Pioniere der Filmmusik - Europas Sound für Hollywood

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Pioniere der Filmmusik - Europas Sound für Hollywood

Ob es Ähnlichkeiten hierzu gibt, weiß ich nicht.
 
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Hab ich mir angeschaut. Der Fokus liegt ganz klar auf den Anfängen der Filmmusik. Max Steiner, Erich Wolfgang Korngold und Franz Waxman. Deren Lebenswege, Auswanderung in die USA, Rückkehr nach Wien etc.

Auch wenn ich das schon kannte: Interessant ist der direkte Vergleich von Williams' Stars Wars-Fanfare zu Korngolds King's Row. Beeindruckende Ähnlichkeit. Korngolds Holzbläserläufe aus Sea Hawk findet man auch nahezu 1:1 z.B. in Jurassic Park wieder.

Es wird auch Filmmusik der Konzertmusik gegenübergestellt. Williams sagte in einem Interview (nicht in dieser Doku), dass Filmmusik künstlerisch weit hinter der Konzertmusik zurückfällt. Vor allem Korngold hat sich auch der Konzertmusik gewidmet.

Hans Zimmer und Ramin Djawadi kommen auch zu Wort.
 
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Es wird auch Filmmusik der Konzertmusik gegenübergestellt.

"Konzertmusik bezieht sich im Allgemeinen auf eine öffentliche musikalische Aufführung vor einem Publikum oder auf ein Musikstück, das für ein oder mehrere Soloinstrumente und ein Orchester geschrieben wurde. Der Begriff stammt vom italienischen Wort "concerto" ab, das ursprünglich "Zusammenklang" oder "Zusammenwirken" bedeutet und auf die musikalische Wechselwirkung zwischen verschiedenen Stimmen und Instrumenten verweist."

Die Grenzen zwischen Filmmusik und Konzertmusik verschwimmen, wenn die Zelda - Breath of the Wild Videospielmusik als Konzertaufführung vor Publikum stattfindet und gleichzeitig im Game selbst zu hören ist. Das gleiche Phänomen gibt es bei Filmen.
Am Ende ist das alles Musik, die für ein Orchester geschrieben wurde. Ich sehe da keinen großen Unterschied.

Williams sagte in einem Interview (nicht in dieser Doku), dass Filmmusik künstlerisch weit hinter der Konzertmusik zurückfällt.
Für mein Empfinden ist vieles an Filmmusik für mich künstlerisch wertvoller als klassische Konzertmusik.
 
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Am Ende ist das alles Musik, die für ein Orchester geschrieben wurde. Ich sehe da keinen großen Unterschied.

Oha. Konzertmusik wird üblicherweise mit unfassbarer Detailversessenheit komponiert. Weil man einfach (zumindest idealerweise) auch jedes Detail hört. Das ist bei Filmmusik ziemlich anders, denn naturgemäß verlieren sich da ziemlich viele Details. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber gerade heute ist Filmmusik einfach eine ganz andere Nummer (mal ganz abgesehen davon, dass immer weniger Leute überhaupt das Geld haben, ein echtes Orchester zu bemühen).
 
Konzertmusik und Filmmusik sind schon zwei sehr verschiedene Dinge.

Im Film hörst du Hans Zimmer und denkst, wow, wie geil ist das denn, mega Sound und so eingängig. Dann hörst du den Soundtrack ohne Film im Auto und denkst, wtf, langweilig wie Hölle, minutenlang dieselbe Phrase, da passiert ja gar nüschd, was fand ich daran so toll?

Dann hörst du Mozart und denkst, genial, soviel Abwechslung und Emotion, alle zwei Sekunden eine neue brillante Idee, das ginge bestimmt gut als Soundtrack. Legst du es unter eine Filmszene merkst du dann, och nö, dat geht ja mal überhaupt nicht, Film und Musik haben gänzlich andere Vorstellungen von Tempo und emotionaler Entfaltung.

Es ist einfach was anderes, ob die Musik für sich alleine stehen soll, quasi als Hauptgang, oder ob sie als Untermalung für etwas dienen soll, und wie eine feine Sauce manchmal auch nur stellenweise drüber geträufelt wird.

Es hängt auch extrem davon ab, was genau begleitet wird, ob Film (linearer Ablauf, Cues Moods und Stings), Videospiel (muss loopbar sein und darf dabei nicht nervig werden), Fahrstuhl (nett mitsummen, bitte, 20 Sekunden reichen), Flughafen (bloß nicht nerven, stressig genug hier) oder Warte-Loop der Hotline (relax, wir sind gleich für dich da).
 
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Es hängt auch extrem davon ab, was genau begleitet wird, ob Film (linearer Ablauf, Cues Moods und Stings), Videospiel (muss loopbar sein und darf dabei nicht nervig werden), Fahrstuhl (nett mitsummen, bitte, 20 Sekunden reichen), Flughafen (bloß nicht nerven, stressig genug hier) oder Warte-Loop der Hotline (relax, wir sind gleich für dich da).
Also ich höre mir oft Musik von PC-Spielen an ohne das Spiel zu spielen. Diese Art von Musik wurde passend zu den Spielen komponiert und dennoch ist sie auch alleine, ohne Game, anhörbar und genießbar. Und wieso Videospielmusik loopbar sein muss, erschließt sich mir überhaupt nicht, denn diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Es existiert ganz viel hochwertige Videospielmusik, wo gar nichts geloopt wird oder geloopt werden kann. Wenn man allerdings nur minderwertige Handy Games kennt, kann ich erahnen wie du auf deine Behauptung kommst. Wenn du mit Loopen meinst, dass in Zelda - Breath of the Wild an einem bestimmten Ort eine bestimmte Musik spielt und diese tagsüber dann von vorne anfängt nach z.B. 8 Minuten Spielzeit, ok. Es gibt auch Spiele, da laufen 40 Songs hintereinander in Dauerschleife, das könnte man auch als Loop bezeichnen, aber ich glaube, du meintest das anders.
Im Film hörst du Hans Zimmer und denkst, wow, wie geil ist das denn, mega Sound und so eingängig. Dann hörst du den Soundtrack ohne Film im Auto und denkst, wtf, langweilig wie Hölle, minutenlang dieselbe Phrase, da passiert ja gar nüschd, was fand ich daran so toll?
Nein, das denke ich überhaupt gar nicht! Ich höre auch oft Filmmusik ohne den Film zu schauen.

Ich mag z.B. Star Wars Filmmusik viel lieber als alles von Mozart, Wagner, Verdi, Haydn oder Chopin.
Dann hörst du Mozart und denkst, genial, soviel Abwechslung und Emotion, alle zwei Sekunden eine neue brillante Idee, das ginge bestimmt gut als Soundtrack. Legst du es unter eine Filmszene merkst du dann, och nö, dat geht ja mal überhaupt nicht, Film und Musik haben gänzlich andere Vorstellungen von Tempo und emotionaler Entfaltung.
Oh mann, es ist doch klar, dass Musik, die nicht passend zu einem Film komponiert wurde, auch zu keinem Film oder Filmszene passen kann. Besonders Musik, die komponiert wurde, bevor der Film überhaupt erfunden wurde. Dein Argument ist leider keines.
Es ist einfach was anderes, ob die Musik für sich alleine stehen soll, quasi als Hauptgang, oder ob sie als Untermalung für etwas dienen soll, und wie eine feine Sauce manchmal auch nur stellenweise drüber geträufelt wird.
Filmmusik ist in meinen Augen (nicht nur in meinen Augen. Millionen Fans sehen das auch so) mindestens genauso perfekt wie Konzertmusik. Die Filmmusik gefällt mir aber viel besser. Egal, ob Herr der Ringe, Star Wars oder Dune. Fast jede Filmmusik kann für sich alleine stehen.

Für mich sind John Williams, Hans Zimmer und Co. die großen Genies und Virtuosen, nicht die klassischen Komponisten.

Ich bin bereit für meine ketzerische Ansicht die ersten Steine zu empfangen, die bestimmt fliegen werden. :D
 
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Oha. Konzertmusik wird üblicherweise mit unfassbarer Detailversessenheit komponiert. Weil man einfach (zumindest idealerweise) auch jedes Detail hört. Das ist bei Filmmusik ziemlich anders, denn naturgemäß verlieren sich da ziemlich viele Details. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber gerade heute ist Filmmusik einfach eine ganz andere Nummer (mal ganz abgesehen davon, dass immer weniger Leute überhaupt das Geld haben, ein echtes Orchester zu bemühen).
Nur weil durch den Sound des Films (Sprache, Geräusche, usw.) die Filmmusik manchmal etwas untergeht, bedeutet das nicht, dass an diesen Stellen keine Detailversessenheit vorzufinden ist. Wenn man sich die Filmmusik ohne Film anhört, merkt man, dass sie an allen Stellen perfekt und detailversessen ist. Der Komponist sagt sich bestimmt nicht:"Ach, an dieser Stelle im Film ist voll viel Krach, da hört man meine Musik sowieso kaum, da strenge ich mich jetzt nicht an und komponiere da was ganz Simples oder Schlechtes." Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein Komponist so denkt und handelt.

Heutzutage, und das weißt du bestimmt, gibt es viele ITB Filmmusikproduktionen, also Filmmusik ohne echtes Orchester, die sich sehr gut anhören und in vielen z.B. Filmproduktionen verwendet werden.
 
Der Komponist sagt sich bestimmt nicht:"Ach, an dieser Stelle im Film ist voll viel Krach, da hört man meine Musik sowieso kaum, da strenge ich mich jetzt nicht an und komponiere da was ganz Simples

Doch, genau das wird oftmals so passieren.
Klar, es gibt da große Unterschiede, aber Filmmusik muss sich nun einmal dem Film unterordnen, Konzertmusik nicht.
 
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Ich bin bereit für meine ketzerische Ansicht die ersten Steine zu empfangen, die bestimmt fliegen werden.
Okay. ;)
Filmmusik ist in meinen Augen (nicht nur in meinen Augen. Millionen Fans sehen das auch so) mindestens genauso perfekt wie Konzertmusik. Die Filmmusik gefällt mir aber viel besser. Egal, ob Herr der Ringe, Star Wars oder Dune. Fast jede Filmmusik kann für sich alleine stehen.
Man muss leider sagen, dass Filmmusik "anspruchsloser" ist. Sie muss sich dem Film unterordnen.
John Williams hat sich sehr viel "Inspiration" von den alten Meistern der Klassik geholt.

View: https://www.youtube.com/watch?v=N-VYzEtIbeU&list=RDN-VYzEtIbeU&index=1
Konzert Musik hat einen ganz anderen Anspruch, schon alleine vom Aufbau her. Es hat mehr Zeit sich zu entfalten.
Das ist das Hauptproblem der heutigen Zeit, wo alles gleich auf dem Punkt sein muss, weil es sonst schnell langweilig wirkt.
Filmmusik hat diese Zeit auch nicht, da man dort auf das Geschehen im Bild reagieren muss. In einer Szene muss die Musik für 20 Sekunden vielleicht erst mystisch wirken um die nächsten 10 Sekunden bedrohlich zu wirken. Um diese Mood zu erzeugen, werden aber die "Tricks" der alten Meister eingesetzt.
Will sagen ohne Holst der schon von Wagner, Beethoven, Bach, Mozart, Vibaldi inspiriert war, würde es die "Meisterwerke" von Williams, Shore, Newman, Elfman etc gar nicht geben.
Hans Zimmer würde ich da eher ausnehmen, da er zwar auch schon klassisch inspirierte Stücke gemacht hat, aber seine Stärke ist eher, einfache Melodien mit Wiedererkennungswert und Sounddesign auf sein ganz eigenes Level zu heben.

Als Fazit könnte man sagen. In der heutigen Zeit ist Filmmusik so beliebt, weil den meisten Hörern das 5-Minuten Star Wars Theme mehr als ausreicht, anstatt sich die komplette Planets Suite von Holst zu geben.

Nur weil durch den Sound des Films (Sprache, Geräusche, usw.) die Filmmusik manchmal etwas untergeht, bedeutet das nicht, dass an diesen Stellen keine Detailversessenheit vorzufinden ist. Wenn man sich die Filmmusik ohne Film anhört, merkt man, dass sie an allen Stellen perfekt und detailversessen ist. Der Komponist sagt sich bestimmt nicht:"Ach, an dieser Stelle im Film ist voll viel Krach, da hört man meine Musik sowieso kaum, da strenge ich mich jetzt nicht an und komponiere da was ganz Simples oder Schlechtes." Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein Komponist so denkt und handelt.
Oftmals werden die Stücke für den "Soundtrack" nochmal neu gemischt und auch nochmal mit etwas mehr Bumms versehen.
 
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  • #10
Also ich höre mir oft Musik von PC-Spielen an ohne das Spiel zu spielen. Diese Art von Musik wurde passend zu den Spielen komponiert und dennoch ist sie auch alleine, ohne Game, anhörbar und genießbar. Und wieso Videospielmusik loopbar sein muss, erschließt sich mir überhaupt nicht, denn diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Es existiert ganz viel hochwertige Videospielmusik, wo gar nichts geloopt wird oder geloopt werden kann. Wenn man allerdings nur minderwertige Handy Games kennt, kann ich erahnen wie du auf deine Behauptung kommst. Wenn du mit Loopen meinst, dass in Zelda - Breath of the Wild an einem bestimmten Ort eine bestimmte Musik spielt und diese tagsüber dann von vorne anfängt nach z.B. 8 Minuten Spielzeit, ok. Es gibt auch Spiele, da laufen 40 Songs hintereinander in Dauerschleife, das könnte man auch als Loop bezeichnen, aber ich glaube, du meintest das anders.

Nein, das denke ich überhaupt gar nicht! Ich höre auch oft Filmmusik ohne den Film zu schauen.

Ich mag z.B. Star Wars Filmmusik viel lieber als alles von Mozart, Wagner, Verdi, Haydn oder Chopin.

Oh mann, es ist doch klar, dass Musik, die nicht passend zu einem Film komponiert wurde, auch zu keinem Film oder Filmszene passen kann. Besonders Musik, die komponiert wurde, bevor der Film überhaupt erfunden wurde. Dein Argument ist leider keines.

Filmmusik ist in meinen Augen (nicht nur in meinen Augen. Millionen Fans sehen das auch so) mindestens genauso perfekt wie Konzertmusik. Die Filmmusik gefällt mir aber viel besser. Egal, ob Herr der Ringe, Star Wars oder Dune. Fast jede Filmmusik kann für sich alleine stehen.

Für mich sind John Williams, Hans Zimmer und Co. die großen Genies und Virtuosen, nicht die klassischen Komponisten.

Ich bin bereit für meine ketzerische Ansicht die ersten Steine zu empfangen, die bestimmt fliegen werden. :D

Es ist ja keine neue Erkenntnis, dass es quantitativ mehr Leute gibt, die auf trivialere Musik stehen, siehe Andre Rieu. Da glauben auch viele, dass das Klassik sei. Oder Lindsey Stirling.
 
  • #11
Als Fazit könnte man sagen. In der heutigen Zeit ist Filmmusik so beliebt, weil den meisten Hörern das 5-Minuten Star Wars Theme mehr als ausreicht, anstatt sich die komplette Planets Suite von Holst zu geben.
Also wenn ich z.B. Star Wars Musik höre, dann vom ganzen Film. Nicht 5 Minuten, sondern ca. 1,5-3 Stunden Musik pro Film.

Ich muss auch sagen, dass mir die Harmonien und Melodien bei Filmmusik allermeistens viel besser gefallen als bei Konzertmusik.
Mozart und Co. hören sich (für mich) oft altbacken an bzw. die Komposition gefällt mir oft nicht so gut.

Dass alles aufeinander aufbaut und die klassischen Komponisten die Pioniere waren, will ich nicht infrage stellen.
Mir ist klar, dass es ohne die klassischen Komponisten keine z.B. Star Wars Musik in der Form geben würde.
Das ändert jedoch nicht meine Ansicht bzw. Empfinden über Konzert- und Filmmusik.
 
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  • #12
Doch, genau das wird oftmals so passieren.
Habe ich noch nie irgendwo gehört bei Filmmusik oder bei PC-/Konsolen Game-Musik. Ich denke, deine Aussage ist falsch.

Wie schon gesagt, wenn man sich Filmmusik ohne Film anhört, merkt man sofort, dass das, was du sagst, nicht stimmt.

Zeig mir eine Stelle in z.B. Herr der Ringe Musik, die mangelnde kompositorische Qualität aufweist. Du wirst keine finden.
 
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  • #13
aber Filmmusik muss sich nun einmal dem Film unterordnen, Konzertmusik nicht.
Ich sehe nicht, wieso Filmmusik deswegen weniger "wertvoll" sein sollte. Wenn ich mir Filmmusik oder Game-Musik ohne Film/Game anhöre, nehme ich diese als eigenständige Werke wahr, die auch wunderbar ohne Film/Game funktionieren.
 
  • #14
Es ist ja keine neue Erkenntnis, dass es quantitativ mehr Leute gibt, die auf trivialere Musik stehen, siehe Andre Rieu. Da glauben auch viele, dass das Klassik sei. Oder Lindsey Stirling.
Schauder.....
Ist er der Komponist der Stücke, die er ausschließlich per Vollplayback spielt ?

