Etwas rauchige Stimme, was nun

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Letzthin wurde ich 70 Jahre alt :altweise:.

Ich bemerke seit einiger Zeit das meine Stimme, die ich ab und zu einsetzen will um Musik zu produzieren, etwas rauchiger klingt wie früher, auch habe ich in der Nacht trockenen Mund und am Morgen spüre ich verschleimten Hals.

Falls mir jemand einen kleinen oder grossen Tipp geben könnte welche Übungen oder Massnahmen ich machen könnte um das Problem zu minimieren, wäre ich dankbar :pray:

PS: Ich bin Nichtraucher
 

Über den Tag verteilt mehr trinken, (Wasser). Bekanntes Phänomen, dass ältere Menschen (ich gehöre auch dazu, im Oktober 60) meinen, sie müssten nicht mehr so viel trinken. Gerade der Verschleimung wirkt regelmässiges trinken von Wasser oder Tee stark entgegen. Es hat aber keinen Sinn es nur vor dem Singen zu tun. Regelmäßigkeit ist ein Zauberwort.

Und es klingt zwar doof, aber ab und zu mal ein zuckerfreies Kaugummi kauen ist auch ganz passabel.
Wünsche Dir Erfolg bei der Behandlung deines Missstandes.;)
 
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Über den Tag verteilt mehr trinken, (Wasser). Bekanntes Phänomen das ältere Menschen (ich gehöre auch dazu, im Oktober 60) meinen, sie müssten nicht mehr so viel trinken. Gerade der Verschleimung wirkt regelmässiges trinken von Wasser oder Tee stark entgegen. Es hat aber keinen Sinn es nur vor dem Singen zu tun. Regelmäßigkeit ist ein Zauberwort.

Und es klingt zwar doof, aber ab und zu mal ein zuckerfreies Kaugummi kauen ist auch ganz passabel.
Wünsche Dir Erfolg bei der Behandlung deines Missstandes.;)
Exakt! das, was @Jimsonweed schreibt. Das kann ich als Sprecher vollständig bestätigen. Ergänzend kann man noch Übungen machen, am besten auch immer über den Tag verteilt, mit denen der Schluß der Stimmlippen trainiert wird. Stichwort Glottisschlag. Erste Erfolge spürt und hört man sehr rasch. Was auch hilft, sind Übungen "für's Zwerchfell", also solche, mit denen die Körperspannung aus der "Körpermitte" aka Stütze trainiert wird. NAgel mich nicht auf einzelne Vokabeln fest, da ich kein Stimmtrainer sondern nur Sprecher bin.
Und wenn Du verschleimt bist, dann sollte man die Stimmlippen nicht durch Räuspern sondern eher durch leichtes Abhusten des Schleims davon befreien. Auch hier hilft, hydriert zu sein und einfach auch ungefähr ne Stunde bis ne halbe Stunde vor dem Singen nochmal gut nachzutanken. Über das Mehr an Flüssigkeit freuen sich auch die Nieren. Übertreiben sollte man es aber auch nicht. Man kann sich auch zu Tode saufen. Mit Wasser. Stichwort Elektrolytehaushalt. Dauert aber etwas.
 
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viel Milch trinken beim einsingen, hilft mir, werde im Dezember 60
 
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OK
Jetzt wird es vielleicht etwas nerdig, aber dazu möchte ich was sagen.

Ich brauche wegen trockenen Augen (eine Folge eines Blutdruckmedikamentes) Augentropfen.
Alle 2 Wochen 13,40 EUR.
Das Produkt besteht im Grunde aus einer wäßrigen Lösung von Hyaluronsäure 0,1 %.
Klar steril und spezial und what not.

Ich mache mir das seit 6 Wochen selber für 'nen Appel und ein Ei.
Zur Sache in "Ghettospeak".
Hyaluronsäure hält Wasser an Geweben gebunden = keine Austrocknungen, um mal ein Wort zu haben.

Ich würde mir mal eine 0,1 % ige Wasserlösung herstellen und in eine Sprühflasche füllen und wie ein Mundspray verwenden und schauen ob sich was ändert.
Frisch anrichten und kühlen und nach 2-3 Tagen verwerfen (wegen Mikrobiologie) wenn man nicht richtig sauber arbeiten kann.
Ich kann und habe eine Methode, aber ich kann das natürlich nicht einfach zuraten.

Muß jeder selber wissen ;-)

In den Märkten gibt es fertige professionelle Produkte wie z.B. Gum Hydral etc.

Könnte man mal testen ob es einem was nutzt.

Sorry für langen Text.
 
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Regelmäßiges Trinken ist das einzige was hilft!!
 
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Salbeitee!
 
