Mikrotiming beim Editing von Vocals

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Marius. F

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Hallo Community,

ich mache Rap und Gesang. Ich nehme meistens jeden Zeile einzeln auf, weil für mehr die Luft nicht reicht und ich meine Stimme sehr intensiv einsetze.
Dadurch ergibt sich das Problem, dass jede Zeile sich im Mikrotiming von den jeweils anderen unterscheidet und kein einheitlicher Groove entsteht.
Ich habe leider kein gutes Gespür für Mikrotiming, weshalb ich Schwierigkeiten habe, im Edditingprozess die Zeilen manuell so zu verschieben, dass das Mikrotiming einheitlich ist (ich schiebe seit 1,5 Wochen sechs Doubletimezeilen im Takt hin und her. Es wird nicht besser). Der Sechszeiler ist über den Link zugänglich: https://1drv.ms/u/c/77adce4b99e6336f/IQCWDEXwiaIjQ50p8wxEQrC1AdSpeJQuMwHxdKtEtnhhYD4?e=8Ey6Fa

Ich nutze natürlich die Perkussivinstrumente als visuelle Referenz und lege die Silbenkerne der betonten Silben genau über die betonten Zählzeiten.

Ich habe schon Quantisierung versucht, aber da kommt nur verzogener Quark raus. Scheint auf Vocals nicht gut zu funktionieren. Habt ihr da speziell bei schnellen Rapflows andere Erfahrungen gemacht?

Kann mir jemand bitte Tipps geben, wie ich vocaleditierung im Microtimingbereich besser hinbekomme, am besten so, dass ich mich mich wenig auf meine musikalische Intuition verlassen muss, sondern eher analytisch mit (visuellen) Hilfsmitteln arbeiten kann.
 

Krass, ist das schnell. Kannst du das denn in der Geschwindigkeit überhaupt rappen? Falls ja, würde ich vorschlagen, du machst dir ne Richtspur, wo du einmal alles am Stück einrappst mit dem Groove, den du haben willst. Und dann nimmst du jede Zeile einzeln in der gewünschten Intensität auf und ziehst die Silben auf das Raster aus der Richtspur. Könnte man so mal ausprobieren.

Meine Vermutung ist allerdings, dass das viel zu schnell ist, um es am Stück zu rappen, was dann vermutlich auch der Grund für den seltsamen Groove ist. Und dann kommt noch dazu, dass Groove auch aus Betonung und nicht nur aus Timing entsteht.

Falls es nicht klappt, versuch doch mal, ein paar Silben (sinnerhaltend) rauszuschmeißen...
 
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"Kann mir jemand bitte Tipps geben, wie ich vocaleditierung im Microtimingbereich besser hinbekomme, am besten so, dass ich mich mich wenig auf meine musikalische Intuition verlassen muss, sondern eher analytisch mit (visuellen) Hilfsmitteln arbeiten kann."

Ich schlage zuerst einmal das umgekehrte vor, singe den Rap ein paarmal langsamer durch, so dass Du mit einem einheitlichen Groove gut durchkommst. Danach, wenn es Dir ein paarmal gelungen ist, versuche es nochmals. Ich vermute dass Du dann weniger editieren musst, zum Beispiel mit dem Plugin Melodyne könnte man es probieren.

Grund: Du wirst die Zeilen inklusive der Betonungen danach so singen, dass sie trotz der Unterbrechungen sich besser zusammensetzen lassen, einfach weil Dein Gehirn schneller arbeitet als Du singen kannst. Aber das braucht halt vorher Übung um flüssig voran zu kommen innerlich. Wie der Vorredner sagte besteht der Groove auch aus Betonung und nicht nur aus Timing.
 
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Falls ja, würde ich vorschlagen, du machst dir ne Richtspur, wo du einmal alles am Stück einrappst mit dem Groove, den du haben willst.
So. Das kann OP auch flüstern, damit die Luft bleibt.

Statt eine Zeile ruhig auch mal längere Abschnitte rappen. Damit Übergänge besser gelingen auch mal den Anfang der nächsten Zeile so lang mitrappen, wie die Luft hält, dann hat man für den nächsten Punch-in mehr Auswahl zum Reinschneiden.
 
Falls ja, würde ich vorschlagen, du machst dir ne Richtspur, wo du einmal alles am Stück einrappst mit dem Groove, den du haben willst. Und dann nimmst du jede Zeile einzeln in der gewünschten Intensität auf und ziehst die Silben auf das Raster aus der Richtspur. Könnte man so mal ausprobieren.

