RME raus - Behringer rein?

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Hallo liebes Forum!

Ich bin zur Zeit heftig hin- und hergerissen, was den zukünftigen Aufbau meines Studios angeht, und bräuchte mal eure geschätzten Meinungen über folgenden Sachverhalt.


Aktuelles Setup:

- Regieraum mit RME Fireface 802 im Rack am Tisch
- das Fireface ist mein ASIO-Gerät und Totalmix steuert Routing/Monitoring (DAW ist Cubase)
- an den Line-Ins des Fireface hängt verschiedene Hardware und die 4 Mic-Pres sind auch belegt
- ich bin mit Bedienung und Sound super happy


Zukünftige Erweiterung:

- im Aufnahmeraum steht ein Wing Rack
- aus dem Wing Rack möchte ich 32 Spuren in den Regieraum führen und aufnehmen
- gleichzeitig möchte ich vom Regieraum aus flexibel das Monitoring für den Aufnahmeraum machen
- aktuell habe ich das umständlich über eine S32 Stagebox gelöst die 16 Signale vom Wing bekommt und über ADAT in mein Fireface leitet. Die Stagebox hat aber einen Lüfter der stört und allgemein bin ich hiermit auf 16 Kanäle begrenzt.


Lösung Nummer 1:
- Dante Karte für das Wing Rack kaufen
- Fireface 802 durch ein Digiface Dante ersetzen
- mit einem Netzwerkkabel direkt die Verbindung zum Digiface und somit zu Cubase

Ergebnis: Einfach, zuverlässig aber teuer. Außerdem fehlen mir dann die analogen Inputs im Regieraum und ich bräuchte dafür ein zusätzliches Gerät das ich ans Digiface hängen kann...also noch teurer.


Lösung Nummer 2:
- Fireface komplett rausschmeißen
- Wing Rack Nr. 2 (besitze ich schon) als Interface in den Regieraum und über AES50 zwischen den beiden Geräten munter hin- und her routen


...die Logik sagt mir natürlich, Lösung 2 ist die beste, da ich die Geräte schon besitze und die Zusammenarbeit zweier Wing Racks unproblematisch läuft.
Aber mein Bauchgefühl hat irgendwie was dagegen, auf das wirklich super laufende RME-Interface zu verzichten und alles über das Behringer* Pult laufen zu lassen.
Wie seht ihr das? Ist die ASIO- und Treiberstabilität eines Wing Racks konkurrenzfähig mit der RME-Technik?
Wie groß ist der Unterschied zwischen den Preamps des Fireface und der des Wing Rack?
Ich bin sehr an TotalMix gewöhnt und befürchte, über die Wing-Software umständlicher agieren zu müssen (ich bin an dem Pult noch nicht eingearbeitet und kann es daher noch nicht abschätzen)
Gibts noch andere Möglichkeiten die euch einfallen, das Vorhaben umzusetzen?

Danke für eure Einschätzungen! <3
 

Du kannst bei RME bis zu drei gleiche Geräte kaskadieren.
 
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wenn du weißt, dass auch der BEhringerkram läuft und bei dir funtioniert, so wie du es brauchst, spricht doch nix dagegen.
Und verkauf den alten Kram sofort. In drei Jahren willst du sowieso wieder etwas Neues.
 
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Die Latenz wird bei Lösung 1 niedriger sein.
 
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RME bietet Treiber für "Altgeräte" an, da träumt der Arzt von. Bei mir kommt nichts anderes als RME ins Haus. Ein vor 5 Jahren gekauftes Presonus 26c ist mittlerweile nur noch "geduldet".
 
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Wofür genau willst du das Digiface?
 
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Ergebnis: Einfach, zuverlässig aber teuer. Außerdem fehlen mir dann die analogen Inputs im Regieraum und ich bräuchte dafür ein zusätzliches Gerät das ich ans Digiface hängen kann...also noch teurer.
Also zumindest das Digiface könnte man doch durch eine Virtual Soundcard ersetzen oder? Und dann nen günstigen 1gb-Switch nehmen und da ein Entsprechendes Gerät dranhängen? Wie viele Ein- und Ausgänge müsste das denn haben?
[URL="https://www.thomann.de/de/yamaha_tio_1608_d2.htm"]Yamaha Tio 1608-D2​
*
​
*​
[/URL]
Sowas vielleicht?
 
