Wie kombiniert ihr MIDI-Clips mit und ohne Envelope-Kurven?

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Florian Hoffmann

Florian Hoffmann

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Es gibt ein Thema, das mich beim Komponieren mit vielen MIDI-Instrumenten ziemlich nervt, insbesondere wenn ich fürs Orchester arrangiere:

Ich lade ein Instrumenten-Plugin, setze die Klang-Parameter im Plugin und nehme einen MIDI-Clip auf. Am Anfang ist meine Vorstellung immer recht grob, ich drücke also erstmal nur Tasten, um die Melodie/Harmonie festzuhalten.

Später möchte ich das selbe Instrument einen weiteren Part spielen lassen. Ich starte einen neuen MIDI-Clip und spiele etwas weiteres ein. Meine Vorstellungen sind nun genauer, ich nutze nun Mod-Wheel, Dynamic-Slider, usw., um den Klang zu variieren.

Da der erste Clip keine CC-Envelopes hat, der zweite aber schon, zerschießt der zweite Clip die Einstellungen des ersten. Was mir z. B. oft passiert, ist, dass der 2. Clip den Klang auf CC1=0 ausfaden lässt, und beim Play von Beginn an dann der 1. Clip plötzlich lautlos ist.

Mein bisheriger Workaround ist, eher weitere Spuren einzufügen, statt in bestehenden weiterzumachen. Wird leider schnell unübersichtlich, erfordert, dass man Klangeinstellungen am Instrument auf mehreren Spuren machen muss, usw.

Kennt ihr das Problem? Habt ihr andere, bessere Lösungen dafür?
 
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Ganz vorne in der Spur einen Midi Clip erstellen, der nur die Aufgabe hat alle Parameter zurückzusetzen. Beispiel, Pitch auswählen, und eine Linie bei 0 reinzeichnen. Und, oder dieses in jedem Clip tun.
(Cubase)

Edit
Ja, das kenne ich auch, dass man sich wundert warum das Instrument keinen Ton von sich gibt. Grund ist dann, dass am Ende des Tracks Volume auf 0 steht.

Ich versuche mehrere Parts auf einer Spur zu spielen.
 
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Kennt ihr das Problem? Habt ihr andere, bessere Lösungen dafür?
Ja, kenn ich.
Ich habe mir mittlerweile angewöhnt beim Einspielen zumindest am Anfang CC1 und CC11 auf einen gewissen Wert "hochzuziehen". Braucht dann aber auch einen gewissen Vorlauf beim Aufnehmen.
Oder man wählt erstmal ein Ensemblepatch welches keine CC's verwendet, wenn man beide Hände zum Spielen braucht.
Manche nutzen auch Breathcontroller um beidhändig zu spielen und die Kontrolle über die Controller zu behalten.
 
MIDI-Parts desselben Instruments, die sich klanglich sehr unterscheiden, verteile ich auch lieber auf mehrere Spuren.
Bei mir sind es auch meist nur CC1 und CC11 (und für's Piano natürlich CC64), die auf einer Spur geändert werden.
Für mich ist es wichtig, dass ich im Keyeditor möglichst alle aktiven CC-Lanes im Blick habe. Mehr als 3 Lanes würden mir zu viel Platz im Hauptfenster wegnehmen.
Bei dieser überschaubaren CC-Anzahl ist eine manuelle Initialisierung neuer MIDI-Parts (oder die Korrektur bestehender Parts) per Stiftwerkzeug kein Problem, dafür eignet sich auch ein Makro mit Tastaturshortcut.
Für Filterfahrten, Hüllkurvenmodulationen usw. verwende ich lieber die Automation.
 
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Kennt ihr das Problem?
Jepp, das ist systemimmanent.

Aber statt das zu tun:
Ich starte einen neuen MIDI-Clip
könntest Du auch einfach den ersten Clip über die ganze Songlänge ziehen. Das ist häufig übersichtlicher, um die Kontrollerwerte zu verfolgen und/oder zu editieren.
Hinterher kannst Du den der Übersicht halber zerschneiden und alle Parts haben dann die passenden Kontrollerwerte.
 