Meine Vermutung ist allerdings, dass das viel zu schnell ist, um es am Stück zu rappen, was dann vermutlich auch der Grund für den seltsamen Groove ist. Und dann kommt noch dazu, dass Groove auch aus Betonung und nicht nur aus Timing entsteht.
Beat langsamer laufen lassen beim einrappen...
 
Beat langsamer laufen lassen beim einrappen...
Äh, das würd ich eher anders herum machen. Wenn Du zu langsam einspielst, -singst und es hinterher schneller machst, klingt das schnell hektisch. Wenn Du es aber schneller einspielst, -singst und dann verlangsamst, klingt das entpannter. Kannst Du mit jedem Instrument ausprobieren...
U. a. deshalb sollte man bei einer Performance nie an seine max. Grenze gehen.
 
Äh, das würd ich eher anders herum machen. Wenn Du zu langsam einspielst, -singst und es hinterher schneller machst, klingt das schnell hektisch. Wenn Du es aber schneller einspielst, -singst und dann verlangsamst, klingt das entpannter. Kannst Du mit jedem Instrument ausprobieren...
U. a. deshalb sollte man bei einer Performance nie an seine max. Grenze gehen.

Hab ich schon ausprobiert, sonst hätte ich's nicht geschrieben.
Und davon ab...wenn in der normalen Geschwindigkeit schon die Luft knapp ist wie geschrieben soll er den Beat noch schneller machen beim Aufnehmen??
 
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Und davon ab...wenn in der normalen Geschwindigkeit schon die Luft knapp ist wie geschrieben soll er den Beat noch schneller machen beim Aufnehmen??
Ungeübte Vocalisten tendieren beim langsamer Sprechen dazu mehr Luft abzugeben.

Ich persönlich würde nichts an der Beatgeschwindigkeit drehen, auch wenn Profis das gerne machen (Beats werden für Double/Triple Time Parts langsamer gemacht), sondern mich auch mal damit befassen, was die Stütze im Gesangsunterricht ist.
 
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Hallo Community,

ich mache Rap und Gesang. Ich nehme meistens jeden Zeile einzeln auf, weil für mehr die Luft nicht reicht und ich meine Stimme sehr intensiv einsetze.
Dadurch ergibt sich das Problem, dass jede Zeile sich im Mikrotiming von den jeweils anderen unterscheidet und kein einheitlicher Groove entsteht.
Ich habe leider kein gutes Gespür für Mikrotiming, weshalb ich Schwierigkeiten habe, im Edditingprozess die Zeilen manuell so zu verschieben, dass das Mikrotiming einheitlich ist (ich schiebe seit 1,5 Wochen sechs Doubletimezeilen im Takt hin und her. Es wird nicht besser). Der Sechszeiler ist über den Link zugänglich: https://1drv.ms/u/c/77adce4b99e6336f/IQCWDEXwiaIjQ50p8wxEQrC1AdSpeJQuMwHxdKtEtnhhYD4?e=8Ey6Fa

Ich nutze natürlich die Perkussivinstrumente als visuelle Referenz und lege die Silbenkerne der betonten Silben genau über die betonten Zählzeiten.

Ich habe schon Quantisierung versucht, aber da kommt nur verzogener Quark raus. Scheint auf Vocals nicht gut zu funktionieren. Habt ihr da speziell bei schnellen Rapflows andere Erfahrungen gemacht?

Kann mir jemand bitte Tipps geben, wie ich vocaleditierung im Microtimingbereich besser hinbekomme, am besten so, dass ich mich mich wenig auf meine musikalische Intuition verlassen muss, sondern eher analytisch mit (visuellen) Hilfsmitteln arbeiten kann.

die tips zum micro-editing, die ja eigentlich vom TE gefragt wurden,
habe ich hier bisher nicht gesehen.

klar, am besten ist natürlich, wenn man so einrappt, dass kein editing benötigt wird.
aber das war nicht die ausgangsfrage...

wie das microediting funktioniert, hängt von deiner daw ab.
deswegen kann man auch kaum allgemeine tips geben,
bis vielleicht darauf, dass eine automatische quantisierung bei solchen details selten funktioniert.

meistens ist viel handarbeit gefragt und der aufwand, die stelle neu einzusingen, ist oft geringer.
das editieren lohnt sich meist nur bei einzelnen schnitzern.
in reaper kann ich einzelne nuancen manuell relativ komfortabel im microediting bereich mit strech points verändern
 
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