Eigene VST3 Plugins/Scripts basteln

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Ich erstelle mir derzeit meine eigenen VST3 Plugins, welche ich als sinnvolle Ergänzung in Fender Studio sehe.

Ein "LFOator.vst3", also einen LFO, welcher z.B. Cutoff eines Synths steuern kann. Seit Jahren von Usern gewünscht.
Einen "Drifterator.vst3", einen "Humanizerator.vst3" und einen "Repeaterator.vst3". Die Namen sind selbsterklärend.

Die müssen jeweils als Instrument geladen werden und können dann andere Spuren ansteuern per "Midi In".
Alles auch voll automatisierbar.

Die Optik ist funktional, wichtig ist das Ergebnis :)
Hammer, hätte nicht gedacht, dass ich sowas mit KI hinbekomme^^

Screenshot 2026-08-24 191453.webp
 
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Cool. Gibt es eine Mac Version? Und gibt es einen Grund warum das 4 eigene Plugins sind anstatt eines mit 4 Sektionen?
 
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Cool. Gibt es eine Mac Version? Und gibt es einen Grund warum das 4 eigene Plugins sind anstatt eines mit 4 Sektionen?
Bisher nur Win, da ich keinen Mac habe und somit nicht testen kann, soll aber grundsätzlich möglich sein.
Eigentlich wollte ich zunächst nur einen flexibleren Repeater haben, aber dann kam noch die Idee mit dem Drifter, danach Humanizer und so wurden es immer mehr. Selbst die KI hat dabei ständig Fehler gemacht, ein Plugin ca. 8 Stunden Entwicklungszeit, 100+ Testdurchgänge. Und das alles meinerseits ohne Ahnung vom programmieren.

Momentan baue ich einen Listen Editor als Script, ist schon fast fertig. Keine Ahnung, wieso die von "Presonus" das seit zig Jahren nicht gemacht haben, zumal es sehr oft gewünscht wurde.
 
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In welcher Programmiersprache ist das umgesetzt?
 
Einen "Drifterator.vst3", einen "Humanizerator.vst3" und einen "Repeaterator.vst3". Die Namen sind selbsterklärend.

Die Namen klingen wie von Dr. Doofenshmirtz ausgedacht ;-)
 
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In welcher Programmiersprache ist das umgesetzt?
  • C++17 – Plugin-Logik und MIDI-Verarbeitung
  • Steinberg* VST3 SDK 3.7.12 – VST3-Schnittstelle
  • CMake – Projekt-/Build-System
  • Visual Studio 2022 / MSVC – Windows-Compiler
  • VSTGUI – die grafische Oberfläche
  • Windows VST3 als Ziel-Format
  • GitHub Actions – automatisierter Release-Build
    Wir haben nicht JUCE verwendet.
 
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Es geht voran mit dem Listen Editor :)
Es sollen immer nur ausgewählte Noten angezeigt werden und die Werte (Velocity, Length) soll man in einem Rutsch, oder einzeln ändern können. Diesmal kein VST3, sondern ein echtes Script "MIDI_Event_Listator_0.6.7.package", welches über "Aktion" in der DAW aufgerufen wird.

Screenshot 2026-08-25 144517.webp
 
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Die Namen klingen wie von Dr. Doofenshmirtz ausgedacht ;-)
Ja angelehnt an den Terminator. "Ein Begriff oder Spitzname mit der Endung „-nator“ bezeichnet scherzhaft eine Person, die eine bestimmte Tätigkeit ausführt oder eine Eigenschaft besonders stark verkörpert.". Angewandt auf Plugins, war meine Idee, also darfst mich Dr. Doofenshmirtz nennen :D
 
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So der "MIDI List Editor" ist soweit fertig. Zip runterladen, entpacken und die "MIDI List Editor.package" gehört nach: "Fender Studio Pro\Scripts". Findet man dann unter "Aktion" als "MIDI List Editor". Mehrfachauswahl ist möglich usw., Änderungen werden nach "Ok" übernommen. Stelle ich kostenlos zur Verfügung, bitte testen und Rückmeldung. Danke.

Screenshot 2026-08-25 173519.webp
 

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  • #10
Besonders spannend wird's, wenn in ein paar Jahren jede/r seine eigene DAW baut, hihi. Ich hab' nix dagegen. Es sollen Werkzeuge sein, die perfekt auf Nutzer zugeschnitten sind. Manche DAW Firmen hinken da sehr hinterher und haben teils Spagetti Code am Start (Ableton*, munkelt man), der nur minimal besser als so mancher AI code out of the box ist.

Bisher nur Win, da ich keinen Mac habe und somit nicht testen kann, soll aber grundsätzlich möglich sein.
ich kann die github actions empfehlen hierzu. Man hat im monat 2000 Freiminuten und 500MB speicher frei bei github: D.h. man kann auf einem MAC Rechner kompilieren und bekommt dann das VST3 als MAC version zum download.
Natürlich beschweren sich apple rechner erstmal bei öffnung solch eines VST3 weil es nicht notarized/signiert ist. Dazu müsste man 99 Euro Pro Jahr zahlen (edit), um diese kleine "open anyway" security-check Hürde den MAC nutzern zu nehmen.
 
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  • #11
Besonders spannend wird's, wenn in ein paar Jahren jede/r seine eigene DAW baut, hihi.
Ja, momentan hat da ChatGPT noch seine Grenzen und es gibt zu, dass ihm Programmierer guter Synths wie "Spire" noch haushoch überlegen sind. Könnte sich natürlich irgendwann ändern. Kleine FX-Plugins und Instrumente sind auf jeden Fall auch noch in meiner Liste, mal schauen. Momentan wird der LFO aufgepimpt, professioneller gemacht, mit mehreren LFO`s usw.
Es soll grundsätzlich möglich sein aus meinen Plugins Mac Versionen zu machen, damit befasse ich mich sicherlich noch.
Auf jeden Fall cool was man so alles machen kann :)
 
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  • #12
  • C++17 – Plugin-Logik und MIDI-Verarbeitung
  • Steinberg* VST3 SDK 3.7.12 – VST3-Schnittstelle
  • CMake – Projekt-/Build-System
  • Visual Studio 2022 / MSVC – Windows-Compiler
  • VSTGUI – die grafische Oberfläche
  • Windows VST3 als Ziel-Format
  • GitHub Actions – automatisierter Release-Build
    Wir haben nicht JUCE verwendet.
Also schon ziemlich viel selbst gemacht, wenn du den Code selbst eingibst.

Geht sicher auch viel einfacher mit Plugin Editoren, die für alles vorgefertigte Vorlagen haben und die einfach zusammen geklebt werden 😀
Ich würde gern mal wissen, wieviel Geld ich in den 2010er Jahren in solche zusammengewixte Plugins versenkte.
 
  • #13
So der LFO ist erwachsen geworden. Hab mich für 4 unabhängige LFO`s in einem Plugin entschieden, sollte genügen.
Getestet und bisher für gut befunden. Endlich ein LFO in Fender Studio! :)
Ist immer noch ein VST3 und müsste daher auch in anderen DAWs funktionieren.

Screenshot 2026-08-26 200945.webp



kurzes schnelles Video zeigt, dass es funktioniert:
 
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  • #14
Geht sicher auch viel einfacher mit Plugin Editoren, die für alles vorgefertigte Vorlagen haben und die einfach zusammen geklebt werden 😀
Das Schwierigste ist die Umsetzung der Logik hinter den Plugins: "Was soll passieren, wenn dies und das...".
Ein LFO soll einen Paramenter steuern, aber wie, wann, womit, wie anzeigen lassen, wie ist der Ausgabepfad usw.
Die reine Programmiererei übernimmt dann ChatGpt, macht aber noch ein Haufen Fehler dabei. Sogar simples wie "Klammer vergessen". Du bist nur am laden, testen, nochmal nochmal...überlegen, Änderungen ChatGPT mitteilen usw.
Vor allem diese verflixte VST3 verursacht dabei einen erheblichen Mehraufwand als VST2 und ist deutlich fehleranfälliger.
Selbst erfahrenste Programmierer berichten in Foren immer wieder von Missständen, neuen Fehlerquellen...
Klar, sowas wie Flowstone, Synthedit gibts auch, aber hat mit echter C++/VST3 SDK Programmierung wohl weniger zu tun.
Aber klar, jeder kann es gern selbst versuchen, das schafft Erfolgserlebnisse ;)
 
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  • #15
Hm, noch keine Rückmeldung zum "MIDI List Editor", obwohl man sich diesen seit zig Jahren gewünscht hat? Okay.

Ansonsten hat der Repeater jetzt einen kleinen Sequenzer erhalten, damit kann man Noten ein/aus schalten und somit rhythmische Muster erzeugen. Leider funktioniert der S1 interne Repeater ja besonders im Free Modus nicht richtig.

Auch der LFO hat eine Ergänzung erhalten und zwar eine sehr wichtige, welche ich vorher komplett vergessen habe. Er hat jetzt einen Range Slider, welcher bestimmt, wie der Parameter (z.B. Cutoff) überhaupt reagiert, also dass er nur in einem bestimmten Bereich arbeitet, z.B. von 0 bis Mitte, Mitte bis 100 o.ä. Depth bestimmt weiterhin die Intensität in dem Bereich. Rate ist klar.
Eine Alternative dazu ist wohl das hier, aber kann ich nix zu sagen: https://fskaudio.io/modplay

Am "Drifterator", und dem "Humanizerator" habe ich noch nichts weiter geändert, die funktionieren sehr musikalisch und da fallen mir momentan keine Verbesserungen ein.
 

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  • #17
Vor allem diese verflixte VST3 verursacht dabei einen erheblichen Mehraufwand als VST2 und ist deutlich fehleranfälliger.

Unterstützt Fender Studio nicht auch CLAP? (sagt die KI)
 
  • #18
Unterstützt Fender Studio nicht auch CLAP? (sagt die KI)
Ja, aber manche anderen DAWs vielleicht nicht. Daher ist mir der VST3 Standard doch lieber, da universeller.
Kann sein, dass ich die Plugins nicht nur für den Eigenbedarf nutze, eventuell auch verkaufen, über Patreon oder so.
Müsste dann aber erst alles rechtlich abgeklärt werden.
 
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  • #19
Ja, aber manche anderen DAWs vielleicht nicht. Daher ist mir der VST3 Standard doch lieber, da universeller.
Kann sein, dass ich die Plugins nicht nur für den Eigenbedarf nutze, eventuell auch verkaufen, über Patreon oder so.
Müsste dann aber erst alles rechtlich abgeklärt werden.
Ohne jetzt einen DAW War zu entfachen, sondern lediglich als Info.
Die meisten beliebten DAWs haben das mittlerweile integriert.
Bitwig ist da führend. Ableton* Live, Reaper, Fl Studio und Cubase haben solche Tools ebenfalls eingebaut.
 
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  • #20
Ohne jetzt einen DAW War zu entfachen, sondern lediglich als Info.
Die meisten beliebten DAWs haben das mittlerweile integriert.
Bitwig ist da führend. Ableton Live, Reaper, Fl Studio und Cubase haben solche Tools ebenfalls eingebaut.
Richtig und daran orientiere ich mich auch ein wenig. Schauen was gibts in anderen DAWs, was hat meine nicht und dann versuchen zu bauen. Das war die Ausgangslage. Man wechselt ja nicht gleich die DAW. Nur auf Dauer wird es vielleicht auch von mir Plugins geben, welche möglicherweise auch für User anderer DAWs nützlich sein könnten und dann ist das VST3 Format universeller. Mal schauen.
 
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