MISCHEN POSSIBLE in Dolby Atmos

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Hallo allerseits, in diesem Thread möchte ich euch mein Projekt in Dolby Atmos vorstellen. Seit 2012 produziere ich eigene Alben in 5.1 und habe die im Eigenvertrieb ganz gut verkauft. Ich wollte Dolby Atmos immer mal testen aber die Kosten waren mir einfach zu hoch. Allein ein Monitor-Controller für 7.1.4 erschien mir absurd teuer. Dann noch 4 Aktive an die Decke, sorry das war mir too much.

Dann habe ich durch Zufall ein REW-Video gesehen wo man seinen Receiver per HDMI messen kann. Das war quasi der Start in die Idee, Dolby Atmos für geringen Aufwand produzieren zu können. Zunächst habe ich aus einem schlechten 5.1 Mix einen guten in 7.1 gemischt. Man glaubt es kaum aber das gab dem Mix so eine Tiefe, ein absoluter Wendepunkt.

Dann habe ich die Heights integriert und eingemessen. Seit 2 Wochen mische ich in 7.1.4 und sitze seit gestern am Mastering eines Best of Album. 2/3 vom Album sind durch und ich werde es wohl schaffen, im Januar zu veröffentlichen.

Wer mich bei dem Projekt begleiten will, der kann sich alles per Video reinziehen. Fragen beantworte ich natürlich auch hier.


View: https://youtu.be/6CxF0BhudrU
 
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Die Videos finde ich klasse. Ich bin auch gerade dabei, mich in Atmos Mixing einzuarbeiten, wobei als Ziel nicht unbedingt ein (>2 Spuren) Mehrkanal Audio Master dabei herauspurzeln muss, denn der Großteil der Zuhörer kann das ja sowieso nicht einlesen, solange in Atmos abgemischte Mixes eh nur bei Apple gestreamt werden und mein Interesse eigentlich das ist, daß es mit möglichst minimalem Aufwand abhörbar ist und neben Kopfhörern möglichst auch auf Boxen gut klingt.
Aktuell tendiere ich auf Mixing in Atmos 9.1.6 als Kopfhörer Mix und dann Rendern in Binaureal als zweikanal WAV. Vorteil ist, daß ich sehr schöne dreidimensional abgebiildete, reale Räume mit Immersive Hall Plugins erzeugen kann, wobei ich den Mix ganz normal in Cubase 15 Pro vorher abmischen kann und gegen meine beiden Neumänner dann auch den Stereomix auf Lautsprechern gegenhören kann. Praktisch dabei ist natürlich, daß ich für den Mix auch einen immersive Kompressor und einen entsprechenden Limiter habe, um die ganzen Kanäle dann auch optimal ansteuern zu können und ich den Master dann auch in Wavelab Pro oder AconDigital Acoustica weiterbearbeiten kann, denn sowas mache ich generell nicht in Cubase.

Ich finde aber die Idee interessant, einen Consumer AV Verstärker, preiswert durch eine zweite Endstufe zu erweitern, um die fehlenden Boxen ansteuern zu können, welche per HDMI alleine, nicht übertragen werden.
Bislang bin ich bei AV Verstärkern immer vorbeigegangen, denn alleine meine großen Wohnzimmerboxen benötigen 150 W an 8 Ohm pro Seite. Vielleicht hole ich mir mal zusätzlich noch so ein AV Teil.... Ich glaube aber nicht, daß meinen Sub da einbinden sollte, denn der ist für PA Betrieb und das kommt in einem Mehrfamilienhaus nicht so gut an...
 
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@Joost Kannst du die binauralen Mixe denn irgendwo streamen? Ich habe in den Vorgaben nichts dazu gefunden. 9.1.6 auf dem Kopfhörer. Das muss ich mal testen.

Mein Rechner ist zu alt, um damit in Cubase 15 in 7.1.4 zu mischen. In meinen alten 5.1 Mischungen habe ich eigentlich nie einen 5.1 Kompressor eingesetzt. Limiter natürlich schon. Den Denon nutze ich quasi als Vorstufe und Zentrale. Das 5.1 Set wird ja auch mit aktiven Neumann betrieben. Und der Knackpunkt bei 3D ist aus meiner Sicht das Einmesssystem. Das kann total komprimiert klingen oder luftig und neutral. Meine Einmessung klingt gut aber nicht perfekt. So muss ich einiges tun, damit beim Mastering nicht so viel platt gemacht wird.

Leider ist meine Testversion von Cubase 15 schon 30 Tage abgelaufen. Das begann schon mit dem Download. Ich musste ja 2 mal die Behringer* Endstufe testen und habe über 2 Wochen Zeit verloren.

Angeblich bieten Amazon Music Unlimited, Deezer und Tidal neben Apple auch Dolby Atmos Tracks an. Ich werde das dann im Januar sehen, ob diese Anbieter auch beliefert werden.
 
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Aktuell tendiere ich auf Mixing in Atmos 9.1.6 als Kopfhörer Mix
Die binauralisierung im Kopfhörer ist normalerweise unabhängig von theoretischen kanalzahlen von wiedergabesystemen. Im Kopfhörer hörst du eine binauralisierung der objektpositionen, nicht eine binauralisierung der lautsprecherpositionen bestimmter Systeme.

Es gibt so einen großen Trend, in Object-Beds hineinzumischen - ehrlicherweise empfinde ich das als Murks. Die Positionierungs- und damit Klangästhetik ist damit nichtmehr so vielseitig kompatibel, sobald mal ein wiedergabesystem mehr Kanäle darstellen kann als das object-bed umfasst, hat man Löcher gebaut.
 
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Apple Music kann binaural steamen sofern man im Apple Ökosystem ist (Airpods + iphone).
 
Die Ausgabe eines Audio in binaurealer Form ist eine zweikanal WAV Datei, welche Du einfach nach MP3 exportieren kannst, nur daß diese die 3D Abbildung beinhaltet. Dies klingt meistens nur gut, wenn Du diese Datei auch über Kopfhörer abhörst, was im Streaming Bereich eher der Standard ist. Damit diese auch auf Boxen gut klingt, muss man anpassen und ausprobieren. Ich hatte da die Tage ein Paar Abhandlungen gelesen, daß sich kluge Köpfe auch mit soetwas beschäftigen….
Auf jeden Fall werde ich dahingehend weiter recherchieren.

Die Einschränkung, welche @rocking.xmas.man angemerkt hat, muss man dabei natürlich berücksichtigen. Binaureal bedeutet nicht, daß Du die einzelnen Lautsprecher ansprechen kannst, aber einen Atmos Mix als binaureal zu exportieren bedeutet, daß man die Klangabbildung dreidimensional mischen kann und dies via Kopfhörer in Stereo wiederum auch in 3D wahrnehmen kann. Dies in Hardware abzubilden, ist mir zu teuer. Sowas kann man sich dann ja im Kino anhören.

Deine Herangehensweise finde ich aber sehr interessant und eine Überlegung wert, es auch mal so zu versuchen.
 
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Angeblich bieten Amazon Music Unlimited, Deezer und Tidal neben Apple auch Dolby Atmos Tracks an. Ich werde das dann im Januar sehen, ob diese Anbieter auch beliefert werden.
Funktioniert dort problemlos. Häufig kostet das Hochladen einer Atmos-Datei nochmal eine kleine Extragebühr.
Apple Music kann binaural steamen sofern man im Apple Ökosystem ist (Airpods + iphone).
Man braucht lediglich einen Kopfhörer, egal welcher Marke.
 
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@Joost Kannst du die binauralen Mixe denn irgendwo streamen? Ich habe in den Vorgaben nichts dazu gefunden. 9.1.6 auf dem Kopfhörer. Das muss ich mal testen.

