Instrumente separieren, Sound verbessern

  • Ersteller Ersteller zer0production
  • Erstellt am Erstellt am
Z

zer0production

Registriert
30.01.17
Beiträge
11
Reaktionen
0
Punkte
13
Grüß Gott ;)

Ich bin neu hier im Forum, mache seit etwas mehr als zehn Jahren nebenbei Musik und brauche nun endlich mal wissende Geister. Grob geht es um HipHop Beats, aber auch um jede andere Musikrichtung - ich habe noch nie etwas davon gehalten nur in eine Richtung musikalisch aktiv zu sein, das mag zwar die "skills" verbessern, stumpft aber ab (!)

Mein größtes Problem ist die ständig schwankende Ton-qualität meiner beats. Mal erschlagen mich die Mitten, mal die Bässe, aber eines bleibt kontinuierlich schlecht: Die Fülle.
Der Sound geht in die Form eines großen pulsierenden klumpens. Was mir fehlt ist das Wissen darum, die Instrumente in ihrer räumlichkeit so zu verändern, dass am ende das seperat ist was seperat sein soll und das als klumpen auftritt, was eben als klumpen auftreten soll.

Dazu kommt dass ich keine chance habe mehrere Beats "großflächig" zu mastern, dabei geht mir mindestens die hälfte ******.

Was auch interessant wäre - wie kann ich einen [g=118]bass[/g] z.b. nur auf dem boden "fließen" lassen, die drums nur in der mitte und z.b. die vocals von oben herab wirken lassen? Gibt es vielleicht ein [g=8]Plugin[/g] das mir einen würfel und einen positionsanzeiger anzeigt und ich so ganz easy auswählen kann von wo nach wo der Sound wirken soll?

Danke bereits jetzt fürs durchlesen,
so...
Please homerecording.de , pimp my beats!


;-)
 

:welcome:

Willkommen in der wunderschön-schrecklichen Welt des Mixings. Du hast gleich ein Thema erwischt, bei dem wohl die meisten (mich eingeschlossen) hier die größten Probleme haben.

Meist wird hier zum massivem Einsatz mit einem EQ geraten, um damit die Frequenzen der einzelnen Instrumente halbwegs zu trennen.
Kann auch gut funktionieren, hat für mich aber immer einen entscheidenen Nachteil: Man beschneidet den Sound irgendwann so arg, dass von seinem Grundcharakter nicht mehr viel übrig bleibt. Es gehört also einiges an Übung dazu.

Ein Weg, der zumindest mir immer ordentlich weiter hilft und den ich nach wie vor für den besten halte:

Bereits bei der Soundauswahl die passenden Sounds aussuchen. Es bringt nichts, wenn meine Bassdrum und mein [g=118]Bass[/g] gleichzeitig unglaublich tief und wuchtig klingen. So würden sie sich nur bekriegen und sich gegenseitig stören.
Sinniger wäre hier z.B. eine kurze, richtig knackige Bassdrum zu nehmen und einen schönen, breiten, tiefen [g=118]Bass[/g]. So bekommt z.B. die "eins" eine ordentliche Betonung durch die Kick und gleichzeitig ein kräftiges Fundament durch den [g=118]Bass[/g].

Danach kann man noch im Arrangement arbeiten. Wenn alle Instrumente gleich auf die "eins" donnern, kann das nur noch Matsche ergeben.

Beispiel: Ich habe einen Streicherteppich, einen [g=118]Bass[/g], mein Drumset, noch ein paar Bläser, den Sänger und ne E-[g=422]Gitarre[/g]. Wenn die nun meinen, alle auf der eins loszudonnern, ist das zwar unglaublich voll, aber leider auch so zugemüllt, das man nix mehr erkennt.
Also lieber die timingkritischen Instrumente dort spielen lassen (Kick, [g=118]Bass[/g], ...) und den Rest nachkommen lassen. Der Streicherteppich kann zum Beispiel kurz nach der eins "reinfaden" und unterstützt das ganze noch. Solche Tricks helfen, das Arrangement sauber zu halten und die Sounds ganz von alleine zu trennen. Weniger ist halt öfters mehr.

Dann gibts noch Sachen wie z.B. [g=108]Hall[/g] (hab ich heute mal wieder im Arbeitswahn selber bei einem Song versemmelt). Wenn alle meine Instrumente in [g=108]Hall[/g] versinken, gibt das irgendwann einen fürchterlichen Brei. Also lieber ein wenig damit spielen und nicht so viel davon benutzen. Ergebnis ist meist ein transparenterer Klang.


Vielleicht hilft dir das schonmal ein wenig weiter. Alles andere ist üben, üben, üben.

Viel Spaß weiterhin,

Noisefloor


P.S. Schaff dir hier ein dickes Fell an. Manches mal klingt der Ton hier ein wenig rau, aber meistens ist es nur halb so böse gemeint, wie es im ersten Moment klingt (bzw. wie es sich liest).


edit: Etwas, das ich noch ganz vergessen habe: Sauberes Panning der Instrumente. Es macht ne Menge aus, wenn nicht alles aus der Mitte kommt, sondern jedes Instrument im Panning seinen Platz hat. So schaffst du auch schonmal eine Menge Ordnung.
 
@noisefloor: Hätt ich nicht besser formulieren können! :bigup:
 
Willkommen im Forum,

ich kann dir für all deine Fragen erstmal eines empfehlen: Internal Mixing von Friedemann Tischmeyer. Hier eine Leseprobe: http://www.tischmeyer-mastering.de/pwde/LeseprobeIM.pdf . Ist nicht ganz billig das Buch, aber nachdem ich es jetzt schon 6 Mal gelesen habe, kann ich rechtens sagen: Es ist jeden Cent wert ;).

Grüße, Bock
 
ich kann dir für all deine Fragen erstmal eines empfehlen: Internal Mixing von Friedemann Tischmeyer.
und damit dürftest du in das Hornissen-Nest "HR.de-Thema Tischmeyer" gestochen haben ;)
P.S. Schaff dir hier ein dickes Fell an. Manches mal klingt der Ton hier ein wenig rau, aber meistens ist es nur halb so böse gemeint, wie es im ersten Moment klingt (bzw. wie es sich liest).
am besten ab JETZT anziehen, das Fell... (bzgl. o.g.)


aber... :focus:
Es ist sicherlich nicht falsch sich passende Lektüre zum Thema Mischen zu besorgen um sich ein paar wichtige Grundkenntnisse draufzuziehen. Was ich sehr schön erklärt finde ist das Online-[g=230]Mixdown[/g]-Seminar im Cubeclub auf www.cubeaudio.de - da erklärt der Götz eine schöne Reihenfolge wie er an seine Mischungen rangeht und ich finde die Methode sehr sinnvoll, habe mir das auch so angewöhnt. Er mischt dort zwar ne Punk-Rock/College-Rock - Nummer aber das tut ja nichts zur Sache - wichtig ist dort die Technik. Hör mal rein - ein Jahr Mitglied im Cubeclub kostet glaube ich nur nen Zehner...

Bis dannemanski

Swazzey
 
Gut, ich gebe ja zu, dass das halbe buch werbung für die UDA ist... aber davon abgesehen, ist es sehr informativ:D...
 
Guten Morgen und ein riesen Dankeschön :)

Es führt also kein weg an gründlicher Arbeit vorbei, schade.
Ich hatte gehofft, dass es ein Insider-wundermittel oder ähnliches gibt über das man öffentlich nur nicht spricht :-P
Aber nochmal ein riesen Dankeschön


Das führt mich aber direkt zur nächsten Frage:

Welche Plugins von welcher Firma? Ich habe mir von Nomad ein riesen Bundle gekauft, aber benutzt habe ich es ehrlich gesagt noch nie...sollte ich? :)
 
gibt es, wir sagen es halt nur nicht :D











Ne Quatsch, da gibts wirklich kein [g=8]Plugin[/g] oder so, das einem die Arbeit abnimmt. Aber es macht durchaus spaß, sich da durch zu beissen und irgendwann seine ersten Erfolge zu erziehlen.
 
:D hatte schon dem Frauenhofer institut ne email geschrieben, weil die soweit ich weiß ein Programm haben mit dem man eben genau diese räumlichkeit simulieren kann :)
 
  • #10
BOCKHASI schrieb:
Gut, ich gebe ja zu, dass das halbe buch werbung für die UDA ist... aber davon abgesehen, ist es sehr informativ:D...

Und, zum Teil falsch!

Der [g=230]Mixdown[/g] wird abgeschlossen, indem der Mix-Engineer ein Stereo-Master zieht.
Frueher diente dafuer gewoehnlich ein guter DAT Recorder, dem ein Apogee [g=60]Wandler[/g] mit eingebautem Limiter vorgeschaltet war.

Je mehr ich aus diesem Buch, auszugsweise, kennenlerne um so mehr muss ich mit dem Kopf schuetteln.

An meine Fussnaegel gar nicht zu denken...
 
  • #11
Hey, warum schreibst du eigentlich nicht selbst mal ein Buch ??

Gruss
 
  • #12
Frohen zweiten Advent / Nikolaus übrigens :D
 
  • #13
666Phil schrieb:
Hey, warum schreibst du eigentlich nicht selbst mal ein Buch ??

Warum sollte ich?

Es gibt genuegend Buecher die von Leuten geschrieben wurden die sich a. in der Materie auskennen und b. einen guten Schreibstil haben.

Eines davon reicht nicht aus.
 
  • #14
was wäre denn deine persönliche Empfehlung, Tischmeyer isses ja scheinbar nicht ;)

gruss
 
  • #15
Kommt immer darauf an welches Teilgebiet dich interessiert.

Ein all umfassendes Buch gibt es nicht.
 
  • #16
Mixing und/oder Mastering halt.
Teilgebiete ?? Keine Ahnung ;)

gruss
 
  • #17
Spiel die Instrumente doch einfach separat ein:D
 
  • #18
666Phil schrieb:
Mixing und/oder Mastering halt.
Teilgebiete ?? Keine Ahnung ;)

Instrumentenkunde, Komposition, Arrangement, Recording, Editing, Mixing, Effekte, Psychoakustik, Mastering...
 
  • #19
Wie gesagt, Mixing/Mastering ....

gruss
 
  • #20
666Phil schrieb:
Wie gesagt, Mixing/Mastering ....

Wie gesagt, es gibt kein Buch das beide Bereiche komplett abdeckt.

Erschwerend kommt noch dazu das sowohl Mixing als auch Mastering (und das sogar noch mehr) aus Buechern nur sehr schwer zu erlernen ist und jeder Schreiber da hauptsaechlich seine Philosophie mit reinbringt die aber nicht jedem liegen mag.

Was also uebrig bleibt sind Grundlagen die Philosophie uebergreifend funktionieren.

Die sollten allerdings stimmen. ;)
 

Ähnliche Themen

MartyK
Antworten
7
Aufrufe
183
Glutamatjunkie
Glutamatjunkie
R
Antworten
6
Aufrufe
2K
FrankWagner
F
dobatman
Antworten
15
Aufrufe
4K
latinumbavariae
L
Z
Antworten
10
Aufrufe
1K
floxe
floxe
×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben