Grobes Setup für den Proberaum

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Andi73

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Hallo,
seit geraumer Zeit spiele ich in einer kleinen Hobbyband Keyboard. Der Proberaum ist im Keller des Bandleaders, was ganz praktisch ist, weil alles Equipment stehen bleiben kann und der Raum schön gestaltet ist.

Durch meine Position mit Blick auf die Band direkt vor der rechten Lautsprecherbox (also als würde ich im Publikum sitzen) hat mich von Anfang an gestört, da ich mich selbst kaum gehört habe. Daher habe ich mir einen Monitor-Lautsprecher geholt und regle meine Lautstärke selber.
Die anderen Benutzen keine Monitore (Bass, 2x Gitarre, Gesang, E-Drumset) und hören quasi das Gesamtsignal. Damit das besser klingt, hat der Bandleader letztes Jahr eine Surround-Anlage von Behringer* hinzugekauft, was den Sound wohl "in der Mitte" verbesserte, aber für mich eher nicht, weil ich finde, dass die Boxen "knarzen" (Vor allen Dingen, wenn man fast davor sitzt).
Auch Klick-Tracks nutzen wir nicht. Der Drummer benutzt eine Metronom-App und "leitet uns an", was gerade dann schwierig wird, wenn man Lieder hat, die ohne Schlagzeug beginnen.
Als Mixer dient quasi ein Macbook mit der kostenlosen Apple-DAW

Ich persönlich (obwohl ich im Grunde genommen auch kein "klick" im Ohr haben möchte), denke einfach, dass das Grundlegend falsch ist. Daher wollte ich hier mal fragen, wie ihr euren Proberaum so aufgebaut habt und wie ihr da Grundlegend arbeitet.
Ob man also Monitor-Lautsprecher für jeden einzelnen "braucht", ob dazu noch "Gesamtsignal" über weitere Lautsprecher läuft, Klicktracks, Mischpult usw.
Ich persönlich finde auch den Computer als Mixer für "ungünstig", weil man meiner Meinung nach einen Mixer als Gerät mal schnell nachregeln könnte (der Laptop wird vom Bandleader bedient und vor den Liedern entsprechend eingestellt, also Track geladen und ggf. Spuren zugeschaltet, wenn jemand nicht da ist. Teilweise auch mit Licht-Programmen usw).

Würde mich freuen über eure Kommentare zum Thema

Viele Grüße
Andreas
 

Da ihr mit EDrum spielt ist das Ganze ja schon ca. 10x entspannter als mit echtem Drumkit. Wenn ihr kein InEar wollt und braucht kann man das alles schon mal recht kostengünstig betreiben, weil hier zusätzliche Anschaffungen für Digitalmixer und Funkstrecken nicht erforderlich sind.

Ich würde stumpf für jeden Musiker einen Aktiv Monitor holen, wo jeder sein Eingangssignal direkt einspielt. Also ohne Mixer und die Monitore dann so im Raum platzieren, dass jeder sich selber immer einen Tick mehr hört als den Rest der Truppe. Die Teile haben ja immer mehrere Eingänge, so dass man auch Vocals mit drauf geben kann usw. Die Teile strahlen recht breit ab, so dass der jeweilige Klang sich gut in einem kleineren Raum verteilen wird. Wenn der Drummer mit Klick spielen will und ihr den nicht hören wollt dann eben den Klick nur auf seinen Monitor geben oder ihm eine von diesen Metronom Pulsuhren verpassen (Soundbrenner oder so?).
 
Zuletzt bearbeitet:
Platzier dich da im Raum, wo du dich wohl fühlst. Wenn dein Platz nicht optimal ist, dann wechsle mit einem Mitspieler. Vor einer Box zu sitzen ist mega ungünstig. Mach von Anfang in in der Band klar, dass du klare Vorstellungen hast, wie es für dich sein muss, sonst bist du immer das 5. Rad am Wagen.
Der Sound im Raum ist natürlich immer ein Problem, bis der gefunden ist, dass alle halbwegs damit umgehen könen. können schon mal einige Wochen vergehen. Flexibilität und Toleranz sind die wichtigsten Zutaten dazu mMn. Ich kenne das auch mit in-ear nicht anders, dass man mit Kompromissen leben muss.
 
ich glaube, du hast schon einmal nach lösungen gefragt. egal.
bei uns stehen die pa boxen links und rechts in dem raum, und dazwischen hockt der drummer mit seinem akustischen set. die boxen sind ca. um 45° richtung raum gedreht, so dass der drummer auch die anlage hört. über die anlage laufen keys und mehrere mikros (3-4 stück), der rest (bass/gitarrenamps/wasauchimmer) ist quer durch den raum positioniert, am meistens an der linker und rechter wand, so dass die amps nicht in direkt in mikros einstrahlen. sozusagen sitzen/stehen wir alle im kreis, und wer sich von der "amp abteilung" nicht gut hört, der rückt dann näher an seiner amp, falls nötig.
 
Wir haben beides. Wenn wir neue Lieder diskutieren, dann über PA mit Matschsound, je nach dem wo man steht. PA steht beim Drummer uns gerichtet. Er hat immer Inear. Wenn es dann ums Proben geht, alle In-Ear mit Klick. Das ist meiner Meinung nach noch immer am entspanntesten.
 
platzier dich da im Raum, wo du dich wohl fühlst.
Das geht leider nicht. Der Raum ist "fest verlegt" und die Kabel alle in Kanälen Unsichtbar zu ihren Einsatzgebieten. Kabel auf dem Boden ist nicht erwünscht. Alles sehr ordentlich. Daher steht das Keyboard da, wo es halt "schon immer stand". Deswegen habe ich ja auch eine eigene Monitorbox, weil mit Kopfhörer bringt mir auch nichts, weil ich selbst im Gesamtmix kaum zu hören bin :)

ich glaube, du hast schon einmal nach lösungen gefragt. egal.
Ja, damals habe ich mir dann ja die Monitor-Box zugelegt. Aber das Thema ist nach wie vor Akut. Ich wollte hier nur mal fragen, wie dass bei anderen Gehandhabt wird. Also ob unser Setup grundsätzlich verkehrt ist, aber einige scheinen es ja auch so zu machen.