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@holgi Das ist ja wirklich mal interessant, denn dann bist Du einer der wenigen Menschen, dessen Sprechapparat von Milch nicht verschleimt. Ein Kollege "kann" das auch, er trinkt Kaffee mit Milch und isst dazu ein Stück Schokolade und kann danach ohne nennenswerte Beeinträchtigung sprechen. Das kann man dann wirklich individuell austesten, grundsätzlich würde ich davon eher abraten. Wasser mit mittel bis viel Kohlensäure kann auch helfen, dann kann man sich leichte "Frösche" im Hals auch wegrülpsen. Aber viele müssen dann aufstoßen, was dem einen oder anderen vielleicht unangenehm ist. Mir wären die Geräusche, die Sprudelwasser im Magen machen, in der Aufnahme mit evtl. jemandem in der Schalte oder auf der anderen Seite der Scheibe - Tontechnik, Regie - nicht hilfreich. Wenn ich allein aufnehme, isses mir wurscht, dann warte ich eben ein paar Minuten.

Leises Summen auf einem Ton im Komfortbereich, dann ein Intervall im Komfortbereich. Man kann dazu einen Vokal nehmen, der einem bequem für den Singapparat ist, bspw. O oder U, E oder auch wenig offenes A. Oder man singt einen bequemen Akkord aufsteigend und wieder absteigend auf NG und löst am Ende des Akkord unten auf einen Vokal. Das soll überhaupt nicht gut klingen, sondern hilft zu entdecken, auf welcher Tonhöhe der Belag auf den Stimmbändern sitzt. Mit diesem Akkord bewegt man sich die Tonleiter ohne Anstrengung und in einem kleinen Bereich die Tonleiter hoch und runter. Da mache ich oft am Tag auch beim Zähneputzen (nicht verschlucken!), beim Anziehen, Hochfahren der Technik im Studio, beider Hausarbeit oder Radfahren (vorsichtig mit herumfliegenden Insekten). Das sind alles Tätigkeiten, bei denen der Körper automatisch in einer gewissen Grundspannung ist und Stütze bietet. Oder man macht diese Übungen ganz solitär und hat dabei eine gute Stütze.

Kräutertees sind in Maßen und nicht zu stark dosiert auch hilfreich. "Scharfe" Tees wie zum Beispiel Salbeitee können bei zu intensiver Dosierung die Stimmlippen auch reizen. dosis venenum, nicht wahr. Jedenfalls kann Salbei dabei helfen, den Rachenraum von unerwünschten Keimen sauber zu halten. Ausgiebiges Gurgeln mit Salbeitee oder Salzwasser mit und ohne Summen hat den gründlicheren Effekt. Doch auch hier ist die richtige Dosierung, tendenziell lieber ein "dünne Mischung" wichtig, weil man sich die Stimmlippen sonst "verbrennt" und gerade dadurch heiser wird.

Solche Stimmübungen macht man besser in einer geringeren Lautstärke.
 
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Das ist ja wirklich mal interessant, denn dann bist Du einer der wenigen Menschen, dessen Sprechapparat von Milch nicht verschleimt. Ein Kollege "kann" das auch, er trinkt Kaffee mit Milch und isst dazu ein Stück Schokolade und kann danach ohne nennenswerte Beeinträchtigung sprechen. Das kann man dann wirklich individuell austesten, grundsätzlich würde ich davon eher abraten.
jep, das ist mir erst vor einigen Monaten als Lösung dahergekommen, zuvor habe ich, wie immer und überall empfohlen, Wasser und Tee beim einsingen getrunken, Milch dagegen ermöglicht es mir, auch länger zu funktionieren dabei, also ne Stunde am Mic
 
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  • #10
Hilfreich ist es auch, in einem nicht stark akustisch gedämpften Raum zu singen und zu üben, weil man sonst gegen die Dämmung anspricht/ansingt, was den Stimmapparat anstrengt und man schneller ermüdet. Die Raumantwort hilft, die Übungslautstärke niedrig zu halten.
Im Zweifelsfall kann man auch seinen Hausarzt fragen oder in der Apotheke. Bei Selbstmedikamentierung sollte man wissen, was man tut, sich im Zweifel von professionellen "Giftmischern" beraten lassen. Oder man kricht mal einen Termin bei einem Phoniater und lässt den auf den Stimmapparat draufgucken und -hören. Manche haben auch bildgebende Untersuchungsmethoden (Kamera), was sehr interessant ist.

Ach eine Ünung fällt mir ein: vocal fry.
 
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  • #11
Allgemein auch so oft es der Tagesablauf zulässt, die Zwerchfellatmung trainieren, also atmen nicht über die obere Brust sondern mehr im Bauchbereich, stimmt, stärkt auch die Stützmuskulatur und wirkt auch Bandscheibenproblemen entgegen wenn man es denn oft genug übt.
vor 25 Jahren hatte ich mal eine ca: 85 Jahre alte Stimm- (Logopädie)trainerin die war schon lange im Ruhestand, hat aber noch mit verve praktizert. Sie am Klavier und ich musste singen (der König von Thule) auf dem gab (von: den goldnen Becher GAB) solte ich den tiefst mir möglichen Ton singen, darauf hat Sie dann das Klavier immer tiefer transponiert. Ich kam nach einigen Sitzungen(Stehungen) immer immer tiefer. Ihr Rat zu Beginn, Oft Zwerchfellatmung aktivieren, viel Wasser (mind. 2 Ltr./Tag) trinken.

