Wie Video und Audio optimieren?

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Hi. Ich würde gerne gute one taker aufnehmen und bitte daher um Eure Einschätzung.
Hier ein Beispiel, wie ich einfach mit Smartphone aufnehme:

View: https://youtube.com/shorts/cuCvfqJ5CEc?si=CoQqF8-l5mRGOcd1

Welche Kamera benutzt Ihr für gutes Audio und Video? Macht Ihr viel Nachbearbeitung? Es soll bei mir ja eher live content Vibes haben.
Zusätzliches Ringlicht oder so?

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Hi, gefällt mir!
Ich geh davon aus, dass du es auch genau in diesem Video Format (hochkant) haben möchtest. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, es mit dem Handy zu machen.

Wenn dann das Video und Audio live aufgenommen sind, kannst du dir überlegen es mit Overdub neu zu vertonen. Dazu ein Kondensator Mikrofon verwenden und drauf achten, dass wenig Raum drauf ist. In deiner Aufnahme gefällt mir der Raumanteil nicht, gerade auf den Vocals. Entweder einen anderen Raum wählen oder overdub. Es ist auch möglich, dass du parallel zum Handy gleich zusätzlich mit einem Kondensatormikrofon aufnimmst. Da weiß ich aber nicht wie man das videotechnisch mit dem Abstand macht, oder ob du akzeptierst, dass man das Mikro sieht. Für die Gitarre gilt das gleiche, hier könnte man auch ein Kondensatormikrofon aufstellen, oder eben overdub. Probier es am besten aus.
 
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Erkenntnis des Tages: Youtube hat mal wieder die maximale Länge für Shorts verändert, das finde ich tatsächlich fantastisch.

Nach einem Blick auf deine Aufrufszahlen würde ich sagen, dass du im Bereicht Shorts schon mal mehr richtig als falsch machst! Shorts sind immer hit or miss, aber oftmals im Bereich über 500 gelandet, teilweise sogar deutlich darüber, das ist für so einen kleinen Kanal absolut solide und da würde ich folglich auch mit weitermachen.

Kann man da mehr rausholen? Bestimmt: Was Audio angeht nutzen viele für diese Art von Inhalten einfach Kondensatormikrofone. Mein persönliches Setup ist eher E-Gitarre mit SM58, die Tonspur nehme ich dann separat am PC auf und mute dann in der Nachbearbeitung das originale Audio vom Smartphone.

Ich habe persönlich keine Erfahrungen mit Fieldrecordern von beispielsweise Tascam*, aber könnte mir vorstellen, dass das für dich funktioniert, dann hättest du ein flexibles, schnell aufgebautes Setup, das hervorragend klingen sollte.

Grundsätzlich würde ich empfehlen, nicht zu lange an solchen Inhalten herumzudoktern, die sollten relativ wenig Arbeit machen und vor allem Authentisch wirken.

Kurz zum Videobereich: Ich würde Davinci empfehlen, falls am PC gearbeitet wird, weil das ist gratis und qualitativ hervorragend. Gefühl overkill für sowas und man sitzt doch ne Weile an der Einarbeitung, aber es lohnt sich. Würde ich gar nichts gravierendes mit machen, aber mal eine geile Titeleinblendung, vielleicht ein Overlay mit Social Media Links am Ende, sowas in der Art. Alles, was das gezeigte professioneller wirken lässt ohne einen zu erschlagen, sollte funktionieren.

Ebenfalls würde ich dann den Look noch etwas verändern: Bei Schwarz Weiß lässt sich noch ziemlich viel herausholen, wenn man einfach mit dem Kontrast und den Schatten spielt. Sollte zur Not auch mit Capcut am Handy gut von der Hand gehen!
 
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+1 für externes Mikro, und wenn es "nur" ein Bluetooth ansteck Mic ist.
 
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Also als erstes würde ich mir mal Gedanken zur Bildkomposition machen. In dem verlinken Video ist die Gitarre recht ungünstig angeschnitten und dafür hast du 1/3 des Bildes oben Decke drin. Gitarre gehört da eigentlich möglichst komplett mit rein.
Ob du im Hoch oder Querformat filmst, würde ich dann davon abhängig machen, ob es ein Short oder ein Normales Video wird. Shorts können eine maximale Länge von 2:59 haben. Alles darüber wird automatisch bei den normalen Video gelistet und die sollten im Querformat sein.

Akustisch verschenkst du ja einiges an Potenzial. So ne teure Gitarre und dann einfach nur ne Handyaufnahme? Ist schade aber OK. Das muss dann jeder selber entscheiden. Wenn du vorher per Klick einspielt, hättest du den Luxus mehrmals hintereinander einspielen zu können und damit mehrere Blickwinkel aufzunehmen. Ist dann aber natürlich eine Playback-Aufnahme. Ich nehme an, dass willst du nicht?

Zum Licht:
Ein Ringlicht wird normalerweise dafür verwendet, um den speziellen Lichtring in den Augen zu haben und um das Gesicht "weich zu zeichnen. Üblicherweise im Bereich Beauty. Jetzt weiß ich nicht, wie viel Interessa da besteht und ob du Bereit bist, für gutes Licht zu zahlen. Wenn du da wirklich Upgraden willst, solltest du etwa 2-300 Euro rechnen. Wenn du Interesse hast, kann ich dir gerne ein paar günstige Leuchten verlinken.

Zur Kamera:
Wenn du so weitermachen willst, schau doch mal welche Optionen du am Handy hast. Ein IPhone hat beispielsweise den Kinomodus. Damit wird der Effekt einer offenen Blende simuliert. Der Hintergrund wird also etwas weicher und damit unauffälliger und du, mit deinem Instrument, rückst weiter in den Fokus. Und aporopos Hintergrund. Gerne darf man sich damit auch etwas befassen. Ich hab mal ein paar deiner Videos durchgeschaut (und dir ein paar Likes dagelassen :) - gefällt mir musikalisch ganz gut) in dem Video "RICHTUNG MEER - kampus Session" sieht man, dass du da vielleicht eine ganz nette Ecke hast. Ich würde schauen, dass du mit der Kamera etwas rotierst und die Tür und die Küche aus dem Blickwinkel bekommst. Vielleicht etwas nach vorne rutschen dabei. und den ein oder anderen Blumentopf umstellen, damit der Hintergrund etwas lebendiger wird. Vielleicht hast du ja auch noch ein paar Stehlampen, mit denen du die Beleuchtung etwas pimpen kannst? In jedem Fall würde ich mir mal ein paar Video bei Youtube mit dem Thema 3-Punkt Beleuchtung ansehen. Eine 2 Punktbeleuchtung tut´s aber auch.
 
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Also als erstes würde ich mir mal Gedanken zur Bildkomposition machen. In dem verlinken Video ist die Gitarre recht ungünstig angeschnitten und dafür hast du 1/3 des Bildes oben Decke drin. Gitarre gehört da eigentlich möglichst komplett mit rein.
Ich finde die gesamte Antwort sehr gelungen, da merkt man dann auch wieder, das selbst so etwas vergleichsweise simples immer noch einen Zacken besser werden kann, wenn man von Anfang an alles richtig durchdenkt.

Bei der Gitarre wäre ich mir trotzdem nicht sicher. Ich habe in letzter Zeit relativ viele Tiktoks in genau dem Bereich geschaut um mal zu sehen, was funktioniert eigentlich und dabei festgestellt: Die Leute wollen Emotionen. Die wollen das Gesicht sehen und denen ist erstmal völlig egal, ob da einer C-Dur oder a-Moll greift. Gefühlt denkt man als Musiker zu oft an Details, die nur andere Musiker interessieren und zu wenig an das, was das "gewöhnliche Publikum" gern sehen möchte, aber das nur am Rande..
 
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Hi. Ich würde gerne gute one taker aufnehmen und bitte daher um Eure Einschätzung.
Hier ein Beispiel, wie ich einfach mit Smartphone aufnehme:

View: https://youtube.com/shorts/cuCvfqJ5CEc?si=CoQqF8-l5mRGOcd1

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Es ist die Frage, wieviel Aufwand du investieren willst. Davon hängt die Lösung ab.
Eine ganz andere Option ist die Postproduction.

Man könnte versuchen mit SpectraLayers oder RipX die Produktion aufzusplitten. Dann aber mit dem original Wave File.

Und dann mit deReverb den Raumklang rauszunehmen. Das würde man wohl nur machen, wenn es zu viel Aufwand wäre es neu in Studioqualität aufzunehmen. Das ist dann die Notfallnachbearbeitung. Ich wollte es aber trotzdem nennen.
Ausserdem kann man die beiden Spuren dann mit EQ und so weiter bearbeiten. Sie klingen mir zu dumpf. Eventuell Resonanzen rausnehmen. Kompressor auf die Vocals macht auch Sinn. Dann kommen sie weiter nach vorne.

Alternativ die Summe bearbeiten. (Eventuell DeReverb), EQ, Kompressor, HF Compressor (Deesser) und Reverb.

Beim Smartphone möglichst ohne oder mit wenig Audio und Videokompression arbeiten.

live content Vibes:
Werden live Videos nicht auch gerne mal nachvertont bzw einige Spuren ersetzt?
 
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Ich finde die gesamte Antwort sehr gelungen, da merkt man dann auch wieder, das selbst so etwas vergleichsweise simples immer noch einen Zacken besser werden kann, wenn man von Anfang an alles richtig durchdenkt.

