News XILS-lab - MemoryTone

Software-Synthesizer überträgt die Architektur des Memorymoog in eine 16-stimmige virtuelle Instrumentenumgebung.

XILS-lab hat mit MemoryTone einen neuen Software-Synthesizer vorgestellt, der sich an der Architektur des Anfang der 1980er-Jahre erschienenen Memorymoog orientiert. Während das historische Vorbild sechs Stimmen mit jeweils drei Oszillatoren bot, erweitert MemoryTone das Konzept auf 16-stimmige Polyphonie und kombiniert die ursprüngliche Synthesizerstruktur mit moderner Modulation, Arpeggiator, Sequencer, integrierten Effekten und MPE-Unterstützung.

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Im Mittelpunkt steht weiterhin die aus drei Oszillatoren pro Stimme aufgebaute Klangerzeugung. Dabei hat XILS-lab nicht nur die grundlegende Architektur modelliert, sondern nach eigenen Angaben auch Wechselwirkungen zwischen Oszillatoren, Stimmen, Pegeln und dem nachfolgenden Filter berücksichtigt. Insbesondere der Mixer ist Teil der Klangformung: Höhere Pegel führen zu Sättigung und verändern damit neben der Lautstärke auch den harmonischen Gehalt des Signals.

Die drei Oszillatoren pro Stimme bieten frei kombinierbare Puls-, Sägezahn- und Dreiecksschwingungsformen sowie variable Pulsbreite. Hinzu kommen Hard Sync zwischen Oszillator 2 und 1, unabhängiges Detuning für Oszillator 2 und 3 sowie ein Low-Frequency-Modus für Oszillator 3.

Ein Noise-Generator und der pegelabhängig sättigende Mixer ergänzen die Klangerzeugung. Für die Filterung steht ein selbstoszillierendes 24-dB/Oktave-Ladder-Filter mit Keyboard Follow zur Verfügung. Zwei ADSR-Hüllkurven übernehmen die zeitabhängige Steuerung.

XILS-lab modelliert außerdem analoge Drift sowie stimmspezifische Detune-Abweichungen. Diese sollen nicht als stark überzeichnete Instabilität auftreten, sondern die subtilen Unterschiede zwischen einzelnen analogen Stimmen nachbilden.

MemoryTone unterstützt mono-, polyphone und zirkulär-polyphone Spielmodi sowie Unison, Mono- und Poly-Glide. Im Unison-Modus können bis zu 18 Oszillatoren gleichzeitig eingesetzt werden.

Die Modulationssektion umfasst einen LFO mit einem Frequenzbereich von 0,1 bis 10 Hz und den Wellenformen Dreieck, aufsteigender und absteigender Sägezahn, Rechteck sowie Sample & Hold. Oszillator-FM, Pulsbreitenmodulation, Filtermodulation und Oszillator 3 als Modulationsquelle gehören ebenfalls zum Funktionsumfang.

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Zusätzlich stehen sechs frei belegbare Modulations-Slots, Velocity-Steuerung, Aftertouch, Expression und MPE-Unterstützung zur Verfügung. MIDI-Learn, ein erweiterter Arpeggiator sowie ein programmierbarer Sequencer erweitern die Steuerungsmöglichkeiten gegenüber der historischen Vorlage.

Die integrierte Effektsektion umfasst EQ, einen dreibandigen Resonator, Chorus, Delay, Phaser und Reverb. Die Effekte lassen sich flexibel innerhalb der Signalverarbeitung einsetzen.

Für die Klangverwaltung bietet MemoryTone ein Preset-System mit Filtermöglichkeiten nach Bank, Type, Author, Feeling, Style und Project. Neben neu entwickelten Klängen enthält die Preset-Bibliothek auch Nachbildungen von Sounds, die mit Synthesizer-Pionieren wie Wendy Carlos, Herbert Deutsch und Jan Hammer in Verbindung stehen. Das Klangspektrum reicht von Brass-, String- und Bass-Sounds über Pads und metallische Texturen bis zu moderneren elektronischen Klangfarben.

Preis und Verfügbarkeit
MemoryTone ist ab sofort für macOS ab Version 10.13 sowie Windows 7, 8, 10 und 11 erhältlich. Unterstützt werden unter macOS AAX Native, AU, VST2.4 und VST3, unter Windows AAX Native, VST2.4 und VST3, jeweils in 64 Bit.

Die Lizenzierung erfolgt über iLok, wobei auch eine computerbasierte Autorisierung möglich ist.

Der reguläre Preis beträgt 199 €. Zur Einführung ist MemoryTone für begrenzte Zeit für 79 € erhältlich. Eine zeitlich begrenzte Vollversion steht außerdem zu Testzwecken zur Verfügung.


View: https://youtu.be/6J5PN5fEzO0

Quelle: XILS-lab | Miller Music and Media PR
 
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