Wenn nachher die Nebel wallen

  • Ersteller Ersteller Teestunde
  • Erstellt am Erstellt am
Teestunde

Teestunde

Registriert
23.09.14
Beiträge
8.468
Reaktionen
6.431
Punkte
30.138
Refrain such ich noch.

Wenn nachher die Nebel wallen

O, wie tut das Wetter gut:
Endlich wieder kühle Nächte!
Tausend Dank ihr hohen Mächte!
Grausam war die Sommerglut.

Wenn das Barometer fällt,
ist man völlig einverstanden
mit dem Wandel allerlanden,
nun, da Herbst den Einzug hält.

Früher nahm man diese Zeit
als Begriff für eignes Welken:
Rieselt's schon in den Gebälken?
Ach, tat man sich selber leid!

Wäscheplatz wird nochmal grün,
jetzt, wo erste Blätter fallen.
Wenn nachher die Nebel wallen,
wird wohl auch die Liebe kühn.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: mWermut

"Lebt" der Text denn noch?
Falls es damit weitergehen soll, müsste man meiner Meinung nach rauslesen, welche Ideen im Text drinstecken, festlegen, welche davon tatsächlich gewollt sind und weiterverfolgt werden sollen und dann unterteilen sowie eine Reihenfolge und Gewichtung reinbringen.
 
  • Danke
Reaktionen: Teestunde und mWermut
Reihenfolge und Gewichtung reinbringen
Hab ich das nicht?
- Sommerglut war unerträglich
- Herbsteinzug bringt Erleichterung
- altes Selbstmitleid wird weggeworfen
- Natur atmet auf
- zum ersten Mal wird der Herbst mit erhofftem Liebesverlangen gleichgesetzt
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: Andaraginga
"Lebt" der Text denn noch?
Falls es damit weitergehen soll, müsste man meiner Meinung nach rauslesen, welche Ideen im Text drinstecken, festlegen, welche davon tatsächlich gewollt sind und weiterverfolgt werden sollen und dann unterteilen sowie eine Reihenfolge und Gewichtung reinbringen.
..ich glaub, hier reichen kleine Änderungen, um den Text in eine andere Richtung zu biegen oder einen Refrain vorzubereiten..

..für mich hat der Text einen Rhythmus wie diese englischen Lautenstücke von z.B. John Dowland..das klingt klassisch und vielleicht etwas streng aber schön..

..das 'man' lässt sich einfach in ein 'wir' ändern

..die zweite Strophe wird zu..
Wenn das Barometer fällt,​
ist man sind wir völlig einverstanden​
mit dem Wandel allerlanden,​
nun, da Herbst den Einzug hält.​

..die dritte zu..
Früher nahm man diese nahmen wir die Zeit​
als Begriff für eignes Welken:​
Rieselt's schon in den Gebälken?​
Ach, tat man sich selber leid! // 'man' so lassen

..den Refrain kann nun mit "Du und ich..." beginnen..

..noch ne Idee..mit zwei kleinen Eingriffen wechseln wir in die Sicht eines Allergikers..
O, wie tut das Wetter gut:​
Endlich wieder kühle feuchte Nächte!​
Tausend Dank ihr hohen Mächte!​
Grausam war die Sommerglut Pollenflut.​
 
  • Danke
Reaktionen: SoulFrontier, Teestunde und Andaraginga
  • Danke
Reaktionen: mWermut
Früher nahm man diese nahmen wir die Zeitals Begriff für eignes Welken:Rieselt's schon in den Gebälken?Ach, tat man sich selber leid! // 'man' so lassen
..den Refrain kann nun mit "Du und ich..." beginnen..
Das mach ich so, es gefällt mir. :)
 
  • Danke
Reaktionen: mWermut
Bin erstmal unterwegs ins Theater. Die neue Spielzeit beginnt.
 
  • Danke
Reaktionen: mWermut
  • #10
Hab es mal mit WIR versucht, noch ohne Refrain.

Wenn nachher die Nebel wallen

O, wie tut das Wetter gut:
Endlich wieder kühle Nächte!
Tausend Dank ihr hohen Mächte!
Grausam war die Sommerglut.

Wenn das Barometer fällt,
sind wir völlig einverstanden
mit dem Wandel allerlanden,
nun, da Herbst den Einzug hält.

Früher nahmen wir die Zeit
als Begriff für eignes Welken:
Rieselt's schon in den Gebälken?
Ach, tat man sich selber leid!

Wäscheplatz wird nochmal grün,
jetzt, wo erste Blätter fallen.
Wenn nachher die Nebel wallen,
wird wohl auch die Liebe kühn.
 
  • #11
Hab ich das nicht?
- Sommerglut war unerträglich
- Herbsteinzug bringt Erleichterung
- altes Selbstmitleid wird weggeworfen
- Natur atmet auf
- zum ersten Mal wird der Herbst mit erhofftem Liebesverlangen gleichgesetzt
Okay, das hätte ich so nicht verstanden.

Ich lese Teil 1 und 2 des Originaltexts als ziemlich fühlbar geschriebene positive Darstellung der Befreiung und Erleichterung, die der Herbst bringt. Das ist für mich ein passender und nachvollziehbarer Einstieg.

Teil 3 verwirrt mich dann, weil jetzt bereits was anderes kommt: Sprung in die Vergangenheit, neues und negatives Thema (Herbst als Symbol für Vergänglichkeit).

