O-Toene mit MKE-2-Anstecker verbessern...

Pianist_Berlin

Tonmensch
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Schönen guten Tag!

Da ich gerade zwei Tage Zeit hatte, weil sich eine Baustellen-Reportage hitzebedingt verschoben hat, habe ich mich mal an einen neuen Selbstdarstellungsfilm für meine Homepage gewagt. Der alte war schon wieder drei Jahre alt, also Zeit für etwas Neues. Die beiden Aufsager am Reichstagsgebäude habe ich mit einem Anstecker (einem MKE 2) aufgenommen, und die Art und Weise, wie ich das mit EQ bearbeitet habe, gefällt mir nicht. Den Aufsager am Ende im Schnittstudio habe ich mit einem MKH 50 von oben aufgenommen und bin mit meiner Bearbeitung auch nicht zufrieden. Aus purer Faulheit hatte ich vom MKH 50 nicht den Baby Ball samt Fell abmontiert, das rächt sich natürlich.

Ich habe die unbearbeiteten Originaltöne als WAV-Datei mit in den Ordner gelegt. Wer sich daran versuchen möchte – bitte gerne. Irgendwie klingt das alles "hohl". Vor allem im Vergleich zu den Aufnahmen aus meinem Sprecherraum mit dem U 67.

Hier liegt er:

https://my.hidrive.com/share/pz-cwv8wm8

Und falls Euch insgesamt an dem Film etwas auffällt, lasst es mich gerne wissen. Eigentlich sollte man über sich selbst gar keinen Film drehen, aber manchmal braucht man genau sowas...

Es bedankt sich Matthias!
 
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Ich habe die O-Töne jetzt noch mal etwas anders EQ-mäßig bearbeitet und bin jetzt ziemlich zufrieden, daher ist keine unmittelbare Hilfe mehr nötig. Habe die neue Datei im Ordner ausgetauscht.

Matthias
 
Ich kann mir vorstellen, daß Deine Stimme im Verhältnis zur Musik (nicht Atmo) noch etwas mehr nach vorne treten, sprich lauter sein könnte. Gehört habe ich Deine letzte Version, nach Deiner nachträglichen EQ-Bearbeitung.
Den Film und die Vorstellung finde ich sehr gelungen und ich sehe es mir gern an.
 
Ich mische ja streng nach EBU R 128. Einfach nur den Pegel erhöhen ist da nicht die Lösung. Aber vermutlich ist es total normal, dass O-Töne mit Ansteckmikrofonen "dünner" klingen, ich nutze die ohnehin nicht gerne.

Matthias
 
Musst viel drastischer EQen. Grob gesagt: Bässe rauf um die 100hz, mitten runter um die 500hz, Höhen rauf um die 6khz, alle Takes jeweils etwas anders, aber Tendenz gleich. Ambis hab ich auch noch bisschen raus gefiltert.

Edit: würde das Lavmik auch nicht so hoch an den Hals setzen, etwas weiter runter vielleicht.
 

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Jetzt habe ich derweil den Schnittplatz ausgeschaltet, höre ich mir morgen früh an, schon mal vielen Dank!
 
So, jetzt habe ich mir das angehört. Ja, das klingt prima, aber was meinen persönlichen Geschmack angeht, landet man da sehr schnell an einem Punkt, wo es einen Tick zu "digital" klingt. Also ich wüsste jetzt nicht, ob ich meiner oder Deiner Version den Vorzug geben sollte... Wie hören das die anderen?

Matthias
 
Hab eine deiner Studioaufnahmen als Vorbild genommen, ich schätze so klingst du ungefähr in echt.

Was meinst du mit "zu digital"? Die Lavs klingen roh einfach unnatürlich, da muss man hebeln. Die guten (wie das MKE2) lassen das zu, die schlechten nicht.. da ist's nicht unbedingt eine Frage der perfekten Rohaufnahme, sondern was gibt das Lav, die verbaute Position, Kleidernoise, Backroundnoise und die Filterung dessen dann am Ende noch her.

Der zweite Clip klingt etwas komisch ja, auch weil sehr viel Hintergrundlärm und Denoiser stark eingesetzt, aber da könnte man sich auch noch etwas mehr Mühe geben, habe das alles in ca. 5min gemacht quasi zum zeigen, dass es gut matchbar ist und man nicht einfach mit dem Lav-Sound leben muss / soll ;) Lav sind generell gruselig in Roh, da braucht man beim Mischen ein anderes Mindset als du wahrscheinlich gerade hast durch die optimale Sprecherstudio Umgebung, wo du bei den Aufnahmen schon im Floh-Hust-Bereich optimierst.

Du kannst es natürlich auch roher lassen, aber dann würde ich trotzdem die Clips untereinander angleichen. Wenn ein und die selbe Stimme mit jedem Shot total anders klingt, dann ist das superweird. Darum gehts eigentlich vor allem.

Die Offstimme könnte man jetzt in dem Fall fullrange lassen und alle anderen evtl ein bisschen höher lowcutten bzw Bässe dann etwas wegrollen, aber alle anderen Freuquenzbereiche matchen. Dann hätte man eine schöne Balance denk ich.
 
Ja, man kann sich da echt total verheddern, dann lösche ich alle Filter und fange wieder von vorne an. In der Regel nutze ich ja keine Anstecker, sondern angele mit MKH 50 oder MKH 8060. Da muss man häufig gar nichts oder nur sehr wenig dran machen.

Es gibt von ERA ja ein Tool, wo man Frequenzspektren matchen kann, aber irgendwie bedeutet das noch lange nicht, dass die Aufnahmen danach ungefähr gleich klingen...
 
  • #10
Hab eben nur kurz in die Überarbeitung von @RefinedRough reingehört und eines ist mir aufgefallen. Das hat aber nicht mit dem Sound zu tun:
Warum genau wählst du "solide" als Qualitätsmerkmal für deine Arbeit? Ich weiß nicht, wie das bei anderen rüberkommt, aber das wäre mir persönlich zu...hmm...durchschnittlich für die eigene Arbeit? Du bist doch sicher besser als die Masse, oder?
 
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  • #11
Ja, das "solide" blieb auch hängen, wobei ich den Begriff als eher unterwürfig bezeichnen würde. Ich könnte mit "präsent" als passenderen Begriff vorstellen, was die Agilität und positive Ausstrahlung hervorheben könnte. ...nur so ne Idee...
 
  • #12
"Solide" ist aber genau das, was meine Kundschaft schätzt...
 
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  • #13
"Solide" ist aber genau das, was meine Kundschaft schätzt...
Den Zusatz hatte ich zuerst sogar noch getippt und dann wieder gelöscht. Hab fast damit gerechnet.
Wenn du deine (dann wohl eher konservative) Business-Zielgruppe hast, ist das doch perfekt. (Kenn ich so von meinem alten Arbeitgeber - Regional-TV.) Dann sind die Leute, die fancy-Zeug und modernen Schnitt suchen also eher nicht dein Klientel. Du schließt es aus. War nur mein Gedanke aus Marketing-Sicht. Nicht persönlich nehmen.
Als Neukunde würde mich das verunsichern, denn solide sind heute eben viele - auch wenn sie nicht explizit damit werben. Wie man aber sieht, verbinde nicht nur ich Mittelmaß mit diesem Begriff.
 
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  • #14
Ich betone öfter mal, dass ich nicht der megakreative Künstler bin, sondern eher der zuverlässige Handwerker. Genau sowas brauchen meine Auftraggeber nämlich.
 
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  • #15
nicht der megakreative Künstler bin, sondern eher der zuverlässige Handwerker.
Ist sehr selten, beides in Personalunion zu finden.
So selten, dass damit zu werben eher auf BS schließen lässt als auf Wahrheit
 
  • #16
Das habe ich jetzt irgendwie nicht verstanden... :-)

Matthias
 
  • #17
Ja, man kann sich da echt total verheddern, dann lösche ich alle Filter und fange wieder von vorne an. In der Regel nutze ich ja keine Anstecker, sondern angele mit MKH 50 oder MKH 8060. Da muss man häufig gar nichts oder nur sehr wenig dran machen.

Es gibt von ERA ja ein Tool, wo man Frequenzspektren matchen kann, aber irgendwie bedeutet das noch lange nicht, dass die Aufnahmen danach ungefähr gleich klingen...
Jup, so Matchingtools sind super für sowas.
Ich mache oft Ansteck und Angel & dann nehme ich den Angelton von der saubersten Stelle und matche dann die Lavs, so merkt man dann oft kaum noch die Wechsel. Aufs Lav noch ein bisschen Raum/hall wenn nötig und los gehts.
 
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