Wie (gut) funktionieren eigentlich "Looper"?

Andi73

Andi73

Registriert
24.11.14
Beiträge
321
Reaktionen
47
Ort
16515 Oranienburg
Punkte
565
Hallo,
ich habe mal vor einer Weile eine Künstlerin gesehen, die mit einem Looper-Pedal gearbeitet hat. Irgendwas zu ihren Füssen. Sie hatte Eine Gitarre dabei und auch eine Trompete und dann nahm sie zuerst die Gitarre auf, dann eine zweite Gitarrenspur, dann noch ab und zu eine "Fläche" mit der Trompete und dann dazu gesungen.
Ich fand das ziemlich faszinierend, dass das überhaupt so gut möglich ist.

Nicht, dass es für mich jetzt anwendbar ist, aber wie funktionieren diese (modernen) Looper eigentlich?

Als nach meiner Bescheidenen "Denkweise" (und der Grund warum ich mich nie damit beschäftigt habe) startet man eine Aufnahme und stoppt diese dann nach dem gewünschten Abschnitt. Dann gibt das Gerät diese Spur in einer Schleife wieder. Bei manchen Geräten hat jede Spur seine Taste, so dass sie seperat ein- und ausgeschaltet werden können.
Nun kann ich mir aber vorstellen, dass es sehr schwer ist hier Taktgenau ein- und auszuschalten. Und wenn ich irgendwo zu früh oder zu spät bin, gibt es in der Schleifen natürlich einen "Ruck". Ebenso klingen die Instrumente ja ein wenig aus und wenn die Aufnahme plötzlich stoppt, klingt das ja sicher auch komisch.
Letzteres könnte ich mir natürlich auch vorstellen, dass das Ende dann mit einem "Hall" aushallt, so dass es keinen "Knackser" gibt.

Aber ansonsten frage ich mich halt, ob die Benutzer so gut Takt halten können, dass sie so eine Mehrspuraufnahme in Echtzeit einspielen können, oder ob die kleinen Geräte doch "schlauer" sind, als ich denke und den Takt erkennen und quasi in Echtzeit abnehmen und zurechtschneiden?

Vielleicht mag mich mal jemand aufklären :)
 

Hallo,
ich habe mal vor einer Weile eine Künstlerin gesehen, die mit einem Looper-Pedal gearbeitet hat. Irgendwas zu ihren Füssen. Sie hatte Eine Gitarre dabei und auch eine Trompete und dann nahm sie zuerst die Gitarre auf, dann eine zweite Gitarrenspur, dann noch ab und zu eine "Fläche" mit der Trompete und dann dazu gesungen.
Ich fand das ziemlich faszinierend, dass das überhaupt so gut möglich ist.

Nicht, dass es für mich jetzt anwendbar ist, aber wie funktionieren diese (modernen) Looper eigentlich?

Als nach meiner Bescheidenen "Denkweise" (und der Grund warum ich mich nie damit beschäftigt habe) startet man eine Aufnahme und stoppt diese dann nach dem gewünschten Abschnitt. Dann gibt das Gerät diese Spur in einer Schleife wieder. Bei manchen Geräten hat jede Spur seine Taste, so dass sie seperat ein- und ausgeschaltet werden können.
Nun kann ich mir aber vorstellen, dass es sehr schwer ist hier Taktgenau ein- und auszuschalten. Und wenn ich irgendwo zu früh oder zu spät bin, gibt es in der Schleifen natürlich einen "Ruck". Ebenso klingen die Instrumente ja ein wenig aus und wenn die Aufnahme plötzlich stoppt, klingt das ja sicher auch komisch.
Letzteres könnte ich mir natürlich auch vorstellen, dass das Ende dann mit einem "Hall" aushallt, so dass es keinen "Knackser" gibt.

Aber ansonsten frage ich mich halt, ob die Benutzer so gut Takt halten können, dass sie so eine Mehrspuraufnahme in Echtzeit einspielen können, oder ob die kleinen Geräte doch "schlauer" sind, als ich denke und den Takt erkennen und quasi in Echtzeit abnehmen und zurechtschneiden?

Vielleicht mag mich mal jemand aufklären :)

Bei einer Loopstation stellst du die Taktlänge (oft „Measure“ genannt) über die Track‑ oder System‑Einstellungen fest. Du kannst entweder eine feste Anzahl von Takten vorgeben (z. B. 4 oder 8 Takte) oder die Loopstation automatisch die Länge anhand deiner ersten Aufnahme bestimmen lassen. Du kannst auch das Tempo tappen und dann die BPM bestimmen lassen und nach klick versuchen einzuspielen.

Du kannst aber auch mal den @gecko63 fragen, der macht z.B. so was damit:

Ich kennen einen Künstler der mal Erfolg mit einem Lied bei KIKA hatte (Rolltreppenmax)

Ich bin mal mit meinem Sohn hier auf nem Schlosshofkonzert gewesen, wo der da war - der hat mit der Loop Station die er hier per Fundraiser bekommen hat die ganze Show auf großer Bühne geschmissen:

View: https://www.youtube.com/watch?v=fnsK84FAYEg
 
Zuletzt bearbeitet:
Synchron laufen die verschiedenen Loops immer, da die Looper, die ich kenne, in der Standardeinstellung den ERSTEN Looppunkt als Referenz nehmen. Alle weiteren Loops sind dann immer ganztaktik synchron dazu. Man muss ab dem zweiten Loop also die "1" nicht mehr genau treffen. Ich glaube das war das, worauf deine Frage abgezielt hat, oder?
 
Ja, im Prinzip schon.
Allerdings auch, wie man das so genau hinbekommt. Muß man einfach so gut sein? Wie ja schon erwähnt, wenn man da eine Sekunde vorher oder nachher abschaltet, gibt es ja einen "Hopser". Aber ich habe sowas auch noch nie gemacht und habe damit keine Erfahrungen.
 
... wenn man da eine Sekunde vorher oder nachher abschaltet, gibt es ja einen "Hopser"...
also wenn du im takt um eine sekunde daneben wärst, wär das schon krass timingschwach... :jump:
 
Man übt und übt! Dann läuft die Sache

Bei Sounds mit Reverb achte ich darauf, dass es per Send-FX channel läuft: D.h. ich habe kein Problem mit einer Klang-Unterbrechung beim Loop-Ende, da der Reverb nicht in der ursprünglichen Audioaufnahme selbst ist, sondern kontinuierlich auf sie angewendet wird.

Mit Fußtreter hat man idR immer gut die Möglichkeit, ein und auszuschalten, selbst bei sperrigen Instrumenten.
Aber es gibt auch die Möglichkeit, Taktlängen der Aufnahme im Vorhinein einzustellen - und auch Pre-Roll Zeiten einzustellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also 2 Sachen:
1. Ist das Ende und der Anfang meist leicht gefadet, so dass man nicht das Gefühl eines harten Cuts bekommt.

2. Wie schon erwähnt sind die Loops danach ja schon gesynct, können also nicht mehr untight sein und wenn man mehrere Spuren oder einfach nur Overdubs aufgenommen hat, vertun sich einzelne ********reien.

Einmal zu früh, das andere mal zu spät, am Ende passt es psychoakustisch.

Bisschen üben muss man schon, aber es ist freundlicher als man denkt.

@Schludi ist das Dein Sohn oder @gecko63 ?

Hab meine ersten Versuche damals auch festgehalten.

1. Tag nur Gequatsche
3. Tag ganz ok, aber keine Form
10. Tag ganz ok


View: https://vimeo.com/126725045
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen

×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben