Mein Hauptanliegen ist vor allem, bitte Plugins die auch noch in ein paar Jahren funktionieren und nicht disfunktional auf der HDD enden, wie so Mistkrams ala Exponential Audio!
Das hat mich gerade getriggert… Exponential Audio Reverbs sind bis heute aus meiner Sicht absolute Perlen. Gerade im Bereich Surround / Atmos und natürlich dann auch Postproduction, werden sie extrem gerne genutzt und sind für viele noch das Maß der Dinge. Aber es ist eine Schande, wie
Izotope* als Käufer damit umgegangen ist. Fast ein Jahr waren die Dinger gerade auf dem Mac nicht mehr nutzbar. Seit 2 drei Jahren tut aber alles und werden hoffentlich auch noch in vielen, vielen Jahren laufen. Aber ich bin bei Dir: Das war schon richtig mies. Vor allem, wenn man auch viel Geld dafür bezahlt hat. (Wir haben für Symphony 3D und Stratus 3D jeweils deutlich mehr als 1000 Euro bezahlt und auch schon alle Vorgänger voll bezahlt) Da kann man sich nur jeden Tag bei Izotope bedanken….
Ich bin heute - nach gefühlt tausenden von Plugins - der Meinung, dass man nicht viele Plugins braucht, so lange man nicht in einem Ökosystem von Producern / Musiker arbeitet, die das für sich haben wollen und man deren Projekte aufbekommen muss…Ich bin eingeschworener Fabfilter Fan. Top Klang, Top Workflow, langzeitstabil, smarte Features zum selber machen und nicht der 123. KI Algorithmus.
Pro Q4: der Standard für eigentlich alle EQ Aufgaben. Bei Bedarf auch Linearphasig
Volcano 3: Das Gegenstück zum sauberen Pro Q4. schmutziger, modellierbarerer Filter/EQ... Eher was zum Mischen, aber sehr geil...
Pro MB: Obwohl schon einige Jahre auf dem Markt für mich der flexibelste und sauberste MB Kompressor (ist für mich aber nur ein Problemlöser)
Pro C3: Brot und Butter Kompressor. Einfach, man sieht was er tut und sehr flexibel.
Pro L2: Perfektes AutoGaining (für gute nachhaltige Entscheidungen), sauber, verschiedene Algos nutzbar, um mehr Punch oder Crisp zu bekommen
Saturn2: Multiband Saturation… Ohne fiese Intermodulationsverzerrungen, kann groß und wichtig, nach dramatischer Verzerrung oder Effekt klingen. Kann irgendwie alles und klingt dabei super und mit super Workflow.
Pro R2 —> Reverb, musst Du Dir selber ansehen. Ich finde eigentlich die Art, wie man ihn bedient super, nutze ihn aber fast nie —> ist auch kein Standard Mastering Plugin
Timeless oder wie das Dingens heißt, habe ich, ist aber eher für Sounddesign und für mich auch nicht so eingängig als Delay…
Wenn es günstiger (bis kostenlos) sein soll, kann ich Dir noch die Plugins von tdr empfehlen. Nova als dynamischer, paralleler EQ funktioniert prima und ist sehr vorhersehbar. Kotelnikov als Kompressor mit seinen 2 Releasestufen erinnert an den Weiss, super sauber, unauffällig und lässt sich sehr einfach sehr schön parametrisieren (inkl. frequency dependent ratios…). Die VOS Slick EQs klingen toll, gerade wenn man etwas Saturation reinfährt (German sind oftmals meines Lieblingskurven) und der Slick EQ GE Mastering ist auch wirklich toll, weil man sehr einfach jedes Frequenzband im Stereobild unterschiedlich breit machen kann. Finde ich auch sehr gelungen. Der Molotov Kompressor ist aus meiner Sicht eher für Mixing. Der Limiter 6 mit HF Compression und Soft Clipping ist je nach Genre auch eine echte Waffe…
Was bei tdr schnell untergeht sind ihre neuen Analyse Tools. Besonders Infrasonic ist toll und hilfreich. Kostet mittlerweile aber auch etwas Geld.
Wichtig finde ich noch ein Plugin, mit dem Du verschiedene Versionen des zu masternden Songs und verschiedne Referenzsongs lautstärkekompensiert gegenhören kannst. Ich benutze den ADPTR Metric AB, den es bei PA gibt. Der gibt sehr detailliert Auskunft über Loudness, Spektrum, Dynamik im Vergleich zu Reference Songs…
Wenn Du noch nich so ganz fit bist, kannst Du Dir auch mal ein „Zaubertool“ wie Gullfoss ansehen. Meine Erfahrung ist, dass wenn man vernünftig mixt und masterted, dann stört das eher. Aber gerade am Anfang und wenn der Mix noch nicht gut ist, kann das schon mal helfen….
Ich selbst arbeite im Mastering gerne hybrid. Das macht es aber gleich teuer (weil nicht gilt: jede Hardware ist besser als Plugins... und gute Wandler und gute Geräte Geld kosten (von Verkabelung und dem Aufwand wenn man mit Sidechains arbeiten möchte und alles brav in Sync sein soll, mal noch nicht zu sprechen). Ich könnte aber wahrscheinlich rein in the Box zu ähnlichen Ergebnissen kommen, aber es macht mir so mehr Spaß und ich bin so auch schneller
Dann gibt es natürlich noch 1000 kleine Problemlöser, aber mit dem oben genannten - bin ich fest der Meinung - kannst Du so ziemlich alles erreichen. Viel wichtiger ist, wie oben schon erwähnt ein richtig gutes Monitoring, dass Dir hilft, ein Master zu erstellen, welches gut auf verschiedene Audiosystem translatet. (Wenn Du das benötigst… was hier wahrscheinlich 80 - 90% benötigen), viel Erfahrung (auch in den verschiedenen Genres) und Dein Zeugs wirklich kennen…
Weniger ist mehr, vor allem bei dem Licenser Mist

weshalb ich Waves und solcherlei Firmengehabe auch nicht mehr Unterstützte!