Ben Fu

moviemusic

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Hallo Leute!
Ich mache ja eher in alternativ Metal, habe aber mal vor 2, 3 Jahren etwas Orchestrales versucht.
Am schwierigsten fand ich beim Mix und auch im Kompositionsvorgang, welches der vielen vielen Instrumente (Ich meine ca. 15) denn nun gerade nervt 😅
Das Stück zeigt viele Fassetten eines Films....Action, Liebe, Trauer, Mystik, das Böse, Grandefinale usw.
Hut ab, vor allen die sowas machen! Ich war da ca. 100 Stunden dran und war irgendwie nie zufrieden🙉
Habe den Song auf meinem Rechner "wiedergefunden" und noch mal versucht ein wenig zu Mastern. Ist aber nicht so das gelbe vom Ei.
Für mich wäre nur mal interessant zu wissen was Ihr davon haltet und ob ich in diese Richtung vielleicht noch mal gehen sollte.
Vielen Dank schon mal für eure Kritiken.
LG Ben Fu
Autor
Ben Fu
Song-Veröffentlichung
Artist
Ben Fu
Kategorie
Orchestral
Song-Herkunft
Non declared
Aufrufe
812
Bewertung
9,67 Stern(e)

Song-Rezensionen

Andi Steffen
Orchestral? Filmscore? DA bin ich immer für zu haben.
Nach dem epochalen Mazze-Beitrag wirkt dieses Werk zunächst etwas zahm, obgleich es für sich gehört wahnsinnig facettenreich ist.

Viele, viele Elemente, cool miteinander verwoben, viele Gefühle ausdrückend, interessante Melodieführungen und gute Ideen mit Herz und Seele.
Unbestreitbar, dass Du ein grandioser Komponist bist, und es in unterschiedlichsten Genres beherrschst, Emotionen in Musik zu verwandeln. Bleib´ bitte diesem Orchestergedöns ab und an treu, denn das ist wunderbare Musik von Dir.

Vielleicht darf ich ja mal von einem MashUp Deiner Genres von Dir träumen..? Das Talent und die Stimme für solch eine krasse Mixtur hättest Du... Solch ein zartes orchestrales Intro, Deine tiefe Stimme steigt behutsam ein, sachte Saitenklänge gesellen sich dazu und werden von einem zögerlichen Percussionrhythmus ergänzt, bevor Du nach einem kleinen Break die volle Wucht der Melodien mit harten Riffs, knackigen Drums und brachialer Stimme auf uns niederschmettern lässt... seufz....!
  • Danke
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jet2
ein schönes und aufwendiges stück.
respekt vor der arbeit.
schließe mich der positiven kritik der vorvoter an.

die anmerkungen vom meister @Landor fand ich sehr aufschlußreich.
mit dessen forumsbeitrag für diesen monat steht hier gleich noch ein weiteres monumentales orchesterwerk zur verfügung,
an den dieser beitrag meiner meinung nach noch nicht ganz heranreicht, aber das ist auch ein vergleich auf hohem niveau...

metal und orchestermusik müssen keine gegesätze sein....
hast du es schonmal mit symponic metal probiert?
  • Danke
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Landor
Neu- (oder doch Alt-) Zugang in Sachen "Orchesterheinis"? Das muss ich mir anhören!

Erstmal Respekt vor deiner Beharrlichkeit, 100 Stunden an einem Werk zu sitzen. Das kenne ich. Umso schöner, wenn am Ende auch was Vernünftiges bei rauskommt.

Einige Kritik der Kommentatoren kann ich verstehen, bin aber nicht zwangsläufig der gleichen Meinung. Z.B. @rho mit der Aussage "werden praktisch alle Kinoklischees gestreift, worunter der Gesamteindruck m. E. etwas leidet". Ja, stimmt, aber man kann es auch als eine Art Gesamt-Score sehen, in dem ein Charakter alle möglichen Szenen, Emotionen, etc. durchläuft. Aber eine Konzentration auf 1-3 "Klischees" wäre sicher auch nicht verkehrt.

Zum rein Klanglichen: Ich weiß nicht welche Orchesterbibliotheken du benutzt hast und kann auch nicht sagen, ob es an diesen liegt oder an der Art und Weise sie einzusetzen, aber z.B. diese rhythmischen Phrasen ab 0:20 im hohen Register klingen nicht authentisch. Generell ist das Legato der Streicher eher suboptimal, man hört den Notenwechsel recht deutlich. Ab 1:04 klingt, ja was eigentlich, Trompete?, ziemlich schrecklich, sehr nasal. Das Streicherostinato ab 1:44 hört sich leider nach Maschinengewehr an. Wenn die Library keine/wenig Round Robins hat, ist man da leider aufgeschmissen. Hier hilft aber auf jeden Fall noch mehr Variation in der Velocity, Akzente auf Beat 1 etc. Die Notenwechsel ab 2:11 hören sich auch sehr abrupt an, s.o. wegen Legato.

Au Mann, mit dem Detailgrad an Feedback kann ich nicht weitermachen. Ich fahre mal mit der Komposition fort:

Ich finde du setzt zu stark auf die hohen Register. Vor allem die Streicher spielen sehr enge Harmonien da oben. Das Stück würde von einer breiteren Stimmführung über Bratschen und Cellos profitieren. Das Violinen-Ostinato ab 2:20 ist auch sehr hoch. Da tummelt sich zu viel. Aber hier kommen schöne Harmonien zum Einsatz mit absteigendem Bass, der gut passt. Direkte Modulation bei 2:31, bringt immer was, aber kann man noch weiter durch eine variierte Orchestrierung/Instrumentierung unterstützen.

Die Makrodynamik über das ganze Stück gesehen finde ich gelungen. Das hat ja auch viel mit den von dir genannten Stimmungen wie Action, Liebe etc. zu tun. Bei der Mikrodynamik - damit meine ich die Dynamik innerhalb einzelner Phrasen - da kann noch etwas mehr rein. Da lohnt es sich, überhaupt erstmal Phrasen zu identifizieren, deren Höhepunkt zu erkennen und dort Melodie und Harmonie durch höhere Dynamik zu akzentuieren.

Ahh, auch hier feedbäcke ich schon wieder sehr tief. Ich will es mal dabei belassen.

Das hört sich jetzt alles nach seeehr viel Kritik an, ist es auch. Stimmt aber dann doch wieder nicht, denn es ist geil, was du da produziert hast. Filmmusik ist nicht deine Hauptmusikrichtung und von Metal aus ist das bis dahin ganz schön weit. Ich habe mich schon einige Zeit mit Orchestermusik beschäftigt und kann zweifelsfrei sagen, dass diese ein wirklich dickes Brett ist. Daher nochmal: du genießt meinen Respekt. Und ich wäre froh, demnächst noch mehr von dir in diese Richtung zu hören.

Und noch eine Anmerkung: dein Stück hat einen vernünftigen Titel verdient.
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Crosswise
Für Komposition und Arrangement auch hier volle 10 Sterne, gekonnt ist halt gekonnt. Mich stört nur ein wenig der Orchestersound an manchen Stellen, ohne dass ich das näher ausführen könnte. Abzugsfähig finde ich das aber jetzt nicht wirklich...

Also jetzt der nächste "Orchesterheini" hier, an dem man sich messen lassen muss, vielen Dank auch... ;)
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HarrySH
Bin schon sehr beeindruckt von diesem Werk. Hat durchaus einen roten Faden, ist nicht so zusammengeklebt aus verschiedenen Passagen wie das manche mit diesen Orchester-Lib´s machen. Hört sich alles wohl überlegt an. Du nutzt auch die Dynamik eines klassischen Orchesters aus, ist ja heute oft so, daß man bei opulenten orchestralen Werken volle Pulle und Bombastsound fährt. Hauptsache es knallt.

Was mir gut gefällt: da ist sogar ein klarer Rhythmus bei.
In dem 70ern habe ich mir die Deep Purple-Scheibe "Concerto for Group and Orchestra" zugelegt. Sowas würde zu deinem Stil mit Rock und Metal auch gut funktionieren.....denke ich mal.
  • Danke
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rho
Der Einsatz von Orchester-Libraries wird ja häufig schon für orchestrales Schaffen gehalten. Kürzlich las ich hier sogar die Selbsteinschätzung, jemand habe ein "symphonisches Werk geschaffen", obwohl nur ein paar Orchestersounds unmotiviert nebeneinanderher klimperten.
NICHT SO HIER. Da höre ich schon kompositorischen Aufwand, bei dem Orchesterstimmen musikalische Rollen einnehmen. Wie jedoch in der Intro beschrieben, werden praktisch alle Kinoklischees gestreift, worunter der Gesamteindruck m. E. etwas leidet. Der Sound ist hiermit amtlich beglaubigt. Denn -wie alle hier- sitze ich mit Oszilloskopen vor dem Rechner ;)
Im Grunde ist Kinomusik ja romantische Programmmusik. Vielleicht wäre das mal eine interessante Richtung: ein (Film-)Thema setzen und "durcharbeiten", anstatt alle zwanzig Takte des Film zu wechseln.
Nichtdestotrotz 10 :)
  • Danke
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