News Dolby - Dolby Atmos in Automobilen

Immersives Audio als wachsendes Premium-Feature für zukünftige Fahrzeuggenerationen.

Dolby Laboratories arbeitet bereits mit vielen Herstellern zusammen und legt damit den Grundstein für die Integration der Technologie in unterschiedlichen Fahrzeugen. So setzt z.B. BMW jüngst Dolby Atmos in der BMW 7er-Serie ein. Die Technologie verwandelt die Fahrzeugkabine in eine immersive Medienumgebung und ermöglicht es, Musik und Unterhaltung mit Klarheit, Tiefe und Räumlichkeit zu erleben.

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Dolby Atmos ermöglicht es Künstlern, dreidimensionale Klangerlebnisse zu erschaffen, die Audio überall um die Hörenden herum platzieren. Am Beispiel der BMW 7-Serie wird Dolby Atmos über das Bowers & Wilkins Diamond Surround Sound System wiedergegeben, das mit 36 Lautsprechern und knappen 2.000 Watt Leistung eine detailreiche, dreidimensionale Hörumgebung schafft. Diamantkalotten-Hochtöner, Kopfstützen-Lautsprecher und 3D-Kanäle im Dach nutzen die Präzision und Möglichkeiten von Dolby Atmos voll aus.

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Die Integration von Dolby Atmos in Fahrzeuge unterstreicht einen allgemeinen Wandel in der Automobilindustrie: Das Auto wird zunehmend als Lifestyle-Plattform und Erlebnisraum für Premium-Entertainment wahrgenommen. Studien zeigen, dass Konsumenten zunehmend Wert auf hochwertige Unterhaltungssysteme legen, oft mehr noch als auf klassische Kaufaspekte. Immersiver Sound entwickelt sich damit zu einem gefragten Premium-Feature und spiegelt die wachsende Nachfrage nach einzigartigen In-Car-Erlebnissen wider.

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Quelle: Dolby Laboratories | rtfm
 

BMW ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Idee vom Automobil schleichend in etwas völlig anderes verwandelt hat, nämlich in ein rollendes Abo-Modell mit glänzender Karosserie. Früher war ein Auto ein technisches Produkt: gekauft, gefahren, fertig. Heute wirkt es bei manchen Herstellern eher wie eine Plattform, bei der Funktionen zwar schon physisch eingebaut sind, aber erst nachträglich gegen Aufpreis freigeschaltet werden. Sitzheizung, Assistenzfunktionen, Software-Features – alles vorhanden, aber hinter einer digitalen Paywall versteckt. Nicht, weil es technisch nötig wäre, sondern weil es wirtschaftlich maximal ausgeschlachtet werden kann. Das eigentliche Produkt verschiebt sich damit: Du kaufst kein vollwertiges Auto mehr, sondern eine Basisversion eines Autos, das du dir Stück für Stück zurückkaufen darfst. In diesem Kontext wirkt etwas wie Dolby Atmos im Auto fast schon symptomatisch, nicht weil Raumklang grundsätzlich Unsinn wäre, sondern weil es exemplarisch zeigt, wie weit man das Konzept „Premium-Erlebnis“ aufblasen kann, bis es sich selbst überholt. Aus einem Fahrzeug wird ein fahrendes Erlebnis-Showcase, in dem jede denkbare technische Spielerei noch als Verkaufsargument verwertet wird, unabhängig davon, ob sie im Alltag überhaupt relevant ist. Der Punkt ist weniger, dass solche Features existieren, sondern die Logik dahinter: Alles ist schon da, aber nichts gehört dir vollständig, und je weiter das geht, desto mehr verschiebt sich das Auto vom Gebrauchsgegenstand zum laufenden Monetarisierungsmodell. Das Ergebnis ist ein seltsamer Bruch: Ein Produkt, das ursprünglich Freiheit, Mobilität und Besitz bedeutete, wird zunehmend zu einem kontrollierten Funktionspaket mit Nachkaufoptionen. Und ja, in dieser Entwicklung wirkt etwas wie Atmos im Auto nicht wie Innovation, sondern eher wie die Spitze eines Eisbergs, unter dem sich eine viel größere Frage verbirgt: Wie viel vom eigenen Auto gehört einem eigentlich noch wirklich?
 
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Ich stimme zu, und zusätzlich wäre doch zu fragen was das Ganze eigentlich soll.
Ähnlich wie beim Steuern von Passagierflugzeugen ist das Führen von Automobilen ein verantwortungsvoller Job mit ggf. tödlichen Folgen bei Fehlentscheidungen und Augenblicksversagen durch Ablenkung, etc.
Im Unterschied zum Flugverkehr aber passieren beim Autofahren nicht sehr gelegentliche tödliche Unfälle als seltene berichtenswerte Ausnahme, sondern täglich vielfach mit zusätzlich noch wesentlich mehr täglich Schwer- und Schwerstverletzten.
Die Toten durch Automobilverkehr seit der Massenautomobilisierung überschreiten die Kriegstoten um ein Vielfaches.
In diesen potentiell und sehr real todbringenden Karossen auch noch oversized Soundanlagen zu installieren, die durch 'Immersion' das Hineintauchen in virtuelle Räume intendieren, statt, wie es angemessen und notwendig wäre die Konzentration auf die reale visuelle und akustische Umgebung zu fokussieren ist ethisch vollkommen unverantwortlich.
Sowas dürfte m.E. keinesfalls eine Zulassung nach StVZO erhalten.
 

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