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  • #10
Basislösung 1: Digiface Dante als Hauptinterface

https://www.thomann.de/de/rme_digiface_dante.htm* €1228

Code:
                             +---Wing#1---32Spuren---Aufnahmeraum
PC---USB3--Digiface Dante---LAN
                             +---Wing#2  (als Format Converter Dante/AES)
                                   | AES
                                 802 FS----Monitoring

So könnte man noch die vermutlich besseren AKM‑Wandler des 802 FS,
die früher in den ADI-2 Pro FS steckten, fürs Monitoring verwenden
und man hätte RoomEQ und Crossfeed fürs Monitoring.
Wobei man dann das Monitoring Signal über AES bekäme und es an
jegweden Port des 802 FS senden könnte: active monitors, phones, analog/digital I/O.

Leider kenne ich keinen Dante<-> 2x ADAT Format Konverter um weitere I/O Ports des 802 FS nutzen zu können.

Alternative Lösung 2: 802 FS raus, UFX III rein, das Digiface Dante unterstützt 64x Dante und 64x MADI (BNC)

https://www.thomann.de/de/rme_digiface_dante.htm* €1228
https://www.thomann.de/de/rme_fireface_ufx_iii.htm* € 2326

Code:
                              +---Wing#1---32Spuren---Aufnahmeraum
PC---USB3---Digiface Dante---LAN
                  |
                  | MADI (BNC)
                  |
                 UFX III----Monitoring etc

Alternative Lösung 3: UFX III als mächtiges Hauptinterface und dann Digiface Dante als Dante/MADI formatkonverter

https://www.thomann.de/de/rme_fireface_ufx_iii.htm* € 2326
https://www.thomann.de/de/rme_digiface_dante.htm* €1228

Code:
      Digiface Dante---LAN---Wing#1---32 Spuren---Aufnahmeraum
           | MADI (BNC)
PC--USB3---UFX III----Monitoring mit allem "drum und dran"

UFX III:
Analoger Teil: Super AKM converter bekannt vom ADI-2 Pro FS
RoomEQ, Crossfeed, AutoSet, DUREC, ...

Digiface Dante als Dante/MADI converter.

Option/Zukunft: Einbau MADI Modul in Wing#1 wenn es das dann mal von Behringer* gäbe.
Falls es dann ein optisches MADI Modul gäbe, dieses dann nehmen, dann hat man zusätzlich eine galvanische Trennung.

Das wären so die Möglichkeiten, die mir einfielen, unter der Maßgabe:
- Beibehaltung eines RME Recording-Interfaces mit stabilen und latenzarmen Treibern
- TotalMix FX
- plus RME features wie RoomEQ, Crossfeed (802 FS, UFX III).

802 FS würde man vermutlich im letzten Fall zur Gegenfinanzierung abverkaufen.
Auf dem Gebrauchtmarkt kann man je nach Alter, Zustand und Garantie zwischen 70-80% des Straßenpreises zurückerwarten.

Die Recording Interfaces, die oben quasi "stand-alone" bzw als Formatkonverter angeschlossen sind,
würde ich per USB anbinden, dann ließen sie sich immer remote managen.
Falls es für den Rechner zu viele I/O‑Ströme werden, es werden idR immer alle Kanäle zwischen PC und Recording Interface übertragen, egal ob genutzt oder nicht, dann Stand-Alone.

Ich habe hier noch einen recht alten, aber performanten Windows-PC. Da hängen problemlos HDSPe MADI FX und UFX III dran.
Wobei der Treiber für die HDSPe MADI FX die Ressourcen optimiert.
Die Ports werden in 8er-Gruppen aufgeteilt und es werden nur Treiber-Resources allokiert, wenn mindestens ein Port aus solch einer 8er-Gruppe in Verwendung ist.
 
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  • #12
RME bietet Treiber für "Altgeräte" an, da träumt der Arzt von. Bei mir kommt nichts anderes als RME ins Haus. Ein vor 5 Jahren gekauftes Presonus 26c ist mittlerweile nur noch "geduldet".
Ja, genau das ist der Punkt der mich überhaupt in die Überlegung bringt. :)

Die RME-Stabilität, der Workflow über TotalMix und die Tatsache, dass ich mit dem Fireface seit Tag 1 vor mittlerweile 8 Jahren (oder so) noch nicht ein einziges Mal auch nur irgendein Problem hatte, sind die Argumente, die es mir schwer fallen lassen, diese Technologie-Umgebung zu verlassen und ausschließlich auf das Wing Rack zu setzen.

Die Latenz wird bei Lösung 1 niedriger sein.

Die resultierende Latenz im Sequencer ist mir tatsächlich egal. Mir ist eher umgekehrt die maximal mögliche Asio-Last am wichtig (klar, das bedingt sich gegenseitig) da ich die Buffer immer auf maximaler Größe fahre und alles was latenzkritisch ist über Totalmix bzw. hardwareseitig monitore. Aber dein Argument zählt ja trotzdem👍
Wofür genau willst du das Digiface?

Das Digiface kam in meine Überlegung, da es genau die oben angesprochenen Punkte ins Spiel bringen würde.

- Stabilität und Leistung der RME-Welt
- Routing/Monitoring über TotalMix
- Gewohnheitstier mit Schiss vor Veränderung :D
Also zumindest das Digiface könnte man doch durch eine Virtual Soundcard ersetzen oder? Und dann nen günstigen 1gb-Switch nehmen und da ein Entsprechendes Gerät dranhängen? Wie viele Ein- und Ausgänge müsste das denn haben?

Vielleicht habe ich das Konzept "Dante" noch nicht richtig verstanden, aber hierbei stellt sich mir folgende Frage:

Dante-Signale vom Wing in den Rechner über CAT-Kabel und Virtual Soudcard: kein Problem, checke ich und wäre ja super easy und günstig

Aber wie funktioniert dann der Rückweg? Wo schließe ich meine Monitore/Kopfhörer an? Wie schleife ich Hardware ein? Wo kann ich meine Kemper digital anschließen ect...dafür wäre dann das Digiface + irgendeine Extension mit den jeweiligen Anschlussmöglichkeit gedacht.
Oder übersehe ich etwas? (Wäre ja geil, weil wahrscheinlich deutlich günstiger :D )

Und wenn die Antwort darauf lautet: Per Dante vom Rechner zurück ins Wing Rack...wäre das ein Vorteil gegenüber der Anbindung der Wing via USB, ohne Virtual Soundcard?


Danke für eure Tips! :)
 
  • #13
Dante ist ein Verfahren zur Audioübertragung über IP-Netzwerke (Audio over IP). Damit lassen sich Preamps, Wandler und andere Dante-fähige Hardware einbinden.

In einem Netzwerk mit Mischtraffic (also teils Bulktraffic) empfiehlt es sich, QoS zu konfigurieren, damit der latenzkritische Traffic Vorrang vor allem anderen hat. Das macht Dante etwas aufwendiger/schwieriger zu konfigurieren.

Bei Dante ist ein Managed Switch empfehlenswert, auf dem QoS konfiguriert werden kann. Bei AVB würdest Du einen speziellen Switch mit AVB-Support benötigen, wärest aber unabhängiger von Audinate, deren Dante-Chips bzw. -Module zusätzliche Kosten verursachen.

Bei beiden Netzwerklösungen (Dante, AVB) existiert sehr wohl eine Leader/Follower-Struktur für die Clock-Synchronisation: Dante wählt per PTP automatisch eine Leader-Clock, alle übrigen Geräte laufen als Follower; AVB/Milan nutzt gPTP (IEEE 802.1AS) mit Grandmaster-Wahl. Was Dante nicht macht: die Samplerate netzwerkweit mitziehen. Alle an einer Verbindung beteiligten Geräte müssen dieselbe Samplerate fahren, und bei einem Wechsel muss sie an jedem Gerät einzeln umgestellt werden – die bestehenden Subscriptions bleiben dabei erhalten und greifen wieder, sobald die Rate überall passt.

Bei AVB/Milan gibt es eine zusätzliche Komponente, den AVDECC bzw. ATDECC-Controller (IEEE 1722.1), der je nach Hersteller mitgeliefert oder separat bezogen wird. Bei Dante übernimmt diese Rolle der Dante-Controller, den Audinate kostenlos bereitstellt.

Wenn man netzwerkbasierte Lösungen mit mehr Komplexität vermeiden kann, dann würde ich das tun und eher auf eine MADI-basierte Lösung setzen. Nur passt das bei Dir nicht, weil die Komponenten keine Module für MADI bieten.

Einen Überblick verschafft dieses Video:
YouTube - RME - Unraveling Network Audio - Dante, MADI, AVB

Bei dem RME Digiface Dante gibt es nur einen Analogausgang für Kopfhörer.
Könntest Du auch als Line-Ausgang verwenden, allerdings nur "unbalanced".
 
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  • #14
Also bei dem geplanten Setup sind managed Switche, meiner Meinung nach überhaupt Switche, sowie die Überlegung von qos völlig überflüssig. Hier geht es ja maximal um 3-4 Dante-Devices die man problemlos im Daisy-Chain verbinden kann. Kein Mischtraffic oder andere problematische Dinge.
Einzige Überlegung wäre m.M.n. PoE falls man ein entsprechendes Gerät nutzen möchte.

Man könnte z.B. einen 5-Port PoE-Switch nehmen und daran kleine Avios anschließen um Outputs oder Line-Ins an der Regie zu generieren. Wenn man eine große Kanalzahl braucht wird es bei Dante dann auch schnell teuer. Bspw eine Tio von Yamaha ist da ja fast noch günstig.
 
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  • #15
Also bei dem geplanten Setup sind managed Switche, meiner Meinung nach überhaupt Switche, sowie die Überlegung von qos völlig überflüssig. Hier geht es ja maximal um 3-4 Dante-Devices die man problemlos im Daisy-Chain verbinden kann. Kein Mischtraffic oder andere problematische Dinge.
Einzige Überlegung wäre m.M.n. PoE falls man ein entsprechendes Gerät nutzen möchte.

In einer isolierten Umgebung, in der es keinen anderen Traffic gibt, wird es möglicherweise auch so gehen. QoS bezeichnet Audinate bei reinem Gigabit ohnehin als optional.

Lt. Audinate sollte jedoch Daisy-Chaining von Geräten vermieden werden. Stattdessen sind Dante-Geräte über einen Switch in Sterntopologie zu verbinden, was die Hop-Anzahl minimiert und verhindert, dass der Ausfall eines Geräts die ganze Kette unterbricht. Ausdrücklich heißt es dort auch, der Secondary-Port sei nicht zum Verketten gedacht, sondern ausschließlich für Dante-Redundanz.

Nachzulesen in der FAQ „Networks and Switches", Abschnitte „Can Dante devices be daisy chained?" und „When do I need to use QoS in a Dante network?":

https://support.getdante.com/hc/en-gb/articles/5391517524127-Networks-and-Switches

Man könnte z.B. einen 5-Port PoE-Switch nehmen und daran kleine Avios anschließen um Outputs oder Line-Ins an der Regie zu generieren. Wenn man eine große Kanalzahl braucht wird es bei Dante dann auch schnell teuer. Bspw eine Tio von Yamaha ist da ja fast noch günstig.

Ein günstiger, unmanaged Gigabit-Switch ist möglicherweise keine gute Empfehlung. Entscheidend ist weniger der Preis als der Funktionsumfang. Audinate warnt explizit: Bei unmanaged Switches solche mit IGMP- oder EEE-Funktion (Energy Efficient Ethernet) meiden, weil sich diese dort nicht abschalten lassen.

IGMP-Snooping, das aktiv ist, aber keinen Querier hat, lässt die Membership-Einträge auslaufen und kann so Multicast wegschneiden, den Dante braucht. EEE führt laut Audinate zu schlechter Synchronisation und gelegentlichen Aussetzern; die Empfehlung dort lautet ausdrücklich, es auf allen Ports mit Echtzeit-Dante-Verkehr zu deaktivieren.

Genau das ist der eigentliche Grund für „managed" Switches in kleinen Setups. Nicht unbedingt wegen QoS, sondern EEE- und IGMP-Abschaltbarkeit plus Port-Diagnose.

Quellen: die oben genannte FAQ sowie das PDF „Dante Information for Network Administrators" v7.1, Abschnitte „Multicast Management" und „Energy Efficient Ethernet":
https://www.getdante.com/wp-content/uploads/2026/07/Information-for-Network-Admins-v7.1.pdf

Ich komme von der Netzwerkseite und beziehe mich hier auf die Audinate-Dokumentation; in der Studiopraxis mit Dante steckt sicher jemand anderes tiefer drin.

Mal ein Beispiel aus der Praxis: Bei einem größeren Kunden hat das LAN-Team den Einsatz von Dante im Firmennetz seinerzeit nicht freigegeben, weil es in dem Kontext nicht managebar gewesen wäre; die Grundlagen dafür fehlten. Alles, was gebaut wird, muss im Fehlerfall auch jemand supporten können. Im Studio ist das letzten Endes man selbst. Die Frage sollte man sich stellen, ob man dazu in der Lage ist, Dante zu troubleshooten und zu supporten. Im Vergleich dazu ist MADI „Plug & Play", nur bietet das Wing es (EDIT) noch nicht an (siehe Kommentar von Guitar_TT unten).
 