Teil 4 kann ich nicht zuordnen, weil ich nicht verstehe, was mit "Wäscheplatz" ausgedrückt werden soll.


Der Versuch, eine besser nachvollziehbare Gewichtung und Reihenfolge in den Text reinzubringen, sähe für mich so aus:

Falls die Idee die ist, dass die bestehenden Teile die Strophen sind und dazu noch ein zusätzlicher Refrain geschrieben wird, dann fände ich es besser, wenn diese Strophen einheitlicher wären und nicht bereits so große Sprünge machten. Zusätzlich müsste natürlich noch ein Refrain gefunden werden.

Falls diese vier Teile für sich alleine stehen und eine Steigerung rüberbringen sollen (so verstehe ich es jetzt), dann würde ich versuchen, diese Steigerung klarer zu machen.

Bei Teil 3 müsste rüberkommen, dass das nicht ein Themenwechsel ist, sondern quasi die vorweggenommene Entkräftigung eines möglichen Gegen(-Herbst)-Arguments. Klarer wäre es beispielsweise dann, wenn Teil 4 direkt mit "jetzt" begänne.
Dann hätte man die zwei Punkte "früher" und "jetzt" eindeutiger gegenübergestellt und besser gezeigt, dass der erste Punkt vom zweiten quasi übertrumpft wird. Der Punkt danach müsste dann entsprechend ein sehr starker sein.

Ob die Verbindung von Nebelwallen und Liebesverlangen dafür passt, weiß ich nicht. Es ist zumindest speziell, dass du ein Phänomen, das man allgemein als "Frühlingsgefühle" bezeichnet, in den Herbst verfrachtest und mit Nebel und fallenden Blättern in Verbindung bringst.

Ich glaube, dass die wallenden Nebel ein sehr starkes und sehr gut passendes Bild für den Herbst sind und gut passen zu anderen (durchaus positiven) Assoziationen des Herbsts wie Abkühlung, kürzere Tage, Herunterfahren, ruhigere, vielleicht melancholische Stimmung.
Auch als Titel ist das stark, weil sehr bildlich.


Dass am Ende Liebe steht, wirkt ein bisschen wie der Standardschluss, der zum Positiven gut passt, zur Herbstthematik aber nicht so gut.
 
  • Interessant
Reaktionen: Teestunde
  • #12
weil ich nicht verstehe, was mit "Wäscheplatz" ausgedrückt werden soll.
Das ist einfach der Wäscheplatz vor meinem Fenster. Den ganzen Sommer war das Gras graubraun, jetzt wird es nochmal grün. Gut, ich könnte schreiben "Rasen wird noch einmal grün ..."
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Es ist zumindest speziell, dass du ein Phänomen, das man allgemein als "Frühlingsgefühle" bezeichnet, in den Herbst verfrachtest und mit Nebel und fallenden Blättern in Verbindung bringst.
Ja, weil man jetzt erst wieder Lust kriegt. Der Sommer hat uns ja regelrecht gebraten.
Dass am Ende Liebe steht, wirkt ein bisschen wie der Standardschluss, der zum Positiven gut passt, zur Herbstthematik aber nicht so gut.
Doch, das passt. Siehe oben. Aber ich könnte es noch kräftiger ausmalen.
 
  • #14
Ich mach mich nochmal ans Werk, aber der Tenor bleibt so. :)
 
  • #15
Refrain such ich noch.

Wenn nachher die Nebel wallen

O, wie tut das Wetter gut:
Endlich wieder kühle Nächte!
Tausend Dank ihr hohen Mächte!
Grausam war die Sommerglut.

Wenn das Barometer fällt,
ist man völlig einverstanden
mit dem Wandel allerlanden,
nun, da Herbst den Einzug hält.

Früher nahm man diese Zeit
als Begriff für eignes Welken:
Rieselt's schon in den Gebälken?
Ach, tat man sich selber leid!

Wäscheplatz wird nochmal grün,
jetzt, wo erste Blätter fallen.
Wenn nachher die Nebel wallen,
wird wohl auch die Liebe kühn.
Ich finde das gelungen. 🙂

Auch wenn ich die Erleichterung über Abkühlung und Ende der Superhitze teile und verstehe, der Herbst ist Abschied von Badestrand, Bikini, leichter Bekleidung generell. Es wird kälter, wir pummeln uns ein
Sexy geht anders.
 
  • Danke
Reaktionen: Teestunde
  • #16
Der Herbst als Metapher für Aufbruch und Neues ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das ist vielleicht einfach die Aufgabe der Kunst - Dinge auch mal ganz konträr zu sehen.

Was mir nicht so gut gefällt ist das Wort "nachher" im Titel. Das klingt nach einem kleinen Einschnitt, nach "heute Nachmittag mal kurz treffen" (und morgen dann wieder tschüssikowski). Passt mMn nicht wirklich zu dem, was Nebel im Herbst ist: ein Zuchtmeister zur Bescheidenheit.
 
  • Interessant
Reaktionen: Teestunde
  • #19
Was mir nicht so gut gefällt ist das Wort "nachher" im Titel. Das klingt nach einem kleinen Einschnitt, nach "heute Nachmittag mal kurz treffen" (und morgen dann wieder tschüssikowski)
Jetzt, wo du es sagst, fällt es mir auch auf. Danke. :)
 
  • Danke
Reaktionen: Turquoise
×
Dir gefällt Recording.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Oft gelesene Themen

Zurück
Oben