Mein Rechner ist zu alt, um damit in Cubase 15 in 7.1.4 zu mischen. In meinen alten 5.1 Mischungen habe ich eigentlich nie einen 5.1 Kompressor eingesetzt. Limiter natürlich schon. Den Denon nutze ich quasi als Vorstufe und Zentrale. Das 5.1 Set wird ja auch mit aktiven Neumann betrieben. Und der Knackpunkt bei 3D ist aus meiner Sicht das Einmesssystem. Das kann total komprimiert klingen oder luftig und neutral. Meine Einmessung klingt gut aber nicht perfekt. So muss ich einiges tun, damit beim Mastering nicht so viel platt gemacht wird.

Leider ist meine Testversion von Cubase 15 schon 30 Tage abgelaufen. Das begann schon mit dem Download. Ich musste ja 2 mal die Behringer Endstufe testen und habe über 2 Wochen Zeit verloren.

Angeblich bieten Amazon Music Unlimited, Deezer und Tidal neben Apple auch Dolby Atmos Tracks an. Ich werde das dann im Januar sehen, ob diese Anbieter auch beliefert werden.
Ein binaurealer Mix ist eine zweikanal WAV Datei, die Du genauso separat Mastern kannst und auch nach MP3 exportieren kannst und somit genauso einfach bei den Streaming Anbietern hochladen kannst. Bei Atmos sieht es da anders aus. Da hast Du eine WAV Datei (ADM/WAV), welche Spuren für jede einzelne Lautsprecherbox beinhaltet, also multikanal. Diese ADM Datei kann bei einem dreiminütigen Song gerne mal 800 MB groß werden, so wie es bei mir mit einem Stück bei 48 KHz und 32 Bit float geschah. Ich weiß nicht, was Apple dann mit den ADM Dateien macht, um dies zu streamen, denn bei einem Blockbuster Hit, der aber Millionen mal gestreamt wird. würde das Internet dann ganz schön in die Knie gehen - na ja, irgendwofür muss die Apple Cloud, also ein Großrechenzentrum mit viel Speicherplatz, nützlich sein....mit dem Vermieten von Rechenzentrumskapazität in Form von Abo Modellen, verdienen sie ja Geld und durch die Abos für den Speicherplatz, auch wiederkehrend. Auf "recurring revenue" stehen die Amerikaner....
 
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Da war ich wohl in der Tat falsch informiert bzgl. Apple Music, Deezer und TIDAL. Was die wohl alle nicht machen ist wie Apple die personalisierte HRTF für die Airpods basierend auf Kopfscan zu bauen, mit Headtracking usw.. Sie überlassen das dem Empfänger wie man damit umgehen möchte, was ja erst mal auch in Ordnung ist. Aber das geht bei Apple Music meines Wissens auch.
 
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  • #10
Ein binaurealer Mix ist eine zweikanal WAV Datei, die Du genauso separat Mastern kannst und auch nach MP3 exportieren kannst und somit genauso einfach bei den Streaming Anbietern hochladen kannst. Bei Atmos sieht es da anders aus. Da hast Du eine WAV Datei (ADM/WAV), welche Spuren für jede einzelne Lautsprecherbox beinhaltet, also multikanal. Diese ADM Datei kann bei einem dreiminütigen Song gerne mal 800 MB groß werden, so wie es bei mir mit einem Stück bei 48 KHz und 32 Bit float geschah. Ich weiß nicht, was Apple dann mit den ADM Dateien macht, um dies zu streamen, denn bei einem Blockbuster Hit, der aber Millionen mal gestreamt wird. würde das Internet dann ganz schön in die Knie gehen - na ja, irgendwofür muss die Apple Cloud, also ein Großrechenzentrum mit viel Speicherplatz, nützlich sein....mit dem Vermieten von Rechenzentrumskapazität in Form von Abo Modellen, verdienen sie ja Geld und durch die Abos für den Speicherplatz, auch wiederkehrend. Auf "recurring revenue" stehen die Amerikaner....
Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass die Atmos-Dateien beim Streaming auch komprimiert werden. Keine Ahnung ob das stimmt.

Sehr interessanter Ansatz mit den binauralen HP-Mixen. Aber der Endbenutzer merkt das dann nur an der besseren räumlichen Auflösung. Er kann nicht gezielt danach auf den Plattformen suchen oder?
 