Bei der Gitarre wäre ich mir trotzdem nicht sicher. Ich habe in letzter Zeit relativ viele Tiktoks in genau dem Bereich geschaut um mal zu sehen, was funktioniert eigentlich und dabei festgestellt: Die Leute wollen Emotionen. Die wollen das Gesicht sehen und denen ist erstmal völlig egal, ob da einer C-Dur oder a-Moll greift. Gefühlt denkt man als Musiker zu oft an Details, die nur andere Musiker interessieren und zu wenig an das, was das "gewöhnliche Publikum" gern sehen möchte, aber das nur am Rande..
Bei Tik Tok bin ich raus, auch wenn es wohl in vielen Bereichen total angesagt ist. :tears-of-joy:
Das Gesicht und die Emotion ist definitiv das wichtigste Element, da gebe ich dir recht aber es ging mir hierbei auch primär darum, den Focus auf die Bildkomposition insgesamt zu richten. Das die Gitarre nicht drauf zu sehen ist, wäre verschmerzbar, wenn nicht soviel Platz im oberen Bereich verschenkt worden wäre.
 
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Vielen Dank für die Ausführungen und Ideen. Alles nicht so einfach. Mikros habe ich wie Sand am Meer, aber eben "nur" die Smartphone Kamera... Muss ich mal kombinieren. Ich wollte so gerne eine "1 Gerät" Lösung...
 
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bei nem guten video kommt es oft weniger auf die technik, als auf ne gute idee an.
man kann auch mit low budget sehr gute ergebnisse erzielen.
zb. video mit iphone machen und den cut mit reaper.

für die beleuchtung reichen oft einfache lampen mit warmem licht.
 
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  • #11
Hey sehr schönes geiles Lied da musste ich mal was versuchen und nen bissel dudeln. Ich würde das ganze mit Kopfhörer aufnehmen dann hast du guten Sound. Man hört den Raum sehr stark, aber mich stört das eigentlich auch nicht weil der Song einfach gut ist.
 
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  • #12
Bin wirklich sehr gerührt, danke. Gerade in diesen seltsamen "hier mein neuer Song mit KI über unseren Kegelverein" gemachten Zeiten bin ich immer wieder kurz davor einfach alles sein zu lassen. Aber so was wie Ihr und hier gibt dann Schub und ich mache einfach weiter. Merci
 
  • #13
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  • #14
Danke mein Lieber!
 
  • #15
Kannst Du das viedeo drehen? irgendwie sieht die Gitarre merkwürdig aus, wenn sie so rum gespielt wird. Ist aber nur ne Kleinigkeit.
 
  • #16
Vielen Dank für die Ausführungen und Ideen. Alles nicht so einfach. Mikros habe ich wie Sand am Meer, aber eben "nur" die Smartphone Kamera... Muss ich mal kombinieren. Ich wollte so gerne eine "1 Gerät" Lösung...
Video ist was technische Möglichkeiten angeht genauso bekloppt wie Audio. Eine hochwertige 1-Gerät-Lösung solltest du damit von der Liste streichen. Wie andere hier schon vorgeschlagen haben: Gutes Micro und Audiospur damit separat aufnehmen, in Nachgang über das Video legen (z.B. mit Da Vinci). Primär geht es bei dir um Musik, von daher würde ich auch eher in dem Bereich optimieren, was Technik angeht. Die Aufnahmequalität heutiger Handys was Video angeht ist schon sehr gut, das meiste holst du eh mit Licht und Positionierung raus. Wenn bessere Videoqualität haben willst, dann Tausch irgendwann das Handy gegen eine DSLR-Kamera und passendes Objektiv. Dafür solltest du aber vorher schon Licht und Position optimiert haben.
 
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  • #17
Selbst ne gopro taugt nicht als all in one?
 
  • #18
Selbst ne gopro taugt nicht als all in one?
Doch, doch... Taugt genauso gut wie ne Yamaha PSR zum Musikmachen... Je nach Anforderung und Anspruch gibt's nichts besseres... Du musst Dir bei sowas immer klarmachen, für welchen Zweck solche All-in-One-Lösungen gemacht sind. Perfekt und Optimum ist da nichts, für einen bestimmten Einsatzzweck kann es aber "good enough" sein.
 
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  • #19
Selbst ne gopro taugt nicht als all in one?
Bitte keine gopro. Die sind nicht für sowas gemacht. Das wichtigste, neben dem Sound, ist erstmal das du nen gescheiten Bildausschnit hast und das schliest den Hintergrund mit ein.
 
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  • #20
Ja. "Mal eben" ist das sicher alles nicht gemacht und natürlich auch immer eine Frage nach Anspruch und Inhalt. Bin gespannt, wie und ob ich da Fuß fasse... Zur Not mache ich halt n Podcast über meine Erfolglosigkeit seit 1996 und Equipment über 50.000 Euro ;-)
 
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