Realist
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Gruftie
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Für mich war das ein schleichender Prozess, glaube ich.Was war denn für euch das beste Cubase?
Für mich war der Sweetspot im Handling bis Cubase 6.
Bis dahin konnte man richtig gut arbeiten - und mein Workflow ist im Grunde wie damals. Das was mir Mehrwert bringen würde, wurde leider nie umgesetzt.
Ähnlich wie Hanselmann kam ich mit dem Konzept der "klassischen" DAW am Besten klar.
Ich habe immer mal wieder andere DAWs getestet. Angefangen habe ich mit Logic Fun auf PC.
Dann Magix* Music Studio und danach schon Cubase, wo ich seitdem geblieben bin.
Wie schon geschrieben, die anderen DAWs habe ich auch immer mal wieder getestet und habe sogar die ein oder andere Lizenz.
Cubase hatte für mich eigentlich in Bezug auf Midi und Audio. Die Midi Devices waren eine coole Sache, wenn auch sehr umständlich selbst zu erstellen. Vari Audio war schon sehr früh integriert im Gegensatz zu anderen DAWs.
Ebenso die "Standard Effekte" waren im Vergleich zu anderen DAWs wirklich gut.
Der Aufbau und das Routing war für mich irgendwie logisch.
Der Control Room ist etwas, ohne das ich nicht mehr leben könnte.
Die Performance und Stabilität war bis auf einige Updates immer gut. Zumindest in Sachen Leistungsverbrauch hatte Cubase schon immer etwas mehr gebraucht, aber es war kaum wahrnehmbar in Vergleich zu anderen DAWs.
Irgendwann hatte sich dann Steinberg* in den Kopf gesetzt ein Flat Design zu entwickeln und ab da fingen für mich die Probleme an.
Für mich wurde es dadurch generell unübersichtlicher. Von Version wurde mehr daran herumgedoktert.
Ich war nie Jemand der sofort auf die neueste Version gewechselt ist. Ich habe sogar auch mal eine "halbe" Version ausgelassen.
Dann gab es irgendwann auch keine Zwischenschritte mehr.
Das Konzept der Midi Remote war nochmal etwas wo ich sofort geupgraded habe, weil ich das ziemlich geil fand.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr wann die MR kam. 12 oder 13?
In der Version lief das auch ziemlich smooth. Ich hatte mein Keyboard eingerichtet und mir extra noch ein Korg nanoKey Studio gekauft um Macros und Shortcuts per Tastendruck "abzufeuern". Das wr für mich nochmal ein extremer Workflowboost, weil kaum noch die Maus brauchte.
DIe Midi Remote wurde dann in der nächsten Version kaputt programmiert. Zuweisungen wurden bei Start oder Ende gelöscht.
Es gab Duplikate von Controllern, obwohl nur ein Controller angeschlossen war. Das Cubase Forum ist voll von solchen Bugs in Bezug auf Midi Remote.
Mit jedem Update wurde versprochen, dass es behoben wurde. War es aber nicht.
Es wurde so schlimm, dass die letzte Version von Cubase 14 nicht mehr benutzbar war. Es wird dafür auch keinen Fix mehr geben, wie es sonst bei Cubase üblich war.
Mir blieb jetzt nicht anderes übrig, als komplett zurückzugehen oder den Sprung auf 15 zu machen, denn seit 15.0.10 wurde es zumindest teilweise wieder behoben. Wenn man aber alte Projekte mit der kaputten MR öffnet, ist die neue MR auch wieder zerschossen.
Desweiteren war jetzt auch zwischenzeitlich ein Bug in den Midi Devices, welcher zum Glück wieder rückgängig gemacht wurde.
Das bringt mich zu folgenden Punkt.
Anstatt so nutzlose Plugins wie die Vox Chain oder das "Unterwasser" Plugin zu entwickeln, sollten sie lieber mehr in die Entwicklung von Midi stecken. Windows 11 bekommt eine neue Midi Engine.
Seit Behringer* (ob gut oder schlecht) nutzen viele wieder oder immer noch Hardware.
Man könnte mal etwas Zeit in die Midi Devices stecken und einen Editor bauen der dem Stand der Technik entspricht um seine externen Synths zu steuern.
Generell sollte mal wieder mehr Zeit investiert werden um alte Bugs zu fixen.
Ich weiß, damit verdient man kein Geld, aber wenn man mal in Foren so rumliest hat der "Ruf" ganz schön gelitten.
Ich weiß auch, dass man in Foren eher schreibt, wenn man ein Problem hat. Wenn alles supi ist, schreibt das kaum einer.
EIn Mitarbeiter sagte mal, dass die Audio Engine von Cubase sehr alt ist und sie immer mal wieder Änderungen vornehmen um diese zu verbessern. Das geht aber wohl nicht von heute auf morgen. Kann ich nachvollziehen, aber sie sollten sich da nicht zu lange Zeit lassen.
Einen Punkt, der den "Druck" zeigt, neue Features zu integrieren ist Omnivocal.
Das Dingen ist Beta und klingt ziemlich schlecht. Nur für das Marketing, die erste DAW zu sein, welche KI Voices integriert hat, wäre das für mich kein Upgradegrund.
Ich denke, dass da aber eher Yamaha mehr Entwicklerkosten/Zeit investiert hat als Steinberg*, obwohl die natürlich zusammen gehören.
Rant over.

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