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  • #16
wird es möglicherweise auch so gehen.
Nein, nicht möglicherweise sondern ganz sicher wird es so gehen.

Lt. Audinate sollte jedoch Daisy-Chaining von Geräten vermieden werden
Das sagt Audinate wo genau? In welchem Zusammenhang? Ich mache das ständig. Edit: grade deinen Link gelesen zu den FAQ‘s vielleicht verwende ich den Begriff nicht ganz korrekt, da er bei Yamaha explizit Daisy Chain genannt wird. S h u r e (Warum wird das denn mit * versehen? Ist das ein Schimpfwort? Hat Sennheiser* hier etwa seine Finger mit im Spiel? :hammer:) ist da etwas korrekter und schreibt „switched Mode“. Man kann bei den Geräten also umschalten zwischen einem Redundanten Setup in dem die beiden Ports in 2 verschiedenen VLans laufen oder sie als 2-Port (eigentlich ja 3-Port) Switch konfiguriert sind. Das funktioniert problemlos und völlig stressfrei.
was die Hop-Anzahl minimiert und verhindert, dass der Ausfall eines Geräts die ganze Kette unterbricht
bei 3 Geräten ist die Anzahl der Hops wohl zu vernachlässigen. Ein Hop machen etwa 0,1ms. Und der TE hat bereits erwähnt, dass die Latenz für ihn eher nicht so wichtig ist.
Außerdem baue ich seit bestimmt 10 Jahren Dante-Netze. Ich hatte noch nie einen Fall das mein Primary-Netzwerk zusammengebrochen wäre.
Bei unmanaged Switches solche mit IGMP- oder EEE-Funktion (Energy Efficient Ethernet) meiden, weil sich diese dort nicht abschalten lassen.
EEE wäre hier nicht wirklich relevant, da keine adhoc echtzeitverbindung aufgebaut werden muss. Eine „aufwachphase“ also vertretbar. Ich verwende oft die sg1005p von tp-link, die laufen zuverlässig.
Und IGMP-Snooping ist ja in dem Setup nun wirklich so absolut gar kein Thema. Hier reicht unicast bei weitem mehr als aus.
Ich komme von der Netzwerkseite und beziehe mich hier auf die Audinate-Dokumentation; in der Studiopraxis mit Dante steckt sicher jemand anderes tiefer drin.
ich komme aus der Livebranche und arbeite jeden Tag mit Dante. Und ich kann sagen, dass Dante eines der stabilsten und anspruchslosesten Verbindungen ist die ich kenne. Grade in kleinen setups mit weniger als 10 Geräten muss man sich um diese Ganzen Sachen eigentlich überhaupt keine Gedanken machen. Vielleicht abgesehen von EEE. Sehe ich im Studio aber als nicht kritisch. Im Zweifel einen ohne EEE kaufen.
 
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  • #17
Im Vergleich dazu ist MADI „Plug & Play", nur bietet das Wing es eben nicht an.
Mittlerweile wurde eine Wing MADI Karte angekündigt, Verfügbarkeit noch unbekannt.

Im genannten Szenario würde ich erstmal mit dem fahren, was da ist und dann schauen. Heißt: eine Wing in die Regie per USB an den Rechner und per AES50 zur anderen in den Aufnahmeraum verbinden. Die nötigen Einstellungen an der Wing sind nach einmaliger Grobeinrichtung (Zuordnung der Eingänge zu Kanälen, Zuordnung der Busse zu Ausgängen) vergleichbar mit Totalmix. Mit Mixing Station lassen sich hier für PC, Tablet und/oder Smartphone auch eigene Layouts für die Verwendung im Studio erzeugen (z.B. eine reine Preamp-Ansicht, um das Gain direkt einstellen zu können).

Wer im Behringer* Pult-Kosmos akut MADI oder ADAT nutzen will, kommt um ein X32 nicht umhin. Das finde ich von der Bedienung aber deutlich unintuitiver als das Wing.

Noch eine Ergänzung: ich würde mir die Anschaffung von P24 überlegen. Im Studiosetup machen die Sinn, da man sich die Erstellung einzelner Kopfhörermixe spart. Live würde ich mittlerweile eher auf die P16 gehen, dank Recall-Möglichkeit. Wichtig bei P24 an der Wing ist, dass Talkback von den P24 nur mit einem P24 Hub geht und ohne P24 Hub jeder P24 per Netzteil versorgt werden muss (sonst können die einfach so nach zig Minuten abstürzen...).
 
