News LEWITT - LW6

Kabelloser Studiokopfhörer überträgt unkomprimiertes Audio per UWB mit weniger als 6 ms Latenz.

LEWITT erweitert sein Portfolio mit dem LW6 erstmals um einen Studiokopfhörer. Das geschlossene Modell ist für Mixing, Mastering, Monitoring und Recording konzipiert und kombiniert kabelgebundenen Betrieb mit einer proprietären Funkübertragung. Über RealSound soll unkomprimiertes Audio mit einer Latenz von unter 6 ms übertragen werden.

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Für die drahtlose Verbindung nutzt LEWITT Ultrabreitband-Technologie (UWB). Der zugehörige RealSound Transmitter kann an einen herkömmlichen Kopfhörerausgang, beispielsweise eines Audio-Interfaces, oder direkt per USB-C an einen Computer angeschlossen werden. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 5 Metern an.

Der LW6 ist als geschlossener Kopfhörer ausgeführt und soll damit sowohl für Recording-Anwendungen mit möglichst geringem Übersprechen als auch für Mixing und Mastering geeignet sein. LEWITT beschreibt die Abstimmung als transparent und natürlich. Für die Entwicklung kam laut Hersteller ein Messverfahren mit Mikrofonen in realen Ohren zum Einsatz.

Über einen vollparametrischen 5-Band-EQ lässt sich der Frequenzgang individuell anpassen. Eigene Profile können über eine Desktop-Anwendung oder eine mobile App erstellt und direkt im Kopfhörer gespeichert werden. Die Verarbeitung erfolgt über den integrierten DSP, sodass gespeicherte Einstellungen anschließend ohne dauerhaft verbundene Software genutzt werden können.

Zum Funktionsumfang gehört eine integrierte Simulation virtueller Studiomonitore. Diese soll die räumliche Darstellung beim Arbeiten mit Kopfhörern an eine Lautsprecherwiedergabe in einem Mixingraum annähern und arbeitet direkt auf dem internen DSP, ohne zusätzliches Plug-in in der DAW.

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Für die Mixkontrolle stehen außerdem verschiedene Monitoring-Modi zur Verfügung. Dazu zählen Mono, Side Stereo, Side Mono und Left/Right Swap. Zusätzlich lassen sich drei Zielpegel abspeichern und anschließend direkt abrufen.

Ein Loudness Guard soll vor hohen Pegelspitzen schützen. Der Schwellenwert kann individuell festgelegt werden. Pegelanzeigen innerhalb der Software arbeiten K-gewichtet.

Zwei frei belegbare Custom-Tasten erlauben über einfaches und doppeltes Drücken insgesamt vier Funktionszuweisungen. Auch diese Befehle werden direkt vom internen DSP verarbeitet.

Für den Tragekomfort setzt LEWITT auf Memory-Foam-Polster und einen verstellbaren Kopfbügel. Die maximale Wiedergabezeit gibt der Hersteller mit bis zu 21 Stunden an. Eine Ladezeit von 15 Minuten soll für rund drei weitere Stunden Betrieb ausreichen.

Neben RealSound kann der LW6 über USB-C, analog über 3,5-mm-Klinke oder per Bluetooth betrieben werden. Damit lässt sich der Kopfhörer sowohl an professionellen Audiogeräten und Computern als auch an mobilen Endgeräten einsetzen.

Preis und Verfügbarkeit
Der LEWITT LW6 ist ab sofort erhältlich. Der Preis beträgt 599 €.


View: https://youtu.be/szuY-FxTRRU

Quelle: LEWITT
 
  • Interessant
Reaktionen: Mike2009

"Für die Entwicklung kam laut Hersteller ein Messverfahren mit Mikrofonen in realen Ohren"

Das Messverfahren würde mich interessieren unter dem Hintergrund, dass Messungen bzw Frequenzanpassungen über 2 kHz nicht für jedermann tauglich sind. Der Grund dafür: Dann haben die individuellen Unterschiede (Dicke, Länge, Windung) eines Gehörgangs einen zu großen Einfluss und können nicht mehr für jedermanns Ohr gelten, sondern nur für den jeweiligen Messaufbau passen. Das wäre dann aber nicht mehr für alle Ohren repräsentativ.

Darum hören sich ja auch die vorgeschlagenen Frequenzkorrekturen nach oratory1990 über 2 kHz ziemlich schlecht an. Die EQ‑Vorschläge bis 2 kHz sind hingegen gut verwertbar. Siehe auch Kommentar von KaiS (Katapult Studios) im RME User Forum: https://forum.rme-audio.de/viewtopic.php?pid=193056#p193056. Das habe ich selbst schon für LCD-3 und Aeon 2 CB validieren können. Da geht es zwar in erster Linie um Messungen zur Anpassung von KH an die Harman-Kurve. Aber letzten Endes ist das Prinzip bzw das Problem doch das gleiche. Frequenzanpassungen über 2 kHz machen keinen Sinn, weil Ohren zu unterschiedlich sind und diese Anpassungen deshalb fehlschlagen, weil sie nicht für jedermann passen können.

Bei Funk (hier lt. Thomann*-Webseite Bluetooth 5.3) hätte ich Bedenken wegen der üblichen Störungen durch WLAN und Bluetooth.

600 € sind auch 'ne Menge Geld. Am besten informiert man sich vorher genauer darüber, was man unter dieser Frequenzkorrektur zu verstehen hat und wie sicher diese Funkverbindung ist. Lange Zeit waren Funkverbindungen über Bluetooth nicht für als lossless zu werten. Inwieweit diese Art der Übertragung tatsächlich störungsfreien und lossless Betrieb über die 5m garantiert, sollte man am besten auch hinterfragen oder besser noch ausprobieren.

Die Review von delamar bemängelt: Tragekomfort könnte besser sein.

Nun, man müsste es halt selbst mal ausprobieren, aber Wireless halte ich schon mal per se für keine gute Idee, wenn es wirklich um (verlustfreie) Qualität geht und nicht nur um Bequemlichkeit (kein Kabel). Und so wird der KH schließlich beworben: für Mixing, Mastering, etc. Die üblichen Lossless-Bluetooth-Codecs funktionieren, soweit ich weiß, auch nur bei optimalen Bedingungen und geringer Entfernung.
 
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