How to Drumrecording mit SD3 live eingespielt?

Beeble

Beeble

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Wir produzieren gerade unsere nächste LP mit Superior Drummer 3.
Grundsätzlich klingt das ja mal ziemlich ok, wenn alles erstmal so eingestellt ist, das es sich auch beim Einspielen wie ein akustisches Set anfühlt. Die Dynamik ist sehr nah am akustischen Set.
Wenn alles fertig eingespielt ist, werden alle Spuren als Audio gebounced, damit es sich in gewohnter Weise mischen lässt.

Die Frage ist, was mache ich mit dem Bleeding?
Es ist ja verlockend, auf den Einzelspuren kein Übersprechen zu haben. Von den OHs und den Raummikros mal abgesehen.
Sollte man doch ein wenig bleeding zugeben, vielleicht etwas weniger als es bei einem akustischen Set der unvermeidbare Fall ist?
Oder macht es den ganzen Drummix doch einfacher und schöner ganz ohne?

Ich meine beim Schlagzeug versucht man möglichst das Übersprechen zu veringern, mit allen möglichen Tricks.
Hier habe ich die Option alle Spuren rein und sauber zu recorden.

Wie handhabt ihr das, was ist eure Philosophie?
 

Bei SD3 ist ja alles möglich, da massenhaft Raumanteil über eine Vielzahl von Mikros zur Verfügung steht.
Letztendlich hängt es ja vom Charakter eurer Songs ab. Was wollt ihr? Welche Art von Musik macht ihr und was passt dann dazu?
Wenn ihr Vorbilder habt: Wie hört es sich dort an?
Hier geht es um eine Grundsatzentscheidung für eure ganze LP.
Bevor du bounced, kannst du den SD3 internen Mischer verwenden und mit den ganzen Mikrofonen spielen. Denke daran, dass z.B. die Snare und die BD mit mehreren Mikros abgenommen wird!
 
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Ich nutze Bleeding nur sehr dezent und nur nach Gehör, es muss klingen, ich bounce die Files nicht raus, bei mir bleibt es im Projekt bis zum Finale

es kommt wirklich nur auf das Ziel an, also wie es klingen soll und gerade im Zusammenspiel mit allen Instrumenten, das ist höchst individuell und es gibt kaum Richtiges/Falsches mMn, und im Prozess einer Album-Produktion, so meine Erfahrung, dreht sich der Wind mehrmals und oft auch um 180° :-)

heisst: so lange es geht behalte ich mir die Möglichkeiten offen die SD bietet
 
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Im allgemeinen lege ich OH und Raum sowieso auf einen Bus der dann wiederum ein Ambience oder Roomsignal draufkriegt.
Dieses Signal muss schon das gesamte Kit homogen wiedergeben.

Die close mics werdem da dann reingemischt und weiterentwickelt...
 
heisst: so lange es geht behalte ich mir die Möglichkeiten offen die SD bietet
Bei mir funkt da oft das Paranoia-Rendern dazwischen. Denn bin ich mal wieder im Gefühl, am heißesten Song des Jahres dran zu sein, bekomme ich Angst, durch einen Rechner-Unfall nicht mehr exakt reproduzieren zu können. Das bremst mich aber auch aus. Aber so muss wohl jeder seine Qual aushalten.


Bei Drums gilt wie auch sonst: Erst wenn es richtig klingt, ist es richtig.

:rock:
 
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Wie handhabt ihr das, was ist eure Philosophie?

Das Problem ist, dass man anhand der Becken immer hört, dass es keine echte Aufnahme ist. Wenn ihr die Möglichkeit habt (sprich nen Proberaum, Akustik muss dafür nicht toll sein) kann ich nur dazu raten, die EDrums mit echten Becken zu kombinieren. Das ist dann bei der Aufnahme auch total unkritisch. Einfach 2 Overheads, plus Hihat und Ride einzeln aufnehmen. Die dann alle auf nen Bus legen und großzügig Hochpass drauf und ein bisschen Reverb drauf. Dann kannst du die EDrum Kessel komplett ohne Bleeding usw. drauf ballern und es klingt trotzdem 10 mal mehr nach echten Drums.
 
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Das Problem ist, dass man anhand der Becken immer hört, dass es keine echte Aufnahme ist. Wenn ihr die Möglichkeit habt (sprich nen Proberaum, Akustik muss dafür nicht toll sein) kann ich nur dazu raten, die EDrums mit echten Becken zu kombinieren. Das ist dann bei der Aufnahme auch total unkritisch. Einfach 2 Overheads, plus Hihat und Ride einzeln aufnehmen. Die dann alle auf nen Bus legen und großzügig Hochpass drauf und ein bisschen Reverb drauf. Dann kannst du die EDrum Kessel komplett ohne Bleeding usw. drauf ballern und es klingt trotzdem 10 mal mehr nach echten Drums.
guter Punkt

ich experimentiere mit Becken und Hihat ohne Ende, da sie bei mir ausm SD kommen, es ist für mich wirklich DIE Herausforderung weil sie nicht so klingen, wie sie natürlich klingen
 
guter Punkt

ich experimentiere mit Becken und Hihat ohne Ende, da sie bei mir ausm SD kommen, es ist für mich wirklich DIE Herausforderung weil sie nicht so klingen, wie sie natürlich klingen

Ich hatte in meinem vorherigen Metal Projekt ja auch komplett auf EDrums über SD3 gesetzt, gespielt von einem echt guten Drummer. Aber nach echten Drums hat es nie geklungen, egal wieviel man geschraubt hat.
 
Ich hatte in meinem vorherigen Metal Projekt ja auch komplett auf EDrums über SD3 gesetzt, gespielt von einem echt guten Drummer. Aber nach echten Drums hat es nie geklungen, egal wieviel man geschraubt hat.
ich hab hier den SD2 und das NY Avatar, Metal Machine, Metal Heads zusammengewürfelt wie es passt, letztere Bibliotheken fürs Blech, Avatar für Trommeln, zudem sind alle Trommeln gelayert mit nem KVLT Drumkit

alles in allem höchst individuell weil ich es "anders" wollte, zudem verstimme ich alles um ein paar Cent, nehme viel Raumsignale und verschmiere auch gerne mal
 
  • #10
Ich habe zuletzt bei Aufnahmen geschaut, dass alles (auch die anderen Musiker) den gleichen Raum hat. Deswegen habe ich einen kleinen Raumanteil von UAD Ocean Way Studios Deluxe hinzugegeben.
Danach kann man noch einen künstlichen Hall hinzufügen.
 
  • #11
Meine Philosophie (mit ADD2) ist, kein Bleed, keine Kessel auf den OHs, keine mono Raummikrophone, keine Presets.
Wenn's "schäbig" klingen soll, bekomme ich das auch ohne den ganzen S.cheiß hin.
 
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  • #12
Das Problem ist, dass man anhand der Becken immer hört, dass es keine echte Aufnahme ist. Wenn ihr die Möglichkeit habt (sprich nen Proberaum, Akustik muss dafür nicht toll sein) kann ich nur dazu raten, die EDrums mit echten Becken zu kombinieren. Das ist dann bei der Aufnahme auch total unkritisch. Einfach 2 Overheads, plus Hihat und Ride einzeln aufnehmen. Die dann alle auf nen Bus legen und großzügig Hochpass drauf und ein bisschen Reverb drauf. Dann kannst du die EDrum Kessel komplett ohne Bleeding usw. drauf ballern und es klingt trotzdem 10 mal mehr nach echten Drums.
Das ist genau der Ansatz den wir wohl versuchen werden. Das war schon im Gespräch, als ich feststellte, das besonders die HH bei Samplern immer ein Problem ist.
Nun sind unsere Musik und besonders die Drums eh sehr hart produziert, so das es wenig auffällt.
Es spart halt jede Menge Arbeit, zumindest hybrid zu arbeiten. Ich spare mir 10 Takes und stundenlanges editieren.
Abgesehen davon, das man mit deinem Vorschlag ja auch das analoge Blech und die Midis noch unabhängig voneinander quantisieren kann. Man könnte sogar die ganzen Becken overdubben :-) Na gut, da geht dann ein wenig vom spielflow und Groove verloren.
Aber nach echten Drums hat es nie geklungen, egal wieviel man geschraubt hat.
dem schliesse ich mich an.
 
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  • #13
Man könnte sogar die ganzen Becken overdubben :-) Na gut, da geht dann ein wenig vom spielflow und Groove verloren.

Ich würde da nen ehrlichen Reality Check machen. Wenn der Drummer so gut ist, dass es wichtig ist, den Groove zu erhalten sowie die Nuancen des Spiels und man sich trotzdem noch alle Möglichkeiten des Editings offen zu halten dann würde ich wie folgt vorgehen:

- EDrum Kessel als Midi aufnehmen
- gleichzeitig die Becken als Audio
- zusätzlich Kick und Snare Einzelausgänge des Drum Moduls auf zwei Audio Spuren

Selbst wenn man die Kick und Snare Audio Spuren des Moduls später im Mix nicht verwendet ist das sehr hilfreich beim Editing, weil man dann alle Audio Spuren synchron mit dem Multi Track Time Warp schieben kann und man über Kick und Snare saubere Indikatoren für die Hitpoints auf dem Raster hat.
 
  • #14
Es spart halt jede Menge Arbeit, zumindest hybrid zu arbeiten. Ich spare mir 10 Takes und stundenlanges editieren.
Inwiefern? Ich würde mal erfahrungsgemäß das Gegenteil behaupten.
 
  • #15
Ein fertiges Kit samt Blech aus Sd, Bfd oder Modo, klingt für mich meist homogener vom Gesamtbild. Die Hybridvariante bevorzuge ich dennoch. Zwar kann ich die Becken nicht so geil abmischen (nutze auch überwiegend nur zwei Kleinmembraner für komplett HH,R + OH) und es vielleicht alles weniger homogen wirken lassen, aber für mich überwiegt der Faktor "Echtes Instrument" im Klangbild. Das finde ich persönlich unschlagbar.
 
  • #16
@holgi
Mit dem SD2 und den älteren Libraries kennst du vermutlich nicht, was heutzutage Toontrack* liefert?
Der Aufwand beim Recording ist da deutlich gesteigert worden. Die Qualität dadurch auch.
 
  • #17
@holgi
Mit dem SD2 und den älteren Libraries kennst du vermutlich nicht, was heutzutage Toontrack liefert?
Der Aufwand beim Recording ist da deutlich gesteigert worden. Die Qualität dadurch auch.
ich hab mich super eingearbeitet in den SD2, ein Uprgade von SD2 zu SD3 ist mir bis dato unbekannt, daher bleibts wie es ist, vorerst :-)
 
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  • #18
@holgi
Mit dem SD2 und den älteren Libraries kennst du vermutlich nicht, was heutzutage Toontrack liefert?
Der Aufwand beim Recording ist da deutlich gesteigert worden. Die Qualität dadurch auch.
Becken sind trotzdem schwer zu handeln.

Der Aufwand beim Recording sind zig Räume und Mist, den man (ich) eh nicht braucht. Deswegen sind die Libs vom Speicherplatz her auch so aufgeblasen.
 
  • #19
Wir produzieren gerade unsere nächste LP mit Superior Drummer 3.
Grundsätzlich klingt das ja mal ziemlich ok, wenn alles erstmal so eingestellt ist, das es sich auch beim Einspielen wie ein akustisches Set anfühlt. Die Dynamik ist sehr nah am akustischen Set.
Wenn alles fertig eingespielt ist, werden alle Spuren als Audio gebounced, damit es sich in gewohnter Weise mischen lässt.

Die Frage ist, was mache ich mit dem Bleeding?
Es ist ja verlockend, auf den Einzelspuren kein Übersprechen zu haben. Von den OHs und den Raummikros mal abgesehen.
Sollte man doch ein wenig bleeding zugeben, vielleicht etwas weniger als es bei einem akustischen Set der unvermeidbare Fall ist?
Oder macht es den ganzen Drummix doch einfacher und schöner ganz ohne?

Ich meine beim Schlagzeug versucht man möglichst das Übersprechen zu veringern, mit allen möglichen Tricks.
Hier habe ich die Option alle Spuren rein und sauber zu recorden.

Wie handhabt ihr das, was ist eure Philosophie?

...für 4 Meter Hustensaft?
 
  • #20
Wenn der Drummer so gut ist, dass es wichtig ist, den Groove zu erhalten
Ja, mir ist es wichtig. Ich versuche es mal wie du gesagt hast, einfach die Bleche zum Midi zu recorden.
Das scheint mir die beste Option zu sein. Es ist ja dann im OH Audio auch kein bleed, zumindest nicht hörbar.
Einzelausgänge des Drum Moduls auf zwei Audio Spuren
Es gibt kein Drummodul. Ich spiele über ein eDrumin direkt mit dem Sampler.
Ich würde mal erfahrungsgemäß das Gegenteil behaupten.
Aus meiner Erfahrung ist es einige Tage mehr Aufwand. Stimmen, Micpositionen probieren, bei verspielern neu ansetzen, hinterher quantisieren und editieren...
..für 4 Meter Hustensaft?
ja, und auch für meine andere Band, Thin Lassie. Die sind jetzt auch auf dem selben Label und machen auch eine LP.
Insgesamt sind das ca 25 Songs die eingespielt werden sollen.
Die letzte EP habe ich ja schon rein mit SD3 produziert, auch wenn ich gerade wegen dem Blech da nicht so zufrieden bin.

Hier mal 2 Hörproben, beides ausschliesslich mit SD3 Hörmichan 1 Hörmalrein 2

Edit meint noch, das es bei dieser Musik nicht soo doll auffällt, bzw. nicht sehr stört. -oder was meint ihr?
 
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