Der macht doch auch keine Filmmusik, sondern volkstümelnde Sch....
 
  • #15
Habe ich noch nie irgendwo gehört bei Filmmusik oder bei PC-/Konsolen Game-Musik.

Mit wievielen Komponisten hast du darüber schon direkt gesprochen? Und haben die dir dann alle zugesichert, dass sie auch bei wilden Ballerszenen auf die kleinsten Flöten-Triller achten?

Ich sehe nicht, wieso Filmmusik deswegen weniger "wertvoll" sein sollte.

Es geht nicht um wertvoll. Sondern um zwingend zweckdienlich vs. nicht zwingend zweckdienlich.
 
  • #16
Wenn ich mir Filmmusik oder Game-Musik ohne Film/Game anhöre, nehme ich diese als eigenständige Werke wahr, die auch wunderbar ohne Film/Game funktionieren.
Filmmusik ist nun mal als Untermalung gedacht, also das Konzept ist gar nicht generell gedacht als "wunderbar ohne Film zu funktionieren". Wenn das mal der Fall ist, umso besser, aber die Regel ist das nicht und auch zu recht das Argument, was Filmmusik im Durchschnitt von für sich stehender klassischer Musik unterscheidet.

Ich stoße auch auf so viele Filmsoundtracks mit Stücken, die kaum länger als 2 Minuten sind und nur eine Stimmung andeuten - das ist natürlich eine starke Entfaltungsbeschränkung.

Was hier noch nicht erwähnt wurde: Ich habe in Interviews mit Filmkomponisten immer mal gehört, dass die Zeitbeschränkung für Komposition und Produktion häufig höllisch ist. Das steht völlig entgegen den Bedingungen für ausgereifte Werke, wie sie eher für klassische Künstlerkompositionen herrschen.

Und Filmmusikorchester spielen gewohnheitsmäßig mehrere Soundtracks an einem Tag hintereinander runter, wo auch gar keine Zeit ist, sich vorher mit den Noten zu befassen und sich einen spezifischen Ausdruck der Interpretation zu erarbeiten. Filmmusik ist daher oftmals Fließbandabfertigung.
Gibt natürlich immer wieder Perlen - keine Frage.
 
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  • #17
Mit wievielen Komponisten hast du darüber schon direkt gesprochen? Und haben die dir dann alle zugesichert, dass sie auch bei wilden Ballerszenen auf die kleinsten Flöten-Triller achten?
Mir waren eher die großen Hollywood Produktionen im Kopf, deren Komponisten und Musik. Dass es wahrscheinlich viele nicht ganz so begabte Filmmusikproduzenten gibt für kleinere Film/Game-Produktionen und wenn diese Komponisten dann auch noch unter krassem Zeitdruck stehen, dann kann das bestimmt vorkommen, wie du es sagst.

Aber bei solchen Filmreihen wie "Der Hobbit, Matrix, Dune, Star Wars" ist die Musik überall durchgehend perfekt und das von dir angesprochene Phänomen tritt hier nicht auf.
 
  • #19
  • #20
hmmm... Filmmusik unterscheidet sich durchaus von anderen Musikgenres, da oft die Musik synchron zu Filmszenen komponiert werden muss. Man unterscheidet da zwischen Trailer und Scores. Zweck dieser Musik ist, szenenabhängige Gefühle auszudrücken.
Manche Filmmusikkomponisten konzentrieren sich da mehr auf Trailer Musik, wie z.B. bei StarWars, wo mit dem musikalischen Thema im Trailer Spannung/Vorfreude am Anfang für den Film aufgebaut wird und zum Ende den Film gefühlvoll abschließt.
Für solche hier angesprochenen Blockbuster gab es sicherlich ein großzügiges Budget, um die Aufnahmen in einem top ausgestatteten Studio mit mehreren Tonis abzumischen und der "Komponist" wird sicherlich auch alles gegeben haben, um das Werk auch gut zu präsentieren. Leute, die Musik für Spiele erstellen, sind mir persönlich nicht bekannt, auch wenn ich Leute kenne, die bei Spieleherstellern als Programmierer arbeiten. Bei Computerspielen habe ich schon grauenhafte Musik gehört. Da kommt es sicherlich auch auf das Budget an, ob die Musik gut klingt, oder nicht - meistens ist Musik dort nur zur Untermalung vorhanden, kommt meistens auf die Phantasie der Entwickler an, ob das gut wird.
 
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