Expression vs. Volume Pedal

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Ich habe ein Expression Pedal an meinem Roland RD 2000. Das nutze ich hauptsächlich dafür um mal einen Pad-Layer hinzuzufügen. Also die Lautstärke hoch und runter zu fahren.

Ich kann dem Pedal im System ganz unterschiedliche Funktionen zuweisen. Dabei ist es Standardmässig meistens der "Expression" zugeordnet. Verhält sich aber dann wie ein Volume-Pedal (wobei nur der Ton leiser wird, aber nicht die Lautstärke heruntergefahren wird, also als würde ich die Fader nutzen). Wenn ich es dann auf "Volume" umschalte wird mir das auch bei den Fadern auf dem Gerät angezeigt (was halt auch übersichtlicher ist).

Man kann auch (scheinbar) Interessante Funktionen wie Breath, Aftertouch usw. dem Expression-Pedal zuweisen. Da passiert aber nichts. Ich hätte zum Beispiel gehofft, dass man mit einer der Funktionen z.B. einem Akkordeon etwas mehr Realismus einhauchen könnte, anstatt es nur etwas leiser und lauter spielen zu lassen.

Ich bin daher immer davon ausgegangen, dass diese Funktionen zwar Steuerbar sind, aber vom RD 2000 einfach nicht unterstützt werden, weil die Klangerzeugung doch eher Bescheiden ist im Vergleich zu teuren Synthesizern oder Workstations, die vielleicht ein Instrument in unterschiedlichen Spielweisen innehaben.

Jetzt habe ich mir gestern so überlegt, ob es vielleicht auch am Pedal liegen könnte. Ob es z.B. einen Unterschied zwischen einem Volume- und Expression-Pedal gibt. Es gibt Pedale, die kosten unter 50 Euro und es gibt sie bis 200 Euro und mehr. Wo liegt da der Unterschied? Ich meine außer, dass die billigen in der Regel aus Kunststoff sind (Wobei auch viele teure aus Kunststoff sind) und meistens auch nicht ganz geräuschlos.
Oft lese ich auch, dass die Impedanz des Potis 10kOhm beträgt. Manchmal steht da auch nichts weiter. Gibt es hierbei noch Unterschiede?
Auch haben manche einfach nur ein Klinkenkabel (Stereo) dran, andere Pedale haben bis zu 5 Anschlüsse (Boss FV-500)...

Mag mich mal jemand ausklären, welche Pedale für mich als Keyboard überhaupt relevant sind und ob sich der Umstieg auf ein teureres Pedal sich eventuell für mich lohnen könnte. Das einzige was mich stört ist halt das "Tretgefühl". Da würde ich mir manchmal etwas mehr Gegendruck wünschen, so dass man etwas Gefühlvoller treten kann, was aber im Umkehrschluss aber auch bedeuten würde, dass man nicht schnell und Spontan einen Sound hinzufaden könnte.

Vielen Dank
 

Hi,

zu deinem konkreten "Problem" mit dem RD2000 kann ich dir nicht helfen, aber allgemein auf deine Frage Expression vs. Volume antworten.

Die Expression Pedale haben normalerweise einen lineares 10k Poti verbaut, welches mit einem einzigen Anschluss (Stereo Klinke) daher kommt. Damit gehst du in den entsoprechenden "Eingang" eines Geräts, welches über diesen Signalabgriff logisch ein veränderbares Signal erhält (z.B. geht das intern im Gerät auf den Analogeingang eines Mikrocontrollers). Die einfachste Form dessen ist ein Taster/Schalter, der nur zwei Logikzustände geht, nämlich "offen" oder "geschlossen".

Ein Volume Pedal hat in der Regel eine höhere Impedanz (sprich ein hochohmigeres Poti) und wird in den Signalweg eingeschliffen, z.B. zwischen eine Gitarre und einen Amp. Daher auch mindestens zwei Klinkenbuchsen, eine als Eingang und eine als Ausgang.
Mit dem Pedal wird konkret der analoge Signalanteil, der nach dem Pedal noch zur Verfügung steht, geregelt (z.b. zwischen 0 ... 100%). Für Volume wird normalerweise auch kein linearer Regelweg, sondern eher ein logarithmischer genutzt (ob das bei Pedalen auch so ist, weiß ich grad nicht).