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  • #18
Hallo liebe Leute!

Es hat leider ein bisschen gedauert, bis ich Zeit hatte mich wieder richtig mit dem Thema zu beschäftigen.

Hier ein kleines Update zum obigen Vorhaben:

Zunächst habe ich testweise das Fireface aus dem System geworfen und Wing Nr. 1 als Interface als Asio-Gerät getestet.

Die Steuerung des Monitorings und das Routing war erwartungsgemäß angenehm und relativ intuitiv, sodass ich, keine grundsätzlichen Probleme damit hätte, die Wing als Hauptinterface zu nutzen.
Ebenso war das Anbinden von Wing Nr. 2 (quasi als AES-Stagebox für Inputs im Aufnahmeraum und gleichzeitig Monitoring-Mixer der Rückwege) natürlich problemlos und sauber.

Problematisch war aber leider die ASIO-Last.
Ich arbeite oft in ziemlich vielspurigen Projekten mit massig VSTis und vielen Instanzen relativ ressourcenhungriger Plugins.
Mit höchster Buffersize und einem relativ potenten Rechner komme ich da mit dem Fireface als Interface jedoch nur selten an Grenzen (...gehen tut das natürlich ohne Probleme wenn man es drauf anlegt :D )
Mit der Wing als Interface konnte ich jedoch leider in keiner meiner aktuellen Projektdateien flüssig arbeiten.
Der Audio-Stream brach in hochbelasteten parts regelmäßig ab, sodass ich bei einem ASIO-Wechsel auf die Wing leider anscheinend ziemlich eingeschränkt würde.
...Schade. Vom Prinzip her sah das alles schick (und günstig) aus.

Jedoch scheint der Ruf von RME was Stabilität und Effektivität angeht durchaus berechtig zu sein, denn...

Mit dem Digiface Dante das ich mir in der Zwischenzeit gebraucht gekauft und heute getestet habe sah es wieder völlig anders aus.

Gleiches Projekt --> Treiber-Wechsel zu Digiface --> läuft wie geschmiert.

Abhören konnte ich bisher nur über den integrierten Kopfhörer-Amp.
Ich habe mir aber jetzt auch die Dante-Karte für die Wing bestellt und werde wohl tatsächlich so fahren wie ursprünglich veranschlagt:

- Digiface als Interface und Asio-Zentrale
- per Dante angeschlossene Wing Nr. 1 als Breakout-Box in der Regie mit massig analog I/O
- Wing Nr. 2 im Aufnahmeraum sendet/empfängt per AES50 von/an Wing Nr. 1
- Monitoring läuft weiter über TotalMix und die entsprechenden Routings in den beiden Wings sind festgesetzt, sodass ich sie im Normalbetrieb bis auf Input Gain eigentlich gar nicht anrühren muss, da alles zum/vom Digiface durchgeschleift wird.

In Zukunft wird vielleicht auch Wing Nr. 2 eine Dante-Karte bekommen, damit ich das Rack in dem sie sich befindet flexibel für Live-Recordings nutzen kann, indem ich mit an eventuelle Dante-Ports von FOH-Pulten klemmen kann.

Geil, aber teuer! ...aber halt primär geil! :smil451c7211b9e19:



Danke für eure Eingaben! <3
 
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  • #19
Nachtrag:

Beim erneuten Lesen merke ich, dass man aus meinem letzten Beitrag herauslesen könnte, dass sich das Wing Rack grundsätzlich nicht als Interface eignet.
Dem möchte ich hiermit entgegenwirken, damit nicht irgendwer der überlegt, genau das zu tun denkt, dass die Wing da einen schlechten Job macht.

Ich bin in puncto "ich klatsche so viele Plugins drauf wie ich will" und "ach komm, ich mache einfach für Sound Nr. 2 eine neue Instanz des VSTi auf anstatt mal von Part zu Part was zu automatisieren" ehrlich gesagt ziemlich verwöhnt und habe mir angewöhnt, da auf großem Fuß zu leben.

Die Wing ist aber sicherlich als Interface gut geeignet und bietet für den Preis wirklich super viele Features und vor allem Input/Output-Möglichkeiten.

Wenn du, lieber Suchender der dieses Topic in 3 Jahren ausgräbt also überlegst, dir eine Wing als Interface anzuklemmen: Mach das! Sau halt nicht so inflationär mit Asio-Last rum wie ich es mir angewöhnt habe, dann ist das ein super Gerät! :smil451c7211b9e19:
 
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