Richtige Ride-Crash-Becken-Kombination

Turquoise

Turquoise

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Guten Tag die Herrn,

ich hatte jetzt zum ersten Mal das Vergnügen, ein Schlagzeug kaufen zu können. Mein Sohnemann (10) spielt seit zwei Jahren und es sieht danach aus, dass er dabei bleibt. Also haben wir sein Sparschwein gekillt, der Rest war Geburtstag und ich habe auch noch ein paar Aktien an dem Drumset. Es sollte was Ordentliches sein - und gleichzeitig etwas, was den Sound unserer Familienband trägt und sich klanglich etwas abhebt.

Darum habe ich mich nach längerem Querhören für Zultan RAW Series Becken entschieden - ein 20" Ride, ein Crash und ein Splash.

Bei den Crash habe ich zwei zum Vergleichen bestellt - 16" und 17". Komplett unterschiedlich. Das 17er ist von der Tonhöhe sehr nah am Ride, hat aber den schöneren/wärmeren Wash, das 16er ist deutlich höher, klingt "orientalischer" und hat einen eindeutigeren Eigenton (irgendwas zwichen G# und A). Meine Frage: was ist üblich - nimmt man lieber ein Crashbecken, dass sich sehr vom Ridebecken unterscheidet, oder eines, das eher nah dran ist?
 

erst mal, schön das euer Nachwuchs musiziert!

Geschmacksache, zu deiner Frage, ich finde Ride sehr wichtig, ich mag eher glockige Ride Becken, das hochfrequente nervt mich, hat aber damit zu tun, das ich zerrige Gitarren spiele die obenrum ne Menge liefern, beides ist dann zu viel

wohin geht denn bei euch die musikalische Reise?
 
wohin geht denn bei euch die musikalische Reise?
Das fragt mich die KI auch jedes Mal, wenn ich eine Frage zu Becken habe. Und je nachdem, was ich mehr betone, kommt eine Empfehlung mal so und mal anders... ;-)

Also die Besetzung ist Schlagzeug, Bass, Gitarre (ich), Klavier, Querflöte, Trompete. Ich bin gerade dabei, einige meiner Songs so zu arrangieren, dass wir sie zusammen spielen können. Das heißt konkret: Gitarre eher clean, Gesamtsound luftig-transparent, fast wie eine Jazz-Combo, nur dass wir eben keinen Jazz spielen, sondern mein Zeug.

Das 20er Ride ist gesetzt und klingt auch amtlich. Ich muss mich nur für eines der beiden Crashs entscheiden. Da bin ich gerade mit meinem Latein bisschen am Ende.
 
Bei den Crash habe ich zwei zum Vergleichen bestellt - 16" und 17". Komplett unterschiedlich. Das 17er ist von der Tonhöhe sehr nah am Ride, hat aber den schöneren/wärmeren Wash, das 16er ist deutlich höher, klingt "orientalischer" und hat einen eindeutigeren Eigenton (irgendwas zwichen G# und A). Meine Frage: was ist üblich - nimmt man lieber ein Crashbecken, dass sich sehr vom Ridebecken unterscheidet, oder eines, das eher nah dran ist?
Bei Rock allgemein ist mMn (je nach cymbal-sound) 16'', 18'', 20/22'' Ride Grundausstattung. Je kleiner, desto leiser/kürzer, dafür dann zB auch mal nen 14'', Splash, Bell oder Stack. Is Geschmacksache und ne Frage der Lautstärke, besonders, wenn ich Querflöte und Klavier lese... die Trompete hingegen kanns mit allen aufnehmen...;-)
 
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Bei Rock allgemein ist mMn (je nach cymbal-sound) 16'', 18'', 20/22'' Ride Grundausstattung. Je kleiner, desto leiser/kürzer, dafür dann zB auch mal nen 14'', Splash, Bell oder Stack. Is Geschmacksache und ne Frage der Lautstärke, besonders, wenn ich Querflöte und Klavier lese... die Trompete hingegen kanns mit allen aufnehmen...;-)

Die Lautstärke ist erst mal weniger mein Problem. Noch mal meine Frage: wenn man nur ein Crashbecken hat (das Set muss klein bleiben) - sollte sich dieses im Klang eher vom Ridebecken abheben oder ist es ratsamer, wenn es von der Tonhöhe sehr nah am Ride liegt?

Also:

Variante 1 - Crash hebt sich tonal sehr vom Ridebecken ab (ding+wash - dong)
Variante 2 - Crash klingt fast wie eine Erweiterung des Ride (dong+wash - dong)
 
Dann Var 1. um klare Akzente zu setzen. Dadurch haste dann schonmal zwei unterschiedliche Optionen, denn das Ride lässt sich ja auch crashen (& das HH) - und die Bells/Glocken klingen auch unterschiedlich. Bei einem kleinen setup hätte die gewisse Spannweite für mich priorität. Kommt aber ganz auf die Musik an. Es gibt ja die verrücktesten setups...
 
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Ich würde Variante 1 bevorzugen, aber nicht als Drummer sondern als Musiker oder Tonfritz.
Für mich ist ein Chrashbecken wie ein kurzer Aufknaller mit Lichtblitz bei einem Feuerwerkarrangement.

Akzent, hell, nicht tonal und nach einem Viertel Taktzeit bei 120 bpm akustisch wieder abgeklungen und eingebettet.
Aber das ist meine Welt... ;-)
 
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So überwiegt auch die Meinung bei uns. Obwohl das 17er für sich selbst genommen eventuell "schöner" klingt.
 
Ich habe mir gerade mal die Beispielsounds auf der Thomann* Homepage angehört. Da sogar das 16er relativ dunkel vom Grundsound ist würde ich das nehmen und das 17er oder vielleicht auch ein 18er aufsparen, falls später mal aufgerüstet werden soll.
 
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  • #10
Beckenkauf ist auch ein finanzielles Ding...

Ich bin ein Freund der Paiste 2004er Serie, wobei ich das HiHat aus der Formula 602 (ohne SoundEdge) klanglich gesehen, nehmen würde und als zweites Crash (zu einem 14") dann ein 16" von Zildian hinzunehmen würde, um sich klanglich besser unterscheiden zu können. Beim Ride würde ich ein 20" nehmen. Für mich reicht eine 20" Kick - vielleicht sogar auch etwas kleiner, denn auf einer Bühne wird die BD meistens separat abgenommen...
Als Fußmaschine kommt bei mir nur eine schnelle Sonor Fußmaschine in Frage, da ich gerne Doublekicks spiele, was damit erfahrungsgemäß gut funktioniert.
Schon fast wichtiger, als die Toms (die nicht zu groß und tief sein sollten - ich bin kein Heavy Drummer), sind sehr stabile Beckenständer. Bei den Toms komme ich gut mit Sonor klar. Mit Pearl hab ich gute Erfahrungen (auch die Plastik Dinger "Pearl Export"). Wenn das Budget groß ist, kämen auch Ludwig oder Gretsch in Frage.
Über Taschen oder Koffer für Toms sollte man sich Gedanken machen, wenn das Schlagzeug oft transportiert wird.

Bei Drum Fellen würde ich unterschiedliche Felle nehmen:
  • Ambassador auf Snare
  • CS auf den Hängetoms
  • Ölfell (z.B. Evans) auf der Standtom
Insgesamt kann das eine recht teure Angelegenheit werden, insbesondere bei den Becken...
 
  • #11
bin selber fan von zultan becken - habe 21" caz sizzle ride, 22" raw jazz ride, und 13" caz hihat.
etwas seltsame wahl - aber ich stand auch damals von der dilemma: dem standard folgen, oder dem eigenen geschmack?
geschmack hat gewonnen: da sich caz sizzle (ohne sizzles) sehr gut ancrashen lässt, ohne ohrenschmerzen zu verursachen, bin ich bei der kombination für recording zwecke auch geblieben.
raw jazz als haupt ride becken, und caz ride als crash/ride. 13" hihat verursacht weniger bleed in den snare mic (ist eben etwas leiser als standard), klingt aber agiler und spritziger als grössere hihats.
so würde ich sagen: folge deinem geschmack, und frag auch deinen sohn was er drüber denkt.
generell sind die etwas teurere zultans (also handmade) viel besser als maschinell abgedrehte aus dem gleichen haus.
 
  • #12
Für mich reicht eine 20" Kick
bissel ot - aber +1 für den wahl. bin auch riesen fan von 20zoller, besonders für recording. weniger mulm, weniger eq/comp arbeit. die 20er sind sofort da, wenn man sie ankickt, und sie vermüllen mit sub den raum nicht - grundfrequenz von 20er liegt in etwa bei 60Hz, ein 22er liegt mit gf bei der 40Hz in etwa. das macht einen riesenunterschied bei der abnahme.
 
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  • #13
Danke für Eure Antworten.

Bei den Becken war auch ein Kriterium, dass sie nicht zu viele Obertöne produzieren und schnell ausklingen. Mir hat der dunkle Klang der RAW Series gleich gefallen. Wir sind keine Metalband, wo sich die Becken durch eine Gitarrenwand durchschneiden müssen.

Bei den Kesseln war schnell klar, was es werden sollte: das Yamaha Stage Custom Hip Shell. Dazu eine Yamaha-Hardware, die ich auf Thomann*-Empfehlung genommen habe und die wirklich absolut amtlich ist.

Die Becken waren als die Stellschraube gedacht, um den bandeigenen Sound zu unterstützen. Es wird wahrscheinlich das 16er werden. Mein Junge will es auch (und hat mich heute nur unter der Bedingung von seinem Kakao kosten lassen, dass ich ihm verspreche, das 17er zurückzuschicken...).

Alles in allem ist das ein super Set, an das ich mich auch selbst gerne mal ransetze...

Als Hi-Hat habe ich ein gebrauchtes 13" Paiste Dark Crisp Hi-Hat auf Kleinanzeigen erstanden. Das hat mir klanglich bei Thomann* am besten gefallen, war mir aber neu zu teuer.
 
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