Ich habe ja die Möglichkeit ein Metronom am Keyboard zuzuschalten. Ich habe mir auch die Mühe gemacht und habe jedes Setup an meinem Keyboard mit Tempo und ggf. Drumpattern oder Metronom auszustatten, damit man im Notfall drauf zugreifen kann. Aber man merkt sehr schnell, dass das Metronom irgendwann nicht mehr "mit uns im Takt ist". Und dann weiß keiner mehr wo er gerade ist :D

Aber wie gesagt, mir geht es hier erstmal darum, wie es andere machen.
 
Hier alle InEar (1x Funk, Rest mit Kabel) und Click. Monitormixe jeder für sich über App. Zentrale ist ein Digipult, an dem auch noch ein PC mit DAW für zuzuspielende Spuren (Samples + Click kommt auch von hier) hängt. Mit DAW wird bei Bedarf mitgeschnitten, um den Entwicklungsfortschritt zu kontrollieren. Best Takes jedes Einzelnen bleiben immer im Projekt, die dann ebenfalls mit zugespielt werden, wenn jemand nicht da ist. Hat den Charme, dass jeder notfalls auch allein üben könnte.
Steht auch noch eine P.A. rum, die aber nur dann genutzt wird, wenn Gäste da sind.
 
@Andi73
gut dass du nicht noch schuhe ausziehen muss wenn ihr probt. ;)
aber mal was anders als vorschlag: unsere keyboarderin spielt novation ultranova, und je nach preset schwankt die lautstärke bei dem ding ordentlich, sogar lebensgefährlich.
ich hab deswegen einen dbx 266xs (hardware compressor) zwischen synth und anlage installiert. die overeasy funktion an dem ding bügelt das signal ordentlich und liefert einen homogenen signal an die anlage. es kommt selten vor, dass man nachregeln muss.
seit dem hört man den synth im proberaum gut.
266xs kriegste über kleinanzeigen für kleines geld. und natürlich sind andere comps genauso verwendbar.
 
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  • #10
Alles sehr ordentlich.
Da habt ihr schon mal 99% aller Bands etwas voraus.;-)

Aber deine Position direkt vor der Box finde schon heftig. Kannst du denn nicht wenigstens neben die Box rücken?
 
  • #11
gut dass du nicht noch schuhe ausziehen muss wenn ihr probt
Müssen wir nicht, tun wir aber :D

Der Keller gehört halt mit zur Wohnung. Man muß also erst durch die Wohnung. Finde ich allerdings auch besser, weil ich dann meine Pedale besser "fühlen" kann :D

Das mit dem Kompressor wäre vielleicht eine gute Idee, da ich das Problem ebenso habe. Im Prinzip kann ich bei meinem Keyboard jeden Layer sehr schnell und Individuell verstellen. Alles ist so gespeichert, wie es soll. Aber im Prinzip ist es halt schon so, dass z.B. der Klaviersound auf voller Lautstärke viel Leiser ist als ein Synth-Sound.
Gestern auch wieder so ein Fall und es ging um die Diskussion, dass ich meine Monitorbox aus machen sollte, damit man mich im Mix besser hört (bzw. so hört, wie ich wirklich im Mix ankomme.
Wenn dann aber die Gitarren loslegen höre ich mich Null. Im Raum soll ich aber total Super und Laut hörbar sein. Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht erklären. Ich habe jetzt allerdings mal die Probe mit einem Audio-Rekorder mitgeschnitten, der im Kopfhörerausgang des Gesamtsignals steckte.

Allerdings haben wir seit einigen Monaten einen Behringer* DEQ2496, der laut Bandmitglieder erheblich zur Soundqualität beigetragen haben soll. Ich bekomme davon wie gesagt nicht viel mit :)
Keine Ahnung, ob ich dann noch ein weiteres Gerät bräuchte.
 
  • #12
Aber deine Position direkt vor der Box finde schon heftig. Kannst du denn nicht wenigstens neben die Box rücken?
Das geht nicht, weil zum einen der Platz sonst sehr knapp ist und die Kabel absolut starr verlegt sind in Kabelkanälen. Es war schon ein großer Aufwand die Sängerin und den Gitarristen zu tauschen, da sie ganz hinten rechts gestanden hat und wir sie mal etwas in den Fokus bringen wollten.

Für mich halt noch die Kernfragen offen geblieben, ob man das mit einem Rechner/Laptop so gut machen kann, oder ob man lieber einen Mixer holen sollte, wo man vielleicht schnell mal was mit einem Fingerschnipp nachregeln könnte und vielleicht sogar anhand der Pegel sehen kann, ob alles vernünftig läuft (ist aber nur mein Empfinden so).

Und halt ob es möglich ist, dass mein Sound "an mir vorbeigetragen wird". Wenn ich alleine spiele bin ich durchaus zu hören und für mich auch ausreichend. Nur eben nicht mehr, wenn alle loslegen.
Ich werde auch oft "aufgefordert" mich etwas lauter zu machen, weil ich "etwas wenig rüberkam" und dann sage ich, das sich schon alles voll aufgedreht habe.
Meines Erachtens muß man dann die anderen etwas leiser machen. Ich habe auch das Gefühl, dass diese Diskussion alle paar Wochen wieder von vorne losgeht :D
 
  • #13
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