News BLEASS - Spectral Reverb

Spektrales Reverb-Plug-in kombiniert frequenzabhängige Hallformung mit sechs zusätzlichen Prozessoren.

BLEASS stellt mit Spectral Reverb ein neues Reverb-Plug-in vor, bei dem zentrale Hallparameter frequenzabhängig gesteuert werden können. Über sogenannte Spectral Maps lassen sich unter anderem Attack, Decay und Stereobreite über das Frequenzspektrum unterschiedlich gewichten. Vier frei belegbare Processing-Slots mit sechs zusätzlichen Spectral Processors erweitern das Konzept um Gate-, Ducking-, Pitch- und weitere spektrale Bearbeitungen.

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Die Spectral Maps werden als Reihe vertikaler Balken dargestellt. Durch horizontales Ziehen wird der Schwerpunkt der Bearbeitung innerhalb des Frequenzspektrums verschoben; an den äußeren Positionen lassen sich vollständige Rampen erzeugen. Vertikale Bewegungen verändern die Form zwischen zunehmend ausgeprägten Peaks und Absenkungen. Die jeweilige Map arbeitet dabei zusammen mit dem zugehörigen konventionellen Parameterregler.

Über Decay lässt sich nicht nur die globale Nachhallzeit einstellen, sondern mit der zugehörigen Spectral Map auch bestimmen, wie lange einzelne Frequenzbereiche ausklingen. Nach demselben Prinzip kann Attack frequenzabhängig variiert werden.

Auch die Stereobreite arbeitet spektral. Width erzeugt kleine Abweichungen zwischen linkem und rechtem Kanal und kann bestimmte Frequenzbereiche breiter oder schmaler darstellen als andere. Ergänzend stehen Freeze zum Halten des aktuell klingenden Reverbs und Kill zum sofortigen Löschen der Hallfahne zur Verfügung.

Am Eingang befinden sich Gain sowie Hoch- und Tiefpassfilter. Ausgangsseitig stehen Output Gain und eine Dry/Wet-Regelung zur Verfügung.

Vier Processing-Slots können mit einem von sechs spezialisierten Prozessoren belegt werden. Der Spectral Gate unterdrückt Frequenzanteile unterhalb eines einstellbaren Schwellenwerts. Auch der Threshold kann über eine Spectral Map frequenzabhängig definiert werden. Attack und Release bestimmen die zeitliche Reaktion des Gates.

Harmony Follow orientiert die Hallfahne am aktuell eintreffenden Signal. Dazu werden ältere spektrale Anteile zurückgenommen und Frequenzen hervorgehoben, die zum Spektrum des neuen Eingangssignals passen. Insbesondere bei langen Hallzeiten soll damit verhindert werden, dass ausklingende Tonhöhen mit nachfolgenden Noten kollidieren. Strength und Follow Speed bestimmen Intensität und Reaktionsgeschwindigkeit.

Der Spectral Ducker analysiert dagegen das Spektrum des Eingangs und reduziert entsprechende Frequenzbereiche innerhalb des Reverbs. Dadurch soll das Direktsignal auch bei langen oder stark ausgeprägten Hallfahnen besser erhalten bleiben. Als Analysequelle kann wahlweise das Hauptsignal oder ein externer Sidechain verwendet werden.

Mit dem Spectral Enhancer lassen sich dominante Frequenzanteile hervorheben. Der Prozessor ermittelt die stärkste Frequenz im Signal und verstärkt weitere Anteile innerhalb eines definierbaren Amplitudenbereichs. Range, Amount, Attack und Release regeln Auswahl, Intensität und zeitliches Verhalten.

Ein Pitch Shifter verändert die Tonhöhe der Hallfahne im spektralen Bereich. Die Verschiebung wird in Halbtönen eingestellt und kann wiederum frequenzabhängig über eine Spectral Map variiert werden. Ein eigener Dry/Wet-Regler mischt bearbeitetes und unbearbeitetes Reverb-Signal.

Der Frequency Shifter arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip, verschiebt Frequenzen jedoch in Hertz beziehungsweise Kilohertz anstelle musikalischer Intervalle. Auch hier lässt sich die Intensität der Verschiebung für unterschiedliche Frequenzbereiche separat formen.

Die spektrale Verarbeitung basiert auf einer Fast Fourier Transform (FFT). Über die Parameter Block Size, Hop Factor und Smooth Size kann das Verhalten der Engine beeinflusst werden.

Eine größere Block Size erhöht die spektrale Auflösung, benötigt jedoch mehr Rechenleistung. Der Hop Factor bestimmt die Überlappung aufeinanderfolgender Audioblöcke. Höhere Werte erzeugen laut BLEASS eine gleichmäßigere Verarbeitung, während niedrigere Einstellungen gezielt glitchigere und stärker Lo-Fi-orientierte Ergebnisse ermöglichen.

Smooth Size legt schließlich fest, wie stark die Übergänge zwischen überlappenden Blöcken geglättet werden. Hohe Werte sind auf ein saubereres Ergebnis ausgelegt, niedrige Einstellungen erzeugen bewusst rauere Artefakte.

Ein Großteil der Parameter kann außerdem über die DAW automatisiert beziehungsweise moduliert werden. Externe Sidechains werden vollständig unterstützt.

Preis und Verfügbarkeit
BLEASS Spectral Reverb gibt es für 39 €.


View: https://youtu.be/NlpASZSdGwc


Quelle: BLEASS
 

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