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Ich arbeite mit Studio One. Da gibt es leider keine Default-CCs. Wie andere schon geschrieben haben, nutze ich in meinem Template ganz vorn eine MIDI-Event pro Spur mit voreingestellten CCs. Da ist auch CC7 mit einem Levelling mit dabei.

Gut finde ich auch @Humanizer 's Ansatz einfach den bestehenden MIDI-Event fortzusetzen.
 
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in reaper würde ich überhaupt keinen anlass sehen, tracks zu kombinieren,
wenn sie auf dem gleichen instrument laufen sollen, schiebt man sie einfach unter eine gruppenspur.
nichts desto trotz kann man die dann auch einfach in einen gemergeten track konvertieren,
ohne dass sich da was in die quere kommt.
 
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Das verstehe ich nicht,
Nehmen wir an, Du fadest im zweiten Part irgendeinen CC von 1xx auf 0. Springst Du dann zum ersten Part und der hat keinen entsprechenden Kontrollerwert, bleibt der Wert bei 0. Machst Du das mit Volume ist nichts zu hören.

Der wird natürlich nicht zerschossen, nur nicht wie gewünscht abgespielt.
 
  • #10
Nehmen wir an, Du fadest im zweiten Part irgendeinen CC von 1xx auf 0. Springst Du dann zum ersten Part und der hat keinen entsprechenden Kontrollerwert, bleibt der Wert bei 0. Machst Du das mit Volume ist nichts zu hören.

Der wird natürlich nicht zerschossen, nur nicht wie gewünscht abgespielt.
Wenn man mit Automation arbeitet (was ja wohl hier gemeint ist), wirst du doch am Anfang der Automation erstmal einen Punkt setzen. Alles andere macht doch überhaupt keinen Sinn. Und der Punkt sichert Deine Ergebnisse, die du vorher erreicht hast. Oder versteh ich da was falsch?
 
  • #11
wirst du doch am Anfang der Automation erstmal einen Punkt setzen.
Nö, er redet ja von MIDI-Parts und da kannst Du locker im zweiten erst anfangen und dann im ersten Probleme bekommen. Das ist ein altbekanntes Phänomen.
 
  • #12
Nö, er redet ja von MIDI-Parts und da kannst Du locker im zweiten erst anfangen und dann im ersten Probleme bekommen. Das ist ein altbekanntes Phänomen.
Schon klar, aber da alle Midi Parts auf einem einzigen track sind, sind auch die Automationen gebunden an den Start. Von daher macht es ohne neuen Punkt in jedem einzelnen Midi Clip überhaupt keinen Sinn, wenn man da einfach irgendwas ohne Punkt zieht. Das ist kein bekanntes Phänomen, sondern eine falsche Bedienung. Ich mache solche Midiclip Bearbeitungen eh nicht auf einem Track, sondern verteile die auf verschiedene Spuren in einem gemeinsamen Ordner, aber gut, da ist jeder anders.
 
  • #13
Von daher macht es ohne neuen Punkt in jedem einzelnen Midi Clip überhaupt keinen Sinn, wenn man da einfach irgendwas ohne Punkt zieht.
Genau das ist ja das Problem. Wenn Du einen Kontroller erst in einem späteren Part setzt, mußt Du den anschließend in den Parts davor auch setzten, damit der Wert dort wieder stimmt.
Bei Audioautomationen setzt die DAW automatisch einen entsprechenden Punkt an den Anfang des Songs. MIDI macht das nicht, da bleiben die Kontroller auf den Part beschränkt.
 
  • #14
Bei Audioautomationen setzt die DAW automatisch einen entsprechenden Punkt an den Anfang des Songs. MIDI macht das nicht, da bleiben die Kontroller auf den Part beschränkt.
So ganz stimmt das u.U. auch nicht, Stichwort MIDI chase.
 
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