Es wirkt und wirkt, obwohl ich als Punk, damals den Song scheisse fand.🤣🤣
 
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ok, ich schreie das Mic an, ich singe nicht, das nur zur Klarstellung :-D
 
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  • #13
@Vast

Du könntest es auch einmal mit Rachenspray probieren. Also abends vor dem Schlafen über Nacht. Bei Daueranwendung eventuell aber lieber einen HNO fragen. Könntest du eigentlich sowieso einmal machen.
 
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  • #14
Noch eine kleine Bemerkung zur Zwerchfellatmung und der vielgepriesenen Stütze: nur in den Bauch zu atmen und die Bauchdecke rausfallen zu lassen, nützt nicht viel, um Lunge und Zwerchfell als Kompressor mit Druckverstellmöglichkeit herzustellen. Denn wenn man nur in den Bauch atmet, ist es erheblich anstrengender, die Stütze herzustellen, als wenn man den Atem also die Weitung der Lungenflügel bewusst lenkt. Mit den Handflächen leicht etwas unterhalb des untersten Rippenbogens angelegt, kann man mal versuchen, bewusst die Lunge dort seitlich zu weiten und damit die vordere und seitliche (gerade und schräge) Bauchmuskulatur zu entlasten, damit das Zwerchfell die Eingeweide nicht gegen die Muskulatur drückt.
Wenn man übt, die Lungenweitung nach seitlich unten und dann "fortgeschritten" in Richtung Nieren zu leiten, kann man - zumindest nach meiner Erfahrung - viel leichter und schneller die Stütze herstellen und halten.
Das bewirkt bei erfolgreichem Training ein leichteres Atmen, also weniger Schnaufen und ein leiseres Einatmen, also weniger hektische "Asthmaatmer". Ein hüftbreiter Stand bei den Übungen hilft auch. Schulterbreit öffnet mir persönlich zu sehr den Beckenboden, so kann ich keine BEckenbodenspannung herstellen oder gar halten. Hüftbreit genügt, zumal bei schulterbreit viele kein rechtes Maßgefühl haben ... was sich oft auch mit der Überschätzung andere Körpermaße und Längen übereinstimmt.

Bei aller "Bauchatmung" sollte man aber nicht die Lungenspitzen vergessen durch tiefes Atmen aufzufrischen. Auch hilft es die Lungenflügel zu belüften, wenn ein freundlich gesinnter Mensch einem mal den oberen hinteren, seitlichen und unteren Rumpf beim tiefen Atmen leicht abklopft. Das weiß ich von meiner Mutter, Krankenschwester seit über fünfzig Jahren. Gewissenhafte Pflegekräfte wissen darum und lassen diesen Liebesdienst ihren anvertrauten Menschen angedeihen..
 
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Ich habe ein YT Video über LaxVox gesehen und mich erst halbtot gelacht. Dann einen Silikonschlauch (Innen Ø 10mm) in eine halb gefüllte Wasserflasche gesteckt und hineingesungen.
Hilft bei mir. Die Stimmbänder werden frei.
 
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  • #16
Regelmäßiges Trinken ist das einzige was hilft!!

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  • #17
JA, LaxVox ist auch sehr gut, um den Stimmapparat zu entspannen. Dabei kann man mit der Eintauchtiefe des Silikonschlauchs (bitte in "lebensmittelecht/-tauglich") oder eines Edelstahl- oder Glasröhrchens experimentieren, wie anstrengend das Blubbern sein soll. Je tiefer, umso anstrengender und mit Trainingseffekt, je weniger tief eingetaucht, umso entspannender. Ruhiges, bewusstes Atmen ist dabei essentiell, denn es soll den kompletten Sprech-/Singapparat lösen und entspannen. Das Einatmen efolgt beim LaxVoxen natürlich durch die Nase. ;)
 
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  • #18
Pflegefachkraft hier.

Neben ausreichend trinkend wird auch absolut unterschätzt:

Kochsalzlösung inhalieren. Oder den Tee, den du danach trinkst. 3x täglich.

Ist nervig, aufwendig und nervig, aber passiert deine Stimmbänder mehr als jedes Lutschbonbon (außer du aspirierst es).

Kannst deine rauchige Stimme auch mal für den ein oder anderen Song stimmig nutzen, außer es tut weh und/oder du wirst heiser.
 
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  • #19
Ist ja dann leider nicht 99%ig wasserfrei und kann nicht zum Vorbenetzen von zu hydrophobierenden Natursteinoberflächen verwendet werden, weil durch den Restanteil Wasser die Hydrolyse zu früh und zu schnell einsetzt und man dadurch bei zur Sichtoberfläche parallel verlaufendem Lager versetzten Sandsteinen eine Schalenbildung provoziert. Die hydrophobierte Fläche hat nach der Behandlung einen komplett veränderten Wasserdampfdiffusionshaushalt, lange gespeicherte Feuchtigkeit bewirkt ein verändertes Quellen und Schwinden in der Zone hinter der Schale und über die Zeit eine allmähliche Lösung der Quarzkornbindung. Die Folge sind hinter der Schale absandende Tiefen und damit erheblicher Substanzverlust an Steinmasse. :girlp: 🍻
 
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