News Steinnberg - SpectraLayers 13

Neue Unmixing-Algorithmen und erweiterte Spektralbearbeitung in SpectraLayers 13.

Steinberg veröffentlicht SpectraLayers 13. Die neue Version erweitert die Software um zahlreiche Funktionen für Unmixing, Sprachbearbeitung, Audio-Rekonstruktion und Spectral-Editing. Darüber hinaus wurden Workflow und Batch-Verarbeitung ausgebaut sowie die Integration in professionelle Postproduktionsumgebungen verbessert.

Spectral Layer 13.webp


Zu den wichtigsten Neuerungen zählt das Modul Unmix Sound Effects, das kurze Klangereignisse automatisch von kontinuierlichen Hintergrundgeräuschen wie Wind, Verkehr, Menschenmengen oder Naturatmosphären trennen kann. Die extrahierten Geräusche werden in separaten Layern abgelegt, während die verbleibende Umgebungsatmosphäre erhalten bleibt.


View: https://youtu.be/p959-8ipOHQ

Ergänzend führt Steinberg mit Ambience Heal ein neues Werkzeug ein, das durch Unmixing oder das Entfernen von Audiomaterial entstandene Lücken automatisch mit vorhandenen Raum- und Umgebungsanteilen auffüllt. Dadurch sollen Bearbeitungen natürlicher in bestehende Aufnahmen integriert werden können.

Für die Sprachbearbeitung bietet SpectraLayers 13 gleich mehrere neue Module. Unmix Two Voices trennt zwei gleichzeitig sprechende Stimmen automatisch voneinander, ohne zuvor Sprachprofile erstellen zu müssen. Voice DeCrosstalk isoliert Haupt- und Nebenstimmen auch bei überlappenden Sprachsignalen. Mit Voice DeClick lassen sich unerwünschte Mundgeräusche wie Schmatzen oder Zungenschnalzen automatisch reduzieren.

Neu ist außerdem das Reconstruct-Modul, das ausgewählte Spektraldaten resynthetisieren kann. Dabei lassen sich Transienten, Rauschanteile und Obertonstrukturen gezielt rekonstruieren und individuell anpassen.

Auch die Bearbeitungswerkzeuge wurden erweitert. Mit Paste Into Selection können Inhalte gezielt innerhalb markierter Bereiche ersetzt oder wiederholt werden. Paste Insert fügt Material in der Länge einer Auswahl direkt in den aktiven Layer ein. Zusätzlich lassen sich die Regler Time Fade und Frequency Fade nun direkt auf aktive Auswahlbereiche anwenden.

Im Bereich der Pegelkontrolle berechnet SpectraLayers 13 nun automatisch verschiedene Lautheitswerte, darunter True Peak, LUFS und weitere Loudness-Messwerte. Die Analyse funktioniert sowohl für einzelne Spektralauswahlen als auch für beliebige Layer-Kombinationen.

Auch das Batch-Processing wurde erweitert. Stapelverarbeitungen lassen sich jetzt gleichzeitig auf mehrere geöffnete Projekte anwenden. Darüber hinaus verbessert Steinberg die Integration in Avid Pro Tools. Das AudioSuite-Bridge-Plug-in unterstützt nun das gleichzeitige Round-Trip-Editing mehrerer Audioclips sowie Formate bis Dolby Atmos 9.1.6 und Ambisonics.

Zu den weiteren Neuerungen gehören speicherbare Benutzeroberflächen-Layouts, frei belegbare Tastaturbefehle für mehr als 100 Funktionen, erweiterte Metering-Optionen, Unterstützung von Audiogeräten mit mehr als 128 Kanälen sowie zahlreiche Verbesserungen bei Auswahlwerkzeugen, Fades und der Benutzeroberfläche.

Laut Steinberg soll SpectraLayers 13 insbesondere den Anforderungen moderner Postproduktions-Workflows gerecht werden und Bearbeitungsschritte durch neue Automatisierungsfunktionen deutlich beschleunigen.

Preise und Verfügbarkeit
SpectraLayers Pro 13 ist ab sofort zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 359 € erhältlich.

SpectraLayers Elements 13 kostet 89,99 €.

Die Education-Version von SpectraLayers Pro 13 wird für 199 € angeboten.

Updates, Upgrades und Crossgrades stehen ebenfalls über den Steinberg Online Shop zur Verfügung. Nutzer, die SpectraLayers Pro oder Elements 12 beziehungsweise frühere Versionen seit dem 3. Juni 2026 aktiviert haben, erhalten das Update im Rahmen der Grace Period kostenlos per Download.


View: https://youtu.be/ThQXpLXZwdI


Quelle: Steinberg
 
  • Danke
Reaktionen: Joost

Das neue Reconstruct-Modul lockt mich zum Update von Version 12 🤓
 
Für mich war das Update selbstverständlich.

Das Update für SpectraLayers 12 Pro Nutzer kostet ebenso 89,99 €. Schade, daß die Grace Period nur für Leute ist, die die letzte Version vor nicht mal einem Monat gekauft hatten. Ich hatte dann noch versucht, den in meinem Account rumliegenden, eigentlich überflüssigen 25% Voucher für das Produkt anzuwenden, aber der galt anscheinend für das Produkt als Neukäufer (keine Reduktion des Update Preises), was ich ja nicht bin. Altkunden werden bei Steinberg* anscheinend immer verarscht...zumindest fühle ich mich so....
 
Cooles Update und wie immer für solch eine Profisoftware geradezu Schnäppchenpreise. Heute kannst du dir nur mit Steinberg*-Produkten ein Studio in den Laptop holen, das früher Millionen gekostet hätte. Sehr geil. Keep up the good work.
 
Ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind:
  • DeHum und DeNoise nehmen zu viel vom Nutzsignal weg.
  • Die 12 GB meiner Grafikkarte (RTX 4070) werden bei KI-Funktionen – z. B. Soundtrack entmischen (hohe Qualität) – leider nicht vollständig genutzt, nur rund 10 GB.
  • Ich hoffte, Soundtrack entmischen würde in der 13er noch mehr Instrumente unterstützen.
Wie sind Eure Erfahrungen?
 
  • Die 12 GB meiner Grafikkarte (RTX 4070) werden bei KI-Funktionen – z. B. Soundtrack entmischen (hohe Qualität) – leider nicht vollständig genutzt, nur rund 10 GB.

Das halte ich für normal, Reserven für die Verwaltung von 10% sind übliche Sicherheitsreserven. Würden die vollen 12 GByte genutzt würde das kaum bedeuten dass sich dadurch etwas beschleunigt, eher das Gegenteil.

Solange die Auslastung knapp unter dem Maximum stoppt, läuft das System im idealen Bereich.
 
Ich habe da leider viel mehr erwartet die Qualität ist immer noch die gleich und ich kann keine Verbesserung bei den Stems hören, leider enttäuscht und ich werde mal eine Nummer aussetzen.
Die neuen Features sind ganz nett aber überschaubar.
 
Ich habe da leider viel mehr erwartet die Qualität ist immer noch die gleich und ich kann keine Verbesserung bei den Stems hören, leider enttäuscht und ich werde mal eine Nummer aussetzen.
Die neuen Features sind ganz nett aber überschaubar.
Na ja.... Die Funktionen, um Lücken im Stem aufzufüllen und die Möglichkeit, Stem Bereiche anderen Stems zuzuweisen finde ich schon genial. Ansonsten wurden die Änderungen/Erweiterungen vom genutzten Stem Separations Projekt in GUI geschmiedet, was ja auch klasse ist. Auf Basis der Qualität der Stem Separation in SpectraLayers nehme ich an, daß dort ebenfalls Demucs (v4) genutzt wird (wahrscheinlich das HT Modell)
Mit dem Hintergrund, daß die ersten Stem Separationen vom Spotify Entwicklerteam in Spleeter als OpenSource umgesetzt wurden, ist der Qualitätsgewinn beim Demucs Modell, welches bei den Facebook Entwicklern entwickelt wurde, ebenfalls OpenSource.
Wer Bessere Stemseparation haben will, kann sich ja an dem Projekt beteiligen, oder es forken und ein neues Projekt aufmachen, wie einer Der Entwickler, der nicht mehr bei Meta arbeitet (nachzulesen hier: https://github.com/facebookresearch/demucs)

Außerdem sind in Spectralayers auch so manche Funktionen drin, die man aus Izotope* RX kennt, mit dem Unterschied, daß in Spectralayers das etwas innovativer und auch weiterentwickelt wird (meiner Meinung nach).
 
Das halte ich für normal, Reserven für die Verwaltung von 10% sind übliche Sicherheitsreserven. Würden die vollen 12 GByte genutzt würde das kaum bedeuten dass sich dadurch etwas beschleunigt, eher das Gegenteil.

Solange die Auslastung knapp unter dem Maximum stoppt, läuft das System im idealen Bereich.

SpectraLayers 12.0.20 war im 12er train die performanteste Version und nutzte so gut wie den gesamten Grafikspeicher.
Dann kam eine Phase der Instabilität im 12er-Software-Train bei 12.0.30. Es gab Crashes, kann man im Forum nachlesen.
Zu der Zeit habe ich einen Case geöffnet und auch entsprechende Benchmark-Zahlen geliefert.
Steinberg* hat es gefixed, Stabilität kehrte im 12er train zurück, aber SpectraLayers wurde zunächst langsamer.

Hier ein paar Werte zu "Song entmischen, alle Instrumente, Qualität: High/Beste"
v12.0.20.426: 298s, CPU usage: 3-14%, GPU avail: 12.282 MB, max. used 10.223 MB
v12.0.30 crashed
v12.0.31.432, 620s, CPU usage: 8-55%, GPU avail: 12.282 MB, max. used 10.110 MB
v12.0.40, 623s, CPU usage: 8-55%, GPU avail: 12.282 MB, max. used 10.027 MB

Da ich auf die 13er geupgradet habe, mal schnell nachgemessen....
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das gleiche Projekt erwischt habe, die Performance kommt mir "zu gut" vor,
aber vielleicht wurde ja wirklich einiges optimiert:

v13.0.0.447, 145s, CPU usage: 13-18%, GPU avail: 12.282 MB, max. used 5.899 MB

Hmm, es wundert mich schon, dass bei halber Nutzung des Grafikspeichers die Performance kräftig zugelegt haben soll.
Im 12er-Train sah es zunächst so aus, als sei die Performance mit geringerer GPU-Utilization gesunken.
 
  • Interessant
Reaktionen: Vast
  • #10
Aktuell gibt es das Update auf 13.0.10
 
  • Danke
Reaktionen: akl
×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben