetastet bleiben sollen. Bloß kein Quantisieren oder ähnliches ist hier geboten/gewünscht.

Leider gelingt es mir jedoch mit keinem meiner Tools eine ordentliche, wirklich korrekte Time-Map als MIDI zu erstellen, die ich dringend brauche, um meine DAW (Samplitude) mit dem Projekt zu füttern. (Drumspuren sollen hierfür erstellt werden).

Sowohl der sogenannte Remix-Agent von Samplitude (der ja ziemlich billig arbeitet und meines Erachtens nicht zeitgemäß ist), als auch Melodyne (durchaus oft besser), sind überfordert mit den Schwankungen und es kommt nur auseinanderlaufender Müll dabei heraus.

Auch die Idee, Suno zu befragen (die Tempoerkennung ist da ja eigentlich gut), auf Basis der Referenzaufahme also z.B. einen Drumtrack ausspucken zu lassen, führten nicht zu einem sauberen Ziel. Es kommt mir so vor, als ist dieses Stück tempomäßig für diese Programme eine harte Nuss.
Als Musiker jedoch ist für mich klar hörbar, dass das Timing musikalisch ist und sinnvoll.

Solche Herausforderungen habe ich selten, da ich ja - wie anfangs erwähnt - auch meist mit konstantem Tempo arbeite.
Hat jemand hier bessere technische Möglichkeiten, auf Basis der Referenzspur, die ich hier als Wave-Download anbiete, eine exakte passende und wirklich musikalisch korrekte Timemap (Midi) verfügbar zu machen?

Ich wäre sehr dankbar.

Hier ist der Link:


View: https://drive.google.com/file/d/1oGb4L4WmUNIPyzxQ1iojwMeOneVwac91/view?usp=sharing
 

Ich klatsche bei sowas einfach immer mit, korrigiere ein paar "Verklatscherer" händisch und dann lasse ich die Tempoerkennung sich mit der Klatschspur herumärgern.
 
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Tap das doch einfach in so etwas hier ein und trag die Werte mit Hand ein.
 
Eine Variante davon die ich mache ist Marker auf die "Einsen" setzen (per Maus/Keyboard shortcut) während das Stück spielt, dann ggf. korrigieren wo verkackt und dann das Grid danach ausrichten (zB Cubase warp grid, Sam weiß ich nicht ob/wie das geht).

Ich hab, v.a. bei freetime Stücken ohne Drums, auch noch keine Tempoerkennung gefunden die da wirklich zufriedenstellend funktioniert, mache das eigentlich immer händisch.

Schönes Stück.
 
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Ich sag euch, einfach eine Klatschspur aufnehmen. Das klappt wunderbar und so habe ich schon bei alten Tocotronic-Songs die Drums auf das Original draufprogrammieren und sozusagen damit layern können. Ist niemanden was aufgefallen, dass was nicht passen würde.
 
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Mein 🤣 bezog sich auf die Formulierung

Dass das klappen könnte (hab ich noch nie probiert) bezweifel ich nicht.
Ich würde dem OP ja eine klatschen, aber das geht wegen meiner linken Hand nicht. Höchstens Schenkelklopfer.

(Ennui mit Doppeldeutigkeit wieder ganz wild)
 
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Ich sag euch, einfach eine Klatschspur aufnehmen. Das klappt wunderbar (...)
wenn der Song ein fixes Metrum hat würde ich da noch ergänzen.
Hab nur kurz in den OP Song reingehört, scheint da aber der Fall zu sein (4/4).
 
  • #10
wenn der Song ein fixes Metrum hat würde ich da noch ergänzen.
Hab nur kurz in den OP Song reingehört, scheint da aber der Fall zu sein (4/4).
Ich weiß nicht mehr wie ich das bei wechselnden Taktarten gemacht habe. Ich glaube, ich habe immer etappenweise das Tempo berechnen lassen, also je Taktwechsel und dann mit angepasster Taktangabe in der Tempospur.
 
  • #11
Die Idee mit dem Klatschen hat mich als Etappenziel zur Lösung geführt. Wenn es eine objektive Timingwahrheit in einem Song gibt, dann ist es natürlich der Bass.
Man nehme sich ein knackiges Sample (wie ein klick) und setzt es manuell unter jeden Basston eines Taktanfanges, wenn der Bass mal nicht spielte, wich ich auf das Piano aus. Ne Menge Handarbeit, aber es lohnt sich. So kommt man dem Zeitplan des Werkes dann irgendwann nah.
 
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  • #12
Freut mich, dem König eine Idee geflötet zu haben.
 
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  • #13
Ich habe den oben geposteten Track mal zum Testen der Tempoerkennung von Songmaster Pro genutzt.
Kurzes Zwischenfazit: Auch damit geht es nicht ohne Nacharbeit. Das liegt aber nicht nur an den Tempowechseln, die relativ gut verdaut werden, sondern vor allem an den enthaltenen "Umsteigern", d.h. Taktartwechseln.
Den Beginn musste ich bis ca. Takt 7 manuell berichtigen, d.h. die Taktstriche an die passenden Positionen rücken und einen 7/8-Takt einbauen, bis das Metronom synchron zur Musik tickte. Das sieht bei mir dann so aus:

1785537653497.webp


Ab Takt 42 gibt es dann erneut Hand-Nacharbeit, weil Songmaster für den 2. Teil des Stückes das doppelte Tempo gewählt hat. An dieser Stelle habe ich für heute erstmal Schluss gemacht.
Wenn ich den Workflow mal mit der TimeWarp-Funktion in Cubase vergleiche, dann hat Songmaster hier für mich die Nase vorn.
 
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  • #14
In Suno, das auch mit dem Tempoverlauf nicht klarkam, probierte ich mal die Funktion, die den Track quantisiert, also auf ein einheitliches Tempo zwingt. Und da merkte ich, dass dieser Song unbedingt so bleiben muss, wie er ist. Die Schwankungen sind unverzichtbar für seine emotionale Wirkung.
 
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  • #15
Weil mich das Thema Tempoanpassung bzw. Synchronisation mit frei eingespielten Aufnahmen auch schon immer sehr interessiert, habe ich mich noch etwas ausführlicher mit Deiner Aufnahme beschäftigt.

Wäre dieses Geklicke für Dich sauber genug?



Das Problem ist, dass Piano und Bass nicht 100% auf den Punkt spielen, das sieht man auch in Songmaster Pro nach der Separierung der Stems und Umwandlung in MIDI-Noten. Da muss man ausprobieren, wie es musikalisch am besten funktioniert.

1785604289354.webp

Wenn man sich ein wenig eingearbeitet hat, funktioniert die Tempoanpassung und die Korrektur durch das manuelle Verschieben der Taktstriche recht gut. Ich hab das Ganze im 1/4-Takt angelegt, um Tempojustierungen auch innerhalb der 4/4-Takte zu ermöglichen.

Falls Du Interesse hats, kann ich Dir gern ein MIDI-File sende, das die Tempoinfos enthält.
 
  • #16
Das ist natürlich hochinteressant und wäre jetzt genau die Lösung, die ich mir wünschte, bevor ich sie mir ja selbst erarbeitete, nach stundenlangem Abhören und Bassdrum-Setzen auf die entsprechenden Punkte. :) Ich hoffe es hat aber trotzdem Spaß gemacht.
 
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  • #17
Weil mich das Thema Tempoanpassung bzw. Synchronisation mit frei eingespielten Aufnahmen auch schon immer sehr interessiert, habe ich mich noch etwas ausführlicher mit Deiner Aufnahme beschäftigt.

Wäre dieses Geklicke für Dich sauber genug?

Anhang anzeigen 169398

Das Problem ist, dass Piano und Bass nicht 100% auf den Punkt spielen, das sieht man auch in Songmaster Pro nach der Separierung der Stems und Umwandlung in MIDI-Noten. Da muss man ausprobieren, wie es musikalisch am besten funktioniert.

Anhang anzeigen 169399
Wenn man sich ein wenig eingearbeitet hat, funktioniert die Tempoanpassung und die Korrektur durch das manuelle Verschieben der Taktstriche recht gut. Ich hab das Ganze im 1/4-Takt angelegt, um Tempojustierungen auch innerhalb der 4/4-Takte zu ermöglichen.

Falls Du Interesse hats, kann ich Dir gern ein MIDI-File sende, das die Tempoinfos enthält.
Wobei ich durchaus mal testen könnte, ob gerade der schwierige Anfang in deinem Midifile besser ist, als bei mir.

Die ersten Takte finde ich in dem Song besonders tricky. Also, ich nehme die midi-Datei!
 
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  • #18
Wobei ich durchaus mal testen könnte, ob gerade der schwierige Anfang in deinem Midifile besser ist, als bei mir.
Hattest Du Dir die Audiodatei mit den Klicks (Antwort #15) mal angehört?

Die Mididatei schicke ich Dir später, bin zZt. nicht am Musikrechner.
 
  • #19
Hier nun die MIDI-Datei.
In Cubase sieht das Ganze so aus:
1785654549105.webp
 

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  • #20
Vielen Dank. Ja, die Audioaufnahme oben mit dem Klick klang optimal. Das spiegelte das Timing des Songs wider.
 
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