Dazu müsste man 99 Euro Pro monat
Pro Jahr, nicht pro Monat. Ist erheblich billiger, als wenn man das für Windows macht, wo man zwischen $250-500 abdrücken muss (ich bin selber dran und finde den betrag schlicht unverschämt)
Claude sagt dazu:
Erkläre OV und EV
Beides sind Prüfstufen, keine Technik. Die Signatur selbst ist in beiden Fällen dieselbe Kryptografie, die signierte Datei sieht technisch identisch aus. Der Unterschied liegt allein darin,
wie gründlich die Zertifizierungsstelle prüft, wer du bist, bevor sie das Zertifikat ausstellt.
Der Anker, den du schon hast
Bei TLS kennst du die Stufen: Let's Encrypt für leadchartpro.com ist
DV (Domain Validation), rein maschinell, beweist nur „wer immer das ist, kontrolliert diese Domain".
Beim Code-Signing gibt es kein DV. Die unterste Stufe ist bereits eine Prüfung durch Menschen. Das ist der Grund, warum es Geld kostet und Tage dauert, während dein TLS-Zertifikat alle 60 Tage von selbst nachwächst.
OV, Organization Validation
Die Zertifizierungsstelle prüft, dass es dich als
Rechtsperson gibt:
- Eintrag in einem öffentlichen Register oder eine gleichwertige Quelle
- Geschäftsadresse
- Rückruf unter einer Nummer, die die CA selbst ermittelt hat, nicht unter der, die du angibst
Für eine
Einzelperson heißt dieselbe Stufe manchmal
IV (Individual Validation). Statt Registerauszug kommt dann ein amtlicher Lichtbildausweis, ein Adressnachweis (Strom- oder Kontoauszug) und ein persönliches Identitätsverfahren. Sectigo ist einer der letzten Anbieter, die das für Privatpersonen überhaupt noch machen.
Dauer: einige Tage.
EV, Extended Validation
Dieselbe Prüfung, aber nach einem strengeren, im CA/Browser Forum festgeschriebenen Katalog. Zusätzlich:
- Eine eingetragene Rechtsform ist Pflicht. An eine Privatperson wird EV nicht ausgestellt. Eine eingetragene Einzelfirma genügt.
- Nachweis, dass der Betrieb tatsächlich läuft. In der Regel über einen Registereintrag, der mindestens drei Jahre alt ist. Ist die Firma jünger, geht es trotzdem, aber nur mit Zusatznachweis: Bestätigung einer regulierten Bank, Anwalts- oder Steuerberaterschreiben.
- Verifizierte Anschrift und Telefonnummer, unterschriebene Erklärung, teils ein Face-to-Face-Verfahren.
Dauer: eine bis drei Wochen, manchmal länger.
Was im Zertifikat landet
In beiden Fällen derselbe Effekt: Windows zeigt beim Start und in den Dateieigenschaften einen
„Verifizierten Herausgeber" mit dem geprüften Namen statt „Unbekannt". Bei OV/IV kann dort dein Personenname stehen, bei EV steht der Firmenname.
Was heute noch verschieden ist
| OV / IV | EV |
|---|
| Wer darf | Firma oder Einzelperson | nur eingetragene Rechtsform |
| Preis pro Jahr | ab rund 220 USD | rund 290 bis 500 USD |
| Prüfdauer | Tage | ein bis drei Wochen |
| Hardware-Token | Pflicht | Pflicht |
| SmartScreen | Reputation muss wachsen | Reputation muss wachsen |
Die letzten zwei Zeilen sind der Kern:
Das waren früher genau die Unterschiede, und beide sind weg. Bis Juni 2023 kam OV als Datei, EV nur auf Token. Bis März 2024 sprang SmartScreen bei EV sofort auf Grün, bei OV nicht. Heute gilt für beide dasselbe.
Übrig bleibt bei EV ein einziger echter Vorteil, und der betrifft dich nicht: Kernel-Treiber lassen sich nur mit EV bei Microsoft zur Attestierung einreichen.
Was keins von beiden tut
Weder OV noch EV sagt irgendetwas über deine App aus. Geprüft wird ausschließlich die Identität des Unterzeichners. Es ist kein Gegenstück zur Notarisierung: Apple lässt die App tatsächlich durch eine automatische Schadcode-Prüfung laufen, bevor sie das Ticket ausstellt. Die CA schaut sich deine Binärdatei nie an.