  • #11
Nein, man kann höchstens in den Metadaten der MP3 das Schlüsselwort "binaureal" hinterlegen, so daß man in den Suchmaschinen der Streaminganbieter dies auch so wiederfindet, denn immerhin werden die Metadaten der Stücke da ausgewertet und dafür sind Metadaten ja auch eigentlich da.
 
  • #12
Ein binaurealer Mix ist ...
:smil451c7211b9e19:

es heißt binaural (lateinisch: mit beiden ohren)
die aura ist der luftzug...

binaurea würde "die doppelt vergoldete" heißen... :jump:




sorry für die klugscheisserei...
duck und weg... :erschreck:
 
  • #13
Diese ADM Datei kann bei einem dreiminütigen Song gerne mal 800 MB groß werden, so wie es bei mir mit einem Stück bei 48 KHz und 32 Bit float geschah. Ich weiß nicht, was Apple dann mit den ADM Dateien macht, um dies zu streamen, denn bei einem Blockbuster Hit, der aber Millionen mal gestreamt wird.
Atmos Files werden auch Verlustbehaftet komprimiert. Es findet neben dem üblichen Audio-komprimierungskram ein zusammenfassen nahe zueinanderliegender Informationen statt, effektiv bleiben maximal 16spurige Files (mit beweglicher spurposition) übrig.

Binaurale renderings als File zu speichern ist im Prinzip immer unnötig, weil der jeweilige renderer binauralisieren wird, wenn er es soll. Das ist ja einer der Vorteile von atmos - man macht eben weder eine x-Kanal-Mix, noch einen binauralen Mix. Man macht einen Mix und der renderer verteilt auf das tatsächliche Hörsetup
 
  • #14
:smil451c7211b9e19:

es heißt binaural (lateinisch: mit beiden ohren)
die aura ist der luftzug...

binaurea würde "die doppelt vergoldete" heißen... :jump:




sorry für die klugscheisserei...
duck und weg... :erschreck:
…hatte kein Latein in der Schule….
Aurum bedeutet doch Gold, oder ? 😁
 
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  • #15
Ich habe jetzt in Cubase 15 eine ADM.wav erstellt. Muss ich das Bed und die 4 Objekte vor dem Export (siehe Bild) anwählen? Im Handbuch steht dazu nichts. Die entstandene Datei würde ich gerne mal hören. Leider spielt mein AV-Receiver diese nicht ab. Meine Bluray-Authoring-Software kommt mit dem Format nicht klar. Man muss doch vor dem Hochladen die Daten prüfen. Irgendwelche Ideen?
 

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  • #16
Ich habe jetzt in Cubase 15 eine ADM.wav erstellt. Muss ich das Bed und die 4 Objekte vor dem Export (siehe Bild) anwählen? Im Handbuch steht dazu nichts. Die entstandene Datei würde ich gerne mal hören. Leider spielt mein AV-Receiver diese nicht ab. Meine Bluray-Authoring-Software kommt mit dem Format nicht klar. Man muss doch vor dem Hochladen die Daten prüfen. Irgendwelche Ideen?

Es gibt da was Neues, ich habe es aber noch nicht in Betrieb und frage mich gerade ob das zum Abhören nötig ist unter Cubase. Es gäbe gerade eine Aktion. Aber wie gesagt, ich habe es noch nicht ausprobiert, weiss jemand mehr darüber?

 
  • #17
Bei dem Plugin war ich mir nicht so sicher, ob ich das wirklich brauche und selbst der Einführungspreis war mir zu teuer.
Ich habe das SSL Meter Pro Plugin zur Kontrolle der Abmischung, welches eigentlich auch auf Atmos Mixes funktionieren soll, aber es ist mir in dem Umfeld schon mehrfach abgestürzt. Das Plugin von Leson ist dagegen wohl eine binaurale Abhöre für Mixes. Ich frage mich gerade, ob es nicht reicht einfach ein binaural Bed als Augabekanal hinzuzufügen, um dort die Abhöre zu gestalten...
Da ich keine Demo Versionen installiere, ist mir das nur einfach zum Ausprobieren, zu teuer.
 
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