Sogenannte Kombipedale, die beides können, sind somit entweder umschaltbar, um den Unterschieden gerecht zu werden, oder ein Kompromiss.

Hoffe, das war jetzt nicht zu technisch :)
 
Das war eine sehr Umfangreiche Erklärung. Das Prinzip war mir da schon klar, nur eben, ob ein Expression-Pedal wieder was anderes/spezielleres ist als ein Volume-Pedal.
Wenn ich es aber richtig verstanden habe ist ein Volumen-Pedal eher etwas, was "von alleine" Arbeitet und nicht irgendwas Steuert. Also wenn man mal blöd gesprochen den vor einen Lautsprecher einbaut und die "durchgehende Menge Musik" herunterregelt :D
Mal ganz blöde gesprochen.
Bei einem Keyboard wird da ja eher etwas intern gesteuert, bzw. denke ich, dass am Ende bei einem Volumen und Expression-Pedal das selbe passiert, nämlich dass ein eingehender Strom heruntergeregelt wird.

Ich glaube es gibt da auch im Einsatzbereich zwischen Keyboard und Gitarrist noch einige Unterschiede.
 
Das war eine sehr Umfangreiche Erklärung. Das Prinzip war mir da schon klar, nur eben, ob ein Expression-Pedal wieder was anderes/spezielleres ist als ein Volume-Pedal.
Wenn ich es aber richtig verstanden habe ist ein Volumen-Pedal eher etwas, was "von alleine" Arbeitet und nicht irgendwas Steuert. Also wenn man mal blöd gesprochen den vor einen Lautsprecher einbaut und die "durchgehende Menge Musik" herunterregelt :D
Mal ganz blöde gesprochen.
Bei einem Keyboard wird da ja eher etwas intern gesteuert, bzw. denke ich, dass am Ende bei einem Volumen und Expression-Pedal das selbe passiert, nämlich dass ein eingehender Strom heruntergeregelt wird.

Ich glaube es gibt da auch im Einsatzbereich zwischen Keyboard und Gitarrist noch einige Unterschiede.
ja, von der Grundidee passt dein Verständnis.

- mit dem Expression Pedal steuerst du eine Funktion "irgendwo anders", in deinem Fall im Keyboard. Das Pedal ist ein nach außen geführter Regler (vergleichbar mit den Drehreglern und Fadern, die das Keyboard auch hat)
- das Volume Pedal greift direkt in deine Signalkette ein - z.B. könntest du aus dem Line Out deines Keyboards durch das Volume Pedal in einen Verstärker gehen (also für Kleinsignale - bitte nicht zwischen Endstufe und Lautsprecher hängen!)
 
Ich habe ein Expression Pedal an meinem Roland RD 2000. Das nutze ich hauptsächlich dafür um mal einen Pad-Layer hinzuzufügen. Also die Lautstärke hoch und runter zu fahren.

Ich kann dem Pedal im System ganz unterschiedliche Funktionen zuweisen. Dabei ist es Standardmässig meistens der "Expression" zugeordnet. Verhält sich aber dann wie ein Volume-Pedal (wobei nur der Ton leiser wird, aber nicht die Lautstärke heruntergefahren wird, also als würde ich die Fader nutzen). Wenn ich es dann auf "Volume" umschalte wird mir das auch bei den Fadern auf dem Gerät angezeigt (was halt auch übersichtlicher ist).

Man kann auch (scheinbar) Interessante Funktionen wie Breath, Aftertouch usw. dem Expression-Pedal zuweisen. Da passiert aber nichts. Ich hätte zum Beispiel gehofft, dass man mit einer der Funktionen z.B. einem Akkordeon etwas mehr Realismus einhauchen könnte, anstatt es nur etwas leiser und lauter spielen zu lassen.

Ich bin daher immer davon ausgegangen, dass diese Funktionen zwar Steuerbar sind, aber vom RD 2000 einfach nicht unterstützt werden, weil die Klangerzeugung doch eher Bescheiden ist im Vergleich zu teuren Synthesizern oder Workstations, die vielleicht ein Instrument in unterschiedlichen Spielweisen innehaben.

Jetzt habe ich mir gestern so überlegt, ob es vielleicht auch am Pedal liegen könnte. Ob es z.B. einen Unterschied zwischen einem Volume- und Expression-Pedal gibt. Es gibt Pedale, die kosten unter 50 Euro und es gibt sie bis 200 Euro und mehr. Wo liegt da der Unterschied? Ich meine außer, dass die billigen in der Regel aus Kunststoff sind (Wobei auch viele teure aus Kunststoff sind) und meistens auch nicht ganz geräuschlos.
Oft lese ich auch, dass die Impedanz des Potis 10kOhm beträgt. Manchmal steht da auch nichts weiter. Gibt es hierbei noch Unterschiede?
Auch haben manche einfach nur ein Klinkenkabel (Stereo) dran, andere Pedale haben bis zu 5 Anschlüsse (Boss FV-500)...

Mag mich mal jemand ausklären, welche Pedale für mich als Keyboard überhaupt relevant sind und ob sich der Umstieg auf ein teureres Pedal sich eventuell für mich lohnen könnte. Das einzige was mich stört ist halt das "Tretgefühl". Da würde ich mir manchmal etwas mehr Gegendruck wünschen, so dass man etwas Gefühlvoller treten kann, was aber im Umkehrschluss aber auch bedeuten würde, dass man nicht schnell und Spontan einen Sound hinzufaden könnte.

Vielen Dank

auch ich kann dir nicht konkret bei deinem roland rd 2000 helfen.
empfehle dir daher ein eingehenderes studium der gebrauchsanleitung...

mein allgemeines fazit zu expression pedals:
du musst nicht die vergoldete 500-euro variante kaufen.
das 20-euro pedal tut es in der regel auch...
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch, wenn die sich sehr ähnlich sehen und sogar die gleichen Stecker benutzen können, ist der Unterschied eigentlich ganz einfach.

Ein reines Volumenpedal verarbeitet ein Audiosignal, nämlich den Ausgang von Gitarrre, oder Bass, oder Synth/Keyboard/Digi-Piano.

Ein Expressionpedal liefert eine Steuerspannung für einen Continuous Controller. Dat is wat völlig anderes.
Hier liegt kein Audiosignal vor und diese Pedale werden eigentlich immer eingeschliffen.

Das Boss FV-500 kann offensichtlich beides.

Und was die Haltbarkeit angeht, ich hab live noch nie ein Sustain- oder Expressionpedal kaputtgetreten - und zu Hause schon gar nicht. Da gehen eher die inneren Kleinteile kaputt und die können auch bei einem stabilen Gehäuse billig sein.
 
Danke für den Thread. Denn erst bei dieser Gelegenheit ist mir eingefallen, dass ich ja noch ein simples Volumenpedal besitze. Hatte ich völlig verdrängt. Noch besser ist, dass ich das im Moment sogar gebrauchen kann.
 
Und was die Haltbarkeit angeht, ich hab live noch nie ein Sustain- oder Expressionpedal kaputtgetreten
Davon gehe ich eigentlich auch nicht aus. Man "Steht" ja auch nicht drauf, sondern bedient es einfach mit dem Fuß. Allerdings ist es zumindest bei den günstigen so, dass vielleicht Geräuschvoller ist und vielleicht auch zu Leichtgängig. Ich meine, ich weiß es ja nicht, weil mir der Vergleich fehlt. Ich würde aber den Anspruch daran setzen. Vielleicht auch, dass die Teile statt in einer Plastik-Mechanik in Metall liegen.
Wenn ich mir allerdings zum Beispiel das FC7 von Yamaha auf den Bildern anschaue, das sieht schon arg billig aus und kostet ganz schön.
Interessant finde ich ja auch das Pedal mit Schaltern oben, wo sich einige die Rotator-Funktion drauf legen. Ist mir aber zu teuer. Aber würde schon praktisch sein.
 
  • Danke
Reaktionen: Humanizer
Das ist sehr individuell. Wat dem einen zu stramm, is dem anderen zu locker (und umgekehrt). In dem Fall würd ich vielleicht tatsächlich vom großen T, oder A zwei, oder drei Pedale holen, zu Hause testen und den Rest zurückschicken (obwohl ich das echt ungern mache).
 
  • #10
Ja, das mache ich auch sehr ungern. Weil es halt für den Versender immer ein Verlustgeschäfft ist. Wobei es T. auch bei Beratungen immer explizit anbietet. Bei A ist es mir egal. :)
 

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